Archiv der Kategorie: this moment

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Ein kurzer Gruss von mir an euch. Die Kleinste schläft, Kind1 brütet in der Schule über einem Vortrag, Kind3 (mein Mädchen) empfängt gerade Besuch von einem ihrer liebsten Freunde (der allerdings just in diesem Moment unsere umfangreiche Donald Duck-Sammlung entdeckt hat *hüstel*), mein Kindergartenkind, von oben bis unten schneeweiss gekleidet (“Jetzt bin ich fast ein Panda!”) gfätterlet hier und dort und beobachtet zwischendurch, was wir anderen so treiben und Kind2 wird demnächst herzitiert, weil ich sein neues und einziges Paar Jeans bis morgen kürzen muss. Er darf eine seiner Tanten, die Lehrerin ist, für einen Tag begleiten, und ausgerechnet an ihrer Schule sind Trainerhosen -sein Everyday-Alltags-Outfit- ein absolutes No Go. (Mir völlig unveständlich, wieso so was derart gewichtet wird, ich meine, da gäbe es doch wirklich wichtigere Themen, aber wie auch immer).
Mein Motivationsproblem hält sich. Aber ich bleibe dran. Gestern und heute sind immerhin zwei neue (bzw. alte) Bücher von Victoria Clayton bei mir angekommen, und ich musste natürlich sofort loslesen, hihi. Miss Read scheint unterwegs verschollen zu sein, doch ich habe Ersatz beordert. Ausserdem gibt es Kaffee, einen neuen Wohlfühlsong in meinem Ohr und ein neues Lieblingsrezept für heisse Schokolade, mit dem ich mir gestern nacht den Abend versüsst habe (Das hier, allerdings schwappe ich die geschmolzene Schokolade lieber über die fertige Schokomilch mit Rahmhaube, statt sie unterzurühren).
Gar nicht mal so übel, all das.
Und nun weiter im Text.

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Post bekommen

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Ja, Post hab ich bekommen- und was für welche!
Ich wusste zwar, dass ich bei Mamaniflora den Hauptgewinn ihrer Massage-Öl-Verlosung gewonnen hatte -was kein Kunststück war, denn ich hatte (unglaublich!) als einzige teilgenommen- aber mir war natürlich nicht klar, was für ein zauberhaftes Päckchen sie mir zusammenstellen würde. Ein Alhambra Massageöl mit einigen meiner liebsten ätherischen Ölen, extra für mich zusammengestellt, mit Rose also, Lavendel, Orange und Sandelholz. Dann ein Fläschchen Immun-Sirup, selbstgemacht, und wunderbar mild mit einem warmen Geschmack nach Holunderbeeren und Zimt, Ingwer und Thymian. Eine kleine Dose Sheasahne, die wunderbar frisch und leicht nach Zitrusfrüchten duftet. Und ein Beutelchen Kalziumtee, was mich nun ehrlich verblüfft, denn ich habe seit längerem den Verdacht, dass zu meinem Eisen- und Folsäuremangel vielleicht auch ein Kalziummangel bestehen könnte, so wenig Milchprodukte oder Samen, wie ich zu mir nehme- und das nach erneuten zweieinhalb Jahren Stillzeit. MamaniFlora ist Langzeitstillerin wie ich. Vielleicht hat sie ja so was in der Art geahnt, wer weiss…
Ganz bezaubert bin ich von dieser feinen Auswahl wahnsinnig schöner und doch so alltagstauglicher  Dinge. Und dann diese Etiketten! Echte Kunstwerke, im Miniaturformat und unglaublich zart gezeichnet und märchenhaft coloriert. Ich weiss, es klingt abgedroschen, aber mir verschlug es praktisch den Atem, als ich diese kleinen Zaubereien sah…
Würde sie einen Etsy-Shop eröffnen mit Tees und Ölen, Naturkosmetik und ihren verträumten Illustrationen, ich wäre garantiert ihre erste Kundin!
Und es passt alles. MamaniFloras Blog ist genauso feinfühlig und kunstvoll, geprägt von ihrer Liebe zur Natur und dem einfachen, authentischen und dennoch ungebundenen Leben im Kreis der Familie. Ich bewundere ihr schönen Fotos und die Klarheit, mit der sie sich genau diesen Idealen verschreibt und auch wirklich lebt, was sie liebt. Ich bewundere die Lebensliebe und Furchtlosigkeit, die für mich aus ihren Posts spricht- vielleicht auch deshalb, weil das Reisen mir selber jede Menge Angst macht und ich noch immer nicht weiss, wie ich es anstellen soll, dass ich inmitten des Familientrubels nicht in meiner Rolle als Mutter steckenbleibe, sondern mich selber weiter entfalten, mir die Zeit nehmen kann, um in mich hinein zu horchen, draussen in der Natur zu sitzen, mal wieder zu malen oder Gedichte zu schreiben, alles Dinge, die mir früher, vor den Kindern, so nah und selbstverständlich waren. MamaniFloras Blog erinnert mich an diese niemals ganz still gewordene, sehnsüchtige Seite in mir, die doch mit den Jahren immer leiser und verschwiegener wurde.

Ich werde jetzt jeden Tag einen Löffel Immun-Elixir nehmen und mir noch heute abend eine schöne Tasse Kalziumtee aufbrühen (gleich nach dem Frauenmantel-Tee aus Ritas Garten). Meine vom Putzen (oh diese Badezimmer!) rau gewordenen Hände creme ich mir sorgfältig mit Sheasahne ein, und eine kleine Enspannungsmassge vor dem Einschlafen wäre natürlich auch sehr schön…
Lauter Wohlfühl-Momente. MamaniFlora-Momente. Mit dieser einen, grossen, so wichtigen Botschaft für mich: Auch wenn du für andere sorgst und auf alles mögliche acht gibst. Verlier dich selbst nie ganz aus den Augen.

