Archiv der Kategorie: Bücher

Buchtipps?

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Die letzten Tage waren nicht eben Heldentage, was meine Mama-Superkräfte in Sachen Geduld und Entspanntheit betrifft…
Ich schäme mich, es zuzugeben, aber mein Vulkantum macht sich gerade in jenen Phasen schmerzlich und zerstörerisch bemerkbar, in denen ich mich am Ende meiner Energien und mütterlichen Weisheit wiederfinde, und je schlimmer es in mir tobt und tost,  desto verzweifelter werde ich, traurig über diese unschöne Art von Gefühlen -und genau dadurch nur noch unfähiger, mich selber wieder aufzurichten, um meinen Kindern eine faire, liebevolle und achtsame Mama zu sein. Ein blöder Kreislauf. Ein sehr blöder.

Ausgerechnet in diesen Tagen kam dieses Buch hier an. Einmal mehr ein Grashalm, nach dem ich greife, um mich selber aus dem Sumpf zu ziehen. Und ein Wegweiser, dem ich ein bisschen nachgehen will, denn so kann es ja nicht weitergehen, so soll es nicht weitergehen. Schreien ist nichts, das ich wirklich gerne tue- und besonders heilsam ist es ja auch nicht, weder in erzieherischen Engpässen, noch für sonstwen oder sonstwas.
Nachts, wenn die Kinder rechts und links neben mir im Bett langsam einschlafen, blättere ich meist noch ein wenig in irgendwelchen Nachtlektüren. Zur Zeit lese ich gerade “Anastasia Mc Crumpet und das Geheimnis der launischen Lagune” (nachdem ich und meine Jungs uns zusammen das von Katja Rieman absolut FANTASTISCH (!!!!) gelesene Hörbuch zum vorhergehenden Band angehört hatten). Und nun parallel dazu eben auch dieses Buch hier, “Peaceful Parent, Happy Kids”, obwohl ich Erziehungsbücher an sich gar nicht gerne mag und pädagogische Theorien mich jedes Mal mehr verunsichern statt innerlich stärken. Die ersten paar Kapitel waren bisher auch eher keine grosse Offenbahrung. Das muss ich zugeben. Und vor allem nicht die emotionale Handreichung, die ich suche. Bücher, die mit dem Mahnfinger wedeln, scheinen bei mir einfach nicht viel Konstruktives zu bewirken…
Aber mal sehen. Wie sich das Buch noch entspinnt beim Weiterschmökern. Wie ich mich entwickle beim Nachsinnen und Neustarte-Wagen. Und beim Inmichhineinhorchen auf was ich brauche gerade und auf was mich hindert, im Moment, zu sein, was ich so gerne sein möchte: eine entspannte Mama, die ihre Kinder wärmend und leitend durch ihre Lebensalltage begleiten kann.
Vielleicht sieht morgen auch alles schon ganz anders aus. Solche Phasen kommen und gehen meist schneller als Wolken am Himmel treiben…
Trotzdem… mag mir vielleicht jemand verraten, welches Buch euch wirklich unterstützt hat in eurem Muttersein? Wo ihr das Gefühl hattet, so richtig gute Impulse zu bekommen und eine Quelle der Zuversicht und des positiven Anstupsens? Ich wäre ganz ehrlich sehr, sehr dankbar über jede Buchtipp-Meinung aus eurem Erfahrungsschatz…

Veröffentlicht unter aus meinem tagebuch, Bücher, Familienalltag | 52 Kommentare

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Zwei Jahre muss es her sein, seit meine Bibliothekskarte abgelaufen ist. Zwei Jahre, in denen ich keinen Fuss mehr über ihre Schwelle setzte.
Wie denn auch? Und warum überhaupt? Da war zum einen die für mich sehr schwierige Schwangerschaft meiner kleinen Kichererbse und dann ein eher turbulentes, kräftezehrendes (und natürlich trotzdem wunderbares) erstes Lebensjahr, eine lange Zeit, in der ich mir schlichtweg nicht vorstellen konnte, mit meiner Räuberbande raus in die Stadt zu fahren, um in stillen Hallen voller Bücher nach gebundenen Schätzen zu kramen.
Ausserdem war Kind1 vor zwei Jahren der einzige Spross dieser Familie, der gut, gerne und viel las. Allerdings war er eingedeckt. Mit einer vollständigen Reihe “Charlie Bone”, mit “Harry Potter”, ein paar Tonke Dragt Romanen, Riesenstapeln alter und wunderschön gebundener Karl May-Bände und einer wachsenden Zahl an Agatha Christie und Sherlock Holmes Krimis.

