Monatsarchive: April 2013

# 6: Patchwork Schal aus “Craft Hope”

Ich hatte mir da ein Ziel gesetzt; ein Projekt (mindestens, hatte ich gedacht) pro Craft-Buch in meiner Sammlung. Ja, ich hatte da diese an sich gar nicht so üble Idee und eigentlich auch eine gehörige Portion Optimismus und Schaffensdrang- anfangs. Aber wie wohl so oft bei guten Vorsätzen -ob zu Neujahr oder nach Osterschoko-Orgien- man wird so leicht lahm und schwach und all das Gute, Energie-Reiche, das zu Beginn durch unsre Adern floss wird wieder genauso träge wie zuvor. Der Alltag holt einem immer ein, mitsamt den breit getretenen Mustern, in denen wir laufen. Kirschkernzeit in Alltags-Version ist -an dem Punkt, an dem, ich stehe, mit Baby und Stillzeit und all dem- nicht wirklich ein Näh-Atelier. Und auch keine Strickerei. Die Projekte tröpfeln bisweilen, manchmal geraten sie ins Stocken, bleiben auf der Strecke, während das Leben an ihnen vorbeirauscht, in voller Fahrt… Mein Vorsatz Nr. 6 jedenfalls, der ruckelt bloss noch so dahin nach seinem Schnellstart. Aber immerhin, er kommt voran. In quasi-stationären Schrittchen.

Dass Projekt #6 kein Wahnsinns-Werk sein würde, war klar. Sogar ich verstehe das, wenngleich mich schon ab und zu mal die Ungeduld packt, weil ich gerne mal wieder richtig arbeiten würde, an einem Quilt, die über Puppendecken-Grösse hinausgeht, an etwas, das fantasievollere Muster trägt als nur rechte und linke Maschen in möglichst unkomplizierten Abfolgen, an Sachen, die auch jemand nach Grösse 80 noch tragen kann -ich zum Beispiel… Aber wenn ich mit so was beginnen würde, wären Frust und Kapitulation schon vorprogrammiert. Und so soll es ja nicht enden…

Besser kleine Dinge, die überschaubar bleiben. Schuster bleib bei deinen Leisten. Besonders wenn es so schöne Leisten sind…

Der “Patchwork Scarf” von Seite 41 in Jade Sims “Craft Hope” war immer schon einer meiner Lieblinge. Inzwischen gibt es Patchwork-Schals an jeder Strassenecke, aber hier bei “Craft Hope” bin ich ihnen zum ersten Mal begegnet. Mir gefällt die Schlichtheit, diese klaren Linien, die Liebe im Detail. Und ich mag es, wie etwas ganz Banales, Praktisches trotzdem so persönlich und einzigartig aussehen kann.
Vor allem aber mag ich, dass ich das alles in derart kurzer Zeit, vollkommen unkompliziert bekommen kann. *gierig guck*

Ich bin bei meiner Patchwork-Schal Version ein klein wenig aus der Reihe getanzt. Die Masse stimmen überhaupt nicht mehr überein und statt dem aufgeführten Leinen habe ich Stoffe aus meinem … ähm … Vorrats-Himalaja abgetragen: alles Streifen-Stoffe von Kaffe Fassett, die mich -ich mach jetzt ein bisschen Werbung, ja?- absolut begeistert haben. Sie sind nicht nur wunderschön mit ihren manchmal etwas unerwarteten Farb-Kombinationen in allen möglichen (meistens leicht abgetönten) Nuancen, sondern sie fallen auch ganz locker, lassen sich supergut crinkeln und zerknautschen, und -das Allerbeste- sie sind farbig gewebt, so dass man sie auch einlagig verwenden kann. Für mich ein Stoff, der wie geschaffen ist für Schals aller Art.

