Monatsarchive: November 2013

Einblicke # 2

“Einblicke”; Eine Themen-Reihe, eine kleine Pause, einfach, weil’s gut tut.
Nur wenige Worte, eine Handvoll Bilder (mehr oder weniger…),
10 Posts wie eine Bonbon-Dose, gefüllt mit ein bisschen Lebens-Alltag
in kleinen, feinen Etappen-Happen.
Bruchstücke eines Tages wie jeder es sein könnte…

Morgen

DSC_8692 DSC_8681Vergnügt: Ein warmes, wonniges Bad, irgendwo ganz oben im Haus, von hauchfeinen Sonnenstrahlen beleuchtet. Dort wo das Treppenhaus zur Balustrade wird und der Putz seit Jahren schon ungeniert vor sich hin bröckelt, steht unsere alte Badewanne in einer grässlich provisorischen Ecke, bar jeder Ästhetik und alles andere als romantisch (was auch erklärt, warum ich immer nur dusche). Die Mädchen aber lieben ihre Wanne. Mein wilder Lockenkopf schon seit langem, sie lässt sich jeweils höchst persönlich ihr Bad einlaufen (am liebsten eisig kalt), wann immer sie die Inspiration überkommt, und neu rutscht auch das Babykind mit zu ihr hinein -ganz vorsichtig allerdings, denn Wasser ist ihr noch immer nicht so ganz geheuer- und lutscht im Stehen ganz versonnen an ihrem klatschnassen Lappen.
Ich sitze derweil daneben auf dem Boden in einer immer grösser werdenden Badewasser-Pfütze. Und stricke. Und gucke. Und freue mich an diesem herrlichen Vergnügen, meine zwei kleinen Kinder glücklich, gesund und bald schon blitzsauber zu wissen, mit rosiger Babyhaut, zum Anbeissen süss…

Nachmittag

DSC_8698 DSC_8707Beschenkt: Wenn es klingelt und draussen ein Kurier mit Torte steht, dann fühlt sich das fast schon an wie ein Sechser im Lotto (Danke, Mama!!!). Im ganz kleinen Alltags-Lotto zumindest, so nach Glücks-Kind und Sonnenseitenleben. Schoko-Truffes-Torte, mit zartschmelzendem Sahne-Creme-Guss, du meine Güte
Kind1, der die Schachtel entgegen genommen hat, stolziert damit augenblicklich in Richtung Küche, und bald schon wuselt eine kleine Schar Kinder unter seinem Regiment mit Tellern und Gabeln um den Tisch herum, eine Kerze wird angesteckt, die Schachtel steht speerangelweit offen, es fehlen bereits Zuckerblümchen, und da und dort tauchen winzigkleinen Fingerspitzen-Spuren auf im Puderkakao…
Wir sind plötzlich alle Glückskinder, wie mir scheint. Und das wird gefeiert. Und wie.

Abend

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Bewusst: Die Kinder schlafen, ihre Betten sind warm und weich und der richtige Ort nach einem langen, intensiven Kindertag. Nur Kind1 sitzt noch bei mir, am Büro-Tisch seines Papas, umringt von gläsernen Plättchen. “Schau mal, Mama, von der Biene haben wir gleich mehrere Proben”, meint er und hält mir ein paar davon entgegen, “Beine, Augen, Stachel…” Von blossem Auge erkenne ich kaum mehr als ein paar Schlieren unter dem feinen, kreisrunden Deckglas, aber dicht über das Mikroskop gebeugt muss das alles ganz fantastisch aussehen. Kind1 ist fasziniert. Und er wünscht sich, diese Faszination mit mir zu teilen, das spüre ich sofort. Da ist so ein Eifer in seinen Augen, so ein Glühen auf seinen Wangen, und etwas an ihm strahlt, dynamisch und jung, bereit, mich anzustecken mit diesem Feuer der Begeisterung.
Es ist nicht immer einfach, eines von 4 Kindern zu sein, das weiss ich, denn ich war selbst einmal die Älteste von 8en. Immer wieder beschleicht mich dieses nagende Gefühl, meinen Kinder nicht wirklich das geben zu können an Zeit und Zuwendung, an Geduld, Unterstützung und Begleitung, was ich ihnen so gerne geben würde, einfach, weil ich mich auf vier von ihnen verteilen muss, weil das Babykind noch so klein ist und so bedürftig und unser Haus gross und die Arbeit scheinbar endlos… Doch dann kommen Augenblicke wie dieser. Das Kind und ich. Allein. Und alle Zeit der Welt steht still. Vielleicht bin ich müde, vielleicht lockt mich mein Strick-Korb oder ein letztes Stückchen Schokoladen-Torte… aber ich denke, mein Platz ist jetzt hier. An seiner Seite. Mit offenen Augen und offenen Ohren und der Bereitschaft, mich anstecken zu lassen von seinem Feuer. Bienenstachel, Krabbelbeinchen. Was für ein Abschluss für diesen Tag.

