Monatsarchive: November 2010

Pausengruss 3: Haiku der Gelassenheit

Babyhunger- oh!
 lass doch Profis an den Herd
sie servieren: Speck
Mein unspektakulärer, aber sehr erfrischender, kleiner Sieg über den Perfektionswahn, 
als ich kürzlich -schwupps!- einen Morgen vertrödelt hatte mit Nähen, Drei-Generationen-Kaffeeklatsch und  zu langem Schmusestündchen mit meinem müden, hungrigen Mädchen: 
12 Uhr, Baby an der Brust, nix auf dem Herd und kaum was im Kühlschrank…
Ich kämpfte die aufkeimende Panik nieder, liess  das Baby am Busen
und zog eine Packung Speck aus dem Tiefkühler. Die Jungens machten sich sofort- unter lauten Ausrufen des Entzückens- mit Bratkellen bewehrt ans Brutzeln und Braten. 
Bacon und Butterbrot.
Ein echtes Gourmet-Menü, oder?
Auf alle Fälle ein unverschämt vergnügtes Mittagessen.
PS: Zum Abendessen gab es dann übrigens selbstgemachte Lasagne- ohne Fleisch.
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Pausengruss 2: 20 Minuten

Mein Mädchen schläft ihren Nachmittags-Schlaf.
Während ich sie ansehe,
ihr entspanntes, kleines Gesichtchen, rosig vom Schlaf,
ihre weichen Schultern, die sich atem-rhythmisch heben und senken,
merke ich erst, wie müde ich selbst bin.
Federleicht schlüpfe ich unter die Decke
neben mein schlafendes Kind,
wo es warm ist und still.
20 Minuten.
20 Minuten Ruhe.
20 Minuten Loslassen.
20 Minuten Nichtsdenken.
Nichtsreden.
Nichtstun.
20 Minuten weggedämmert mich allem entziehen.
20 Minuten tiefer Frieden.
...für mich…
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this moment

Nach einer Idee von Soulemama: Freitags ein Foto, eine Erinnerung.  
Nur wenige Worte. Kommentar-los (darum die ausgeschaltete Comment-Funktion).

  Ein immergleiches Ritual zum Wochen-Ende, wenn der Blick zurückfällt und es Zeit wird für eine Pause.

Kinder-Spiel
immer wieder neu versunken
sich ausbreitender Frieden
bis in mein Mutterherz
this moment 

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Gruss aus der Pause 1: Raus-Zeit

Grau.
Wann immer ich aus dem Fenster sehe. 
Alles Grau in Grau. Und Kälte. Und Bieswind.
Aber ich nehme alles in Kauf. 
Auch den Widerstand aus den Reihen meiner Sprösslinge, 
der miteinstimmt in meinen eigenen, denn von Natur aus bin ich eine Hauskatze. 
Oder war es zumindest.
Doch jetzt muss ich raus. Immer öfter. 
 
 
Die klare Luft, das unverfälschte Tageslicht, die Weite des Himmels über mir machen mich heil und froh. 
Der Wind bläst mir die Nase rot und reisst trübe Gedanken auseinander, trägt sie mit sich fort. Irgendwohin. Der Horizont, die Ferne, weiten meinen Blickwinkel und befreien mich aus der Engstirnigkeit, 
die zu wachsen beginnt, wenn ich mich einmauern lasse vom Trott.
Ich höre das Dröhnen und Rauschen eines vorbeifahrenden Zuges, das Lachen und Zanken meiner Kinder, das Pfeifen des Windes und Kuhglocken von der Weide her. 
Klänge, die mich erden.
Die Welt ist so viel grösser, wenn Wände fehlen. 
Und die Möglichkeiten sind es auch. Die Visionen. Die Hoffnung auf wasauchimmer.
Die Schöpfung ist ein Juwel. Eine Kraftquelle. Ein Grund-Bedürfnis. Ein Märchenschloss. Bestimmungsort. Ein Geschenk.
Für mich.
(…und dich…)

Ps. Eure Reaktionen waren allesamt Zucker! Vielen, vielen Dank dafür! Und, nein, ich werde mich nicht so richtig aus dem Staub machen. Das bringe ich gar nicht übers Herz, wisst ihr. Aber ich denke, ich werde weniger oft auf Lese-Tour durch Bloggerlandien gehen können für eine Weile. Und knappere Posts verfassen (ach ja?…), vielleicht auch mal wirklich nur ein Foto mit einem einzigen Wort. Bloggen light… Oder so.
Ich grüsse euch aus meiner Pause vom Leistungsdruck!
von Herzen dankbar für euch; eure Bora

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