Archiv der Kategorie: like Instagram

Januar-Tage Nr. 15

Gerade mag ich dieses Bild hier sehr gerne.
Es entstand heute Nachmittag in meinen lila Zimmer, als alle Grossen in Feld, Wald und Wiese mit ihren Jugendgruppen unterwegs waren und meine beiden jüngeren Mädchen mit Herrn Kirschkernzeit beim Einkaufen im Baumarkt. Ich liess das Baby auf dem Bett strampelnd die Welt betrachten und sinnierte über Wolle und mögliche Strickprojekte. Wie ihr sehen könnt, ass ich einen Apfel dabei.
Und weil ich ein ordentlicher Mensch bin, lagen meine Ikea-Pantöffelchen fein säuberlich nebeneinander, wie es sich gehört. (Nein, noch immer keine Glerups an meinen Füssen. Aber ich arbeite daran.)
Es war ein wunderbarer Samstag heute. Friedlich und entspannt. Alle waren ausgeruht, gut gelaunt, irgendwie wohl, und im Grunde braucht es ja gar nicht mehr, um Glück ins Haus zu bringen, oder?
Es gab sonnige Abschnitte heute. So wie gestern wie vorgestern wie die ganze letzte Woche über. Ein Teil von mir findet das schön. Aber nur ein kleiner. Dem Löwenteil von mir ist das vielmehr wahnsinnig suspekt. Die Wärme, das Licht, dieses ganze März-Gefühl in letzter Zeit, das einem halb wahnsinnig macht, wenn man bedenkt, was dieses Temperaturen-Durcheinander gerade anrichtet in der Natur. Aber wir sind hier in dieser Region ansonsten echte Stiefkinder, was die Wintersonne angeht, so sauge ich auf, was immer es an hellen, fröhlichen Tagen gibt für uns. Die milden Temperaturen verlangen nach leichter Kleidung, nicht nach Wollwestchen oder Strickhose, darum die grünen Sachen auf dem Foto, denn meinem Baby reichten heute Strumpfhöschen und ein schlichter, weisser Body. Ich geniesse es, meinem kleinen Jungen die Kleider anzuziehen, die ich vor Jahren seinen grösseren Geschwistern angezogen habe. Alte Erinnerungen, überlagert und ergänzt durch neue. Und ich geniesse es genauso, meine Stricknadeln nur für ihn alleine klappern zu lassen, etwas ganz speziell für ihn zu stricken. Wie das holzbraune Wolljäckchen, von dem ich euch neulich erzählt habe, und das gerade fertig geworden ist. Nur die Knöpfchen fehlen noch. Aber das ist ja nichts Neues. Fehlende Knöpfe scheinen bei mir zum Babyjäckchen-Wachstums-Prozess mit dazu zu gehören. Oder aber es erzählt davon, dass ich nicht mehr alles auf Vorrat horte, sondern bewusster einkaufe und mich an dem orientiere, was ich wirklich brauche im Moment?
Genau aus diesen Bedürfnissen und Empfindungen heraus kamen heute drei wunderschöne Strangen tiefblaues Garn auf den Plan. Vorrats-Wolle, die geliebt und genutzt werden möchte. Meiner Freude an handgemachter Kleidung, das Glück, das ich empfinde, wenn ich einem meiner Kinder mit Wolle etwas Gutes tun kann, und mein Wunsch, nachhaltiger und genügsamer zu leben, trifft hier auf wunderbare Weise zusammen.
Ein Kinderpullover soll es werden. Für meine Zappelliese, die gewöhnliche Laden-Pullis eigentlich immer zu kratzig und scheusslich unbequem findet wegen den Nähten. Mit gestrickten Pullovern ist das ganz anders. Die mag sie richtig gerne. Sofern das Garn stimmt. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass Merino/Seide/Yak (von der Spinnwebstube) dem Fräulein Tochter sanft genug sind *zwinker*. Schön ist dieses Garn auf jeden Fall. Schon direkt edel, würde ich sagen…

