Archiv der Kategorie: Wochen-Ende

Wochen-Ende: bis Mitternacht

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Es ist fast zehn mittlerweile, zehn Uhr abends. Mir bleibt noch eine knappe Stunde Ich-Zeit, um mich noch ein wenig zu sammeln, mein schändlichst vernachlässigtes Strickzeug hervorzukramen und ein paar einfache Reihen zu stricken, Reihen glatt rechts aus meiner “Canvas Cardigan” wahrscheinlich, denn die ganze Zählerei der Musterung bei meiner angefangenen “Quill”-Mütze übersteigt definitiv mein aktuelles Denkvermögen.
Es war ein wahnsinnig schönes Wochenende.
Aus dem ich jetzt aber auch wahnsinnig müde zurückkehre in den Alltag. Die Hochzeit einer meiner jüngeren Schwestern war bewegend für mich, ungemein rührend (noch nie habe ich einen derart verliebten Bräutigam gesehen! Gottlob hatte mein Mann Taschentücher dabei…) und ebenso entspannt wie prickelnd, prickelnd in dem Sinne, dass wir alle, ich und meine ganze Familie, diese Exklusivität und feierliche Lebendigkeit mit jeder Faser in uns aufsaugten, uns erfüllen liessen, dankbar, überrascht- und in gewisser Weise bis zur Erschöpfung.
Wir hatten viel Spass, wir alle. Aber auch jede Menge zu tun. Ich und Herr Kirschkernzeit mit Essenkleinschneiden und Kleinkind-Einfangen, die Kinder in ihrem Kinderdasein, mit Sich-gut-Benehmen bei Tisch und dem feinfühligen Abtasten von Grenzen und Möglichkeiten an einem völlig fremden, geradezu beeindruckend schönen Ort, unter Menschen, die sie teilweise nie zuvor gesehen hatten. Sie haben es wunderbar gemacht, die Kleinen. Und auch die nicht mehr ganz so Kleinen. Echte Schätze waren sie. Ich bin mir nach wie vor nicht ganz sicher, ob ich so entspannt war, weil meine Kinder es auch waren, oder umgekehrt, jedenfalls war diese Wechselwirkung, egal in welche Richtung sie lief, ein absoluter Segen und dieses Fest ein wirklich schönes, berührendes Erlebnis für mich, für uns alle. Wir haben nicht nur die ganze Heimfahrt (Mitternacht!) nonstop unsere Gedanken, Eindrücke und Begegnungen beredet, sondern schwelgten auch sonntags noch stundenlang in Erinnerungen.

Was mir besonders haften blieb; Dieses grosse und grossartige Gefühl von Familie. Nicht nur bezogen auf meine eigene kleine Bande -die ich ein Stück weit auch irgendwie… neu kennenlernen durfte, anders, in neuem Kontext und mit der Möglichkeit, die Flügel ein wenig weiter zu spannen als unter Mamas Fittichen. Famlie… ausgedehnter, mit Tante und Onkel (liebes mitlesendes Tanti, ich fand es einfach grandios, dass du bei uns am Tisch warst!) und wilden Cousins und langjährigen Familienfreunden- und mit einem neu-gewonnenen, sehr, sehr besonderen Schwager, der es schaffte, mich allein mit einem verliebten Blick auf seine Braut zu Tränen zu rühren…

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Meine Güte, wie unheimlich gut so ein Käsekuchen doch sein kann…! Und dabei ist es noch nicht einmal ein besonders modisches Rezept, kein New York Cheese Cake oder sonstwas Mondänes, sondern nichts weiter als ein guter, alter Quarkkuchen aus einem der guten, alten Schweizer Betty Bossi Kochbücher (“Quarkkuchen mit Streusel” aus Betty Bossi “Kuchen, Cakes und Torten”, meinem im Grunde liebsten Backbuch überhaupt).
Gezaubert hat ihn mein Liebster gestern nachmittag zusammen mit Kind2, in liebevoller Handarbeit, was ihn gleich noch delikater macht für mich…
Quarkkuchen zum Dessert, Quarkkuchen zum Zvieri, und ich denke, die Abendbrot und Frühstücksfrage hätten wir somit auch gleich geklärt. Da sind auch Äpfel mit drin, wisst ihr…
PS. Das Rezept findet ihr hier bei Betty Bossi, wenngleich ganz leicht modernisiert, weil selbst Betty Bossi wohl findet, mit der Zeit gehen zu müssen…

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Wochenende: Fussball, Vergebung, Farbe und Seide

