Archiv der Kategorie: über das Bloggen

Aus meinem Tagebuch: Was für ein Tag

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Was für ein Tag!
Ein wundersam wundervoller Vollblutsommertag.

Ich war lange weg hier. Screenfrei. Fast zu hundert Prozent. Ein einfaches Leben noch ein klein wenig einfacher.
Manchmal habe ich daran gedacht, mir ein Sabbatical zu nehmen, ein Sabbatical vom Blogger-Leben und damit eine Auszeit vom doppelten Leben, einmal virtuell, einmal ganz banal und schlicht mitten in der bodenständigen Realität.
Momentan – das haben die letzten fast 14 Tage Schreiblosigkeit mir gezeigt- momentan ist banal und schlicht wohl das, was mir entspricht, das, was mir gut tut.
Texten, Knipsen und Refelktieren… das wird wieder kommen. Bestimmt. Ein Stück weit gehört nämlich auch das zu mir, und auch das tut gut, im richtigen Mass, zum richtigen Zeitpunkt. Aber an dem Punkt, an dem ich jetzt und heute stehe in meinem Leben sind meine Bedürfnisse ganz andere. Ich sehne mich nach mehr Musse. Nach mehr ganz bewusster Mama-Kind-Zeit, eins zu eins auch mal mit nur einem meiner Kinder (wenn die anderen schlafen zB. Teenager-Tagesstrukturen unterscheiden sich doch sehr von denen eines Kleinkindes…). Ich sehne mich nach stillen Handarbeits-Inselchen und einem Haus, in dem ich mich wohl fühle, ohne Gerümpel in allen Ecken, geordnet, gepflegt, gemocht, bereit für einen weiteren Tag Familienleben.
Diese Sehnsüchte sind laut. Sie lassen sich nur ungern von Blog-Post-Kreationen beiseite drängen. Obwohl auch das eine kleine Sehnsuch ist von mir. Das Schreiben, das Texten, das Verbundensein mit dieser schönen, kreativ-üppigen virtuellen Welt, die sich ab und zu ja auch aufs wunderbarste verlinkt mit dem echten Leben…
Bloggen ist etwas Grossartiges.
Aber es ist auch gross. Es braucht Platz. Es schenkt sehr, sehr viel, aber es nimmt auch, verschlingt Zeit und Gedanken-Gut und andere Ressourcen. Man muss achtgeben, dass die Waage nicht kippt.

Ja, vielleicht sollte ich es mir einfach nehmen, mein Sabbatical. 4 Wochen, 5 Wochen… vielleicht sogar 2 Monate?
Die Antwort wird sich finden.
Für heute habe ich dies hier: Diesen Tag, diesen wundersam wundervollen Vollblutsommertag, der platzen möchte vor lauter Wärme und Üppigkeit und sich so weich, rund, friedlich und glücks-seelig anfühlt, dass ich nicht schweigen mag, sondern innerlich summe und singe und jedem, der meinen Weg kreuzt ein Grinsen entgegenschmettere.
Sonne, Wasser, Wäsche an der Leine.
Kinder beim Plantschen, kleine Tiere, die träge vor sich hindösen, ein Bänkchen, das mit Schatten und Stille auf mich wartet.
Dieser Tag… ich grüsse ihn mit Wolle und verabschiede ihn mit Shashiko.
Und dazwischen ein Baby in meinem Arm. Ein kleines Lächeln zwischen runden Backen. Kind1, der Neuigkeiten heimbringt, Erzählungen von dem Ort, wo ich selbst vor langer Zeit zur Schule ging. Mein Mädchen und ein Kindergeburtstag bei Kühen und Küken. Kind2 mit Fussball und Feueifer und einem Gesicht, so rot wie Sommertomaten…

Ganz, ganz viel freundliches Leben, lebendige Freundlichkeit.
Flüchtig nur, ich weiss, unberechenbar, unbezahlbar, unvergleichlich. Ich breite meine Arme aus und nehme alles auf.
Eine dicke, satte, warm-schwere Umarmung ist das.
Was für ein Tag.
Hab’ Dank. Da draussen.

