Monatsarchive: Mai 2011

this moment

Nach einer Idee von Soulemama: Freitags Fotos, eine Erinnerung.  
Nur wenige Worte. (Ab heute aber mit eingeschalteter Comment-Funktion!)
   Ein immergleiches Ritual zum Wochen-Ende, wenn der Blick zurückfällt und es Zeit wird für eine Pause.
gemeinsam unterwegs
durchs Leben
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Kirschkernzeit meets Reality

Ein herrlicher Tag! Wie warm es wieder ist und wie kraftvolle es wächst und grünt draussen nach dem heissersehnten Regenguss!
Aber ich habe euch ja eine Geschichte versprochen, richtig? Die Geschichte, wie ich unverhofft zu einem neuen Kochbuch mit Herrn Epineys Schokoladenkuchen kam… Also *räusper* das trug sich so zu:
Am Dienstag morgen, einem herrlich verbummelten Morgen, muss ich noch sagen, an dem die Kinder bis 9:00 schliefen und ich erst kurz vor 10:00 aus dem Pijama schlüpfte, klingelte es plötzlich an der Haustür. Ich hatte gerade das Nötigste an Katzenwäsche hinter mir und wollte meinem Mädchen eben eine frische Hose anziehen und Frühstück richten. Beim Öffnen der Haustür, überlegte ich noch kurz, welcher Hausierer es wohl sein könnte, doch die Frau, die draussen stand -eine Frau vom Dorf, das wusste ich sofort, denn ihr Gesicht kam mir bekannt vor- war bei weitem kein Hausierer…
„Grüezi, Frau Kirschkernzeit“, sagte sie fröhlich und streckte mir ein Kochbuch entgegen, zwei Finger zwischen den Seiten mit dem legendären Blitzkuchen aus meinem vorletzten Post. „Ich habe gelesen, dass Sie nur noch ein zerfleddertes Zeitungsrezept davon haben, und da dachte ich…“
Mein Mund stand wohl eine Weile einfach stumm offen. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Eine Leserin!
Wir verplauderten dann den ganzen Vormittag, ein angenehmes, lockeres, frohes Gespräch (denn meine anonyme Leserin vom Dorf ist auch eine angenehme, lockere, frohe Frau), und als sie nach Hause ging, um für ihre Kinder (Ach, daher war mir ihr Gesicht bekannt vorgekommen, die Schule!) Mittagessen zu kochen, war ich hibbelig und aufgewühlt. Einerseits war da diese Freude über eine nette, neue Begegnung (und das schöne Buch), andererseits… Ist es nicht merkwürdig, wie rasch man der Illusion erliegt, die Bloggerwelt sei irgendwie… abgeschnitten von der Realität… und die Hürde zwischen dem echten eigenen Leben und den anderen, den Lesern, zwar unsichtbar aber… unüberwindbar… solange bis man selber eine Lücke aufgehen lässt…?
Ich meine, diese freundliche Frau vom Dorf, war eine angenehme Überraschung. Wirklich. (Und sie war auch überhaupt nicht aufdringlich, sondern schlichtweg so freundlich, dass ich sie spontan hereinbat.)
Aber ich könnte mir auch weniger angenehme Überraschungen vorstellen… und vor denen habe ich Respekt, muss ich zugeben. Jetzt noch ein bisschen mehr als vorher.
Ich bin mir immer sehr bewusst, dass alles, was ich euch hier zeige, auch allen, wirklich allen zugänglich ist. Auch Menschen, denen ich nicht trauen würde. Ich bin mir bewusst, dass ich vosichtig sein muss, bleiben muss. Meine Bilder wähle ich immer sorgfältig aus, ich bin vorsichtig, was ich preisgebe an Persönlichem und an Informationen, die zu meinem Umfeld gehören, meinen Wohnort vielleicht verraten könnten, und ich gebe mir grosse Mühe, die Privatsphäre meiner Kinder zu schützen, in Wort und Bild. Aber gleichzeitig ist mein Blog mein Ort. Einfach mein Ort… wo ich ich selbst sein möchte. Der Spagat ist schwierig. Das gesunde Mass. Zwischen Misstrauen und Vertrauen.
Habt ihr auch schon ähnliche Erlebnisse gemacht wie ich? Und wie geht ihr um mit der grossen Freiheit im www., die ein zweischneidiges Schwert ist, obwohl die dunkle Seite der Klinge meistens für lange Zeit (oder hoffentlich für immer) unsichtbar ist…
Vielleicht möchte die eine oder andere von euch ja einen Post über ihre Gedanken und Erfahrungen verfassen… das würde mich sehr freuen und interessieren… hinterlass doch einfach einen Link dazu unter diesem Post, als Wegweiser.
So oder so aber: Ich danke euch! Einfach, dass ihr da seid. Das bedeutet mir viel, wisst ihr…
Eure Bora
Veröffentlicht unter über das Bloggen | 14 Kommentare