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Die Fotos zeigen es mir: Dieses Wochenende war vor allem samstags sehr, sehr entspannt und wochenendlich sorgenfrei, denn praktisch alle meine Wochenend-Fotos stammen von diesem einen Tag.
Der männliche Familienanteil stand an diesem Tag praktisch rund um die Uhr vor oder auf einem Fussballfeld und ich und die Mädchen machten uns derweil einen netten Frauentag, mit Malen (neue Kissen bahnen sich an!) und Zeichnen, ganz viel Kreide und sonnenwarmen Garten-Böden. Frühlingstage, wie ich sie liebe, ein bisschen drinnen, ein bisschen draussen, und der Wechsel geht sanft und fliessend. Ich gab mir ganz bewusst Mühe, alles Stressige und Erzwungene so weit ich konnte, aus unserem Tag zu verbannen, liess die Wäsche noch einen Tag länger vor sich hin gammeln und zog Pommes und Burger aus der Tiefkühltruhe, statt richtig zu kochen, sogar eine exklusive Flasche Cola liess sich noch auftreiben. Gut hat das getan. Keine Supermutti sein müssen, es gut sein lassen, die kurzzeitig auflodernde Nervosität beim Stoffe-bemalen registrieren und vorbeiziehen lassen, ohne gleich mein Gewissen zu zerfleischen.
Ich habe gemerkt, dass es sehr wohl eine Rolle spielt, wie ich mir selber gegenüberstehe, ob mit einer zwar kritischen, aber auch vergebenden Einstellung oder mit scharfer Kritik und wenig Geduld; je härter ich mich selber für meine Ungeduld und meine manchmal wirklich schauderhaft instabile Selbstbeherrschung verurteile, desto schwerer fällt es mir, in einem schwierigen Moment, wieder die Fassung zurück zu gewinnen und damit die Möglichkeit und Fähigkeit, das Ruder herum zu reissen und den Ton anzuschlagen, den ich tief in meinem Inneren ja eigentlich führen möchte, einen sanfteren Ton, geduldiger, gelassener und mit mehr Abstand zu meiner eigenen Impulsivität. Gut, wenn ich es schaffe, schön für die Kinder und für mich. Es kommt so viel Frieden aus der Vergebung -der Vergebung gegenüber anderen, aber auch gegenüber mir selbst- so viel mehr Leichtigkeit und Motivation, mich selber zu verändern und von anderen verändern zu lassen.
Die Kinderbilder jedenfalls sind sehr hübsch geworden. Und äusserst bunt. Sie strahlen die Zufriedenheit aus, die wir an jenem Samstagnachmittag alle empfunden haben, und ich freue mich jetzt schon, bald zwei kleine Kissenbezüge daraus zu nähen, damit die Mädchen sich abends damit ins Bett kuscheln können…

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Worauf ich mich sonst noch freue? Auf die Fotos meiner “Annable Baby Cardigan”, die ich endlich doch noch knipsen konnte füe euch, bevor meine Kleine sie dann sonntags zum ersten Mal anzog für einen zweiten Tag auf, bzw. vor dem Fussballfeld, diesmal vereint als ganze Familie. Und auch auf mein allerneuestes Strickprojekt freue ich mich, eines, das ich erst gestern nacht, nach stundenlangem Hin und Her, aus einem dicken, schimmernden Knäuel handgefärbter Seide angeschlagen habe.  Es ist eines der herrlichen Garne, die ich noch von Brigitte hier habe, aus jener Zeit, in der sie noch sehr viel Handgefärbtes und Handgesponnenes in ihrem kleinen Shop anbot und mich jedes Mal verzauberte damit. Ich habe eine ganze Ewigkeit gebraucht, bis ich endlich das richtige Projekt für dieses Edelgarn finden konnte… Eine “Little Shore Cardigan” wird nun daraus werden, ein sehr schlichtes, aber herrlich weiches Jäckchen für meine Zweitjüngste, die mittlerweile hauptsächlich Kleidchen trägt und ganz, ganz unbedingt ein zartes Jäckchen braucht, so als zweite Schicht auch an kühleren Sommermorgen. Im Juli wird sie 5. Das richtige Alter für ein wenig Seide, denke ich.

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Heute morgen ist das kleine, pinke Wollwestchen fertig geworden, an dem ich seit einer Weile gearbeitet habe. Ich freue mich unbändig darüber und finde es ganz entzückend. Doch Fotos für euch… das ist eine andere Sache, eine, die leider immer viel zu lange hinausgeschoben wird von mir *mitmirselberschimpf*
Darum jetzt einfach mal ein kurzes Wochenendgrüsschen -ohne Westchen, dafür aber mit einem aktuellen Foto von heut’ früh, als ich ganz spontan beschloss, mich endlich ans Endverstricken einer Reihe winziger Andes-Resteknäuelchen zu machen, die schon ewig hier herumliegen. Der Plan: einfach bloss supereinfache Strickkörbchen, nachträglich verfilzt in der Waschmaschine. So wie diejenigen aus Soulemamas “The Rhythm of Family”, nur grösser und leicht abgewandelt, so wie das hier also.
Es wird also bunt und bunter. Aber das ist mir ganz recht so.

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