Archiv der Kategorie: ein Bild erzählt

gestartet

Und so sind wir gestartet und ins Jahr 2019 gerauscht: unaufgeregt, ein bisschen müde, aber trotzdem irgendwie festlich, mit Kerzenlicht, einer kurz-zeitig aufgeräumten Stube und unüblich sauberen Küche (was auf den meisten Fotos bereits nicht mehr zu sehen ist). Ich habe eine weisse Tischdecke aufgelegt, Unmengen an Süssigkeiten aufgetischt, perlendes Zeug in meinem Glas geschwenkt und mich von Herzen an den verschlafenen Kindergesichtern gefreut, denn wir lassen die Jüngsten jeweils bis kurz vor Mitternacht schlafen und wecken sie dann für die grosse Silvesterparty unten in unserer Küche. Das hat so was… Besonderes. Genau wie die Kirchenglocken, die mitten in der Nacht zu Bimmeln beginnen und mit uns das neue Jahr begrüssen.
Die Kinder sind immer sehr aufgeregt. Guter Dinge. So… ausgelassen. Auch weil sie sich auf ihr traditionelles Neujahre-Geschenk freuen; Ein neues Buch, ihre Lieblingsschokolade und einen Fünflieber, ganz nach Art meiner Oma seelig, die uns haargenau diese Konstellation jeweils zu Weihnachten beschert hatte, damals, vor gefühlten 100 Jahren. Ich hänge sehr an dieser Erinnerung.
Wir hatten es wirklich schön. Gemütlich und heiter. Von mir aus dürfte es gerne so weitergehen, dieses noch so junge, neue Jahr… Und ich habe mir sogar ein bisschen was vorgenommen fürs 2019, nicht viel, denn für grosse Vorsätze bin ich mittlerweile zu abgeklärt und ernüchtert, aber das eine oder andere hätte ich schon gerne anders, und die Zeiten sind günstig, alte Gewohnheiten zu überdenken und neu einzuspuren, oder?
Vor allem wünsche ich mir noch ein wenig mehr Klarheit und Bewusstheit im Umgang mit der Digitalität. Mehr screenfreie Zeit. Noch mehr davon, denn eigentlich bin ich gar nicht mal so oft online, finde ich, aber vor allem die Abende brauchen mehr Struktur und einen bewussten Entscheid dann und wann, die Kiste gar nicht erst einzustellen (So wie ich es über die Festtage gemacht habe. Daher die Stille hier.)
Gleichzeitig sehne ich mich nach verlässlichen Blog-Momenten. Zeiten, die ich dem Schreiben und Fotografieren widme, widmen darf und kann, ohne mich schlecht zu fühlen, weil ich in dann nicht aufräume, Geschichten vorlese oder E-Mails beantworte. Es wäre schön, wenn ich das Bloggen in einer klar deklarierten Zeit-Kiste halten könnte. So wie andere ihren Volleyball-Abend oder den Literaturclub fix im Kalender stehen haben. Aber wahrscheinlich ist das ein bisschen utopisch… Und vielleicht brauche ich ja auch genau diese Spontaneität, schreiben zu können, wenn es gerade passt und mir ansonsten ein Schweigen gönnen zu dürfen… Mal sehen.

Auf einem der zusammengepuzzleten Fotos oben seht ihr ein geöffnetes Buffet-Schränkchen mit (unter anderem) Gläsern drin. Und in den Gläsern sowas Komisches Weisses. Das ist Reis. Gekochter Reis. Wer ab und zu bei mir in Instagram reinschaut, weiss, dass ich mich im Rahmen eines Emoto-Reis-Experiments für etwa 3einhalb Wochen mit diesen drei Gläsern Reis unterhalten habe, jeden Tag etwa 30 Sekunden lang, und je nach Glas und Aufschrift freundlich und herzlich oder ziemlich fies und gemein. Das dritte Glas bekam sogar gar keine Aufmerksamkeit, was mir recht gelegen kam, denn ich hatte das Ganze nach etwas mehr als einer Woche schon ziemlich satt, wenn ich ehrlich bin. Trotzdem habe ich durchgehalten und gespannt verfolgt, wie der vernachlässigte Reis schimmliger und schimmliger wurde, zuletzt in einer Schimmelwehe regelrecht versank, der „gute“, von mir all die Tage über mit Lob und Nettigkeit überschüttet Reis langsam schwarze Stellen entwickelte und der „böse“ Reis, der kaum je was Gutes von mir zu hören bekam, blütenweiss und rein in seinem Glas lag und der Dinge harrte, die da kommen mochten (auch in seinem Fall; die Tonne). Damit tanzt mein Ergebnis aus der Reihe, denn eigentlich müsste es laut Emotos Theorie genau umgekehrt sein: Der „böse“ Reis sollte an sich weit vor dem „guten“ Reis schimmeln. Aber egal. Ich wollte ja nichts beweisen, nur ein bisschen pröbeln. *zwinker*
Auf die Idee, diesen vielen Bloggerinnen offenbar schon längst bekannten Versuch zu machen, bin ich gekommen, nachdem mir eine Freundin von ihren eigenen Reis-Gläsern im Regal erzählt hatte. Ich fand es einfach spannend und irgendwie auch merkwürdig bis kaum glaubhaft, dass Reis unterschiedlich zersetzen soll, nur weil man ihm verschieden „begegnet“. Dass Freundlichkeit und Wohlwollen den Gammelprozess verlangsamen sollen, während vollständiges Ignorieren Pilzen und Bakterien offenbar regelrecht Beine macht. Also laut Emoto. Ist doch sonderbar, oder?
So richtig überzeugt bin ich nach wie vor nicht.
Ganz unüberzeugt aber auch nicht.
Ich meine; einerseits sind die Umstände hier in meiner Küche wohl kaum steril und die eine oder andere Bazille hat sich bestimmt irgendwo reingeschmuggelt, aber andererseits kommt mir der Schimmelberg im vernachlässigten Glas schon gigantisch vor, verglichen mit den beiden anderen Reis-Proben… Nun, ich würde sagen, es bleibt was es ist; spannend.
Trotzdem bin ich froh, dass der Reis jetzt erst mal weg ist. Ich kann mir wahrlich anregendere Gesprächspartner vorstellen…

