Archiv der Kategorie: like Instagram

Dezembertage Nr.3

Zwei Tage blieb es stumm hier. Obwohl ich mir doch fest vorgenommen hatte, mich mehr oder weniger täglich gaaaaanz kurz an den PC zu setzen und ein paar Zeilen hier zu lassen… Aber mein Schweigen hat einen guten Grund, einen stichfesten sozusagen, so eine Art Alibi, ich bin also nicht schuld: Diese böse, fiese Magengrippe hat mich tatsächlich auch noch erwischt! Eiskalt. Und von einem Moment auf den anderen. Gerade eben noch fühlte ich mich voll im Saft und war sehr glücklich, dass mein Mann -obwohl er ja ausgerechnet an seinem Geburtstag krank werden musste- irgendwie ganz guter Dinge zu sein schien und den Tag anscheinend gar nicht so übel fand. Und dann -peng!- sass mir diese klamme Gefühl im Magen, und aus war’s mit Saft und Kraft. Gottseidank erst abends, gerade als ich bei meinen Kindern im Bett lag und ihnen eine Gutenacht-Geschichte vorlas. Zu einem Blogpost kam es an jenem Tag dann aber natürlich trotzdem nicht mehr. Auch am nächsten Tag nicht, denn da lag ich mehr oder weniger die ganze Zeit schlafend im Bett und war dem Herrn im Himmel wirklich über alle Massen dankbar dafür, dass er mir einen Engel Namens Mutter zur Seite gestellt hatte; sie kümmerte sich um alles und sorgte dafür, dass die Kinder mich schlafen liessen. Mein Baby wiederum blieb die ganze Zeit bei mir. Er schlief ebenfalls wie ein Herrgöttchen. Und trank ungewöhnlich viel. Ich glaube, ihm ging es auch nicht sonderlich, auch wenn er das Ganze sehr gelassen hinnahm.
Heute bin ich wieder auf dem Damm. Ein bisschen wacklig noch auf den Beinen, aber doch wieder mehr oder weniger hergestellt. Gesund genug jedenfalls für ein Stück Truffes-Torte. Endlich konnten wir nämlich auch den Geburtstagskuchen, den mein Mann sich extra selber gebacken hatte, anschneiden; am 19. selber waren hier einfach zu viele Leute zu kränklich, um auch nur an Torte zu denken…
Das Foto zeigt heute einen Teil der Briefchen-Überraschung, den meine Kinder und ich heimlich für den Herrn Kirschkernzeit vorbereitet hatten. Die Idee war, dass ihm jeder ein Kärtchen mit lieben Gedanken irgendwo so anbringen sollte, dass er über den Tag verteilt immer wieder eines davon entdecken würde, also angefangen mit einem eigens für ihn schön hergerichteten, mit Kerzenlicht erleuchteten Frühstücks-Platz, wo ein weisses Couvert mit einer Collage auf ihn wartete, über einen in der Arbeitsmappe verstecken kleinen Brief, zu einem völlig unerwarteten Brief von Kind2 in der Post am Arbeitsplatz undsoweiterundsofort.
Bis auf die Tatsache, dass er weder die frisch aufgebackenen Croissants, noch Tee, Orangensaft oder Kaffee zu sich nehmen konnte und das mit der A-Post auch mal wieder überhaupt nicht funktionierte (sie kam einen Tag zu spät an), klappte ansonsten alles ganz wunderbar. Ich glaube, er freute sich wirklich über die guten Wünsche, kleinen Dankeschöns und Liebesbotschaften in seeinen Geburtstags-Nachrichten. Es gab aber auch wirklich ganz, ganz süsse Sachen darunter, ehrlich…
Oben auf dem Bild seht ihr den Ausschnitt eines winzigen Papierbüchleins, das meine Erstklässlerin (nach dieser Anleitung hier) für ihren Papa gefaltet und dann mit Zeichnungen, Fotos und fein säuberlich mit der eben erst erlernten Blockschrift gefüllt hat. Inklusive den Bögen, die sie immer auf den Unterrichtsblättern unter CH oder SCH sieht, was ich ganz besonders rührend finde. Und dieses Liebeserklärung! Einfach Zucker, oder?

