Monatsarchive: November 2010

An meinem Geburtstag…

bisher:
  • aufstehen um 6:30 Uhr- schlaftrunken
  • Kaffeetrinken bei meinem ununterbrochen plappernden Schulkind- langsam innerlich auftauchen
  • mein Baby, vom plötzlich leeren Platz neben sich geweckt, nach mir wimmern hören- nur 5 Minuten nachdem ich das Bett verlassen habe
  • dem Schulkind einen Apfel mitgeben auf den Weg und sein Plappern beim Weggehen immer leiser werden hören- das Baby auf der Hüfte
  • im Schlafzimmer die Läden zurückschlagen in einen schiefergrauen Morgen- hoffnungsfroh
  • mit dem Mädchen an der Brust neben Kind2 im Bett dem Tag entgegendämmern- bei „Globi für alle Fälle“
  • Telefone und Pralinen entgegennehmen, gratulierende Schwestern begrüssen und verabschieden und meiner Mutter ein ausgeh-fertiges Kind2 entgegenschieben für den Gang zur Spielgruppe- mulititasking oder so

jetzt:

  • im Café sitzen an einem Zweier-Tischchen- alleine aber nicht im Geringsten einsam
  • zwischen den Füssen meine Tüte vom Sozial-Projekt-Secondhand-Shop, vollgestopft mit zwei klasse sitzenden Jeans und einer braunen Leinenhose-das gönn‘ ich mir
  • im Ohr diesen Songmitgenommen aus der Umkleidekabine
  • in der Tasse kalter Cappuchino, weil die Nadeln heiss laufen- bliss
  • den Frieden fühlen, der sich ausbreitet in mir, jetzt da ich einfach nur für mich bin- lang schon sehnsüchtig erwartet
  • die erste Dankeskarte dieses Tages schreiben für Omas Woll-Laden-Gutschein- freudvoll inspiriert von zwei Knäueln Bio-Baumwoll-Garn in Altrosa
  • Leute beobachten ohne Angst davor, angesprochen zu werden- ungewohnt selbstbewusst
  • mit Tagebuch und einem Stift in der Hand an die ungeahnten Möglichkeiten denken, die das Leben noch bereithalten könnte für mich- zuversichtlich

bald:

  • heimkehren zu meinen Schätzen- ausgeruht
  • das geschenkte Duft-Lotto zusammen mit ihnen entdecken bis wir die Fenster weit aufreissen, weil uns halb schlecht ist von den schauderhaften Synthetik-Gerüchen- ausgelassen
  • Pralinen naschen- göttlich
  • einen Nachmittag geniessen ohne Drängen und Reissen- zufrieden im Hier und Jetzt
  • Pizza bestellen für uns alle- Feiertagsluxus
  • 31 Kerzen aufs Mal ausblasen und dabei Wachströpfchen auf der Torte verteilen- glücklich lachend
  • husbandmade Schoko-Truffe-Torte schlemmen und bei jedem Bissen schwerer auf den Stuhl zurück sinken- selig
  • dem Mann zusehen, wie er ein gigantisches Paket aus dem Keller hervorzaubert und dann voller Spannung das Pack-Papier lösen-???
  • ungläubig innehalten- und mich dann riesig freuen über ein wunderschönes, sorgfältig gezimmertes grosses „Schmetterlings-Hotel“ von ihm nur für mich- das muss Liebe sein
  • nach allem bei einem Feuerchen im Kamin sanfte Musik auflegen- sinnlich
  • am Laptop Glückwünsche aufsaugen von euch, von Freunden und der Familie- mit dankbarem Lächeln
  • friedlich einen wunder-vollen Tag ausklingen lassen, während die Nadeln leise klappern- bis ins Innerste genährt und gestärkt für einen neuen Morgen in einem neuen Lebensjahr

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what makes me happy: Ordnungshüter

