Archiv der Kategorie: Zuhause

kurz und bündig

DSC02024 DSC02028 DSC02039

Das soll ein Kurzpost werden, kurz und bündig, grade recht, um sich zwischen Znacht und Kinder-ins-Bett-bringen reinzuquetschen, denn beides dauert hier jeweils ewig und nimmt ungeheuer viel Tagesvolumen in Anspruch… Und ich bin mir nicht sicher, ob ich heute nicht wieder einschlafe, während ich bei den Kindern am Bett sitze. Heute nachmittag kuschelten wir uns auch zu dritt ins grosse, warme Familienbett zum Vorlesen, und ich fand das so ungeheuer gemütlich und anheimelnd, dass ich am liebsten sofort Nachtruhe eingeläutet hätte. Was natürlich nicht ging bei zwei kleinen Kindern und am hellheiteren Nachmittag. Dafür bin ich, ganz ohne zu übertreiben, bei buchstäblich jeder einzelnen Seite des Wimmelbilderbuches, das meine Zweitjüngste sich gewünscht hatte, eingenickt, Sekundenschlaf wohl bloss, denn ich wurde regelmässig von einem “und dann?” wieder in die Realität zurück katapultiert. Wobei, vielleicht habe ich doch zwischendurch mal ein bisschen länger gedöst? Irgendwann wurde ich nämlich wach, weil meine Mädels demonstrativ irgendwelche Schnarchtöne von sich gaben und sich  mit Blick zu mir ungeheuer darüber amüsierten…
Trotzdem war ich nicht faul heute. Ich habe alle Pflanzen gegossen, Wäsche gewaschen, den mittleren Stock gestaubsaugt und aufgeräumt, meine kleine zum Kindergarten gebracht und, kurz bevor der Schneesturm “Evi” uns erreichte, wieder abgeholt, mein Bett frisch bezogen. Und “Dutch Babies” gebacken. Es vielmehr versucht, muss ich zugeben, denn was da aus dem Ofen kam, war nun wirklich kein Küchen-Highlight. Viel zu pampig, und gleichzeitig zu trocken und zu nass. Irgendwie öde. Schade. Dabei war echte, frische Bio-Zitrone drin und jede Menge guter Eier… Und das Rezept sah so vielversprechend aus. Ganz simpel, aber gluschtig. Vielleicht liegt es an der Glasform, die ich beim Backen verwendet habe?
Immerhin gab es auch ein Freudenmomentchen: Die süsse kleine Babystrampelhose aus dem wunderbaren “Mama-Baby-Strickbuch” ist heute fertig geworden! Grau und klein und aus wahrhaft umwerfender Wolle, der in der Schweiz gefertigten und von der Spinnwebstube selbst gefärbten “Bio Merino Cablé”, von der ich mehr als nur begeistert bin. Sie ist weich und elastisch und wirkt auf mich ziemlich natürlich. Das Maschenbild ist ebenmässig und klar und die Färbung wirklich exzellent -Aber mehr davon in meinem nächsten Post. Vielleicht schaffe ich es ja doch, nochmals aus dem Bett zu kraxeln, wenn die Kleinen schlafen, und dann noch ein paar Knöpflein anzunähen…

Veröffentlicht unter Familienalltag, Kochen und Backen, Stricken, Zuhause | 6 Kommentare

like Instagram 206

 Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.
DSC02016-001

Ein kurzer, freier Moment, bevor die Mädels von der Oma kommen, Kind2 von seinem besten Freund und Kind1 vom Gymansium (wo er momentan gar nicht gerne hingeht, aber wer kann’s ihm verübeln, nach so vielen Jahren Schule?). Ich werde gleich loszischen und ein wenig entrümpeln (gut für die Seele!) und dann wohl noch eine Tasse Tee trinken (statt Kaffee), duschen und Haare waschen und mich aufhübschen, rein nur für mich selber (auch gut für die Seele, oder?). Zur Zeit bin ich nicht so energievoll, mehr ein Huscheli, das durch den Tag schleicht und viel zu rasch die Nerven verliert, mit einer Haut, so dünn wie Seidenpapier, und das meine ich jetzt durchaus in zweierlei Sinn… Schön gibt es immer wieder solche kleinen Alltagssequenzen, wie dieses Stück Papier mit einer durchaus ernst gemeinten Botschaft meines grossen Mädchens, auf der sie so ausdrücklich wie nachdrücklich vor unserer wackelig gewordenen und sich in Renovation befindenden Treppe warnt. Ihre Botschaft ist klar und deutlich- und so süss, dass ich sie einfach fotografieren musste… *grins*

PS. Natürlich werden hier wirklich gefährliche Baustellen gut gesichter und abgesperrt. Doch die eine Stufe war wirklich etwas gar arg locker und musste gestern abend noch notfallmässig neu stabilisiert werden. Heute ist ihr Verbots-Schild schon wieder nicht mehr nötig. Aber nach wie viel ein Grund für ein Extra-Lächeln…

Veröffentlicht unter Augenblicke, berührt, ein Bild erzählt, Familienalltag, Kinder, kreativ am Rande, Zuhause | 5 Kommentare

