Monatsarchive: August 2012

this moment: liebevoll

Nach einer Idee von Soulemama: eine Erinnerung, ein Bild, vielleicht nur wenige Worte.
Um Luft zu holen und die Erinnerung zu bewahren, wenn die Woche zu Ende geht.

liebevoll gemachte Willkommensgeschenke für mein Baby
Ist sie nicht ein Glückskind?

PS. Zauberhaft, nicht wahr? Ich kann mich gar nicht sattsehen… Die wunderschöne Waldorf-Puppe stammt aus Tinkis hauseigener Puppenwerkstatt, das grüne Häkel-Katzenmädchen kam von der fabelhaften Rita zu uns, die Patchwork-Schildkröte von der wunderbaren Marianne aus meiner Kirche, das mollig weiche Schnuffelschäfchen von meiner Freundin Susi vom Dorf und der Strickteddy (der eigentlich meinem Mädchen gehört, aber “wir teilen”) aus meinem allerliebsten Teddybären-Online-Shop. Handgemachte Schmusesachen sind einfach unschlagbar, oder? Schätze für ein ganzes Leben…

Veröffentlicht unter Dankbarkeit, Schatzkammern im Netz, this moment | 5 Kommentare

Kinder-Kunst

Kinder-Kunst, wie ich sie liebe! Kinderkunst… diese Freiheit für Körper, Geist und Seele. Freiheit, die es wagt alles auszudrücken, was in einem ist. Ohne diese fiesen Zensoren, die uns Erwachsenen so oft Grenzen setzten und unsere Ideen schon in der Luft zerreissen, noch bevor sie ganz geboren werden konnte. Freiheit mit einem ihrer vielen, schönen Gesichter.

Kinder sind frei in ihrem Schaffen. Sie kreieren ohne Fragen zu stellen. Und wenn sie fragen, dann sind das Fragen, die sie weiterbringen, und keine, die hemmen oder verunsichern, so wie die Art Fragen, die ich mir stelle, wenn ich es wagen, kreativ etwas auf die Beine zu stellen.
Ich werte, fast ständig, vom Moment, in dem ich etwas anreisse bis zu dem Moment, in dem es fertig wird. Ich frage mich: “Ist es sinnvoll? Brauchbar? Machbar? Kann ich das wirklich? Und sowieso: Welchen Sinn hat das Ganze überhaupt?”

Meistens muss ich mindestens eine dieser Fragen mit “Nein” beantworten, nur schon, weil mein innerer Kritiker ziemlich streng und selbstherrlich auftritt und es nicht gerne sieht, wenn man Dinge spotan und unbeschwert anpackt. Spontan, unbeschwert und frei… so wie ein Kind.

Wenn ein Kind malt, dann malt es. Wenn es töpfert, dann töpfert es. Es schneidet, wenn es schneidet und baut, wenn es baut. Es wirkt und werkelt und lässt dabei die Gedanken frei. Ich hingegen werke und wirke und lasse sie kreisen, die Gedanken, aufmerksam wie ein Sperber, damit mir nur ja nichts entgeht, kein Fehler, keine unüberlegten Entwicklungen. Die Dinge, die ich mache, sollen schön sein. Und Funktioneren. Makellos, bis ins Detail durchdacht. Erst dann bin ich zufrieden.
Sinn und Ästhetik vor Schaffens-Lust und kreativem Experiment. Wie traurig.

Wenn mein Mädchen den Pinsel schwingt, dann gibt es keine Grenzen. Dann ist sie voll und ganz versunken in den Linien, in den Klecksen und Farben, die vor ihr auftauchen: Sie malt, indem sie alles fliessen lässt, gedankenverloren und intuitiv.

Kreativ zu sein, bedeutet für sie, zu spielen. Ein durch und durch fröhliches Spiel mit Farben und Matrialien und all ihren Sinnen, lustvoll, unbelastet, unbegrenzt. Irgendwann kommt meistens der Punkt, an dem die Farbe nicht mehr aufs Papier wandert, sondern auf Arme und Gesicht: Der Körper als Leinwand, wie unverfroren… und cool! (Ich meine, seht euch das hier an!) Ich glaube: das ist Kunst für mich. Diese unhaltbare Experimentierfreude, die immer mehr und noch mehr entdeckt und alles wagt, was ich mich längst gar nicht mehr traue.

