Monatsarchive: August 2010

what makes happy: Gefilztes

Viele Bilder, wenig Worte: Meine Mama filzt mit ganzem Herzen und macht ihre Tochter immer wieder zum glücklichsten grossen Mädchen!Manche Tiere gehören eigentlich gar nicht mir; den Fuchs zum Beispiel filzte sie Kind2 zu seinem dritten Geburtstag (entsprechend zottelig sieht er jetzt aus…). Und der Dachs, entdeckt an einem Frühlingsmarkt in der Gegend, war mein Geschenk für Kind1 zum Umzug in unser “neues” Haus vor drei Jahren, und Begründer meiner Filz-Liebe…

Meine allerneueste Liebe: Diese Muschel, hat mir Kind1 selber gemacht!
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what makes me happy: vernähte Erinnerungen

So viele nette Kommentare unter meinem Hosen-Näh-Post! Von so unterschiedlichen Seiten her; kann es sein, dass die meisten blogführenden Frauen hier richtige Näh-Tanten sind (hihi…)? Dieses gewisse kreative Fieber verbindet uns wohl alle irgendwie, ob es Nähte sind oder Maschen, Farbe und Pinsel oder Klänge, Wachsendes oder Genussreiches- irgendwo geraten wir alle ins Schwärmen, Sehnen und Werken, stimmt’s? Und ich geniesse das so hier; mich unterstützt zu fühlen und immer wieder neu zu entflammen durch das, was ich entdecken darf bei euch. Ich komme nicht mehr so zu meinen Blog-Wanderungen wie ich das eigentlichgerne würde, aber auch wenn ich es vielleicht nicht immer so schnell schaffe, “euch” zu besuchen, möcht ich doch, dass ihr wisst; ich freue mich UNBÄNDIG über jedes eurer freundlichen Worte hier! Habt vielen Dank!Da wir mit Anna Marias Wende-Hosen gerade so schön ins Thema Nähen gerutscht sind, packe ich die Gelegenheit gleich mal am Schopf, euch etwas zu zeigen, das jetzt bereits über ein halbes Jahr lang fertig bei mir rumliegt, bzw. rumhängt, ohne zur Ehre eines Blogposts gekommen zu sein. Dabei war es eine Heidenarbeit, fand ich. Wenn auch eine sehr schöne, obwohl für mich ziemlich neue (neu und schön sind ja manchmal bei Handarbeiten zwei Paar Schuhe)…

The memory tree quilt
Aus den lääääängst abgelegten Baby- und Kleinkind-Kleidern meines ersten Kindes, ist dieser kleine Quilt geworden. Inspiriert in etwa gleichermassen von der “Memory tree quilt art” aus “Handmade home” von Amanda Soule und vom “Family tree” in “Stiched in time” von Alicia Paulson.
Das Wort “Quilt” finde ich zwar etwas übertrieben in diesem Fall, denn gequiltet werden im Grunde nur die Blätter und wenige Details des Bildes, aber Amanda Soule nennt ihre Version in “Handmade home” den “Memory tree quilt”, warum also nicht. Als ich ihr Buch zum ersten Mal durchblätterte, blieb ich sofort bei diesem Projekt hängen; die Idee, Stoffe, an denen Erinnerungen hängen, ganz bewusst für ein besonderes Werk zu verwenden, um einem Abschnitt in unserem Leben ein Denkmal zu setzen, berührte mich einfach. Es geht ja nicht immer um Recycling, wenn wir alte Stoffe benutzen. Auch nicht “nur” ums Aussehen, obwohl alte Stoffe einfach einen unwiderstehlichen Charme besitzen, oder? Manchmal sind Stoffe auch einfach Bilder, wie Schlüssel zu unserer Erinnerungs-Schatz-Truhe. Kürzlich zum Beispiel habe ich im Brocki genau die Vorhänge meines ersten Kinderzimmers wiedergefunden. Sofort kamen Erinnerungen hoch, mein Kindheits-Gefühl
Nun ja, jedenfalls wollte ich unbedingt etwas machen, das mich an mein erstes Baby erinnert, daran, wie klein und bedürftig dieser Lausbengel einmal war, und wie kostbar die Zeit ist, besonders die, die noch bleibt.
Und eines Tages wird vielleicht, wer weiss, noch ein richtiger Quilt aus den Kindheits-Kleidern meiner 3 Kleinen. Mein Mermory-Quilt.