Der “Patchwork Scarf” aus “Craft Hope” besteht allerdings sowieso aus zwei Schichten, da wären auch einfach bedruckte Stoffe gut möglich (solange sie nicht kratzen oder besonders sperrig sind). Perfekt ist wiederum, dass Kaffe Fassetts Streifen Stoffe eher fein gewoben sind und einen schön anschmiegsamen, leichten Schal abgeben, der sich wirklich angenehm anfühlt auf der Haut, so als wäre er schon vorbereitet auf seine Aufgabe als Halsschmeichler…

Ich mochte ihn ja selber sehr gerne, meinen Kaffe-Fassett-Patchwork-Schal. Nachdem ich da diesen  fabelhaften Schal- und Tuch-Binde-Guide entdeckt hatte (kostenlos zum selber-Herunterladen, ein echter Geheim-Tipp!) mochte ich ihn sogar noch lieber, denn jeztt weiss ich, selbst mit so schmalen, einfachen Schals wie meinem lässt sich noch jeden Menge anfangen… Aber es sollte wohl nicht sein: Eine meiner Schwestern hatte Geburtstag und ich diesen Anflug von Grossherzigkeit (hihi) und -schwupps!- war er schon eingepackt, mit einer dicken Rolle Binde-Anleitungen bestückt und weg.
Und ich wieder Schal-los. Dabei, schaut euch doch dieses Schmuddel-Wetter an da draussen! Kann man es überhaupt verantworten, bei diesem Wetter mit blossgelegtem Schlüsselbein vor die Tür zu gehen? Als vorbildliche Mutti von 4 sehr genau beobachtenden Kindern? Nein, nein, nein. Schokolade naschen heimlich nachts um zehn, okay, auch mal 2 Tafeln, wenn es sein muss, aber so was?

Ein Fall für Projekt #7, würde ich sagen. Ich geh dann mal und blätter mich mal durch meine Näh-Bücher-Reihen, wär’ doch gelacht, wenn sich da nicht noch der eine oder andere neue Schal finden liesse…

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Wartungs-Arbeiten

Ihr Lieben!

Ich wollte bloss rasch hier vorbeischauen und euch kurz erklären, warum ihr heute und evtl. auch morgen keinen “richtigen” Post hier vorfinden werdet. Das Problem mit den Fotos, die ich nicht mehr in meine Texte einbauen kann, ist geblieben und geklärt; Mein Speicherplatz ist voll (na, wen wundert’s, hihi). Jetzt wird umgezogen, in eine geräumigere Wohnung, und das braucht ein wenig Zeit, denke ich. (Dass ich noch Bilder in meinen Strick-Körbchen-Post einschleusen konnte, liegt daran, dass ich die schon hochgeladen hatte, bevor der Server ausfiel) Klar könnte ich auch Bild-los posten, aber würde sich nur noch halbherzig anfühlen für mich und wäre nicht mehr dasselbe. Und ausserdem; was soll ich dann mit all den vielen Fotos in meinen Foto-Ordnern?
Für euch wird sich nicht viel ändern, falls übehaupt etwas, es ist ja bloss der Server, den wir wechseln, also langweiliger, komplizierter Technokram, der nur hinter den Kulissen wirkt und von dem ich in etwas so viel verstehe wie ein Meerschweinchen von Filethäkelei… Mein Dank also an Herrn  Kirschkernzeit, meinen Helden und ehrenhaften Retter in der Not, der sich um all die blogtechnisch überlebenswichtigen Details Grundlagen kümmert, so dass ich mich in der Zeit, in der hier umdisponiert wird, gemütlich ins Bett verkrümeln darf, um Harry Potter Band 5 zu lesen (*schauder* Also so langsam wird mir das echt zu düster, aber aufhören? Ich überblätter einfach die Hälfte… ) oder ein bisschen weiter an meiner Pebble-Weste zu stricken, im schönsten Fall mit einer weiteren Folge “Bill Cosby Show” (die ich so quasi als Hörspiel zum Stricken nutze) und einem dieser sündhaft guten, kleinen Lindt Gold-Häschen, die ich gestern im Dorfladen aus der Ramsch-Kiste gefischt habe, bevor sie end-entsorgt werden… Hach, wie süss kann Nichts-Tun sein!
Ich hoffe, ihr habt eine gute Zeit! Und – ich freu mich schon drauf, wenn hier alles wieder ganz ordentlich und verlässlich funktioniert…

liebe Grüsse
eure Bora

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aus dem Strick-Körbchen

Der Schnee am letzten Wochen-Ende war schon eine grosse (und nicht unbedingt besonders schöne) Überraschung, das muss ich zugeben. Wer erwartet denn auch eine winterweisse Wunderwelt, wenn die Bäume Knospen tragen und die ersten Tulpen aufblühen? (Tulpen?! Schon? Wie die Zeit vergeht, eben erst waren es doch noch die Osterglocken!)
Eben. Niemand. Und es war nicht bloss so ein bisschen Puderzucker-Schnee, der da über Nacht fiel; das war eine richtig dicke, feste Schnee-Decke!