Kinder und Kunst sind eins. Und: Kinder und Kunst brauchen keine Vermittler, keine Führung von aussen. Kinder finden ihre Stimme und ihren Stil von ganz allein.

Und genau hier habe ich noch ganz viel zu lernen: Ich muss mein Kind nicht anleiten, sich künstlerisch auszudrücken, es braucht mich nicht dazu. Im Gegenteil: Ich stehe ihm nur im Weg mit meinen festgefahrenen Ansichten und meiner skeptischen Erwachsenenlogik.

Das ist nicht immer so einfach anzunehmen für mich, aber wenn mein Mädchen einen Baum in Pinklila malt, dann darf das ein Baum in Pinklila sein. Einfach weil diese Farbe ihr Spass macht und ihre Bäume kein Grün brauchen, um Bäume zu sein (Auch keine Zweige und Blätter, nebenbei bemerkt *zwinker*)

Ich glaube schon, dass Eltern Lehrer sind für ihre Kinder, gute Lehrer sogar, auch im kreativen Bereich. Es gibt ganz bestimmt vieles, das ich meinen Kindern zeigen und erklären kann, darf und soll. Verschiedene Techniken zum Beispiel. Neue Materialien. Künstler und was sie sagen wollen mit ihrer Kunst. Aber es gibt definitiv auch Bereiche, in denen ich lernen kann.

Von meinen Kindern (von allen Kindern eigentlich), die die Dinge noch intuitiv und frei angehen, während mich längst mein Verstand blockiert.

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im Wachstum

Eigentlich hatte ich einen ganz anderen Post im Sinn. Und eigentlich wollte ich den schon gestern schreiben. Oder vorgestern sogar. Aber dann hatte das Baby wieder Bauchweh, und ich verbrachte den Abend damit, ein müdes, anhängliches Babykind in den Schlaf zu wiegen. Solange bis ich selber ganz müde wurde.  Keine Zeit für Blogposts.

Auch tagsüber nicht, denn das Babykind braucht mich momentan auch dann, rund um die Uhr eigentlich, und ich bringe es nicht übers Herz, so ein kleines, wärmebedürftiges Wesen einfach irgendwo zu deponieren und weinen zu lassen, nur um mir Zeit für meine eigenen Interessen frei zu boxen. Ich-Zeit ja, aber nicht zu diesem Preis. Weinen soll es nicht, das nicht. Nicht wenn ich es verhindern kann.

Und das kann ich. Denn solange ich es bei mir behalte, nah an meinem Körper, wo es so schön nach Mama riecht (ungeduscht mal wieder, naja) und nach Milch, und wo es so angenehm schaukelt beim Gehen, solange bleibt es zufrieden, das Babykind.

Also wiege ich und trage ich und übe mich in Geduld. Und zwischendurch werfe ich einen Blick auf die kleinen, angefangenen Projekte, die ich überall im Haus antreffe…

Ein Blick auf bunte Stoffe in allerlei Rot-Tönen, auf Schablonen und Tapisserie, auf “little Folks Voile” von Anna Maria und beerenfarbene Sockenwolle von Brigitte Kälin. Und – und darauf vor allem- auf das rosige Gesichtchen meines Babys, das irgendwann bei all dem Wiegen und Gehaltenwerden dann doch noch hineinfindet in seinen Schlaf.
Alles Dinge, die wachsen, Gestalt annehmen, langsam aber beständig, Bilder, die gut tun. Immer wieder.

Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, Familienalltag, Stricken, what makes me happy | 14 Kommentare

this moment: Sandmännchen

Nach einer Idee von Soulemama: eine Erinnerung, ein Bild, vielleicht nur wenige Worte.
Um Luft zu holen und die Erinnerung zu bewahren, wenn die Woche zu Ende geht.

still sleepy

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