Was die anderen Fotos aussagen möchten? Ganz einfach: Alltag. So sieht es gerade aus bei uns. Ein bisschen ordentlich -ich versuche weiterhin, zu entrümpeln. Und Kind1 hat extra für Silvester auf meinen Wunsch hin die Küchenfenster geputzt- ein bisschen chaotisch. In varierenden Anteilen. Das verschiebt sich jeden Tag neu. Da sind Bücher, die gelesen werden. Zerknautschte Kissen. Ein grüner Wollpullover im Entstehen. Bastelarbeiten im Regal.
Für dieses Jahr wünsche ich mir mehr Klarheit, überall, auch in den Räumen, die wir bewohnen. Ich möchte besser erkennen können, wie genau wir zu dem stehen, was wir hier ansammeln, was wir wirklich brauchen und haben möchten, und was einfach nur… zu viel ist. Und ich möchte besser werden im Loslassen.
Wer möchte das nicht?

Veröffentlicht unter Augenblicke, besondere Tage, ein Bild erzählt, Familienalltag | 5 Kommentare

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Ein erster Versuch. Tannenspitzen-Tinktur mit Thymian gegen Erkältungsattacken, vor allem aber weil ich mal sehen wollte, wie sowas geht und schmeckt. Tee gab’s auch schon daraus und sogar eine Kostprobe direkt von der Tanne in den Mund (was ziemlich schlimm war).
Zuerst musste ich mich aber schlau machen, wie denn die Unterschiede genau aussehen zwischen Tanne, Fichte und Eibe: Eiben sind nämlich in allen Teilen giftige Pflanzen und ich möchte ja Heilmittel herstellen, keine Giftcocktails…

PS. Ich plane diese Woche eine kleine Auszeit vom Netz und all seinen Begleiterscheinungen und werde deshalb wohl nicht allzu oft hier auftauchen. Der eine oder andere Like-Insta-Post könnte aber schon drin liegen…

Veröffentlicht unter Augenblicke, Bücher, Dankbarkeit, ein Bild erzählt, Familienalltag, Kochen und Backen, kreativ am Rande, Natur | 9 Kommentare

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Und sowas kommt dabei heraus, wenn Frau Kirschkernzeit glaubt, sie könne gleichzeitig Tee aufbrühen und Kaffee kochen…
Multitasking ist wohl ganz klar nicht meine Stärke.
Allerdings habe ich mich gerade gefragt, was wohl passieren würde, wenn Kräutertee statt aufgebrüht mit Hochdruck durch ein Sieb gepresst würde, Bialetti-Espresso-mässig… Gäbe das wohl auch so eine Art von „Tee“?

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
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Ach Gott, der Frühling ist so friedlich! Ich kann mir beim besten Willen gerade keine schönere Jahreszeit denken, und der April ist doch ehrlich ein Wunderwerk; wie alles spriesst und grünt und blüht und gedeiht, so voller Zuversicht und Elan und mit der geballten Kraft des Optimismus.
Eigentlich dürfte es doch immer so bleiben…
Aber dann wiederum habe ich den Herbst ja auch sehr, sehr gern. Und ohne Sommer kein Herbst. Ohne Winter kein Frühling. Wahrscheinlich sind die Dinge, so wie sie sind, genau richtig. Vom einen zum anderen, von Winter zum Frühling in den Sommer bis zum Herbst und weiter im Kreis, und jeder neu gestillte Hunger erfüllt uns von neuem mit Freude und Zufriedenheit. Ob ich ohne die Kargheit und Düsternis des Winters die warmen Tage unter der Frühlingssonne genauso dankbar empfangen und geniessen würde, wage ich nämlich zu bezweifeln…

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