„Dezembertage“ heisst meine kleine Serie zum Jahresende.
Ein Bild, wenige Worte, spontan und frei von der Leber weg.
Spass machen soll es. Mir und euch.
Die „Januartage“ setzen diese Idee im neuen Jahr ein wenig fort.
Ein huschhusch-Einblick in mein Leben mit Gruss und Kuss
raus in die Welt an alle, die das hier lesen…

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Dezembertage Nr.6

 

Vielleicht hat es jemand von euch schon bemerkt; ich habe das Foto im letzten Post gerade ersetzt. Durch ein schöneres. Ich musste es einfach tun, denn auf dem vorherigen Bild konnte man das Gänschen von Kerstin kaum erkennen, und mein Gänse-Bild auf Instagram war sehr viel besser, was ich einfach nicht so stehen lassen kann. Instagram wird sowieso extrem rasch prominenter behandelt als mein Blog. Einfach weil’s so simpel zu und hergeht dort. Allein fürs Hochladen eines Fotos brauche ich beim Blog zig mal mehr Zeit als bei Instagram, wo alles mit zwei, drei Fingerklicks erledigt ist.
Jetzt mit dem neuen Gänse-Foto im gestrigen Dezembertage-Post fühle ich mich aber gleich besser.
Dafür ist das Bild von heute mal wieder total verwackelt. Wegen zu wenig Licht im Gang, im Haus generell. Da verschwimmt alles vor der Linse.
Aber das passt ja an sich perfekt zum Thema, oder? Dezembertage sind dunkler als andere. Gerade jetzt kommt mir der Himmel vor wie der Schlund eines alten Kaminschornsteins; düster und schmutzig und feuchtgrau und wenig erheiternd.
Wenigstens kann ich zwei, drei Sachen sagen zum Foto: meine Mutter hat mir einen Happy-Socks-Kalender geschenkt. 24 Baumwollsocken in allerbuntesten Farben und mit ein paar ziemlich gewagten Mustern also. Ich hatte bisher nie von Happy Socks gehört, aber obwohl ich mich farbenmässig lieber bedeckt halte und absolut für Naturtöne schwärme, kann man mich durchaus zu Ringelsöckchen oder farbenfrohe Tupfen an den Füssen verführen… Alle 24 Socken behalte ich aber trotzem nicht. Die fröhlichen Hamburger-Strümpfe zum Beispiel bekommt Kind2 (ja, er wird sie tragen. Er ist ein Freak, müsst ihr wissen), die mit den gestreiften Zuckerstangen meine Mama, Kind1 wird die Cäsar-Socken anziehen und meine Grosse die ockerfarbenen mit den bös guckenden Schlangen. Und der eine oder andere Ringelstrumpf geht dann raus in die Welt zu Frauen, die mir besonders am Herzen liegen…
Im Zimmer, meinem Schlafzimmer, wo ich gerade sitze und schreibe, bleibt das Bett heute ungemacht, wie ihr sehen könnt. Mir fehlen Kraft und Zeit und die Kinder sind gerade so wahnsinnig wild, wahnsinnig gelangweilt und wahnsinnig unordentlich, dass ich selber bereits halb wahnsinnig bin. Manchmal möchte ich das Fenster aufreissen und laut in die Nachbarschaft schreien. Oder einfach nur tief durchatmen. Wahrscheinlich werde ich nach diesem Post hier mal kurz den Kopf hinausstrecken und schauen, was passiert, denn mittlerweile spielen sie hier drinnen Verstecken, und ich grüss‘ euch lieber ganz rasch und klappe dann den Laptop zu, bevor noch was zu Bruch geht… Habt’s fein und schön, ihr Lieben!

