Monatsarchive: September 2013

Mal wieder Blog-Probleme

Ich melde mich nur ganz kurz; bin gerade auf der Suche nach meinem letzten „berührt“-Post, der irgendwie verschwunden ist. Und ein angefangener „Happy Summer-Vest“-Post ist auch verschollen… Bis ich das alles wieder geregelt habe; habt einen schönen Tag!

Ach ja, falls irgendwer meinen letzten Post „berührt: wahr-genommen“ für sich ausgedruckt oder irgendwie anderweitig abrufbar gespeichert hat; ich wäre SO WAHNSINNIG dankbar, falls ich eine Kopie davon haben könnte! Ich glaube, ich habe den Post versehentlich gelöscht und dabei hatte ich wirklich grosse Freude daran. Vor allem auch, weil das Bild zum Post mir so viel bedeutet und ich das irgendwie nur schwer nochmals aufschreiben könnte… DANKE jetzt schon!

herzlich

Bora

Update: Raniso, meine Heldin und Retterin aus der Not, hat mir eine Kopie des „wahr-genommen“-Posts geschickt! Jupiiii! Ich hab ihn wieder! Was für eine Wiedersehensfreude! Danke, Raniso, du bist eine echte Freundin und hast noch ws „z’guet“, gäll!

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Schwer beschäftigt

: Kuchenbacken für Familienfeierlichkeiten. Zweimal. Und ja, jedes Mal mit Schokolade (wie es sich gehört). Dazu Mousse au Chocolat aus nestfrischen Eiern vom Bio-Hof, ein bisschen hektisch, das Ganze, aber himmlisch! Ich finde, Backen und Schokoladeschmelzen gehört mit zum Sinnlichsten, das ich mir denken kann… :

: Zwei Kinderzimmer umräumen, umgestalten, und damit ganz persönliche kleine Reiche erschaffen. Mit Ruhe-Inseln und einzig den Dingen, die wirklich eine Bedeutung haben für jedes einzelne von ihnen :

: Mir Zeit nehmen, immer wieder, Häppchenweise, ein bisschen nähen, ein wenig sticken, an einem Projekt, das nur für mich allein bestimmt ist. Und dabei lernen, dass die einfachsten Dinge manchmal schon ganz Grosses bewirken können… :

: In kurzen Pausen (Stillen und Stille… das geht wirklich Hand in Hand) meine Lieblingsbücher zur Hand nehmen, schmökern und alles aufsaugen, was mich inspiriert, was von kreativen Adern erzählt und davon, dass es Menschen gibt, die tatsächlich von, mit und durch ihre Kreativität leben. Mich ermutigt so was. :

: Dranbleiben. Noch eine Socke, eine einzelne, kleine Babykindsocke, zur Hälfte schon fertig und bereits sehnsüchtig erwartet (hu, es wird kühl da draussen!). Ich gebe mir Zeit bis Sonntag. Dann ist Herbstbeginn, TagundNachtgleiche- höchste Zeit, kleine Füsse extra schön warm einzupacken! :

: Kritzeln, Schaben, Stempeln; Eine neue Leidenschaft hat uns erfasst! Ganz versunken und versessen sitzen wir um den grossen Tisch im Wohnzimmer und verwandeln simple Radiergummis in kleine, feine Stempelchen, wann immer uns die Lust überkommt. In Blätter, Sternchen, Blumen und Tropfen- sogar ein Auge ist dabei *grins*. Wunderbar! :

: Mandala-malen auf Steinen. Nicht immer wird alles schön fein und symmetrisch. Nicht immer wird es gut. Aber es tut gut. Mir zumindest. Jedes Mal. :

Im Augenblick sind es keine gross-artigen Dinge, die meine Hände beschäftigt halten und mein Herz zum Singen bringen. Im Gegenteil, vieles davon ist eher klein, gewöhnlich und vielleicht nicht einmal der Rede wert. Aber es macht mich glücklich, merke ich. Kleine, schöne Hand-Arbeiten, überall im Haus und in meinem Tagesablauf verstreut, die mich durch den Tag begleiten und es schaffen, mich immer wieder von neuem zu inspirieren und zu begeistern. Juwelen des Alltags. Unbezahlbar.