„Dezembertage“ heisst meine kleine Serie zum Jahresende.
Ein Bild, wenige Worte, spontan und frei von der Leber weg.
Spass machen soll es. Mir und euch.
Ein huschhusch-Einblick in mein Leben mit Gruss und Kuss
raus in die Welt an alle, die das hier lesen…

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Dezembertage Nr.2

Meine drei jüngsten sind soeben bei mir im Arm eingeschlafen; jeweils ein Kind pro Armbeuge und eines zusätzlich an der Hand. Der Rest der Familie liegt ebenfalls bereits im Bett, einmal mit Hörbuch, einmal mit Roman, und die anderen zwei schlafen quasi schon. Der Grund für diese frühe Nachtruhe ist unschön und mag mir ganz und gar nicht gefallen: Magengrippe. Heftig und ansteckend und ziemlich erschöpfend für alle Beteiligten. Ich danke dem Herrgott, dass wenigstens ich und der kleine Wicht bisher davon verschont geblieben sind. Und Kind2. Wahrscheinlich haben Wind und Wetter ihn abgehärtet. Seit Sommer radelt er nämlich jeden Tag durch die Gegend, wenn er zur Schule in der Stadt muss.
Nun, ich denke, ich werd mich auch gleich wieder aufs Ohr legen. Aaaaber ich musste einfach noch kurz an den Laptop. Euch was Schönes zeigen; das hier ist die Ausbeute meines gestrigen Besuches bei der Kinderkleider-Börse. Oder ein Teil davon zumindest. Es gäbe da noch eine prima Winterjacke in Violett für mein Pausbackenkind, ein goldenes, pailettenbesetztes Röckchen (klingt schlimm, glitzert aber famos) und nochmals so ein handgestricktes, wollenes Pullunderchen mit Knopfleiste.
Begeistert bin ich ja von der süüüüssen Cordhose! Da sind Eichhörnchen drauf! Und Fliegenpilze! Und weich ist die… ganz, ganz herrlich. Auch das dunkle, geblümte Kleidchen finde ich unglaublich schön. So exotisch und ein wenig feierlich. Meine Kleine sieht sehr süss aus darin, finde ich, und der dünne Stoff macht es gleich sommertauglich. (Sommer, ich denk‘ so gern an dich…) Den bunten Babybody mit den Afrika-Tieren darauf, den werd‘ ich wahrscheinlich nicht behalten, sondern jemand Liebem weiterschenken. Er sitzt zwar klasse. Und ist sehr gekonnt von Hand genäht. Aber Babys und bunt? Ich weiss nicht… Ich merke, ich mag meinen kleinen Jungen einfach am liebsten schlicht und erdig. Jawohl. Und genau darum werde ich wohl auch allen Mut zusammennehmen und meinen ersten Woll-Färbe-Versuch mit einem der gelben Pullunder in Angriff nehmen. Mit der kleineren Version. Die meinem Babykind wohl demnächst passen wird. Braun wäre schön. Braun stimmt immer. Aber ob es auch klappt…?
(PS. Auch dieses Foto ist nicht das Gelbe vom Ei, ich weiss. Mir fehlen Praxis und eine ruhige Hand im Moment. Aber genau dafür ist diese Reihe ja auch gedacht; Ich möchte wieder lernen, Fünfe gerade sein zu lassen. Für Hochglanzbilder bin ich wohl einfach nicht geschaffen…)

„Dezembertage“ heisst meine kleine Serie zum Jahresende.
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Spass machen soll es. Mir und euch.
Ein huschhusch-Einblick in mein Leben mit Gruss und Kuss
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Dezembertage Nr.1