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Dezembertage Nr.5

Gestern wurde dann doch nichts aus meinem Plan mit schön gemütlich Doku-Gucken und Babyjäckchen-Stricken (ach ja, das hier soll es werden. Nochmals haargenau dasselbe. Bloss zwei Grössen grösser). Zuerst fiel mir ein, das ich ja unbedingt noch einen neuen Wandkalender fürs neue Jahr brauche und so machte ich mich hektisch auf die Suche nach einem Jahreskalender 2020, der mir einigermassen gut gefallen könnte. Mir schwebte so etwas in der Art von Phoebe Wahls alten Taproot-Kalendern vor, mit idyllischen Alltags-Szenen, Elfen-Wichtelchen-Welten, üppig wuchernder Natur und so. Etwas das ich nach Abigail Halpins Kalender 2019 an die Wand hängen kann, ohne einen Verlust zu betrauern.
Leider scheint es so etwas schlicht nicht zu geben.
Oder ich bin einfach unfähig, es zu finden. Jedenfalls warf ich nach frustrierenden eineinhalb Stunden fruchtloser Stöberei das Handtuch und switchte einigermassen entnervt rüber zu Netflix für eine weitere Folge „Die Frauen der Wikinger“- nur um feststellen zu müssen, dass es keine mehr gab. Wie man eine Staffel mit gerade mal zwei Folgen eine „Serie“ nennen kann, ist mir wirklich mehr als schleierhaft.
Klar war ich enttäuscht. Und stricken konnte ich auch nicht mehr, weil das Baby plötzlich sehr unruhig war und bei mir im Arm liegen wollte und es sowieso bereits auf Mitternacht zuging…
Heute nehme ich mir darum etwas ganz anderes vor: Früh schlafen gehen! Dann habe ich morgen hoffentlich mehr und bessere Nerven als heute und darum auch einen schöneren Tag.
Aber bevor ich mich verkrümel (und vielleicht doch noch die eine oder andere Jäckchen-Reihe in Angriff nehme), muss ich euch unbedingt noch das hier zeigen: Das süsse, kleine, handgenähte Weihnachts-Gänschen, das ich mit der frischfröhlichen Weihnachtspost von Leserin Kerstin zugeschickt bekommen habe! Als es ganz überraschend aus dem Couvert plumpste, entschlüpfte mir ein regelrechter Aufschrei des Entzückens, denn ich finde es einfach herzallerliebst, das kleine Schnuckelchen.
Wir haben hier ja keinen Christbaum, doch der einzige Grund, wieso ich den manchmal doch vermisse, ist meine Vision von einer Box voller handgemachter Christbaum-Ornamente, die ich Jahr für Jahr um ein, zwei sorgfältig gemachte Exemplare ergänzen und dann mit grosser Freude und nostalgischen Gefühlen an die Zweige hängen würde. Das stelle ich mir schön vor. So richtig weihnachtlich und bedeutsam.
Kerstins Gänschen wäre genau so ein Christbaum-Schmuck, der in meine Box liegen würde. Mit Herkunft und Geschichte und ganz viel Emotion.
Vielleicht hänge ich mir eines Tages einfach einen grossen Tannen-Ast an die Decke, binde Kerstins Gänschen dort an und starte so meine eigene Zweig-Schmuck-Kollektion… Dir liebe Kerstin auf jeden Fall tausend dicke, laute Dankeschöns über die Landesgrenzen hinweg, gell! Dein Gänschen bekommt einen Ehrenplatz- auch ohne Christbaum.