Veröffentlicht unter Augenblicke, Familienalltag, kreativ am Rande, kreative Ideen, what makes me happy | 6 Kommentare

# 12: Ein „Happy Garland Message Board“ aus „Zakka Style“/ „Zakka Stil“

Wow, dieser Titel, lang wie ein Tatzelwurm. Aber der muss so sein, der Klarheit wegen, weil, wenn ich einen Post oder ein Projekt nach einer Weile hier wiederfinden will, dann wird das langsam schwierig, mit über 750 (!) Posts im Kirschkernzeit-Archiv, da brauche ich entweder einen prägnanten Post-Titel, den ich mir merken kann oder glasklare Worte, die treffen wie die Faust aufs Auge… Ganz spontan hätte ich jetzt „Botschaft“ als Überschrift gesetzt. Vielleicht weil mir im Augenblick überall irgendwelche Nachrichten begegnen, geflügelte Worte, die mir plötzlich auffallen, Zitate, die ich mir in mein Notizbuch kritzle, weil mir so gut gefallen. Ich mag Worte und Buchstaben, ich mag Sprachen und fühle mich unheimlich wohl in schönen Texten (während mir bereits der 5.Klasse-Mathestoff von Kind1 so langsam den Schweiss auf die Stirn treibt… *hüstel*). Worte … sind Leidenschaft. Irgendwie. Eine Kraft, die unsichtbar bleibt, aber trotzdem weltbewegend sein kann, Menschheitsverändernd, wenn man an all die vielen Bücher denkt und an die Art, wie Gedanken und Ideologien, Ideen, Entdeckungen, Geschichten und Geschichte… wie alles sich verbreitet und konserviert wird, über Jahrhunderte bis Jahrtausende sogar… Ja, Worte sind kraftvoll, und das ohne eigene Energie, und ohne auch nur einen einzigen Muskel, der ihnen Bewegung verleihen könnte. Sie sind ohne Leben, im Grunde. Und doch lebt so viel darin, gerade durch sie… Faszinierend. Absolut faszinierend.

Ich mag auch andere Dinge. Ich mag Kinder, Blumengärten und Lindorkugeln. Ich mag grosse, alte Bäume und Marienkäferchen, heissen, starken Kaffee und Leinenbettwäsche, zarte Wandfarben und Holzfussböden. Ich mag kleine Tante Emma Läden und „Fünf Freunde“- MCs. Ich mag Lila, Grün, Matschfarben und knallbunte Wimpelketten. Ich mag den Herbst und ein edles Frühstücksbuffet im Hotel (Stelle ich mir vor. Erlebt habe ich noch praktisch keines.) Ich mag Sandstrand, stille Orte und die Einsamkeit, aber auch Plätze, wo man kommt und geht, wie Flughäfen oder Bahnhöfe, und zu einer fröhlichen Party mit Live Musik sage ich auch nicht nein. Ich mag Stoffe und Garn, ehrliche Handarbeit und alles, was von Herzen kommt. Und ganz besonders mag ich es, wenn sich solche Leidenschaften zusammentun; Musicals, Festivals, ein Selbstversorgerbauernhof, eine richtig mit Herzblut und Liebe geführte Schule, Retraits (wie das Taproot Gathering von Soulemama, *hach*) und handbestickte Quilts. Beste Dinge, die sich verschwören, gemeinsam noch besser zu werden. Das finde ich prima.
Genau darum wahrscheinlich blieb ich beim Blättern in „Zakka Style“  (neu unter dem Titel „Zakka Stil“ auch in Deutsch erhältlich!) sofort bei dem „Happy Garland Message Board“ hängen. Ihr erinnert euch, Wimpelketten, ehrliche Handarbeit, Stoffe und Worte, die es wert sind, aufgehoben zu werden. Oder aufgehängt… An einem der kleinen Miniklämmerchen zum Beispiel, wie Flatterwäsche an der Wäscheleine (auch so was Gutes, oder? Blitzsaubere Kleider, die an der Sonne trocknen)
Ich finde diese Idee einfach umwerfend schön!

