Archiv der Kategorie: berührt

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Ja! Danach habe ich mich schon viel zu lange gesehnt: Strickend auf dem Sofa sitzen, süssen Tee schlürfen und Radio hören. Alleine. Und das am hellheiteren Samstag-Nachmittag. Was für ein Luxus!
Dafür habe ich meine Kleinste den halben Nachmittag verschlafen lassen, weder Wäsche abgenommen noch das dritte Stockwerk gestaubsaugt, ich habe meine beiden Mädels ihre Tante besuchen lassen (ihr kleines Hündchen war natürlich der Lockstoff per se) und mich die letzten eineinhalb Stunden auch nicht darum gekümmert, was genau die Jungens eigentlich oben im Zimmer so treiben (kein Mucks zu hören, verdächtig, verdächtig)… Aber; es hat sich gelohnt. Ich könnte ewig hier sitzen, mit Tee, Strickzeug und SRF News. Nur neuen Tee müsste ich mir vielleicht aufbrühen…

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Gezeichnet schon vor Monaten, gerahmt erst kürzlich, aufgehängt… noch immer nicht. Doch das soll nichts heissen; Mit der “Donald in Rage”-Szene hat sich mein grosses Mädchen gleich direkt in mein Herz gemalt. Das unbeabsichtigte Gekrakel der kleinsten Schwester ganz unten in der rechten Ecke integriert sich auch gar nicht mal so schlecht ins Ganze.
Es ist einer meiner allerliebsten Kinderkunstbilder geworden, wild und ausdrucksstark und ein wenig wie aus dem Leben gegriffen.
Vielleicht weil es mich fast ein bisschen am mich selbst erinnert, so ab und zu? Allerdings muss sich hier keiner vor einem schwingenden Teppichklopfer fürchten *zwinker*

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Heute Nacht habe ich geträumt, ich hätte ein altes, düsteres Häuschen gekauft, eine Art Holz-Baracke. (“Was ist eigentlich eine Baracke?” hat meine Grosse gestern gefragt. Vielleicht hat mein Gehirn das dann irgendwie in meine Träume hineinkombiniert?)
Ich erinnere mich nur noch an wenige Sequenzen dieses Traumes, aber ich glaube, mich zu erinnern, dass dieses “Haus” sehr einsam, in einer unguten, waldigen Gegend stand. Vor allem aber: Es spukte darin. Im einen Zimmer hauptsächlich, im Wohnzimmer, glaube ich (Ich erinnere mich wage an Teegeschirr und ein misslungenes Teekränzchen oder so was). Der Geist war unsichtbar und kein guter. Er machte uns krank. Uns drehte sich buchstäblich der Magen um (keine Details, versprochen, Fakt ist, dass ich und eines der Kinder gerade tatsächlich ein bisschen schwach auf dem Magen sind).
Ich weiss nicht mehr, ob wir zum Schluss dann ausgezogen sind.
Über die herrlichen Blumen, die mir gestern jemand Liebes nach dem Gottesdienst überraschend geschenkt hat, freue ich mich trotzdem. Ich habe sie in der Eile einfach achtlos in ein Weckglas gestopft (eine Schande!), aber auch ohne Arrangement finde ich diese starken, optimistischen Farben heute schlichtweg umwerfend. Und der nette Gedanke lässt seine Schönheit gleich doppelt für mich leuchten.

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fehlende Worte

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Ich fühle mich wortlos. Stumm. Ergriffen, festgezurrt in einem klammen, harten Griff, der mein Herz zerdrücken möchte. Ich bin erstarrt. Die Sonne ist verschwunden.
Es geht mir nicht gut. All das Helle, Vorwärtsschauende, das meinem Tag vor kurzem noch Schwung und Frische und Freude verlieh, ist verpufft. Nicht immer allerdings. Grosse Teile des Tages scheinen normal, ich bin ich wie immer. Ich lebe mein Leben, lache und schimpfe, wickle Wolle zu Bällen, stelle mein Wohnzimmer um und koche ein Kürbis-Honig-Risotto für meine Kinder. Doch abends oder wenn der Tag besonders grau und stumpf ist, so wie heute, holt sie mich ein, diese Traurigkeit, die Angst vor der Welt und ihrem Geschehen, die Angst vor dem Leben und seinen Schiksalsschlägen. Da war einfach zu viel Grauen, zu viel Tod die letzten Tage über, verteilt auf alle Welt, in Kanada, in Bayern, in Freiburg… und sogar hier, ganz hautnah und direkt vor meinem Schlafzimmerfenster. Ich kann nur schwer mit solchen Dingen umgehen. Noch nie bin ich so geweckt worden. Mitten in der Nacht. Von einem Mann mit einer Stimme… verzweifelt, vollkommen ausser sich. Ich sprang sofort aus dem Bett. Alarmiert. Und dann sah ich es… Den still daliegenden Menschen auf der Strasse, das viele Blut um seinen Kopf, und ich hörte sie wieder. Die Schreie des Mannes, der kurz zuvor noch am Steuer gesessen hatte…
Ich möchte hier nicht allzuviel darüber schreiben, vermutlich ist genau das hier der falsche Ort dafür, viel zu offen und preisgegeben für Geschehnisse, die das Leben anderer von einer Sekunde auf die andere derart hart verändern. Es endgültig verändern. Und manchmal auch beenden. Wir konnte nichts tun. Ich konnte nichts tun. Ich hätte nicht gewusst was oder wie, alles in meinem Kopf war urplötzlich leer und weiss, und mein Magen wog unheimlich schwer in meinem Bauch. Was ich konnte; Meinen Mann wecken und ihm den Hörer in die Hand drücken, damit er die Polizei anrief und den Rettungsdienst und dann selber hinauseilte, um zu helfen, wo er konnte. Als ich das Fenster im unteren Stock aufriss, fiel mir sonderbarerweise auf, dass keiner ein Pannendreieck aufgestellt hatte.
Die Polizei war rasch da. Ich holte eine Wolldecke und kochte Tee, was völlig unsinnig war, denn natürlich war keinem nach Teetrinken, aber immerhin war es eine Aufgabe…
Heute beim Heimfahren im Bus, lese ich vom Tod sechs junger Menschen in einem Gartenhäuschen. Wie sie Geburtstag feierten und starben. Kohlenmonoxyd aus dem Ofen. Mein Herz will zerreissen. Ich kämpfe mit den Tränen und bin mir einmal mehr bewusst, wie schrecklich wenig ich vom Leben weiss, wie unsicher das Fundament ist, auf dem wir bauen. Das ist es, was ich damals gemeint habe; Ich kann mir das Glück nicht verdienen. Es kommt. Es geht. Genau wie das Leben.
Trostlos kommt mir das vor. Traurig. Sinnlos.
Jetzt habe ich doch viel geschrieben. Das ist sonderbar. Denn eigentlich… fehlen mir die Worte.

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