Monatsarchive: Juli 2011

Wochen-Ende

  • Hochzeits-Wimpel-Nähen mit einem ganz besonderen, kleinen Mädchen auf dem Schoss…
  • mit dem ersten Kürbis von Kind1 die erste Suppe der Saison kochen, bangen, dass da noch überhaupt kein Aroma reinwachsen konnte (wir haben ja erst Juli!) und lernen dürfen, dass auch Juli-Kürbisse durchaus schon herrlich nach Herbst schmecken können…
  • Bügelperlen-Schlacht zu dritt, wo Kind2 ein Herz für seine Schwester legt, Kind2 eine Ente für sie und sein allererstes symmetrisches Mustert, das nicht nur ihn mit Stolz erfüllt, für sich selbst. Mein Mädchen vergräbt derweil Playmobil-Ritter in der Perlen-Dose…
  • Geburtstags-Freuden, die mich so richtig glücklich machen, denn heute ist es genau 2 Jahre her, dass ich Mutter dieses wunderbaren kleinen Menschen werden durfte. Ich weiss eigentlich gar nicht mehr, wie es ohne sie war vorher, nur, dass ohne sie etwas vom Schönsten in meinem Leben fehlen würde… Happy Birthday, du Wildfang!
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Wimpel-Ketten-Tutorial

Für Mauskind (leider mit privatem Blog) und Zwieback,
die mich (indirekt) um eine Wimpel-Ketten-Anleitung gebeten haben…
Und für alle anderen, die sich auch darüber freuen!
Die ersten Wimpel habe ich vor über zwei Jahren genäht und an besonderen Tagen immer wieder gerne benutzt. Dann kam Rosemarys Wimpelkette, in diesem Frühling meine kleine, rasch zusammengeschnurpelte Girlandeaus den Stoffrest-Stücken meines Frühlings-Blumen-Quilts
Und heute bin ich endlich fertig geworden mit den pinkverliebten Hochzeits-Wimpeln für meine Schwester (der ich jetzt natürlich bis zum grossen Tag ein Blog-Verbot auferlegen musste)…
Romantisch, verspielt, so richtig girlie und herzhaft kitschig. Aber wann sonst kann man derart in gefühlsduseligem Design schwelgen, wenn nicht an einer Hochzeit? Ich jedenfalls liebe diese Wimpelkette!  Das heisst, ich liebe Wimpelketten generell… oh ja, ich liebe sie alle!
Ihr auch?
Dann lasst uns die Welt bebuntwimpeln! Freud-volles Schaffen euch allen!
Wimpel-Ketten-Anleitung
Ihr schneidet eine Dreieck-Schablone in einer Grösser eurer Wahl zu
und übertragt diese jeweils 2 mal auf einen Stoff.
(Die Nahtzugabe ist im Dreieck enthalten: der Wimpel wird zum Schluss also kleiner sein!)
Zuschneiden. Das Dreieck muss nicht wahnsinnig exakt geschnitten sein, aber doch einigermassen.
Immer zwei Dreiecke desselben Stoffes (wobei, man kann auch Stoffe mischen) rechts auf rechts zusammenstecken und füsschenbreit absteppen (ca. 7.5 mm).
Dabei die schmale Kante des Dreiecks offen lassen zum Wenden!
Bei der Spitze die Nahtzugabe schön nah an der Naht entlang abschneiden und die Spitze “kappen”.
Vorsicht, dass die Naht nicht verletzt wird!
Sorgfältig wenden und flach bügeln.
Die überschüssigen Spitzchen oben abschneiden, damit eine gerade Kante entsteht.
Das alles noch so oft wiederholen, bis ihr so viele Wimpel habt, wie ihr möchtet oder braucht um zB. den Namen eures Kindes zu bilden. Ich nehme immer noch mindestens zwei buchstabenlose Wimpel für den Anfang und den Schluss der Kette. Bei kurzen Worten auch gerne mehr!
Wimpel lassen sich herrlich verzieren und beschriften! Ich habe hier alte Spitzen eingelegt, bevor ich die beiden Wimpelteile zusammengesteppt habe. Und die Buchstaben habe ich aufgedruckt. Man kann sie aber auch vor dem Zusammennähen auf die eine Seite des Wimpels applizieren oder aufsticken- oder alles miteinander;-) Schön ist, was Spass macht!
Für das Aufhänge-Band nehme ich am allerliebsten fertig gekauftes Schrägband.
So kann man die Wimpelkette nämlich beidseitig verwenden (anders als mit Web-Band).
Zuerst bügle ich das Schrägband zur Hälfte.
Die einzelnen Wimpel werden schön regelmässig verteilt ins zur Hälfte gebügelte Schrägband gelegt, bündig zur oberen Bügelfalte- Dann festgestecken. (Die Nadeln liegen  auf dem Foto nicht ideal herum, muss ich hier noch anfügen. So zeigen sie beim Nähen dann nach oben und sind schwer rauszuziehen…)
Ich lasse immer ca. einen Meter Schrägband leer am Anfang und am Schluss der Girlande, damit man die Wimpelkette gut irgendwo befestigen kann. Für sehr lange Wimpelketten, die quer durch den Raum gespannt werden sollen, kann man ruhig auch mehr Band frei lassen.
Mit Zickzack- oder Steppstich schmalkantig zum Schrägband abnähen.
Vom Anfang bis zum Schluss des Bandes und über die Wimpel.
Und jetzt: Sich ungeheuer freuen- und gleich noch eine machen! 
Ich finde ja: Jedem Raum seine Wimpelkette, ihr nicht auch?
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Shalom: Belastungstest