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what makes me happy: bedürfnisorientiertes Nähen

Natürlich ist es uns nähenden Frauen meistens ein Bedürfnis, zu nähen, wenn wir nähen. Falls es nicht schon das Nähen an sich ist, dann ist es zumindest das Resultat, das uns lockt, verführt geradezu, denn eigentlich hätten wir doch alle noch tausend andere, “wichtigere” Dinge zu erledigen (den Küchentisch abräumen, die Wäsche noch rasch zusammenlegen, den Brief schreiben, der seit Tagen angefangen rumliegt, die Haare waschen, Eiscreme essen…). Ich liebe es, etwas entstehen zu lassen. Ich liebe es, etwas Selbstgemachtes in den Händen zu halten. Und ganz besonders liebe ich das alles, wenn ich das, was ich nähe auch wirklich brauche, und es nicht nur “gebrauchen kann”. Ich fühle mich dann am inspiriertesten und zufriedensten, wenn ich mit meiner kreativen Arbeit einen wirklichen Mangel beheben kann. Es gibt mir das gute Gefühl, mein Leben selber in die Hand zu nehmen, meine Bedürfnisse und die meiner Lieben stillen zu können, eigenständig und mit Freude und viel, viel Liebe.
Irgendwie war ich darum fast schon begeistert, als ich im Kleiderregal meines Mädchens diese grosse Lücke im Abteil Hosen sah.
Die letzten paar Abend sass ich wieder vor meiner Nähmaschiene. Mit diesem guten Gefühl…
Die “quick change trousers” aus Anna Maria Horners famosen Näh-Buch “Handmade Beginnings” sind wirklich eine wunderbare Sache. Doppelt gearbeitet zum beidseitig-Tragen, geben sie schön warm an kühlen Tagen (und die werden kommen, keine Frage) und lassen sich supergut kombinieren (sofern das bei Kinderkleidern überhaupt wichtig ist). Anna Marias Nähanleitung ist wunderbar verständlich und das Nähen mit dem beigelegten Schnittmuster praktisch ein Klacks (okay, mit dem Gummizug hatte ich so meine Probleme…). Vor allem aber sieht das Resultat so… spektakulär aus, so anders eben. Irgendwie beinahe schon so was wie professionell. Und ist trotzdem bequem wie eine ausgeleierte Pijamahose.

 

Die Stoffe sind alles secondhand Stoffe, zum Teil noch von meiner Mama. Aus dem braunen Blümchenstoff zum Beispiel, einem herrlich weichen Flanell, hat sie mir als ich selber noch ein kleines Mädchen war, ein Kleidchen genäht- und ihn sofort wieder erkannt! Der orange Stoff war ein Kopfkissenbezug, in den ich mich im Brocki sofort Hals über Kopf verliebt habe.
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what makes me happy: Imke

Heute war ein grosser Tag für mich und mein Baby, der Tag auf den ich mich schon freue, seit mein Baby geboren wurde:
Imke ist da!
Unglaublich süss, blondgelockt und blauäugig mit knuffigen, runden Backen- klar sind wir alle ganz verliebt in sie! Ganz genau so habe ich mir die Puppe für mein kleines Mädchen immer vorgestellt; mit viel Herzblut von Hand gemacht, weich und beweglich, nicht zu gross für kleine Kinderhändchen und auf ihre Art einfach einzigartig.
“Geboren” wurde Imke bei Heikeleien, meinem Lieblings-Stoff-Puppen-Shop auf Dawanda. Die wahnsinnig nette Puppenmacherin Heike hat ein unglaubliches Talent dafür, ihren Puppenkindern Leben einzuhauchen. Man spürt sofort, wie viel Freude ihr die Arbeit macht! Nur schon Imkes Mimik zum Beispiel ist ihr wirklich genial gut gelungen; ein feines Lächeln, nur angedeutet, aber doch so freundlich und friedlich, die Augen wunderschön gestickt, gross, aber nicht zu gross, rund, aber nicht zu rund, die Wangen sanft gerötet, als hätte sie draussen Wettlaufen gemacht. Die Haare, aus Merinowolle aufwändig zu einer Perücke gehäkelt, sind flaumzart und wie vom Wind zerzaust; kein Wunder möchte die frischgebackene Puppenmama ihr immerzu die (extra für diesen Fall von Heike gestrickte!) Mütze ausziehen…
Heike, dieser Schatz, hat uns eine wunder-, wunderschöne Extra-Herbstgarnitur geschenkt zum Umziehen: Hose, Wollpulli und Baskenmützchen, alles umwerfend schön gestrickt und genäht (!!!). Mein Mädchen ist fasziniert von all den Variationsmöglichkeiten: sobald ich die Sachen gewechselt habe, bringt sie mir wieder ein anderes Kleidungsstück für ihr Puppenkind…

Keine Frage: mein Baby liebt ihre Puppe.
Wenn sie sie an sich drückt, ganz fest, als wolle sie sie nie mehr loslassen, wird es mir ganz warm ums Herz…
Nur die Sache mit dem Namen… “Imke” klingt auf Schweizerdeutsch leider nicht gerade hübsch, und dieses kleine Puppenfräulein braucht nun einen neuen Namen. Kind1 ist für “Susi”, weil er in der Schule gerade einen Text über eine Susi mit Sprachfehler lesen musste, Kind2 beharrt auf “Sonja”, ich selber könnte mir “Lisa” gut vorstellen, wie die Lisa aus “Die Kinder von Bullerbü”, mein Mann meint, wir sollten sie einfach “Mädi” nennen, genau wie ihre Puppenmutti.
Ich wüsste zu gerne, was die zu all dem meint…

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