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Dezembertage Nr.3

Zwei Tage blieb es stumm hier. Obwohl ich mir doch fest vorgenommen hatte, mich mehr oder weniger täglich gaaaaanz kurz an den PC zu setzen und ein paar Zeilen hier zu lassen… Aber mein Schweigen hat einen guten Grund, einen stichfesten sozusagen, so eine Art Alibi, ich bin also nicht schuld: Diese böse, fiese Magengrippe hat mich tatsächlich auch noch erwischt! Eiskalt. Und von einem Moment auf den anderen. Gerade eben noch fühlte ich mich voll im Saft und war sehr glücklich, dass mein Mann -obwohl er ja ausgerechnet an seinem Geburtstag krank werden musste- irgendwie ganz guter Dinge zu sein schien und den Tag anscheinend gar nicht so übel fand. Und dann -peng!- sass mir diese klamme Gefühl im Magen, und aus war’s mit Saft und Kraft. Gottseidank erst abends, gerade als ich bei meinen Kindern im Bett lag und ihnen eine Gutenacht-Geschichte vorlas. Zu einem Blogpost kam es an jenem Tag dann aber natürlich trotzdem nicht mehr. Auch am nächsten Tag nicht, denn da lag ich mehr oder weniger die ganze Zeit schlafend im Bett und war dem Herrn im Himmel wirklich über alle Massen dankbar dafür, dass er mir einen Engel Namens Mutter zur Seite gestellt hatte; sie kümmerte sich um alles und sorgte dafür, dass die Kinder mich schlafen liessen. Mein Baby wiederum blieb die ganze Zeit bei mir. Er schlief ebenfalls wie ein Herrgöttchen. Und trank ungewöhnlich viel. Ich glaube, ihm ging es auch nicht sonderlich, auch wenn er das Ganze sehr gelassen hinnahm.
Heute bin ich wieder auf dem Damm. Ein bisschen wacklig noch auf den Beinen, aber doch wieder mehr oder weniger hergestellt. Gesund genug jedenfalls für ein Stück Truffes-Torte. Endlich konnten wir nämlich auch den Geburtstagskuchen, den mein Mann sich extra selber gebacken hatte, anschneiden; am 19. selber waren hier einfach zu viele Leute zu kränklich, um auch nur an Torte zu denken…
Das Foto zeigt heute einen Teil der Briefchen-Überraschung, den meine Kinder und ich heimlich für den Herrn Kirschkernzeit vorbereitet hatten. Die Idee war, dass ihm jeder ein Kärtchen mit lieben Gedanken irgendwo so anbringen sollte, dass er über den Tag verteilt immer wieder eines davon entdecken würde, also angefangen mit einem eigens für ihn schön hergerichteten, mit Kerzenlicht erleuchteten Frühstücks-Platz, wo ein weisses Couvert mit einer Collage auf ihn wartete, über einen in der Arbeitsmappe verstecken kleinen Brief, zu einem völlig unerwarteten Brief von Kind2 in der Post am Arbeitsplatz undsoweiterundsofort.
Bis auf die Tatsache, dass er weder die frisch aufgebackenen Croissants, noch Tee, Orangensaft oder Kaffee zu sich nehmen konnte und das mit der A-Post auch mal wieder überhaupt nicht funktionierte (sie kam einen Tag zu spät an), klappte ansonsten alles ganz wunderbar. Ich glaube, er freute sich wirklich über die guten Wünsche, kleinen Dankeschöns und Liebesbotschaften in seeinen Geburtstags-Nachrichten. Es gab aber auch wirklich ganz, ganz süsse Sachen darunter, ehrlich…
Oben auf dem Bild seht ihr den Ausschnitt eines winzigen Papierbüchleins, das meine Erstklässlerin (nach dieser Anleitung hier) für ihren Papa gefaltet und dann mit Zeichnungen, Fotos und fein säuberlich mit der eben erst erlernten Blockschrift gefüllt hat. Inklusive den Bögen, die sie immer auf den Unterrichtsblättern unter CH oder SCH sieht, was ich ganz besonders rührend finde. Und dieses Liebeserklärung! Einfach Zucker, oder?

„Dezembertage“ heisst meine kleine Serie zum Jahresende.
Ein Bild, wenige Worte, spontan und frei von der Leber weg.
Spass machen soll es. Mir und euch.
Ein huschhusch-Einblick in mein Leben mit Gruss und Kuss
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