Archiv der Kategorie: ein Bild erzählt

like Instagram 195

Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

DSC00782
Die Herren der kirschkernschen Schöpfung inklusive meinem grossen, wilden Löwenmädchen sind in den Bergen, die beiden Kleinen auf ausdrücklichen Wunsch hin für ein paar Nachmittags-Stunden bei Oma.
Perfekt.
Ich fläze mich aufs Sofa und verbummle den Tag mit der ollen “Canvas Cardigan”, Sandwiches zu schwarzem, süssen Tee und einer altmodisch-kitschigen Wildwest-Schnulze fürs Gemüt (Achtung Geigen: “Skylark” mit Glenn Close und Christopher Walken). Das alles ist so wunderbar gemächlich, gemütlich und… massgeschneidert. Möge die Zeit kurz einmal stehen bleiben…
Das Beste daran: Nachts um nicht einmal neun Uhr schlafen bereits wieder alle. Der Abend gehört mir. Keine Frage, was ich tun werde, oder?

Veröffentlicht unter Augenblicke, berührt, Dankbarkeit, ein Bild erzählt, Familienalltag, Themen-Reihen, what makes me happy, Zuhause | 1 Kommentar

Post bekommen

DSC00571 DSC00574 DSC00572

Ja, Post hab ich bekommen- und was für welche!
Ich wusste zwar, dass ich bei Mamaniflora den Hauptgewinn ihrer Massage-Öl-Verlosung gewonnen hatte -was kein Kunststück war, denn ich hatte (unglaublich!) als einzige teilgenommen- aber mir war natürlich nicht klar, was für ein zauberhaftes Päckchen sie mir zusammenstellen würde. Ein Alhambra Massageöl mit einigen meiner liebsten ätherischen Ölen, extra für mich zusammengestellt, mit Rose also, Lavendel, Orange und Sandelholz. Dann ein Fläschchen Immun-Sirup, selbstgemacht, und wunderbar mild mit einem warmen Geschmack nach Holunderbeeren und Zimt, Ingwer und Thymian. Eine kleine Dose Sheasahne, die wunderbar frisch und leicht nach Zitrusfrüchten duftet. Und ein Beutelchen Kalziumtee, was mich nun ehrlich verblüfft, denn ich habe seit längerem den Verdacht, dass zu meinem Eisen- und Folsäuremangel vielleicht auch ein Kalziummangel bestehen könnte, so wenig Milchprodukte oder Samen, wie ich zu mir nehme- und das nach erneuten zweieinhalb Jahren Stillzeit. MamaniFlora ist Langzeitstillerin wie ich. Vielleicht hat sie ja so was in der Art geahnt, wer weiss…
Ganz bezaubert bin ich von dieser feinen Auswahl wahnsinnig schöner und doch so alltagstauglicher  Dinge. Und dann diese Etiketten! Echte Kunstwerke, im Miniaturformat und unglaublich zart gezeichnet und märchenhaft coloriert. Ich weiss, es klingt abgedroschen, aber mir verschlug es praktisch den Atem, als ich diese kleinen Zaubereien sah…
Würde sie einen Etsy-Shop eröffnen mit Tees und Ölen, Naturkosmetik und ihren verträumten Illustrationen, ich wäre garantiert ihre erste Kundin!
Und es passt alles. MamaniFloras Blog ist genauso feinfühlig und kunstvoll, geprägt von ihrer Liebe zur Natur und dem einfachen, authentischen und dennoch ungebundenen Leben im Kreis der Familie. Ich bewundere ihr schönen Fotos und die Klarheit, mit der sie sich genau diesen Idealen verschreibt und auch wirklich lebt, was sie liebt. Ich bewundere die Lebensliebe und Furchtlosigkeit, die für mich aus ihren Posts spricht- vielleicht auch deshalb, weil das Reisen mir selber jede Menge Angst macht und ich noch immer nicht weiss, wie ich es anstellen soll, dass ich inmitten des Familientrubels nicht in meiner Rolle als Mutter steckenbleibe, sondern mich selber weiter entfalten, mir die Zeit nehmen kann, um in mich hinein zu horchen, draussen in der Natur zu sitzen, mal wieder zu malen oder Gedichte zu schreiben, alles Dinge, die mir früher, vor den Kindern, so nah und selbstverständlich waren. MamaniFloras Blog erinnert mich an diese niemals ganz still gewordene, sehnsüchtige Seite in mir, die doch mit den Jahren immer leiser und verschwiegener wurde.

Ich werde jetzt jeden Tag einen Löffel Immun-Elixir nehmen und mir noch heute abend eine schöne Tasse Kalziumtee aufbrühen (gleich nach dem Frauenmantel-Tee aus Ritas Garten). Meine vom Putzen (oh diese Badezimmer!) rau gewordenen Hände creme ich mir sorgfältig mit Sheasahne ein, und eine kleine Enspannungsmassge vor dem Einschlafen wäre natürlich auch sehr schön…
Lauter Wohlfühl-Momente. MamaniFlora-Momente. Mit dieser einen, grossen, so wichtigen Botschaft für mich: Auch wenn du für andere sorgst und auf alles mögliche acht gibst. Verlier dich selbst nie ganz aus den Augen.