Homestead

DSC01687 DSC01594

Knapp zehn Minuten nach Mitternacht wurde mein Schal dann noch fertig. Mein “Homestead” Tuch. So gut wie pünktlich und ehrlich perfekt zum Schulanfang nach den Winterferien… Ich konnte heut früh die warme Merinokuscheleinheit ganz gut gebrauchen, als emotionaler Merino Hug und auch rein körperlich, weil mich die um halb sieben Uhr morgens knallhart beschnittene Nacht ein paar Runden Schlaf kostete und die Müdigkeit mir sofort in die Glieder kroch. Es ist so warm, mein “Homestead”-Schaltuch! Warm und urgemütlich, fast wie eine kleine Decke um Hals und Schultern und Rücken, und wenn ich mag, kann ich es wie eine Babuschka glatt um meine Schultern legen und die Zipfel vorne lose herabhängen lassen. Ein sehr schönes Gefühl. Vor allem Frühmorgens, wenn mein halbes Ich noch von Nestwärme träumt…
Die Wolle selber ist schon ein Traum; “Rosy Green Big Merino Hug” in der Farbe “Kaffeebohne”, die eigentlich auch “Heisse Schokolade” heissen könnte, oder “Truffe Noir” oder so, jedenfalls wie etwas Gutes, Wärmendes, Umhüllendes. Die Wolle ist unheimlich griffig und weich und macht irgendwie einen gleichzeitig leichten, wie auch robusten Eindruck. Wie eine herzliche Umarmung eben. Da kommt mir gerade ein Spruch in den Sinn, den ich neulich gelesen habe: “My Favourite Place is inside your hug” (Ich glaube, das stand auf einer Bettwäsche, hihi). Nun, bei dieser Wolle stimmt das. Was immer aus “Big Merino Hug” entsteht, es hat garantiert das Potential zum Lieblings-Örtchen, und ich träume schon von einem “Rosy Green”-Pullover oder von einer ganzen Schmusedecke gar…?

DSC01541-001DSC01548-001DSC01533
Auch die “Homestead”-Strickanleitung hat mir viel Freude gemacht. Es war ein wunderbares Strickvergnügen, mit einer derart schön bebilderten und so richtig gut geschriebenen Anleitung zu arbeiten, wirklich. Ich bin Melody Hoffmans Strickkunst hoffnungslos verfallen, ihre unnachahmliche Art, auch kleine Dinge ästhetisch ansprechend in Szene zu setzen und ihren Bildern Wärme und Einfachheit und… ja… irgendwie Klasse zu verleihen, das macht regelrecht süchtig, finde ich… Dass auch sie, genau wie ich, vom Häuschen auf dem Lande träumte und sich nach mehr Natur und einem reduzierten, friedlichen Leben sehnt, lässt mich sowas wie Seelenverwandtschaft wittern, aber andererseits hüten vielleicht viel mehr Menschen diesen Traum in ihrem Herzen, als wir ahnen…? Auf jedenfalls war es wohl auch der Name dieses Schals, der mich gleich angesprochen hat. Und definitiv dieses zutiefst Tröstliche und Umhüllende, das er für mich ausstrahlt. Es ist ein Winterschlafkuschelmomentschal, einer, der mich geborgen und warm hält, selbst draussen bei klirrendster Winterkälte, in Sturmwind und Düsternis- und an unsinnig frühen Werktags-Morgen, ein Kind auf dem Arm, ein anderes an der Hand, wenn ich einmal mehr meinem Töchterchen beim Kindergarten Adieu sagen soll und alles in mir nach Weihnachten, nach Ruhe und Wärme und Zusammensein ruft.
Ein Stückchen von all dem, von Ruhe, Wärme, Gemeinschaft und weihnachtlichem Geborgenheitsgefühl, ist mit hineinverwoben in dieses Tuch, denn in genau so einer gnadenvoll idyllischen Phase sass ich strickend und dankbar auf meinem Sofa, hörte Herule Poirot und trank heissen Gewürztee mit einem Schuss Milch, während die Kinder oben in ihren Betten schliefen und der Wind um die Fenster pfiff. Ich erinnere mich gut. Und sehr, sehr gerne. Ziemlich “Homesteadlich” irgendwie, nicht? Fehlen nur noch Wald und Wiesen und eine Herde blökender Schafe oder meckernder Ziegen im Stall nebenan…

DSC01638

Veröffentlicht unter Stricken, Zuhause | 10 Kommentare

like Instagram 203

 Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

DSC01436
Ich umringt von Kram, ganz versessen aufs Räumen und Neu-Sortieren. Sehr neujahresmässig also. Schön ist ja auch, dass man immer so allerlei neu entdeckt, wenn man sich dem Leeren von Schubladen und Regalen verschreibt. Noch schöner finde ich aber, dass man das, was bleiben darf, gleich nochmals so lieb gewinnt und sich wieder freut am Besitzen…
Hier seht ihr meine wollbestrumpften Füsse in einem Kreis von grünen, mit Bauernmalerei bemalten Schubladen. Die Kommode war spottbillig damals beim Trödler- und soooo schön! Ich habe ich sie ohne zu zögern gekauft und mir geschworen, sie auch dann noch zu behalten, wenn ich ich rein gar keinen Zweck für sie finden würde, dann eben leer, rein so zur Zierde. Leer ist sie aber nie gewesen; schon vom ersten Tag an wurde sie zu  Hüterin bzw. Horterin unserer Jahreszeiten-Basteleien. Hier tummelt sich alles mögliche Liebgewonnen, von Filzgirladen (wie dieser oder jener), über Fensterbilder, ausgeblasene Ostereier (die blaue-weissen sind aus Prag) bis hin zu Papiervögelchen aus der Kindergartenzeit meines heute 15jährigen…
Weggekommen ist nicht viel. Obwohl ich sicher eine Stunde lang sortiert und verräumt und für das eine oder andere sogar ein neues Plätzchen an der Sonne gefunden habe. Aber das ist okay so. Vollkommen okay. Es kommt ja auch nicht unbedingt darauf an, wieviel man behält. Sondern was man behält.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Veröffentlicht unter Augenblicke, ein Bild erzählt, Jahreszeiten, Zuhause | 2 Kommentare