Hmmm… Meine Shalom. Nun… als ich sagte, ich befände mich in der Phase des Vertrauens, in jenem Strick-Part also, in dem alles mehr oder weniger klar erscheint und man nur noch Runde an Runde hängen kann, ganz entspannt und vertrauensvoll… da war mir wohl noch nicht ganz klar, wo genau ich mich bei meiner Shalom Cardigan befand… Schon am Morgen nach meinem letzten Shalom-Post musste ich wieder x Runden auflassen, weil ich die Abnahmen bei den Ärmeln noch nicht recht raus hatte. Und für den Körperteil wird mir dasselbe blühen, denn ganz ohne Taillen-Ab-und-Zunahmen (wie ich es eigentlich geplant und begonnen hatte) würde das Ganze wahrscheinlich zu sehr nach Kartoffelsack aussehen, fürchte ich. Ich will  aber keine Kartoffel sein.
Also Aufribbeln. Schon wieder. Statt Vertrauen… eine Lektion mehr in Sachen Demut und Gelassenheit.
Was ja auch nicht schaden kann.
Die meiste Zeit meines Lebens habe ich innerlich mit mir zu kämpfen: mit meiner Ungeduld, mit meiner Kontroll-Sucht, mit der Wahnsinns-Angst, nicht gut genug zu sein und vom Können der anderen an die Wand gedrückt zu werden. Beim Stricken werde ich genau dem immer wieder ausgeliefert. Ganz im Kleinen, in einer Art Schutz-Zone. Ich sehe eure Wunderwerke, ich staune und entflamme und… sitze schlussendlich auf dem Sofa mit den Nadeln in der Hand und einer ausgedruckten Strickanleitung neben mir, beim Versuch, es selber zu machen.
Die Ungeduld setzt meistens rasch ein. Schon nach ein paar Reihen quengelt mein Rücken oder ich muss ein Gähnen unterdrücken, während ich scheinbar endlos lange Bündchen stricken soll. Stricken ist kein Sprint. Es ist ein Marathon. Und ich glaube, wir sind keine Marathons mehr gewohnt, wenn es um etwas geht, das wir gerne haben oder erreichen möchten… Manchmal möchte ich zu gerne meine Strickarbeit jemand wirklich Strick-Geübtem zum Weitermachen in die Hände drücken und mich für ein (längeres) Weilchen aus dem Staub machen… Aber das geht nicht, weil, da muss ich durch. Höchstpersönlich. Und ich muss damit leben, dass ich nie so richtig weiss, wie alles schlussendlich herauskommt. Besonders bei heikleren Sachen wie Ab- oder Zunahmen, wo mir wohl schlichtweg dieser Hirnbereich fehlt, mir etwas Konkretes, Dreidimensionales vorstellen zu können anhand von abstrakten, aufgekritzelten Zahlen… Als Kontroll-Freak verstört mich das regelrecht. Es macht mich nervös.
Ich komme schwer mit Situationen klar, in denen ich den Ausgang nicht kenne.
Am Schlimmsten aber fühlt es sich an, wenn ich schlussendlich, nach all den Stunden Nadelgeklapper, enttäuscht auf etwas blicke, das nicht ist, was ich wollte. Nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich erwarte immer das Beste von mir. Und wenn ich es nicht liefern kann, quält mich das sehr. Mit mir selber gnädig zu sein, kommt mir oft sehr viel schwerer vor, als über die Mängel und Fehler der anderen hinweg zu sehen… (Geht euch das auch so?)
Meine Shalom bietet mir auch hier ein Lernfeld (Ha! Was für eine Überraschung!): Gestern nacht fiel mir kurz vor dem InsBettgehen auf, dass der Ärmelteil, den ich statt mir der Rundstricknadel mit meinem nigelnagelneuen und eigens zu diesem Zweck gekauften Nadelspiel gestrickt hatte, sehr viel lockerer und weiter aussah als der andere Teil… Nach ca. 1.5 Stunden Ärmelstricken! *Seufz*
Ich schwanke beachtlich: Aufribbeln und der Geduld nochmals eine Chance geben? Oder die Unregelmässigkeiten annehmen, wie sie sind, und mich in Gnädigkeit üben meiner eigenen Unvollkommenheit gegenüber?
Hmmm…
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this moment

Nach einer Idee von Soulemama: Freitags Fotos, eine Erinnerung.  
Nur wenige Worte. 
   Ein immergleiches Ritual zum Wochen-Ende, wenn der Blick zurückfällt und es Zeit wird für eine Pause.

… mir selbst auf der Spur …
 (diesem unbekannten, sonderbaren Wesen)
 

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