DSC00575

Veröffentlicht unter Augenblicke, berührt, Dankbarkeit, ein Bild erzählt, kreative Ideen, Schatzkammern im Netz, this moment, über das Bloggen, what makes me happy | 2 Kommentare

ein Bild erzählt: stille Zeit

Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Und manchmal hilft ein Bild auch, Worte zu finden, Dinge neu zu sehen, den Moment besser zu erfassen, den Alltag zu ent-wirren, Alltags-Erinnerungen zu schaffen. So wie hier.
Ein Bild erzählt

DSC00511

Herr Kirschkernzeit ist krank. Jetzt hat es den Ärmsten zu guter Letzt auch noch erwischt. Das einzig Positive an der Sache ist, dass ich meine Kleinste heut’ früh ausnahmsweise bei uns im Bett weiterschlafen lassen kann, während ich mich mit meinem Kindergartenmädchen auf den Weg zum Kindsgi mache. Sonst muss ich sie jeden Morgen aus dem schönsten Schlummer reissen, weil ich ein 2jähriges Kind ganz bestimmt nicht alleine zuhause lasse, und sei es auch nur für 15 Minuten.
Doch heute bleibt Zeit für mich und meine Zweitjüngste, wir gehen entspannt los und kommen entspannt beim Kindergarten an. Der Abschied wird natürlich weniger entspannt, aber irgendwie haben wir uns alle auch daran schon ein bisschen gewöhnt, und während sie noch mit ein, zwei Tränchen kämpft und ich mich langsam loseise, entdeckt sie quasi mitten im Protest ein Krabbelvieh am Türrahmen -“Oh, ä Raupä!”- wechselt augenblicklich den Tonfall von entrüstet-verzweifelt zu verwundert-fasziniert, winkt mir fast abwesend noch ein paar Mal zu und beschäftigt sich dann sofort ausgiebig mit der kleinen, grünen Raupe, die mir in diesem Augenblick vorkommt wie ein Geschenk von oben.
Als ich zuhause über die Schwelle trete, ist das Haus still, Mann und Kind schlafen offenbar noch. Ich koche mir Kaffee und habe urplötzlich Lust, in der Bibel zu lesen, etwas, das ich schon seit Monaten nicht mehr getan habe. Interessanterweise fällt mir im Geschirrschrank eine alte Teetasse auf, von der ich schon ganz vergessen hatte, dass ich sie habe: Weiss ist sie, ein bisschen von Hand bemalt. In goldenen Lettern steht “Love the giver” darauf.
Es passt. Alles. Auf dem Tisch ein Strauss Eichel-Ästchen vom gestrigen Sonntags-Spaziergang im allerschönsten, wärmsten Honig-Gold-Braun, und daneben liegt eine liebe Postkarte von Rita, die mir gleich darauf als Lesezeichen zwischen meinen Bibelseiten dienen wird. Ich trinke meinen Kaffee langsam und gemütlich und zünde mir höchst feierlich eine kleine Kerze an.
So sollte es immer sein. So friedlich und sinn-voll.
Ich mag diesen Morgen. Er verspricht so viel. Und hält es auch.

Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, berührt, ein Bild erzählt, Familienalltag, what makes me happy | 6 Kommentare

What makes me happy: Kunst von Rita

DSC00324
Bei uns gab es heute Mittag Fleischkäse, gekauft und bloss noch im Ofen fertig gebacken, Nudeln aus der Tüte und Bohnen, die ich nicht selbst angebaut habe, nur von Hand entfädelt. Kein Salat. Kein Extra-Gemüse für meine Kleinste, die Bohnen nicht mag. Die Kohlrabi- und Rüeblischnitze auf dem Tisch gaben immerhin den Anschein von einem erfolgreichen “Take 5″-Rohkostmanagement.
Zwischen dem Weg zum Kindergarten und zurück, Spielplatz und einem Telefonat mit meiner Mutter blieb -wie immer- einfach nicht viel Zeit fürs Kochen. Ausserdem hätte meine Jüngste grosses Geschnetzel und Gerüste ohnehin bald mit ihrem immensen Zuwendungsbedürfnis boykottiert, jetzt, wo sie ihre Schwester wieder im Kindergarten zurücklassen muss und vormittags so gut wie geschwisterlich verwaist ist.

Die Kuschelhunde meiner Mädchen essen hier offensichtlich ganz ähnlich wie wir heut’ mittag. Bohnen mögen sie nicht sonderlich, aber gegen ein Spiegelei und Nüdelchen haben sie nichts einzuwenden, und ganz hinten sehr ihr noch so knapp die beiden Fleischbröckchen, die mein Pausbackenkindergartenkind ihnen aus zerknülltem, rot bemaltem Papier und Klebestreifen gebastelt hat…
Und auch hier habe ich nichts hinzugetan: Das Fleisch kommt vom Kinderbasteltisch und diese superklasse Häkelnudeln und die knuffigen Spiegeleier hat Rita gezaubert- und damit nicht nur meinen Puppenmuttis, sondern auch mir eine Riesenfreude gemacht! Ich finde, so ein Teller voll Häkelfood könnte glatt als Kunst durchgehen…

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Veröffentlicht unter Dankbarkeit, ein Bild erzählt, Familienalltag, Häkeln, what makes me happy | 2 Kommentare