All das hat sich nun geändert. Innerhalb weniger Monate sind bei mir gleich zwei neue Gern-und-viel-Leser dazu gekommen; Kind2 hat bereits alle 7 Harry Potter Bände seines grossen Bruders gierigst verschlungen und mein Mädchen sich das Lesen irgendwann und irgendwie selber soweit beigebracht, dass sie jetzt langsam aber sicher lesehungrig nach kurzen Erstlese-Büchern trachtet (die “Büchersterne”/ frühere “Sonne, Mond und Sterne”- Edition von Oetinger mag sie am liebsten).

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Mit einem Mal kommen wieder “neue” Bücher ins Haus. Eine Weile vor allem vom Spielzeug-Secondhand und vom Trödler, und jetzt, seit vielleicht einem Monat, wieder aus der guten alten Leihbücherei in der Stadt (von wegen “neu”…).
Erst heute waren wir wieder dort. Herrlich! Ein echtes Luxusgefühl! In Regalen voller Lesestoff zu schneuggen, endlich frische Gutenachtlektüre einzupacken, Comics en masse zu stapeln und meine beiden Buben zwischen den Bücherrücken der Regale hindurch zu beobachten, wie sie auf dicke, schwere Sessel gefläzt ihre Nasen in den Seiten von “Lucky Luke” vergraben (Kind1 ist ja erklärter Fan der Dalton-Brüder).
Und dann gibt es ja noch diese kleine, mittlerweile auch schon ein wenig besser bestückte Ecke im ersten Stock der Bibliothek, wo ich mich jedes Mal, kaum haben die Kinder sich mit ein paar Fundstücken zum ersten Schmökern zurückgezogen, ganz alleine hinschleiche; Näh-Bücher, Strickbücher, Bücher übers Wohnen und Einrichten. Das ist mein Bereich, ganz klar, darin schwelge ich. Und wie! (Heute hab’ ich mir das hier ausgeliehen. Strickliteratur, klar. Mich kribbelts schon in den Händen…)

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Um die Neu-Entdeckung der Bibliotheks-Freuden ein wenig zu zelebrieren und eine Alternative zu den zwar superstabilen aber meistens eher wenig ansehnlichen Migros- und Cooptragetaschen zur Hand zu haben, habe ich mir diese Tasche genäht. Eine Büchertasche, wohlbemerkt. Extra-stabil und extra-gross und mit extra-viel Gefühl und Sorgfalt zusammengenäht. Aus grauem Leinen (von Ikea) und einem japanischen Blumenprint, den ich vor Jahren einmal bestellt und für irgendwann zur Seite gelegt hatte (ich liebe japanische Stoffe!). Die Taschenmasse sind in etwa angeleht an die schlichte, aber zauberhafte “Parent’s Bag” aus Akiko Manos Buch “Linen, Wool, Cotton” (über das ich hier einmal ein bisschen geschrieben habe). Anstelle von gewendeten Trägern habe ich wieder fröhlich drauflos gequiltet und die Bänder durch mehrfaches Einfalten so dick und breit wie möglich gemacht (Büchertaschen-Träger müssen ja einiges aushalten, nicht?). Vom geblümten Japanprint-Futter ist auch ein wenig auf die Aussenseite gewandert, so kann ich den hübschen Stoff noch etwas ausgiebiger bewundern (wobei ich das bei einem nächsten Mal vielleicht weglassen würde, der schnörkellosen Einfachheit halber. Ich empfinde grade minimalistische Tendenzen, müsst ihr wissen.)
Innen drin sitzt noch eine kleine, einfache Innentasche, in die zB. ein Portemonnai oder einfach bloss die Büchereikarte passen. Wäre ich vorausschauender und erfahrener gewesen, was die Bücherausleihe betrifft, so hätte ich die Masse meiner Innentasche ein Mü grösser gewählt, damit genau jene CD-Hüllen reinpassen, die jetzt so leicht untergehen und beinahe zerdrückt werden im Büchergewimmel.

