Archiv der Kategorie: Wochen-Ende

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Ja! Danach habe ich mich schon viel zu lange gesehnt: Strickend auf dem Sofa sitzen, süssen Tee schlürfen und Radio hören. Alleine. Und das am hellheiteren Samstag-Nachmittag. Was für ein Luxus!
Dafür habe ich meine Kleinste den halben Nachmittag verschlafen lassen, weder Wäsche abgenommen noch das dritte Stockwerk gestaubsaugt, ich habe meine beiden Mädels ihre Tante besuchen lassen (ihr kleines Hündchen war natürlich der Lockstoff per se) und mich die letzten eineinhalb Stunden auch nicht darum gekümmert, was genau die Jungens eigentlich oben im Zimmer so treiben (kein Mucks zu hören, verdächtig, verdächtig)… Aber; es hat sich gelohnt. Ich könnte ewig hier sitzen, mit Tee, Strickzeug und SRF News. Nur neuen Tee müsste ich mir vielleicht aufbrühen…

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11.2.2017

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Ich hatte grosse Lust, es heute einfach mal wie Soulemama zu machen und unter unser Tagesdatum ein paar Erinnerungen zu setzen, eine kurze Tages-Chronik festzuhalten, jetzt, wo der Grossteil dieses Samstages bereits um ist, mein Mann mit der Kleinsten den Einkaufswagen füllt, die beiden grösseren Tochterkinder oben Trudi Gersters “Marry Poppins” hören und die Jungens jeden Moment von einem Draussen-im-Nebel-Nachmittag mit ihren Jugendgruppen nach Hause kehren werden.
Es war ein… verschlafener Tag. Obwohl keiner auch nur ein Nickerchen gehalten hat, keiner, nicht mal die kleine Zappelliese. Aber all das Grau am Himmel… es macht einfach schlapp und schläfrig. Und es wurde spät gestern abend. Für mich und Herrn Kirschkernzeit jedenfalls (und für meine babysittende Mama). Es war Feuerwehressen für alle Kaderfeuerwehrmänner plus weibliche Begleitung, und ich war mit dabei, zum ersten Mal, denn bisher gab es immer ein Baby im Haus, das mich nicht entbehren konnte oder ich war schwanger und wenig in Partylaune. Wobei, so wirklich Party war das ja nicht gestern, mehr so ein gediegenes Essen mit für mich wildfremden Leuten, die je nach Grüppchen mehr oder weniger ausgelassen und wunderbar speisend einen netten Abend zusammen verbrachten. Ich sass am eher stilleren Ende des Tisches, wo die Leute ihren Wein stilvoll degustierten und sich  ernsthaften Themen widmeten (die sie erst noch ungemein amüsierend fanden) also Sparkassenmanagement zum Beispiel, die Herausforderungen erfolgreichen Weinanbaus oder der Einsatz modernster Technik bei der Spargelernte *grins* Es war köstlich. So richtige Männerthemen auf männliche Art diskutiert, also oftmals im Monolog, faktenlastig und mit kleinen Pointen versüsst. Ich kam mir zwar ein wenig dumm vor in diesen Reihen, aber irgendwie war es doch auch anregend, das Ganze…
Trotzdem; Schade, dass es offenbar keinen einzigen strickenden Feuerwehrmann in diesem Kader gibt. Ich hätte mich zu gerne ein wenig über Wolle und neueste Lieblingsstrickmuster unterhalten. Oder über Kinderkunst. Oder Rezepte. Oder über meinen neuesten Brocki-Fund, ein kleines Set allerfeinsten Blümchenporzellans mit halb verblichenem Goldrand, so dünnwandig und edel, dass ich bei jedem Schlückchen befürchte, es könne zerbrechen… Ich bin mehr als verliebt. Mein Nachmittagstee (eine delikate Schwarzteemischung, die meine Schwester mir aus Irland- oder war’s England?- mitgebracht hat) hat jedenfalls äusserst edel geschmeckt, in kleinen Schlucken genippt, schön heiss und zuckrig süss, so wie ich ihn liebe. Ich liebe ja alles, was süss ist. Auch wenn es um vierbeinige Freunde geht. Und der neue, noch ganz kleine Hund meiner Schwestern ist süss, Junge, Junge, schlabbernd und wuselig und dermassen knuffig, dass ich um ein Haar mit ihm getürmt wäre. Immerhin hat meine Schwester uns Schokoküsse dagelassen. Als Ersatz, als süsser. Leider hat meine Kleinste die Packung in die Finger gekriegt und deckelknabbernd ihre Visitenkarte hinterlassen…
So. Genug zurückgeblickt. Mittlerweile sitzen drei meiner Kinder neben mir am Wohnzimmertisch und warten auf Mamas uneingeschränkte Aufmerksamkeit, mein Mann ist nach Hause gekommen und wird gleich tütenweise Wocheneinkäufe reinschleppen, und ich möchte wetten, dass meine kleine Bohne im Auto doch noch eingeschlafen ist. Zeit für mich, zu gehen, wie es scheint.