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Einblicke #1

“Einblicke”; Eine Themen-Reihe, eine kleine Pause, einfach, weil’s gut tut.
Nur wenige Worte, eine Handvoll Bilder (mehr oder weniger…),
10 Posts wie eine Bonbon-Dose, gefüllt mit ein bisschen Lebens-Alltag
in kleinen, feinen Etappen-Happen.
Bruchstücke eines Tages wie jeder es sein könnte…

Morning

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… mich erinnern an dieses kleine, selbstgebundene Buch, in dem ich eine Weile lang jeden Abend die schönsten Ereignisse des Tages festgehalten habe, in nur wenigen Sätzen, weil es mir wichtig war, beständig zu bleiben und auch dann noch an diesem kleinen Ritual festzuhalten, wenn ich eigentlich zu müde war, um bei den Kindern nachzufragen und Notizen zu machen. Irgendwann ging das Büchlein vergessen. Und mit ihm das Sammeln von schönen Alltags-Erinnerungen. Zeit für einen Neu-Start, glaube ich …

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… Kinder in der Schule, eines in der Spielgruppe, eines im Bett für ein vormittägliches Nickerchen, und die Post hat Seelenwärmer-Schätze gebracht, die ich mir jetzt einfach gönnen will, weil alles ziemlich anstrengend für mich ist im Moment, und weil ich spüre, dass ich ein bisschen Extra-Pflege brauche, nicht nur seelisch, auch körperlich (Ausserdem sind meine Shampoos und Salben seit Wochen schon aufgebraucht, so dass ich Herrn Kirschkernzeits pragmatische M-Budget-Packungen mit benutzen “musste”, ersatzweise, aber ohne viel Freude).
Für 15 herrliche Minuten wird mein Mini-Bad zur Wohlfühl-Oase. Paradiesisch! Heiss geduscht, mit frisch gewaschenen Haaren und weich gecremter Haut sieht die Welt plötzlich ganz anders aus, viel schöner und rosiger. Und ich (hoffentlich) auch …

Afternoon

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… Stricken unterwegs. Nicht in echt eigentlich, denn ich habe das Haus gar nie verlassen heute, aber es kommt mir oft so vor wie … Stricken auf Wanderschaft, wenn ich meinen Strick-Korb von Zimmer zu Zimmer neben mir her trage, immer in der Hoffnung, ein bisschen stille Zeit und Platz in meinem Kopf fürs Maschenzählen zu finden… Ab und zu habe ich sogar Glück. Nicht allzu oft zwar, aber dann rufe ich mich selbst zur Ruhe, wenn ich merke, dass ich unruhig werde deswegen. Ich meine, spielt das denn wirklich eine Rolle? Die Zeit wird kommen, Masche für Masche, Reihe für Reihe. Mal langsamer, mal schneller, aber kommen wird sie, das ganz bestimmt…

Evening

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… ein Abend, wie geschaffen für kuschelige Stunden unter meinen Lieblings-Decken, das schlafende Babykind neben mir mit seinem leisen Atem und eines der wenigen Bücher in meiner Hand, die all meine Aufräum-Attacken überdauert haben.
Und wohl auch weiterhin überdauern werden. Erinnerungen, Geschichten aus dem Leben, aus einer Welt vor langer, langer Zeit… so etwas fasziniert mich. Bei jedem Wieder-Lesen wieder neu …