Es ist schon so spät… oder fühlt sich einfach nach „es ist schon so spät“ an… Dieser Tag war ein guter. Ein arbeitsreicher und emsiger. Aber er trug Früchte. Und das ist doch etwas, wofür ich dankbar sein darf. (Arbeitsreiche, emsige Tage ohne (sichtbare) Früchte gibt es nämlich genug. Bei euch auch???)
Der Dachboden sah derart zum Fürchten aus mit seinen maroden Schachtelstapeln und herumliegenden SchuhenundCo, dass sich nicht mal die Spinnen dort mehr heimisch fühlten. Und meine frühere Näh-Ecke unterm Dach, wo ich eine Zeitlang mal mein Kämmerchen hatte, verkrümelte sich im Laufe der letzten Monate fast unbemerkt zwei Stockwerk tiefer Richtung gute Stube, zuerst die Nähmaschine, dann ein paar Stoffbündel, meine Nähbücher, Schere, die eine oder andere Fadenspule, angefangene Projekte in Stücken… Der rote Faden: das Durcheinander!
Ich lief wochenlang mit Scheuklappen durchs Haus, weil ich das alles nicht mehr sehen mochte… aber heute kam endlich der Moment, in dem ich den Tatsachen ins Gesicht sah: Mein Mann nahm die Kinder mit zum Einkaufen und Geburtstagskuchenbacken, und ich durfte (yeah!) räumen, Kisten schleppen, vieles neu einsortiert, manches wegschmeissen, manches zum Versteigern beiseite legen (jaja, schon wieder ein Stapel…). Und dann staubsaugen. Und mit dem letzten Staubkorn aufatmen und mich freuen an der Leere und dem System.
Der Umbau verlangt immer wieder nach Provisorien. Danach, die Koffer zu packen und einen Raum von neuem Hammer und Pinsel zu überlassen. So lange bis alle Plätze verteilt sind und jeder und jedes sein Eckchen findet. (Ich hab‘ jetzt übrigens auch eins, ein Eckchen für mich… mehr davon ganz, ganz bald!)
Man lebt so ein bisschen mit dem Grundgefühl vom Wohnen auf Zeit. Und ist ungeheuer angewiesen auf wirklich gut durchdachte Staumöglichkeiten! Gerade im Kleinen, wo so rasch wieder das Chaos die Oberhand gewinnt nach einer erneuten Rotation im Haus…
Maria vom Kreativberg lebt ganz ähnlich. Ich weine mich manchmal ein bisschen bei ihr aus mit grüblerischen, müden e-mail-Zeilen, die sie mir immer mit unglaublicher Zuversicht und Wärme beantwortet. Ich werde das Gefühl nicht los, in ihr eine Art… Seelenschwester gefunden zu haben; Wie sonst hätte sie mir diesen wunderbaren, selbstgemachten Ordnungshüter schicken können?! Ein grandioses Geschenk zum besten Zeitpunkt… Ihre geniale Nadel-Rolle ist einfach genau, was ich jetzt brauche: Praktisch, quadratisch (naja, fast), gut. Und so schön fröhlich bunt. Meine Kinder liebten sie auch vom ersten Augenblick an und machten sich subito ans Einräumen…
Endlich finde ich meine Nadeln ohne mühseliges Rauspuhlen und Abmessen und kann meine Energie wichtigerem widmen… dem hier z.B.!
Liebe Maria: Ich danke dir nochmals ganz, ganz herzlich und mit einem Seufzer der Erleichterung- du hast ein bisschen Luft ins Dickicht gebracht. Jedes Mal, wenn mein Blick auf die hübsch ordentlich zusammengerollte Rolle fällt, mit brav wartenden Nadeln, sortiert nach Dicke und anständig versorgt, freue ich mich von Neuem an deinem kleinen Alltags-Helfer mit so grosser Wirkung und einer wichtigen Botschaft: It’s the little things…
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Achtung: ein Fehler in der Zwergenmütze-Anleitung!

Ups…! Beim Nochmals Durchlesen nach einer Frage aus Euren Reihen ist mir endlich ein gravierender Fehler in der Anleitung der Zwergenmütze aufgefallen: Nach den rechten Maschen am Anfang einer Reihe beginnt ihr das Rippenmuster mit LINKEN MASCHEN und nicht mir rechts/ links, wie ich es geschrieben habe! Es tut mir ehrlich leid, falls jemand jetz t schon angefange hat und wegen mir wieder auflassen muss! Dabei habe ich alles xmal durchgearbreitet und sogar zwei Mal neu bearbeitet für ein verständlicheres Layout…
Der Fehler ist jetzt korrigiert. Bitte druckt die Anleitung am besten neu aus…
Nochmals; bitte entschuldigt!
 herzlich; Bora

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Nach einer Idee von Soulemama: Freitags ein Foto, eine Erinnerung.  
Nur wenige Worte. Kommentar-los (darum die ausgeschaltete Comment-Funktion).
  Ein immergleiches Ritual zum Wochen-Ende, wenn der Blick zurückfällt und es Zeit wird für eine Pause.

Tradition

eine Gabe
 von Generation
an Generation
an mich
an meine Kinder
Licht in der Dunkelheit
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