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Wochen-Ende

DSC_9307* bei Kerzenschein noch ein bisschen träumen vom Landleben *

DSC_9428* kniffelkleine Fortschritte im Kinderzimmer bewundern gehen *

DSC_9426* den ersten Coleslaw meines Lebens machen *
(meine Kleinste ist ganz verückt danach, der Rest das Bande eher weniger)

DSC_9381* in hunderttausendundzwei Buchgeschichten eintauchen *

DSC_9427* ein weissgestrichenes Brett an die Wand dübeln. Und mich unsinnig freuen daran *

DSC_9404* die Küchen erfüllen mit Kinderlachen, Schokoduft und ziemlich viel Geklecker *

DSC_9419* Schokocupcakes schnabulieren, nicht hübsch, aber köstlich und mit Liebe gewürzt *

DSC_9371* wieder Ordnung schaffen. Überall. Immerzu *

DSC_9367* weitermachen. Voller Vorfreude *

Es war ein wunderbares Wochenende. Sehr intensiv, sehr tüchtig und lebhaft und unordentlich, aber irgendwie trotzdem ausbalanciert.
Das Leben fühlt sich vollkommen anders an, sobald mein Energiehaushalt stimmt. Schöner. Besonders das Familienleben, wo ich immer wieder die grossen und kleinen Wechsel der verschiedensten Gemütslagen eingermassen handeln sollte, da ein Tränchen abwischen, dort ein paar ernste Worte anbringen, hier vermitteln und anderswo ermutigen, ermuntern, anleiten. Und dann bin ich ja auch noch da, ich mit meinen Höhen und Tiefen und einem auch nicht unbedingt ausgeglichenen Charakter und vielen kleinen Hungern, die gestillt werden wollen…
Es ist einfach schön (und für mich ein kleines Wunder), wenn ich es schaffe loszulassen. Wenn ich das Haus als Werk, Lebens- und Spielort betrachte und mich befreie vom Anspruch alles im Griff zu haben. Wenn die Kinder so wirklich Kinder sein dürfen, in der Küche klecksen und von drinnen nach draussen und wieder zurück stapfen mit Kram und Dreck an den Schuhen, spielen, vertieft und frei und chaotisch ohne dass ich gleich in Panik gerate, weil mir alles über den Kopf zu wachsen droht.
Ich glaube, was ich mir eigentlich wünsche als Mutter ist, mit dabei sein zu können, in aller Ruhe und mit der Geduld, die es braucht. Mitleben, mitgehen, mitspielen- und es dann auch schaffen, jedes meiner Kinder zum Schluss wieder zurück zu pfeifen und beim Wegräumen, Ordungschaffen und Saubermachen anzuleiten. (Das finde ich manchmal echt schwierig)
Ich mag es, wenn das Leben lebendig ist. Ich mag Kinderprojekte und das Zusammensein in all seinen Facetten. Aber ich liebe es auch, wenn alles sein Plätzchen hat. Ich liebe Strukturen und Schönheit und die Ruhe eines ordentlichen Raumes.
Zwei Gegenpole, nicht unvereinbar, aber schwer zusammen zu bringen…

Nun, ich arbeite daran. Ein Wochenende wie dieses macht Mut. Es lässt ahnen, dass vieles möglich ist, wenn die Balance stimmt und ich selber ausgeruht bin, zufrieden, satt und erfüllt von guten Dingen und Momenten.
Den morgigen Tag einer neuen Woche wieder mit einer brennenden Kerze beginnen… das nehme ich mir vor zum Abschluss.