So. Und das kommt jetzt hier rein. Verschwommen, ein bisschen nichtssagend auf den ersten Blick- und gar nicht schön im Sinne von Insta-perfekt.
Aber hey; so schaut’s aus. Hier bei mir. Immer ein wenig schlampig, auch wenn man mit ein wenig gutem Willen und wohlwollendem Blick einen Ansatz von Wohnliebe erkennen kann. Schliesslich liebe ich es. Mein Zuhause.
Und so schaut Kind1 aus. Hier bei mir. Schon ordentlich gross, ein Mann schon fast, und ich glaube, er ist ganz froh darüber, dass mein Foto jetzt nicht gestochen scharf geworden ist… Er sollte kochen, glaube ich. Aber so wie’s ausschaut kocht der Kerli ganz und gar nicht, sondern lässt sich von einer seiner albernen Comic-Serien am I-Pad vom harten Alltag des wahren Lebens ablenken. Schöne Scheinwelt. Nun, man kennt sowas, oder nicht?
Gekocht hat er dann doch noch. Riz Casimir wahrscheinlich. Das kann er gut. Oder Thai-Curry mit Gemüse und Kokosmilch. Auch damit vermag er bei uns zu punkten. Wenn er denn vor lauter Seriengucken am Herd nix anbrennen lässt… *hüstelhüstel*
Gern haben wir ihn so oder so. Egal was auf den Teller kommt.

„Dezembertage“ heisst meine kleine Serie zum Jahresende.
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Augenblicke…