Als ich Sonntag morgens auf der Treppe stand -ich wollte Frühstück machen gehen- und mein Blick auf den merkwürdig blass-hellen Garten fiel, wäre ich fast die Treppe runtergepurzelt vor lauter Schreck… Aber naja, schliesslich ist April, oder? Der hat seinen ganz eigenen Kopf und eine merkwürdige Art von Humor bisweilen… Und ganz so schlimm war es ja nun auch wieder nicht. Die Natur nahm das Ganze jedenfall ziemlich gelassen, hatte ich den Eindruck; die Knospen schwellten ungeniert, die Blumen liessen den Schnee einfach abtauen und öffneten ihre Blütenblätter unbeirrt weiter in Richtung Himmel, wo die Sonne bereits wieder lacht als hätte sie das Ganze ganz witzig gefunden. Jaja, Launen der Natur…
Und wisst ihr was? Im tiefsten Innern meines Herzens habe ich den Überraschungs-Schnee sogar ein bisschen genossen. Er passte so gut. So gut zu meiner Strick-Laune…

Schon den ganzen Winter über fühlte ich mich ziemlich hingezogen zu meinen Strick-Sachen. Obwohl ich nach wie vor keine wirkliche Könnerin bin und auch nicht die Geduldigste oder Experimentier-Freudigste, was Maschen und Muster angeht. Am liebsten stricke ich, was ich schon kenne, so langweilig das jetzt klingt. Das Vertraute macht mich ruhig und gelassen, und wahrscheinlich ist das genau das, was ich jetzt brauche in meinem Alltag als Mutter kleiner Kinder und eines präpubertären … ähm … Burschen.

Das elfenbeinfarbene Zwergenmützchen und die orange Elfenmütze für Nellie und ihr Brüderchen waren, glaube ich, die letzten Strick-Projekte, die ich in den Händen hielt… Auf alle Fälle die letzten gestrickten Dinge, die es hier in meinen Blog geschafft haben. Ich glaube, das sind wirklich so ein bisschen meine Babys, diese beiden Mützchen, einfach, wunderschön und sehr, sehr vertraut, schon zu Beginn, wenn sie sich als straffe, kleine Anschlags-Schlingen um meine Nadel legen, über die Wachstums-Phase, wo ich schon fast blind Masche an Masche reihe und mich einfach nur freuen darf über das, was entsteht, bis hin zum fertigen Mützchen, wenn plötzlich ein freches, süsses Kinder-Gesichtchen darunter hervorblinzelt… Irgendwie werde ich meine Kinder wohl immer als kleine Zwerglein in Erinnerung behalten, wenn ich an ihre ersten Lebens-Jahre zurückdenke…
Manche Dinge werden wirklich zu einem Teil unserer selbst irgendwann mit den Jahren, schätze ich…

Und nun ja… das Elfenbein-Zwergen-Mützchen aus Baumwolle (“Safran” von Drops)  ging ja auf Reisen, mitsamt der warmen, dicken Elfenmütze (aus “Eskimo”, auch von Drops). Hier im Hause Kirschkernzeit bleibt meinem Baby nur noch ein mollig-weiches Alpaca-Zwergen-Mützchen, zwar ungemein kuschelig und anschmiegsam und definitiv eines meiner allerliebsten Strick-Stücke ever made, für den kommenden Frühling aber vielleicht doch etwas zu warm. Soll ich sagen “zum Glück”? Ich meine, Stricken macht doch eigentlich am meisten Freude, wenn ein wirkliches Bedürfnis dahinter steht, das gestillt werden will, oder?
Der erste Knäuel Safran in “natur” liegt jedenfalls schon bereit. Und auch die Nadeln (Nr.3) habe ich heut morgen noch herausgesucht. Fehlen bloss noch Zeit und Gelegenheit… Aber auch das wird sich finde, wenn die Zeit reif ist.