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Aus dem Stundenglas

Morgen

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Nachmittag

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Abend

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Ein Tag.
Wieder ein Tag.
Zeit, die verrinnt und nicht zu fassen ist, nicht mit Händen, nicht in Worten, nicht in Bildern… Nur in Gedanken und Erinnerungen, und nicht einmal dort ist sie wirklich sicher und fest verankert, die Zeit, das Leben, die Tage, die uns gehören…
In meinem Tagebuch habe ich heute geschrieben: “Manchmal merke ich erst an den bahnbrechenden Ereignissen in anderen Leben (wie Hochzeiten, Geburten, ein plötzlich ganz schnell gross gewordenes Kind), dass die Zeit vergeht und wie schnell sie das tut. Es ist als würde ich Zug fahren: Innen im Abteil bleibt alles ruhig und häuslich und gemässigt, und erst wenn ich den Kopf aus dem Fenster strecke, wird mir bewusst, wie rasend schnell mir der Fahrtwind um die Nase pfeift… Die Zeit zerrinnt in meinen Händen. Ein zerbrochenes Stundenglas. Nichts lässt sich wiederholen, nichts rieselt von Neuem…”

Was bleibt?
Menschen, die sich erinnern, Kinderseelen, die ich mit-geprägt habe, gestern, heute, morgen und übermorgen (so Gott will- aber im Grunde vertraue ich ja immer darauf).
Es bleibt… Dankbarkeit, ein paar bittere Schlucker, weil niemals alles gut ist, was ich tue, und weil ich manches -rückblickend- anders machen würde und anders machen werde, nehme ich mir vor. Aber es bleibt auch ein Lächeln hier und da, auch jetzt, heute abend, in diesem Augenblick, wo ich diese Worte hier tippe, denn immer gibt es Grund dazu, genauso wie für die Liebe, für die Zuversicht und für einen offenen, hoffnungsvollen Blick nach vorn.
Was bleibt ist die Liebe. Und die Hoffnung. Das Vertrauen. Und das Wissen, dass der junge Morgen mir einen neuen Korb vor die Türe legen wird, ungeschliffene Momente, noch unerkannte Möglichkeiten, Dinge, die es zu lernen gilt, Chancen, die ergriffen werden wollen, grosse und kleine Funken der Freude, Liebe im Überfluss, Menschenleben, die sich kreuzen, die sich brauchen, auf einander warten, bauen, vertrauen.
Dieser Gedanke ist schön. Der Kreislauf, der nicht abbricht, nicht so schnell, nicht jetzt schon. Die neue Chance, der Auftrag, neu zu beginnen und das Leben mit Leib und Seele und von ganzem Herzen zu gestalten, bewusst, liebevoll. Jeden Tag aufs Neue.

Das ist ein Ja.
Mein Ja.
Mein Ja zum Leben.

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In meiner Schatzkammer

Mein Haus ist selten aufgeräumt, und wenn, dann nur partiel, auf gar keinen Fall aber durchgehend überall, von oben bis unten, und in Schränken und Kommoden herrscht viel zu oft totaler Ausnahme-Zustand (sage ich mir. Tatsächlich handelt es sich wohl eher um unseren Normal-Fall *hüstel*). Unser Flur wird tagtäglich von neuem von Stiefeln, Jacken, Mützen und herrenlosen Streuner-Socken überschwemmt, die Kinder meutern in ihren Kinderzimmern und die Waschküche füllt sich -kaum habe ich mir ein Herz gefasst und zwei, drei Ladungen Wäsche nicht nur gewaschen und aufgehängt, sondern auch noch zusammengelegt und versorgt (*Schulterklopf*)- sofort wieder mit neuen Körben voller dreckiger Sachen und Stricksocken, die aufs Stopfen warten.
Aber es gibt auch andere Ecken hier im Haus. Hübschere. Gemütlichere. Solche, die mich an das Gute im Hausfrauenleben glauben lassen und mir neuen Aufschwung geben, wenn ich Gefahr laufe, mich vom Hamsterrad aus ständig von vorn beginnenden Aufgaben zermürben zu lassen.