Na, vielleicht hole ich das ja noch nach.
Oder ich nähe eine zweite Tasche. Für noch mehr Bücher. In Jungs-Massen und aus extra-stabilem, diesmal dann extra-maskulinem Material (Jeans? Tweed?). Da gibt es nämlich männliche Exemplare unter meinen lesenden Sprösslingen, die definitiv mehr Muckis an den Oberarmen aufweisen als ihre alte Mutti und sich dann erst noch diesen unsagbar dicken Computer-Programmier-Handbuch-Wälzer ausleihen müssen…

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Veröffentlicht unter Bücher, Dankbarkeit, Familienalltag, Nähen, what makes me happy, Zuhause | 9 Kommentare

Eine Latzhose aus dem “Mama-Baby-Strickbuch”

Mein Foto-Archiv sagt, es war August, als ich die beiden Strang “Madelinetosh DK” in der wunderbar erdverbundenen Farbe “Tannenbaum” aus meiner Schale voller handgefärbter Garne nahm und anfing, sie aufzuwickeln.
Wolle zu Bällen zu winden, ist immer ein gutes Zeichen. Es bedeutet Anfang. Hier gerät ein Stein ins Rollen. Bald wird eine Lawine daraus werden, die rollt und rollt und alles in Bewegung setzt und -ganz zum Schluss- etwas ganz Neues freigibt, das es vorher, so in seiner Art, noch nicht gab.
Wolle-Wickeln macht mich immer irgendwie froh.

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Ich hatte sie schon lange im Kopf, die Latzhose aus Elas erstem, richtigen Strickbuch, dem “Mama-Baby-Strickbuch”, aber es mussten einmal mehr Monate vergehen, bis ich mir einen Ruck gab und den Faden aufnahm.
Mir gefällt vieles in Elas Buch, die feine, goldenen Cardigan mit Lochmuster zum Beispiel, die Babyhose mit den netten Details an den Fussenden, die Wickeljacke aus dem Erstlingsset, die kleine, rosa Weste, die mich so schön an meine geliebte “In Threes” erinnert… all die niedlichen, kleinen Babysachen, liebevoll gestrickt, getragen von zum-Stibitzen-süssen kleinen Wichtelchen, zum Seufzen schön…
Aber bei dieser Hose hier wusste ich sofort: Die ist es!
Und sie war es. Tatsächlich.

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Das Stricken selber war eine lange, entspannte, immer wieder durch andere, plötzlich ungemein “wichtig” gewordene Projekte unterbrochene Angelegenheit. Ich nahm die Arbeit zur Hand, nadelte ein wenig daran herum, legte sie wieder weg, für manchmal länger, für manchmal nur kurz- und setze mich einfach dann wieder daran, wenn die Zeit mir wieder reif dafür schien.
Es gibt solche Projekte. Die sind wie gute Freuden. Auch wenn viel Zeit vergeht, spürt man sie, diese Vertrautheit. Und bei jedem Wiedersehen ist es, als wäre es gestern erst gewesen…
Es kommt oft vor, dass ich mich, wenn ich eine Strickabeit nach einiger Zeit wieder zur Hand nehme, zuerst so etwas wie… Wieder-Annähern muss. Mich einlesen, warmwerden mit dem Garn, dem Muster, den Dingen, auf die ich achten sollte.
Bei dieser Latzhose hier war es anders. Sie blieb immer… meins.