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Sommerpause

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Jep, das musste ja kommen… Frau Kirschkernzeit braucht mal wieder ein paar Tage frei. Blog-Freiheit.
Nicht dass ich jeden Tag hier tippsen tät, nein, da vergehen mittlerweile doch meist ein paar stille Tage zwischen zwei Posts, aber… richtig “Urlaub” ist anders. Klar deklariert. Auch beim Bloggen.
Im Moment sind hier praktisch alle wachen Minuten voll besetzt. Mit wieder frisch in den Schulalltag eingestiegenen Schulkindern (von denen jedes den Wechsel zu (mindestens) einer neue Lehrperson und Schulstufe zu bewältigen hat), mit meinem absolut unberechenbaren (aber süssen) daheimbleibenden Klein-Mädchen-Kombi, mit einem ziemlich happigen internen Zimmer-Umzug (Hallo neues Büro! Grüezi Mini-Bibliotheks-Leseecke-unterm-Dach!) und mit gefühlten Tausend Sachen, die ich irgendwie jetzt ganz unbedingt noch erledigt und abgehakt haben will (ja, ich denke da tatsächlich auch ein einen gewissen überquellenden Stash an Wolle und Stoff…).

Ich bin so gerne hier, wisst ihr. Hier in diesem Eckchen Blogwelt. Hier, bei den besten Leserinnen, die ich mir denken könnte. Hier, wo ich alles festhalten darf, das sich sonst sofort wieder verflüchtigt.
Aber gerade bin ich anderswo gefragt. Im ganz realen Leben. Mit beiden Händen und einem möglichst ausgeruhten, klaren Kopf (oje, wie müde ich bin in letzter Zeit…! Geht es euch auch so? Sommermüdigkeit, nehme ich an. Was es nicht alles gibt…).

Ich freu’ mich auf euch! Wenn ich wiederkomme. Jetzt geh’ ich erst mal Bücherkisten packen…

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Sonntagsfreude: Blinddate

Für einmal auch ich:
Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine 

Sonntagsfreude sind :)

Idee von Maria von Kreativberg, gehostet von RitamitHandundHerz

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Ok. ganz  blind war dieses Treffen zwar nicht, aber doch schon so was wie fast, und aufgeregt waren wir beide auf alle Fälle auch wie es sich gehört für ein Date wie dieses, eines der besonderen Art…
Doch jedes Fitzelchen Lampenfieber hat sich gelohnt; Rita ist in Real genauso sympathisch wie sie aussieht, so fröhlich wie ihre Stimme jeweils klang am Telefon und voll von lebensfrohen, kreativen Ideen, genau wie ihr Blog, den ich schon mitlese seit ich bloggermässig denken kann…
Ein wirklich guter Entscheid, dieser Schritt aus der virtuellen Kameradschaft raus ins waschechte Leben. Auch wenn er mich einiges an Mut gekostet hat, eine regelrechte Sonntagsfreude!
Gell Rita, das machen wir wieder einmal!

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Frühlingspause

DSC_6562Seit ein paar Tagen schon -oder waren es Wochen?- habe ich den Eindruck, die Zeit sei wieder einmal reif für eine kleine “stille Zeit” hier im Blog. Ein wenig Frühlingsferien abseits vom Computer und der ganzen Texterei.
Ganz still wird es vielleicht gar nicht werden, erfahrungsgemäss überkommt mich genau in den Zeiten, die ich als Urlaub vom Bloggen deklariere, die allergrösste Schreib- und Posting-Lust, aber mal sehen, ein paar ruhige Tage müssten schon drin sein…
Vornehmen will ich mir unter anderem: Stricken nach Herzenslust (jupiiii! Ich freu’ mich schon!), das Vorplanen-Üben für den jeweils nächsten Tag (Stichwort “organisiert gegen das Chaos”), ein wenig mehr Zeit zum Beten und Bibellesen (mein Glaubensleben könnte wirklich lebendiger sein…) und -auch ganz wichtig- pflichtbewusst dieselbe fixe Nachtruhe, mit der ich mir gerade die letzten vier, fünf Tage enorm ent-lastet und definitiv ver-schönt habe, weil ich richtig ausgeschlafen einfach ein netterer und lustigerer Mensch sein kann. Und damit wohl auch eine bessere Mutti.
Ich schicke euch schon mal allerliebste Pausengrüsse und danke jedem von euch für jede nette Zeile, jedes Mit-Lesen, jedes freundliche Wort, das mich hier von euch erreichen darf!

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