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Eine schön hergerichtete Ecke schenkt mir enorm viel Kraft. Sie beflügelt und stimmt mich froh genug, um dem Rest des Hauses, der vielleicht gerade mal wieder alles andere als nach “schöner wohnen” aussieht, ein trotziges Lächeln zu schenken, die Ärmel hoch zu krempeln- und weiter zu machen.

Möglicherweise ist es aufgeräumt in meinem lila Zimmer -sehr wahscheinlich sogar, würde ich sagen, denn das lila Zimmer ist das Erste und das Letzte, was ich sehe von meinem Tag, und der erste Eindruck zählt, vor allem der eines frühen, jungen Morgens. Mit etwas Glück lässt es sich auch in der Küche und im Wohnzimmer ganz angenehm leben, hoffentlich in unserem winzigkleinen Mini-Bad- und ja, es könnte sein, auch in meiner kleine Büro-Ecke, meiner Nische, die ich verbissen verteidige gegen Kram aller Art, vergessene Spielsachen, Zainen voller Wäsche-Stapel und Kisten für den Dachboden inklusive.
Mein “Büro”, eingenistet im Flur gleich unterhalb des Estrichs, ist mir heilig, ein richtiges Herz-Stück, obwohl es eigentlich kein richtiges Büro ist, sondern “nur” eine türlose Ecke dieses grossen, aber immerzu sehr voll wirkenden Hauses, die ich eines Tages im Mai letzten Jahres in einem wahren Anflug von Nestbau-Fieber für mich eroberte. Als Rückzugs-Ort. Als Territorium. Als Inspirations-Quelle, wo ich einen freien Kopf und neue Ideen finde, während ich im www, bei Amazon oder im Strickcafe stöbere oder in meinen Kisten und Schubladen wühle, eine frisch ausgedruckte Strickanleitung in der Hand, daneben meine Liste mit notierten Maschenproben und Garnvorschlägen. Das ist wie Spielen für mich. Und hier finde ich Platz dafür. Platz für diese kleinen Eskapaden, wo für einmal nur ich wichtig sein darf, ich und meine Träume und Visionen und die Dinge, die mir so richtig von Herzen Spass und Freude machen.

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Ich mag diesen Ort. Ich liebe ihn geradezu. Viele der Dinge, die im Verlauf des letzten Jahres ihren Weg hierher unters Dach gefunden haben -und meistens mussten sie tatsächlich ein wenig durchs Haus irren, wurden hierhin und dorthin gestellt, ein bisschen benutzt, wieder umgestellt, von neuem verschoben- liegen mir wirklich am Herzen. Bilder, Zeichnungen, Möbel, liebgewonnene Kleinigkeiten; Sie erzählen von dem, was mich bewegt und begleitet hat und erinnern mich an Menschen und Ereignisse oder auch einfach nur daran, was ich mir erträume vom Leben und wo mein Herz schlussendlich Wurzeln schlagen möchte…

Die alte Holztruhe meiner Mama zum Beispiel, liegt voll mit alten Sachen, mit Briefen, Erinnerungs-Stücken meiner Kindheit, mit uralten schwarzweissen Foto-Tafeln meiner Vorfahren und auch mit der einen oder anderen aufgenommenen MC, wo ich und meine Geschwister Radio-Moderatoren spielten, die ihr eigenes Fest-Tags-Radio-Programm auf die Beine stellten. Ich erinnere mich… Die “Holiday-Reporters” nannten wir uns damals, und mit im Programm waren u.a. unsere Lieblings-Rezepte (Bananen-Flip), ein selbstverfasster Weihnachts-Persönlichkeits-Test und unsere absoluten Lieblings-Songs der Saison (u.a. “Bad” von Michael Jackson). Erst kürzlich (damals entstand auch dieses Bild) habe ich alles wieder in die Hand genommen. Manches kam mir plötzlich fremd vor (das kam weg), anderes aber rief sofort starke Gefühle und Bilder in mir wach und ich legte es sorgsam -aber möglichst rasch, denn das Babykind stand neben mir, und das Babykind ist neugierig und verflixt schnell!- zurück in meine Truhe, dankbar, einen Ort zu haben, wo diese Dinge mitsamt ihrer Kraft Vergangenes zurück zu rufen, in Sicherheit und gut aufgehoben sind.