Hier wartet allerdings nicht nur Baumwoll-Garn auf seine Bestimmung: ein riesengrosser Berg schwarz-meliertes Alpaca-Woll-Garn liegt ganz hinten auf dem grossen Tisch meiner Büro-Ecke, neben anderen Knäueln und Strangen zwar, die alle gemeinsam vor sich hin stauben, aber mit dem grossen Unterschied, dass ich hier ganz genau weiss, was daraus werden soll: Eine schwere, warme “Two Lights Blanket”-Decke für Herrn Kirschkernzeit, der im Winter einmal (als die Streifendecke meines Babys fertig wurde) einen leisen Wunsch in die Richtung hin geäussert hatte. – Und mir damit einen Herzens-Wunsch erfüllte; Endlich eine Gelegenheit, meinen Strickmuffel von Mann zu bestricken! Davon träume ich ja schon seit Jahren…

Und dann liegt hier auch noch ganz anderes rum. Angefangenes, Verschupftes, das irgendwie mittendrin seinen Reiz verloren hat. Eine einsame, grasgrüne Babysocke zum Beispiel. Ich hatte sie damals angestrickt, weil mir die kleinen, blauen Baby Booties so unheimlich gut gefielen, aber dann … Im Grunde fehlt ja nur noch die Söckchen-Spitze… und ein Socken-Zwilling für den anderen Fuss… Ein klein wenig stricken, so einfach, so winzig, so unspektakulär, und mein Baby könnte den Frühling mit nigelnagelneuen grünen Strick-Söckchen begrüssen- vielleicht sogar seine ersten Schrittchen darin machen… Hmm… Kling verlockend…

Keine Chance hingegen hatte dieses Projekt hier: Der “Very pritty lace scarf” aus “More Last Minute Knitted Gifts” von Joelle Hoverson (das es auch auf Deutsch gibt) mag zwar wirklich ziemlich hübsch sein, für mein bescheidenes Strick-Talent, mein Mass an Geduld und -vor allem- für meine Art von Alltag und Alltags-Abende (wären das dann “Allabende”?) ist so ein Loch-Muster wohl einfach eine Stufe zu ambitiös. Drei Mal gab ich ihm eine Chance. Und drei Mal musste ich das Handtuch werfen. Reloaded? Ich weiss nicht so recht. Mir fehlt wohl die Ruhe für so was, und zwar innerlich wie äusserlich. Ich meine, hier muss man zählen, sich Reihen und Schritte merken, richtig denken muss man… und das schaffe ich einfach kaum im Augenblick. Mein Kopf ist schwerfällig und meine Strick-Momente sind kurz, kaum vorhersehbar und werden (selbst nachts) immer wieder unterbrochen. Sie tun mir gut, diese Momente, keine Frage, sie tun mir ehrlich sehr, sehr gut… aber nur solange ich keine hohen Erwartungen setze. Simple, schnelle, repetitiv wirkende Sachen sind wohl eher das, was ich brauche zur Zeit. By by also “Very pritty lace scarf”. Wir sehen uns noch. Eines Tages.

Aufgeschoben bedeutet ja gottlob nicht in jeden Fall auch aufgehoben; das Strickmuster für diese supersupersuper-bequemen und umwerfend einfach zu strickenden Schlotterschlabberhosen lag nämlich auch an die 3 Jahre lang in meinem Sammel-Ordner. Damals plante ich noch knallpinkfarbenes Baumwoll-Garn dafür ein, für den totalen Girlie-Effekt… aber das Garn kam ins Brocki ohne verstrickt zu werden. Nicht, dass mir Pink grundsätzlich nicht gefallen würde, wohlportioniert empfinde ich Pink sogar als sehr inspirierend und tröstlich, doch als Babykleidung… Ich glaube, da wird mir Pink doch schnell einmal zu sehr Barbie
Abgetönte, leicht schmutzig wirkende Erd- und Beerentöne, ja, das bin ich. Und meine Kinder wiederum, sind ein Teil von mir. Ihr versteht, was ich meine… Mein Babykind kriegt also rost-rote Strick-Hosen, statt Hello Kitty Rosa- Sehr zum Leidwesen meines Mädchens, das äusserst stolz ist auf seine kleine Sammlung wie den “Hello Kitty”- Velo-Helm (von Oma), das “Hello Kitty”-Pijama (second hand) und das “Hello Kitty”-Rüschen-Kleidchen (ein verrückte-Tanten-Geschenk). Am liebsten würde sie das Babykind von Kopf bis Fuss in Hello Kitty kleiden, so viel steht fest.
Aber zurück zur Hose. “Kanoko Pants” heisst sie und sie kommt aus dem fernen Japan, wo “Ymymmytm” (was für ein Zungenbrecher!) die zauberhaftesten Sachen strickt (guckt euch nur mal dieses süsse Bienchen-Cape an!). Ja, diese Art von Stricken mag ich! Wo nichts schiefgeht, sondern alles so schön ruhig und friedlich auf sein Ziel hin fliesst…
Aber mehr dazu später, ja? In einem nächsten Post. Der hier platz ja bald aus allen Nähten *räusper*.