keine Zeit

Ach, ihr Lieben, dass ihr solche Naschkatzen seid, hätte ich nicht gedacht *zwinker*… Ich freue mich, dass ihr Herrn Epineys Kuchen entweder schon genauso liebt wie ich oder ihm alle eine erste Chance geben wollt! Einige von euch hatten Fragen zum Rezept, die hab ich unter den Comments direkt beantwortet.
Dieses Rezept gibt es übrigens nicht nur auf meinem Zeitungs-Fitzelchen, sondern auch in einem  waschechten Kochbuch, habe ich heute unter äusserst … erstaunlichen Umständen erfahren. Das Buch heisst „Betty Bossi Al dente“, und die Umstände könnte man „Kirschkernzeit goes Reality“ nennen oder so.
Aber mehr dazu morgen. Oder übermorgen. Weil, ich bin gerade etwas abgelenkt…
Das eine oder andere Projekt verlangt nach Aufmerksamkeit. Nach etwas mehr Aufmerksamkeit als ich ihm die letzten paar Tage widmen konnte. Und da mein Mädchen endlich einmal wieder vor 22:30 tief und fest schlummert, fühle ich mich wie magisch hingezogen zu diesem Sessel oder diesen paar Stoff-Blätzen…
Euch allen wünsch ich eine wunderbar ruhige Nacht nach einem ebenso wunderbar entspannenden Abend!
Veröffentlicht unter Nähen, Stricken | 7 Kommentare

Jetzt, sofort (!): der Blitzkuchen

Ich weiss nicht wie es euch geht, aber hier bei mir gibt es immer wieder diese absoluten Notlagen, in denen a) mein Blutzucker völlig im Keller liegt, b) meine Motivation für alles niedergestreckt daneben liegt und ich c) drei Kinder am Rockzipfel hängen habe, die alle nicht recht wissen, was sie mit ihrem noch Tag anfangen sollen …
In solchen Momenten herrscht Ausnahmezustand, sprich, egal, was gerade auf meiner To-Do-Liste steht, und egal, ob es nun drei Uhr nachmittags ist oder neun Uhr morgens, und egal ob es schneit, hagelt oder die Sonne draussen lacht, jetzt muss Schokolade auf den Tisch! Schokolade in ihrer schönsten Form: als richtig schön weicher, reichhaltiger Schokoladenkuchen.
Wenn wir 400 Gramm Zartbitterschokolade (oder auch einfache Kochschoggi) vorrätig haben und die Geduld, ein wenig zu warten, dann backen wir am liebsten eine Schoko-Vanille-Torte. Für waschechte Notfälle aber, in denen es wirklich schnell gehen muss, gibt es den feinen, turbschnellen Blitzkuchen von Sven Epinay, den wir immer nach einem inzwischen ziemlich mitgenommenen aussehenden Rezept-Ausschnitt aus  der CoopZeitung backe. Das gute Stück ist schon ein wenig in die Jahre gekommen (vom 15.Okt.2003) hat aber seinen festen Platz in meinem Rezepte-Ordner. Aus gutem Grund.
Und genau dieses Rezept möchte ich heute gerne mit euch teilen. Man weiss schliesslich nie, wann der nächste Kuchen-Notstand ausbricht …
Der Blitzkuchen (meine abgewandelte Version des Schoggikuchens von Sven Epiney)

Zutaten

  • 125 gr. Mehl
  • 140 gr.  Zucker
  • 3 Eier
  • 125 gr. Butter
  • 160 gr. Kochschokolade (kann auch mehr sein¨)
  • 1 Priese Salz (im Original-Rezept nicht enthalten)
Zubereitung
  1. Schokolade und Butter zusammen schmelzen und auskühlen lassen (ich nehme immer die zweittiefste Stufe der Microwelle und  rühre zwischendurch um).
  2. Mehl und Salz mit dem Zucker und den Eiern gut rühren, bis die Masse schön hell und luftig ist.
  3. Die abgekühlte Schokoladen-Butter-Mischung unterrühren, dabei aber nicht mehr allzu sehr schlagen.
  4. Kirsch beifügen, wer mag.
  5. Kuchen im auf 240 vorgeheizten Ofen auf der zweituntersten Rille für genau 11 Minuten backen.
  6. Lauwarm mit Puderzucker bepudern oder einen Schokoguss darüber verteilen. Kalt schmeckt er aber mindestens so gut!
Wichtig: Achtet auf die Backzeit! Der Kuchen soll innen leicht „glitschig“ sein. Und nicht ganz durchgebacken wie bei den meisten Kuchen. (Der Stäbli-Test nützt hier also nicht sehr viel…) Falls er schon ganz durchgebacken ist, backt ihr ihn beim nächsten Mal einfach eine Minute weniger…
Än Guätä!
  

Und als Nachtisch nach dem Nachtisch genehmige ich mir dann gerne ein Stückchen Kind.
*grins*
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