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Und jetzt, wo mein Baby sie trägt, bin ich auch ganz furchtbar glücklich mit ihr!
Klar, ich bin schon so ein bisschen der euphorische Typ, der sich hinreissen lässt zu Lobeshymnen und all dem, aber wenn ich mir mein kleines Babykind so ansehe wie sie daliegt, warm und weich eingelullt in Wolle und Liebe, dann gerät mein Herz schon ins Schmelzen, da kann ich gar nichts dagegen machen… Und will es auch nicht, im Grunde *zwinker*
Obwohl meine Maschenprobe, bei aller Sorgfalt, doch noch zu gross ausgefallen ist. Jetzt nach dem Waschen und nach den ersten Tagen fröhlichem Getragenwerden, wird es ganz klar sichtbar, das mit dem kleinen bisschen Zuviel an Weite und Länge.
Vielleicht wäre eine Nadel Nr. 4 doch besser gewesen als die 4.5, die bei mir eine Maschenprobe von 19.5 Maschen und 27 Reihen pro 10cm ergibt anstelle von satten 21 Maschen auf 28 Reihen…
Ich weiss es nicht. Das Maschenbild wiederum ist auf diese Weise sehr hübsch geworden, weich und elastisch und dadurch ungemein anschmiegsam und fein.
Aber vielleicht denke ich das jedes Mal. Wie wunderschön so ein Maschengebilde doch sein kann. Wie kunstvoll sich der Faden in sich selbst verschlingt und Hunderte von zarten, in ihrer Position verankterten und dennoch luftigen Schnörkeln hinterlässt, die allesamt dieses kleine, warme, strampelnde Leben umhüllen, das ich so sehr liebe und dem sie Wärme schenken, Geborgenheit, Schutz.

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Gestricktes hat einen ganz besonderen Platz eingenommen in meinem Leben. In meinem Herzen. Und immer mehr auch in meiner Erinnerung.
Ich glaube, ich werde gerade dieses 5. Kind immer so sehen, wenn ich an seine Babyzeit zurückdenke. In irgendwas Gestricktem. Bei dem mir ein wenig wärmer wird ums Herz.

PS: Ich habe übrigens die zweite Grösse gewählt, diejenige, die von 6 Monaten bis zu einem Jahr passen sollte. Jetzt sitzt sie noch recht locker, aber es gibt keine rutschenden Träger oder so, sondern wirkt auch mit Extra-Platz zum Reinwachsen schon sehr bequem und warm. Ich mag sie sogar ganz gerne so ein bisschen pludrig. In Wohlfühlweite.

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# 15: Sweet and Simple

Fest steht: Ich liebe dieses Buch hier. Melissa Wastneys’ “Sweet and Simple Handmade” ist eines meiner allerallerliebsten Näh-Bücher, wenn nicht sogar mein liebstes inzwischen… Wobei, vielleicht geht es Hand in Hand mit Soulemamas Büchern. An denen habe ich mich auch längst festgeliebt.

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Fest steht aber auch: Dieses Buch ist anders. In jeder Beziehung. Es ist ein Nähbuch für Kindersachen, Kinderkleider, Schmusetiere, einfache Taschen und Tüten und so gesehen nicht wirklich anders als all die anderen in meinem Regal, aber trotzdem; “Sweet and Simple” fällt auf. Es fällt aus dem Rahmen. Es ist so hundertprozentig homespun, dass ich einfach nicht anders kann, als jedem einzelnen seiner Projekt (und das meine ich jetzt wortwörtlich) mit Haut und Haaren zu verfallen. Einfach, weil ich alles Handgemachte unsagbar gerne mag und weil es mir niemals, wirklich niemals zu persönlich sein kann, wenn es ums Selbermachen geht. Aber es ist auch ein bisschen schräg, dieses Buch, ein bisschen schief vielleicht und über den Daumen gepeilt in seinen Kleider-Proportionen und Schnitt-Ideen. Manche dieser liebenswerten Krummheiten sieht man auf den ersten Blick (zum Beispiel die viiiiiel zu langen Ärmel beim “Kangaroo Pocket Sweatshirt” auf Seite 61), manches wird einem erst beim Nachnähen bewusst (das “Kangaroo Pocket Sweatshirt” braucht zB. noch ein paar zusätzliche Zentimeter Stoff am unteren Bauchsaum). Aber lasst es mich wiederholen: Ich liebe es. Ehrlich. Und zwar alles darin.