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Wochenende: Messy

Ach, ihr Goldschätze, ihr! Wenn ich könnte, würde ich jetzt ‘ne Arie schmettern, eine voller Freude und Dankbarkeit und italienischen Emotionen… Die vielen, wunderbaren Trostworte, eure langen, wirklich persönlichen und sehr facettenreichen Lieblings-Buch-Listen zum Thema Mama-Tum und Kind-Sein und den wunderbaren, aber auch unsagbar anspruchsvollen und wertvollen Verflechtungen, die daraus entstehen… Ich danke euch. Wirklich. Danke, Danke, Danke, Danke… DANKE!  Es hat mir unendlich wohl getan, eure lieben Kommentare zu lesen, bei Amazon zu stöbern (und dabei meine Wunschliste aufzustocken), Websites zu besuchen und mir schon einmal das eine oder andere Interview via Webradio anzuhören. So wohl… so gut… Beim Aufwachen heute morgen war mir fast, als wäre der ganze triste Gefühls-Sumpf, in dem ich die letzten paar Tage festgesteckt hatte, bloss so eine Art bedrückender Tag-Traum gewesen, ein Schattengebilde ohne Beziehung zum realen Leben…
Danke euch. Nochmals. Danke von ganzem Herzen und aus tiefster Seele; Ihr habt mir einmal mehr den Tag gerettet- und mir ‘zig neue, wirklich stärkende Impulse geschenkt, denen ich nur zu gerne nachgehe, heute abend noch, aber auch später, immer wieder wahrscheinlich, denn die Liste ist lang geworden und herrlich breit gefächert, ich freu’ mich so darüber!

Diese Art von Chaos, dieses innere Tohuwabohu, wo man kaum noch weiss, wo oben und unten ist, wo man anfängt oder aufhört und wie man wieder zu einer einigermassen gesunden Balance finden soll, verlor sich dann auch mit einem unerwartet sanft und friedvoll ausklingenden Samstagabend. Die Schatten wurden wieder zu Schatten. Die Dinge zurück an ihren Platz gerückt. Und heute morgen pochte mein Herz wieder zuversichtlich kraftvoll in seinem alten Rythmus. (Danke! Hab’ ich mich eigentlich schon bei euch bedankt?)

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Das messy Chaos meines Sonntages war dann auch völlig anderer Natur: Üppig ausgedehnt über praktisch alle Räume dieses grossen, verwinkelten Hauses und einem mir noch immer rätselhaften Gesetz folgend immer wiederkehrend, all meinen Putz- und Aufräumaktionen zum Trotz. Heftig, ja, aber äusserlich und so eigentlich kein Grund zur Sorge.
Seit mein kleinster Rabauke sämtliche Türen des Hauses (und sogar das Gartentürchen!) selber öffnen kann, ist natürlich rein gar nichts mehr sicher. Und wir alle dementsprechend auf Hochtouren, was die Behütung und Betreuung dieses kleinen, unglaublich energischen Klabautermädchens angeht. Trotzdem wird es “messy”, wo immer sie hinkommt. Küchenschränke, Bauklotz-Konstrukte, Brettspielschachteln, der Basteltisch der grossen Geschwister, wo gerade heute wieder eifrig und verblüffend einträchtig mit Pfeifenputzerstäben gewerkelt wurde- die Welt ist ein Spielplatz. Findet sie. Ein Klassenzimmer auch für neugierige Dreikäsehochs. Und wo immer man nicht hinkommt, schiebt man einfach einen Stuhl hin.
Das Bananenschiffchen auf dem Teller hat meine 7jährige gemacht. Als süsse Nachmittags-Überraschung für ihre liebsten Leute. Wie glücklich sie war. Eifrig und vertieft und zufrieden. Bananen, Papas Johannisbeergelee, ein Rest Rahm aus dem Kühlschrank und -als I-Tüpfelchen- die eiserne Ration M&Ms aus ihrer ganz geheimen Süssigkeitenbox, die sie immer in ihrem Zimmer vor uns allen versteckt und nur dann hervorholt, wenn sie unbedingt was Süsses braucht, als Tröstung oder einfach nur so…  “Messy”, auch das. Bananenschalen, Schwingbesen, Marmeladekleckser und klebriges Besteck, passend ergänzt durch das ganze Geschirr und Geschlabber, das ich mit meinen parallel dazu zusammengemantschten Schokoladen-Cupcakes veranstaltete. Aber diese Art von Chaos… war wunderbar. Wohltuend. Heimatlich. Mit einem besänftigten Geist und einem einigermassen ausgeruhten Körper lässt sich so ein wochenendliches Familien-Lebens-Chaos fast schon geniessen
(Wobei ich mich schon auch freue auf wieder aufgeräumtere Tage *zwinker*)

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