Auch das Machen selber (inmitten des allergrössten, kreativen Chaos, das man sich vorstellen kann!) war eine feine Sache; So viel Spass mit kleinen Restefitzelchen! Einfach und schnell und herrlich spielerisch! Ich hatte eine fabelhafte Zeit mit diesem kleinen Projekt (das ich übrigens damals begonnen hab‘, ermutigt durch die applizierten grünen und roten Mannschafts-Drachen auf den T-Shirts meiner kleinen Grümpi-Fussball-Mannschaft). Im Original wird jeder Wimpel direkt auf die gestickte Wäscheleine aufgepinnt und dann mit der Maschine aufgesteppt, aber ich fühlte mich um einiges sicherer mit einer Schicht Fliesofix auf der Rückseite der Wimpeldreiecke (Ich bebügle jeweils eine grössere Fläche damit, zeichne das Sujet auf, schneide es aus und hebe mir den Rest für spätere Projekte auf. Für die zuckersüsse „Happy Garland Message Board“-Version von „I heart Linen“ zum Beispiel.)

Der Leinenstoff stammt aus der Restekiste einer alten Dame und war ziemlich schäbig aber ganz charmant. Ein Stück, gerade gross genug für den ertrödelten Stickring. Ich glaube, als ich ihn in meine Stoffvorräte einsortierte, hatte sie schon im Sinn, die „Happy Garland“, wenn auch eher unterbewusst, überlagert von all den anderen verlockenden Ideen, die tagtäglich so auf einem einströmen, sobald man auch nur den PC aufstartet… Aber im Grunde ist das ja schön, finde ich. Dass man so richtig aus dem Vollen schöpfen kann. Wir sind so reich, auch dank dem weltweitenwunderland, reich an Inspirationsquellen, an geteilten Erfahrungen, freundlicher Unterstützung.
Und an Worten.
Vieles, das mich sehr berührt und in gewisser Weise auch … ja, verändert hat, kam aus dem Internet, aus Blogs und anderen Orten, wo Leidenschaften sich zusammentun, die Welt zu verändern. Am Anfang war das Wort, auch hier, einmal mehr…

Neulich sah mein Mädchen von einer ihrer Zeichnungen auf und sah mich an. „Ich könnte ja Geschichtenschreiberin werden! Weisst du, eine, die Geschichten macht.“ Der Ausdruck auf ihrem Gesicht war der einer Art … Erleuchtung, als hätte sie gerade etwas ganz Grundsätzliches verstanden. Ihr könnte euch vorstellen, wie mir zumute war; Mein Herz tat einen Hüpfer. Ja, mein Kind, tu das, Geschichtenschreiberin, was für eine fantastische Idee! (Viel, viel besser als die Karriere als Militärppilot, die Kind1 anstrebt *räusper*)

Und nun überlege ich fieberhaft, ob ich ihr nicht auch so ein „Happy Garland Message Board“ nähen soll. Vielleicht eines auf Kork anstelle des kleinen Strickrahmens, mit mehr Platz und stabilerem Untergrund. Dann kann mein Mädchen jetzt schon anfangen mit Wortesammeln. Für all die Geschichten, die sie eines Tages schreiben wird. Denn Worte kann man nie genug haben.