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Es ist so: Hier hat jemand ganz, ganz viel Freude am Selbermachen. Und eine gehörige Portion Mut, Neues selber zu wagen, ohne Schnittmuster, dafür mit guten Ideen und einem ganz eigenen Gefühl für Stil. Man spürt; Hier wird skizziert, zugeschnitten, ausprobiert- und verworfen. Skizziert, zugeschnitten, ausprobiert- und für gut befunden. Es wird kreiert, mit Leib und Seele und klaren Idealen, von Herzen gerne verschenkt und mit Freude behalten, benutzt und zerliebt.
Und daraus entsteht dann ein Buch.
Ein ganz besonderes Buch, wie ich finde. Hier hat jemand Spass am Wagemut und ein Flair für alles Alte, Schlichte, Handgemachte. Und irgendwie kommt mir das so … verwandt vor. Und so wahnsinnig sympatisch. Auch dass Melissy Wastney es wagt, sich ganz am anderen Ende der modernen NickyPlüschTierchenprintKinderStrechhosen-Szene zu bewegen, die ich zwar total schön finde (und die sich wahrscheinlich nur schwer toppen lässt, was Bequemlichkeit und Comfort angeht), in der ich mich aber einfach nicht recht heimisch fühle irgendwie. Ich bin nicht so der hippe, dynamische Typ. Ich mag alte Stoffe, Spitzen, Sachen aus abgelegten Kleidern, feminine Schnitte in trockenen, jungshaft erdigen Naturtönen. Genau wie Melissa. Und Melissa wagt sich sogar an Outsider-Materialen wie Cord oder dicht verfilzten Wollstoff- herrlich!
Schön, wenn man ab und zu auf Seinesgleichen trifft, oder?

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Bei der pinkfarbenen Cordhose (“Mix and Match Pants”) bin ich zwar nicht ganz glücklich mit dem Schnitt, aber trotzdem glücklich insgesamt, keine Ahnung warum.
Das Material ist schon mal genau, was mein Mädchen sich gewünscht hatte; Feincord (vom Trödler, das fand ich toll, sie eher mässig spannend), ehemals in scheusslichem Lachsrosa, den ich in einer meiner Querbeet-aus-den-Wäscheschränken-neu-Einfärb-Sessions knallpink überfärbt habe (mit Simplicol für die Waschmaschine- supereinfach und supereffektiv). Knallpink natürlich nicht für mich -von wegen erdigen Naturtönen und so- sondern auf vielfachen Wunsch meines pinkverliebten Kindes, das sich ganz gerne mal von Kopf bis Fuss in diese unheimlich ausdrucksstarke Farbe hüllt…

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Was mich stört an dieser Hose?
Nun, sie ist mir einfach eine Spur zu geräumig. Ich finde, sie trägt zu dick auf auf den schmalen Hüften meiner Tochter,  und entweder die Hose ist zu breit geschnitten oder das Kind sollte mehr Suppe essen. Wahrscheinlich stimmt beides. Ausserdem sind die Hosenbeine unten (ganz anders als auf dem Bild auf Seite 108 abgebildet) unerwartet schmal, was ihnen definitiv diesen altmodischen Rüebli-Hosen-Touch verleiht. Aber wahrscheinlich ist es wiederum genau das, was mir hier so gut gefällt, gepaart mit diesen wirklich hübschen, mit kontrastierendem Baumwollstoff gefütterten Hosentaschen; das Altmodische, Augenzwinkernde. Denn altmodisch bin ich selber ja auch, hoffnungslos altmodisch sogar, und ich finde, mein Mädchen ist hat genügend meiner exzentrischen Gene geerbt, dass sie (im Gegensatz zu mir wohlbemerkt) genau diesen Retro-Look ganz unbeschadet tragen kann. In gewisser Weise steht ihr das sogar. Aber ich kann mich aus irren. Mamas sind ja auf diesem Auge ein klein wenig blind. Liebesblind sozusagen.

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Wobei… Ich finde, sie sieht auf jeden Fall nicht wirklich schlecht aus damit. Im Gegenteil. In sich ruhend sorglos, würde ich sagen, und eigentlich -wenn ich mir dieses Foto so ansehe-  recht zufrieden. Zufrieden, ausgeglichen, ganz sie selber in ihren knallpinken neuen Hosen und all dem anderen Pink von Kopf bis Fuss. Und das ist es doch, was wir uns im Grunde wünschen, oder? Dass sie sich wohlfühlen in dem, was wir für sie machen.

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