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Nicht alles hier hat seine Vergangenheit mit mir geteilt. Bei weitem nicht alles sogar. Manches kam auch erst vor kurzem hierher… und trotzdem kommt es mir so richtig und vertraut vor, es um mich zu haben… Die alte, schwarze Kommode zum Beispiel. Ich sah sie eines Tages beim Dorf-Trödler stehen, hinaufgewuchtet auf eine andere, offenbar etwas grössere und robustere Kommode (Brockenhaus-Verkäufer sind meistens ziemlich stark), und es war Liebe auf den ersten Blick. Ich wusste sofort, ja, die ist es, die und keine andere, und ich war hingerissen vom glänzenden, tiefschwarzen Lack, von den eisenbeschlagenen Griffen und der hellen Marmorplatte, die so herrlich elegant, so maskulin upperclass wirkt. Ich hatte schon immer ein Faible für männlich-snobistisches Design, obwohl ich Räume normalerweise eher feminin und verspielt einrichte (warum eigentlich?), mit Patchwork, Streublümchen-Muster und gehäkelten Spitzendeckchen. Das hier war genau der Kontrast, der mir fehlte.

Leider steht mein Haus schon voller Möbel. Wir brauchen eigentlich nichts mehr. Eine neue Kommode kam mir unnötig vor, sinnlos und verschwenderisch und ich mir selber ein bisschen gar zu kaufsüchtig. Also blieb sie beim Trödler da oben stehen, die schwarze Kommode. Vorerst. Drei Monate lang oder mehr. Und ich schlich mich jedes Mal, wenn ich vorbeikam, zu ihrer Ecke hinüber und warf ihr seufzend traurige Blicke zu, gleichzeitig froh und entsetzt, dass sie noch da war.
Eines Tages dann konnte ich mein Elend selber nicht mehr mitansehen und kaufte sie. Auf einen Schlag. Jawohl.
Zuhause grübelte ich eine Weile, wohin ich sie stellen sollte und welchen Zweck es überhaupt gab für sie (denn schliesslich wollte ich überzeugend wirken, wenn ich Herrn Kirschkernzeit meinen neuesten Kauf (“Meine Güte, wohin willst du denn damit?”) präsentierte). Und es gab einen Zweck, einen guten, für meine neue, alte Kommode, eine gewichtige Aufgabe sogar, wenn man hier im Hause Kirschkernzeit steht; Ich wollte und brauchte einen wirklich guten Ort, wo ich all meine Wolle unterbringen konnte, griffbereit und einigermassen übersichtlich und so ein klein wenig persönlicher als unten in der Rumpelkammer, wo ich meine Knäuel und kunterbunten Stränge bis anhin verstaut hatte. Eine Woll-Kommode! Ja! Genau das hatte ich schon immer gewollt! -Nur hatte ich es bisher nicht gewusst…

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Nun, dieses kleine Ecken-Zimmerchen für mich… ist wie eine Schatzkammer. Voller schöner Dinge und Momente, die mich reich machen und sich kostbar anfühlen. Goldene Momente, Gold-Stücke, ein Spielplatz für mich, wo ich die Welt um mich herum für eine Weile vergessen darf.
Ich glaube, Räume wie dieser machen mich wirklich, wirklich froh, egal wie klein, egal wie oft oder selten, wie intensiv oder sporadisch sie benutzt werden und ganz gleich wie opulent oder karg sie eingerichtet sind, ob modern oder nostalgisch, pur weiss oder cozy im Cottage Style… Zimmer, die aus dem Herzen sprechen, berühren mich immer. Und dieses hier, dieses ganz besonders.

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