Könnt ihr es glauben?- Eine volle Woche ist vergangen, und ich habe kein einziges Foto gemacht. Kein einziges!
Ausser auf dem Hand natürlich, aber auch dort war ich äusserst sparsam, und überhaupt zählt das Handy für mich nicht wirklich irgendwie. Alles in meinem Handy bleibt für mich unfassbar und mysteriös. Ich weiss nicht einmal, ob das jetzt klappt mit dem automatischen Rüberladen meiner Fotos auf Dropbox oder wie das heisst, was mein Mann mir da eingerichtet hat. Und selbst wenn meine Handybilder auf irgendeine Weise aufs Netz oder in meinen Laptop gewandert sind, ist mir weiterhin schleierhaft, wie in Gottes Namen ich es schaffen soll, die Übersicht zu behalten über diese Flut an Infos, Bildern und Videos. Sogar in meinem Knipse-Tempo -in relativer Slow Motion also, wenn ich mich mal mit den Muttis rund um mich herum vergleichen darf- kommen mit der Zeit rechte Pools, ach was, ganze Ozeane an digitalen Erinnerungsstücken zusammen.
Wie einfach das doch noch war. Früher. Da legte man den Film ein, schoss sorgfältig und wohl überlegt Foto um Foto, nahm den Film wieder raus und schickte ihn in dieser dicken Plastiktüte ins Labor, von wo dann wie durch ein Wunder -was für eine Freude!- wieder eine Couvert zurück kam mit lauter bunten Abzügen. Spannend war das immer! Die reinste Wundertüte!
Ein bisschen fehlt mir das. Diese Einfachheit. Mit wenig zufrieden sein. Und haben, was man eben hat; einen Umschlag voller guter oder schlechter Fotos und ein paar Streifchen Negative, mit denen man aber doch nie etwas anzufangen wusste.
Nun ja. Andererseits sind die unzähligen Möglichkeiten heute aber auch etwas ganz Wunderbares. So viele schöne Dinge und Ideen, die man ruckzuck mit anderen teilen kann. Vom persönlichen Schnappschuss via Whatsapp über richtige kleine Mini-Blog-Posts auf Instagram. Und wenn man etwas entdeckt im www. das einem gut gefällt und wovon man denkt, es könnte XY auch gefallen; kein Problem, man drückt einfach auf „teilen durch…“ und schickt Link oder Foto subito mit Gruss und Kuss eine Station weiter. Ich mache das ungeheuer gerne. Und freue mich riesig, wenn jemand zum Beispiel beim Anblick einer schönen Strick-Idee an mich denkt und mir einen Hinweis sendet (ja, dich meine ich, liebe Rita!) Erst heute habe ich endeckt, wie man Instagram-Posts in einer sogenannten „Story“ mit dem Rest der Insta-Community teilt. Herrlich! Ich musste gleich eine kleine Reihe frisch entdeckter Illustrationen wunderbarer Künstlerinnen zeigen. Dieses hier zum Beispiel. Ode eine faszinierende Neu-Interpretation von Mütterchen Frost alias Frau Holle. Dazu Phoebe Wahls märchenhafte Schneekönigin, die damals die Dezember-Seite ihres unglaublich schönen Taproot-Kalender vergangener Tage zierte. Oder  das zuckersüsse Fuchs-Baby von Dancypantsdisco, das ich mir wahrscheinlich in Print-Form dieses Jahr zu Weihnachten schenken werde. Es ist einfach zu niedlich!
Kunst und Schönheit lassen sich heute so leicht und weit in alle Welt verstreuen…! Das finde ich schön. Das macht mir Freude und inspiriert mich, selber wieder vermehrt Schönes und Gutes zu erschaffen.
Und gleichzeitig überfordert mich diese Fülle. Ich könnte dies und sollte das, muss aber jenes…
Ein wenig geht es mir auch hier so, hier in meinem Blog. Ich könnte vieles zeigen und erzählen- wenn ich „nur“ mehr fotografieren, öfter und souveräner texten und den Kopf besser beisammen haben würde. Ganz zu schweigen vom Zeitmanagement, das mir offenbar Tag für Tag völlig misslingt, denn ich vertrödle ganz gerne meine freien Momente mit unscheinbaren Kleinigkeiten und einer Tasse Kaffee, anstatt mich den Dingen auf meiner To do Liste zu widmen. Bloggen? Das rutscht rasch einmal immer weiter nach unten…
Aber was soll’s. Nehmen was kommt und sich nicht grämen über das, was nicht recht gelingen will. Das möchte ich mir vornehmen fürs neue Jahr. Mut zum Unvollkommen-Sein. Mut fürs Bummeln und Seinlassen. Legerer werden. Gelassener.
Zum Üben, habe ich mir gedacht, könnte ich mal wieder eine kleine Bild-Kurztext-Reihe hier veranstalten. Knapp und Unaufgeregt. So wie früher, als es noch kein Instagram gab und das Bloggen sowas wie ein Fenster zur grossen, weiten Welt darstellte, gigantisch in seiner Reichweite und unsagbar faszinierend. Vor vielen Jahren habe ich einmal eine „Augenblick“-Post-Serie gemacht. Ein Foto, ein einziges Wort. Später dann kam die „Like Instagram“-Reihe dazu, die ich sehr, sehr gerne mochte, irgendwann aber, als ich mir endlich doch noch ein Handy anschaffte, abgelöst wurde durch einen richtigen Instagram-Account.
„Like Instagram“ könnte mir allerdings auch heute noch gefallen, denke ich. Ein Bild, wenige Worte, ein klein wenig sinnieren oder auch einfach nur banal ein paar Dinge erklären, erzählen, festhalten… Soll ich es wieder einmal in Angriff nehmen? So was Kurzes, Knappes, das aber trotzdem wieder sowas wie Routine in mein Blogger-Leben bringt, ja regelrecht danach verlangt? Denn Kurz und Knapp, das geht schon in Ordnung. Wenn nur die Pausen dazwischen nicht so lange werden, dass man emotional den Anschluss verpasst…
Darum, nun gut, machen wir es offiziell: die nächste Woche wird eine „Like Insta“-Woche hier bei Kirschkernzeit! Oder eine Zeit voller „Augenblicke“. Mal sehen, wie sich das anfühlt…

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