Monatsarchive: Mai 2011

Wochen-Ende

 : Sommerschnitt:
 : Ausdauertraining :
 : Wissensdurst :
: Oase :
: Hitzewelle :
Voller Sonne, Menschen, Experimentierfreude, Nähten, die (gelöst) werden, Heisshunger und Hitzefaulheit war dieses Wochen-Ende: Ich lechze schon wieder nach der Kühle und Gelassenheit eines richtigen Regentages und wünsche mir Zeit, Zeit, Zeit für alles, was liegenbleibt…
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mit Kindern kochen

Das wird jetzt keine Liebeserklärung an die Küche, nein, meine Lieben, das wird jetzt höchstens ein kleiner Einblick in meinen Versuch, meinen Alltag noch stärker mit meinen Kindern zu gestalten und ihnen dabei ein wenig von dem mitzugeben, was mir selber am Herzen liegt…
Ich kochen nämlich zwar nicht gerade leidenschaftlich gerne, aber trotzdem… mit Herz und Sinn. Weil ich das, was ich esse, gern haben muss, um mich satt zu fühlen, und weil ich spüre, dass jeder Handgriff, den ich selber verrichte, einem Gericht etwas verleiht, das mich eine Spurt glücklicher macht. Essen, das ich erfahren habe zuvor, ist mir einfach… näher.
Und genau das möchte ich meinen Kindern zeigen. Dass man sein Essen mit ein paar wenigen Grund-Zutaten wirklich selber machen kann, dass das Kochen und Backen eine sinnliche, kreative und herausfordernde Sache ist, die seine Zeit braucht und einen Platz im Alltag verdient hat, und dass Kochen ganz besonders schön ist, wenn man dabei ein bisschen nette Gesellschaft hat…
Manchmal lese ich, dass “alle Kinder gerne kochen” (oder überhaupt mithelfen). Leider stimmt das nicht so ganz… Zumindest bei uns… Kind2 zum Beispiel ist ein Mensch, der schon von klein auf viel mehr am Essen selber  interessiert war als am ganzen Drumherum zuvor in der Küche. Mein Mädchen hingegen findet es absolut faszinierend, was sich da in meinen Töpfen und Pfannen tut. Sie liebt es, ihre kleinen Ärmchen bis zum Ellbogen in eine Schüssel Mehl zu tauchen oder Mozzarella zu zerrupfen… Kind1 hat die ersten vier Jahre seines Lebens so viel Zeit mit mir in der Küche verbracht, dass er für eine Weile absolut gar nichts mehr damit zu tun haben wollte und erst so langsam wieder einen einen Zugang findet zum Thema Kochen. Auf seine Art, sehr spielerisch und gleichzeitig mit gewissen Ambitionen.

Ich versuche eine gesunde Balance zu halten, die Kinder nicht allzu sehr zum Kochen zu drängen,  es ihnen aber trotzdem irgendwie schmackhaft zu machen und sie immer wieder zu ermuntern, selber ein Messer und eine Karotte in die Hand zu nehmen, den Griessbrei zu rühren, Pizzateig auszuwallen, Brot zu kneten oder ihre eigenen Ideen in ein Menü zu bringen… Und vor allem, sich von Fehlern (oder verschütteter Milch) nicht entmutigen zu lassen.
Manchmal klappt das wunderbar. Manchmal spüre ich aber schon nach kurzer Zeit (oder einem am Boden zerschlagenen Ei), dass mein Nervengerüst heute diesem Gewusel rund um fragile, scharfklinige, hochtemperierte und äusserst liquide Küchendinge nicht so ohne weiteres standhält und verschiebe das Familien-Kochen auf morgen. Oder auf übermorgen. (Mein Mädchen bleibt so gut wie immer dabei, wenn ich in der Küche herumklappere, aber Kochen mit einem Kind ist doch um einiges weniger… virtuos als Kochen mit drei kleinen Küchengehilfen, habe ich gelernt.)

Vor Jahren, als Kind1 noch ganz klein war, wurde ich einmal bei einer 6-köpfigen Familie spontan zum Kaffee eingeladen. Ich war ziemlich erstaunt, als ich eines der Kinder über ein Kochbuch gebeugt am Küchentisch antraf… Die Mutter erklärt mir dann, dass sie in ihrer Familie eine kleine Familientradition hätten: Jedes Kind im Schulalter kocht einmal pro Woche für die ganze Familie. Es wählt das Menu, schreibt die Einkaufsliste und steht dann auch selber am Herd.
Die Idee dazu kam ihr, als sie das Genörgel der Kinder am Tisch kaum mehr aushielt; seit alle ein bisschen Küchenluft schnuppern und wissen, wie viel Arbeit und Hingabe es braucht, bis ein Essen auf dem Tisch steht, wird wunderbarerweise auch weniger herumgemäkelt…
 
Diese Idee hat damals einen enormen Eindruck bei mir hinterlassen (Das Menü, das dieser Junge damals wählte übrigens auch: Fischeintopf mit grünen Erbsen!). Ich wünsche mir, dass wir eines Tages an einem ähnlichen Punkt stehen, wo Kochen und überhaupt Haus-Arbeit nicht nur meine Aufgabe sind, sondern etwas, was wie alle zusammen tun, mit Freude und Wertschätzung (naja, soweit das überhaupt möglich ist…), wo sich alle als Teil einer Gemeinschaft verstehen, die ohne den anderen nicht bestehen kann.
Leben im Wir-Gefühl, auch in der Küche.
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this moment

Nach einer Idee von Soulemama: Freitags Fotos, eine Erinnerung.  
Nur wenige Worte. (Ab heute aber mit eingeschalteter Comment-Funktion!)
   Ein immergleiches Ritual zum Wochen-Ende, wenn der Blick zurückfällt und es Zeit wird für eine Pause.

das Leben

spielen
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11 Dinge…

…die mir heute ein Lächeln ins Gesicht zaubern…
 - von einer guten Fee frisch gebügelte Hemden  -
(Danke, Mam’! Die armen Hemden hätten sonst sicher 3 weitere Monate verstauben müssen..)
- leer(er) geräumte Ecken mit einem Hauch von dem, was draussen vor sich geht -
  – meine Kamera in der Hand eines Kindes und die Art und Weise,
in der diese Kombination mein Blickfeld erweitert -
 - wenn Farben auf ein Blatt Papier plätschern -
(oder auf Arme oder Beine…)
- Spuren eines Traumes, die mich jedes Mal im Vorbeigehen daran erinnern,
dass man auch Träumen eine Stimme schenken kann -
- dieses Kind und seine ungeheure Leidenschaft für Tücher und Stoffe
jeder Art und jeder Grösse -
- unser Asyl für kleine Dinge; ein alter Buchstaben-Setzer-Setzkasten
voller Krimskrams, den diese Familie weder verräumen noch verlieren will -
- Kinderfantasie für alle Sinne: zum Bestaunen (“Tatsächlich, eine Kaulquappe!”),
Befühlen, dran-Riechen und zum stolz gemeinsam-Aufessen -
- der Duft von Holunder, der einem wie eine frische Wolke in die Nase weht,
gerade wenn man am wenigsten damit rechnet -
- erste Erdbeeren, ein Krug mit kühlem Minze-Wasser aus dem Garten und
eine kleine Sammlung einladender kulinarischer Ideen  -
(die ich endlich ausprobieren will- und das schon seit Jahren…)
- “sleeping beauty”, mein kleines Herz -
Ich denke, heute war ein guter Tag.
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