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Verwöhnt

Ich bin verwöhnt. Ein verwöhntes Mädchen, das alles hat, was es braucht, mehr sogar als das, viel mehr… mehr als ich mir wünschen dürfte eigentlich, mehr als ein grosser Teil dieser Erdenmenschen sich auch nur erträumen würde. Ein Leben so reich und wunderbar. Und nichts davon kommt wirklich aus meiner Hand…

* frische Blumen aus dem Garten, hier, dort, überall im Haus * Tomaten, die auf der Fensterbank reifen * süsser Babyschlaf und das Versinken zwischen beschriebenen Seiten * Kaffee und tief hängende Regenwetterwolken * das erste Feuer der Saison und russverschmierte Kinderhände * ein Flohmarktbesuch, der mich daran erinnert, dass ich eigentlich so gar nichts brauche (das blaue Köfferchen dufte trotzdem mit) * lazy days die fallen wie Würfel und wunderbare Gesellschaft, die mich durch meine Tage begleitet * Essen, ganz nach meinem Herzen *

***

Ich fühle mich gesegnet im Augenblick. Ohne besonderen Grund. Wie ein Sonnenkind des Lebens, und ich bin dankbar dafür und glücklich, hier auf meiner Sonnenseite. Manchmal stehe ich unter der Dusche, höre das Wasser über meinem Kopf zusammenschlagen und bete einfach nur still vor mich hin; „Danke. Danke. Danke.“
Dafür dass die Kinder heute (fast) nicht gestritten haben. Dafür, dass es Kuchen gab, zweimal, und immer mit Schokolade, Zucker und Butter- Nahrung für Bauch und Seele. Danke für das tolle Bastelprojekt von Kind1 (ein Flugzeugträger für den See) und dafür dass so viel Zähigkeit und Leidenschaft in ihm steckt. Danke für Kind2, für seine Treue zu den Menschen, die er liebt, für die Ruhe, die er ausstrahlt und seine Gemütlichkeit, die ansteckend ist und mir immer wieder gut tut in meiner eigenen Emsigkeit. Ich bin dankbar für mein Mädchen und ihre sagenhafte Fantasie, für die Bücher, die sie mir malt und „schreibt“ und vor allem für die fantastischen Geschichten, die sie mir daraus vorliest, hervorzaubert wie eine Wortbeschwörerin, immer wieder ein bisschen anders, immer wieder neu. Aber jedes Mal herzerwärmend. Danke auch für mein Babykind. Ich nenne sie immer „kleine Pflaume“, und heute ist mir klar geworden warum; Weil sie rund ist, weich und süss. Das ist es. Zum Anbeissen. Und danke für den Mann neben mir. Er ist da, stützt, trägt mit, bildet die Basis für alles, was wir sind und haben. Irgendwie sind wir tatsächlich eins geworden in all den Jahren.
Ich bin dankbar für die Zeit, die mir geschenkt ist. Eine Zeit voller Liebe, Nähe und einem Riesenbund an freien Entscheidungen, an Möglichkeiten und Wegen, die ich jeden Tag, jede Minute neu wählen, neu beschreiten kann, innerhalb der Bahnen, die mir gegeben sind. So wie ich es möchte, so wie es sich richtig anfühlt.

Ich weiss, Glück ist relativ. Glück ist individuell. Glück ist vergänglich, so wie alles andere auch auf dieser Welt. Aber im Moment  finde ich überall seine Spuren, ein bisschen kleines Glück, über meinen Tag verstreut wie Konfetti. Ich sammle es ein, dieses kleine Alltagsglück, und halte es mir dicht vors Gesicht, atme es ein, atme es aus… Und wenn es dann wieder weiterfliegt, ein kleiner, leuchtender Schmetterling, der weiterziehen möchte, dann weiss ich immerhin, dass es da war. Dass ich ihm so nahe kam, wie es möglich war in diesem Augenblick. Und dass er wieder kommt. Glück kehrt immer wieder zurück. Darauf vertraue ich. Schliesslich sind wir alle in gewisser Weise Sonnenkinder. Und manchmal ganz schön vom Leben verwöhnt.

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