Wo wir gerade vom Dahinfliessen sprechen…

In diesem Augenblick arbeite ich übrigens gerade an einem ganz besonders schön entspannenden Strick-Projekt, an einem, das mir schon so vertraut und lieb geworden ist, dass das Stricken wirklich zur reinen Freude wird, ganz ohne Ängste und Unsicherheiten, vollkommen un-aufgeregt. Ein Projekt ganz nach meinem Herzen… Aber -psst!-mehr wird nicht verraten. Nur so viel: All jene unter euch, die Baby-Westen lieben und sich schwer tun mit Englischen Strick-Anleitungen dürfen aufatmen…
Bis demnächst!

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Ich bin wieder da!

Juhuiiiiiii!!! Ich kann es nicht fassen; Ich bin wieder da!

Nach zweieinhalb Tagen Pause. Zwangs-Pause, um genau zu sein, denn mein Server hatte irgendwelche, offensichtlich grösseren Probleme, und ich war drauf und dran, die Hoffung schon aufzugeben… Keine Verbindung zum Dash-Board, keine Möglichkeit, irgendwie mit euch in Kontakt zu treten; wann immer ich Kirschkernzeit betreten oder aufstarten wollte kam bloss dieses doofe gelbe Kästchen mit der Mitteilung, dass meine Website vorübergehend nicht gefunden werden könne (oder so ähnlich). Ägerlich. Frustrierend. Erschreckend. Technik… Ein Buch mit sieben Siegeln. Und doch ein Teil von mir und meinem Leben, auch wenn ich das oftmals nicht wahrhaben will…
Die erste Zeit war ich absolut zu nichts mehr zu gebrauchen. Kopf und Herz rotierten. Ich wusste ja nicht, wo genau das Problem lag und wann es sich lösen würde bzw. ob überhaupt. Und da gab es kein Backup. Ich sah all meine Posts schon im Nirvana verschwinden…

Aber dann, mit der Zeit, begann alles sich zu lösen in mir. Zwangs-Pausen mögen schrecklich sein, ja, aber ich glaube, sie können einem auch auf einzigartige Art und Weise gut tun: Sie erinnern einem daran, dass das Leben weitergeht, auch ohne, und dass das Glück sich nicht beschränken lässt auf einzelne Lebens-Bereiche, sondern weit bleibt und eigentlich tatsächlich überall zu finden ist in unserem Alltag, in klitzekleinen, aber wirkunnsgvollen Dosen. Im lieben Telefonanruf meiner Mama, die mich fragt, wie es mir so gehe, jetzt wo mein Blog lahmgelegt sei, im fröhlichen Tanz meiner Tochter, die den Mond am Nachthimmel sieht und jetzt spielt, sie sei eine Astronautin, die durch den Weltraum saust oder im wunderbaren Kaffeeklatsch mit Susi vom Dorf, wo wie Hausfrauen-Kram austauschen und uns gemeinsam freuen an all seinen Ecken und Kanten…
Auf der anderen Seite habe ich wieder einmal gemerkt, wie viel “Kirschkernzeit” mir bedeutet. Klar, machmal empfinde ich einen gewissen Druck, die Dinge festzuhalten, klare, schöne Texte zu formulieren, das in meinen Bildern wiederzugeben, was mich freut und mein Leben ausmacht zur Zeit- aber all das tut mir auch gut, muss ich sagen, genau diese Art von freiwilligem Unter-Druck-Stehen, weil ich mir sonst wohl niemals die Zeit und den Raum freischaufeln würde, all diesen Dingen tatsächlich eine Stimme und ein Gesicht zu verleihen. Dazu wäre ich wohl vor allem auch zu faul *grins*

Wie dem auch sei; Seid gegrüsst, ihr da draussen, ihr alle! Ich freue mich RIESIG, dass hier alles wieder einigermassen zu funktionieren scheint, und dass Kirschkernzeit und allen noch eine Weile erhalten bleibt. Schön, wieder da zu sein!

PS. Leider habe ich noch ein anderes kleines Problemchen zu bewältigen: Ich kann gerade keine Fotos hochladen *grummel*. Aber auch das kriegen wir noch hin. Wär’ doch gelacht!

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