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Mensch, wie müde ich bin. Die superspecialfeiertägliche Phase hat ihr Tribut natürlich umgehend nach Kind2′s Geburtstag eingefordert und mich absolut erschöpft zurück gelassen. Ich hätte es wissen müssen; Nach einem Hoch folgt fast immer ein (kleines) Tief… Trotzdem war ich ab und zu draussen, was keine Selbstverständlichkeit ist bei mir altem Stubenhocker, aber gerade die Zappelliese verlangt immer wieder lautstark nach frischer Luft und ihrem heissgeliebten Spielplatz (“Mami, Piipatz!”), und fast jedes Mal, wenn sie es geschafft hat, mich aus der Haustüre zu bugsieren, bin ich ihr dankbar dafür.
Der Herbst hat alles fest im Griff. Er schmeisst mit Kanadarot, Pumpkinorange und warmem Gelb um sich und rüttelt die Blätter von den Bäumen. Die Kastanien sind schon bald kahl, der Boden unter ihnen dafür umso weicher gepolstert, und wenn ich vor dem Schulhaus stehe, steigt mir der Geruch von Herbstwald in die Nase.
Ja, es lohnt sich, in die Schuhe zu schlüpfen und mir mit meinen Kleinen unterm Arm einen Weg durch das Chaos nach draussen zu suchen, vorbei an herumliegenden Schultornistern und achtlos im Flur liegen gelassenen Jacken. Der Herbst ist so schön. Wahrscheinlich ist er sogar der Beste.
Bin ich einmal draussen, merke ich, dass ich eigentlich so schnell gar nicht wieder rein will…

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gern gemocht

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Die letzte Woche war gar nicht mal so übel. Mein Kindergartenkind blieb von Dienstag an zuhause, einer starken Erkältung mit leicht fiebrigen Episoden wegen, und auch wenn manche Augenblicke genau deshalb ein bisschen happig waren, blieb mir doch das ständige Hin- und Her von Zuhause zum Kindergarten und zurück erspart, mitsamt den unschönen und tränenreichen Abschieds-Momenten. Das verschaffte mir eine ganze Menge mehr Luft, auch emotional und nervlich, und ich konnte nur staunen, wie viel ausgeglichener auch mein Kind selber wurde, mit jedem Tag ein bisschen mehr, und auch meine Kleinste, die das Getrenntsein von ihrer grossen Schwester bis heute noch nicht recht verstehen und akzeptieren kann, wie mir scheint, wurde ein Stück weit zufriedener in diesen geschenkten Tagen. Besonders schön war jener Morgen, an dem die beiden Kleinen bis fast um halb zehn ausschliefen. Freie, stille Stunden (kaum hatte ich die drei grösseren Schulkinder aus dem Haus). Wunderwunderschön!
Aber auch sonst gab es viel Gutes für mich. Für uns.
Die Kiste voller Schätze, die muss ich gleich als allererstes nennen, ja, die Kiste voller Schätze in Form von Wohnheftlis und neuem Lesestoff, garteneigenem Frauenmäntelitee und einem in Seidenpapier gehüllten nigelnagelneuen Wollschal in meinem Lieblingsgrün… Ich hab’ mich so gefreut, als es an der Tür klingelte und draussen ein einsames Päckchen lag (der Postbote macht sich immer in Windeseile aus dem Staub, ich glaube, der spurtet immer regelrecht los, kaum hat er die Klingel gedrückt). Ein Päckchen von Rita, diesem Engel…
Den Schal seht ihr übrigens auf dem vierten Bild, mitsamt meinem immerzu nur weiter wachsenden Eingangs-Chaos, an das ich mich mittlerweile schon halbwegs gewöhnt habe, denn der Eingang wird ja nicht geräumiger, die Jacken und Schuhe und Taschen und Helme meiner Kinder aber immerzu grösser und zahlreicher. Es ist ein feiner Rundschal, einer, den man einfach so überziehen und entspannt und ohne je zu schwitzen den ganzen Tag lang damit rumlaufen kann, ohne ihn recht zu spüren. Nur wenn man ihn auszieht, dann merkt man mit einem Mal, wie schrecklich kalt es plötzlich ist, so ganz ohne wolligen Nackenwärmer. Ich mag ihn mehr als ich sagen kann. Und Rita natürlich auch.

Und was mag ich sonst noch…? Smarties-Pferdchen, meine Kleinste und ihre Aufreih-Leidenschaft und die kurzen Abschnitte herbstlichen Sonnenlichts, die mir manchmal, wenn ich Glück habe und der Hochnebel uns kurz verlässt, in die Küche reinspienzlen. Es ist ein goldenes Licht, eines, für das ich sehr dankbar bin, denn es taucht alles in Honigglanz und lässt den Holzboden so schön strahlen, ganz ohne die Hitze des Sommers, die ich ständig aussperren musste, um den Sommer erträglich zu machen hier in diesem alten Haus.
Ich mag den Crumble, den ich ausprobiert habe, mit Zwetschgen und Apfelspalten, obwohl er ziemlich mächtig war und etwas zu süss, und ich glaube, ich mag ihn deshalb, weil er einfach mal was Neues war, was Anderes, etwas, das ich noch nie gemacht habe bisher.
Kind2, der sich vom eher schrägen Musikgeschmack seines grossen Bruders emanzipiert hat (der hört Sachen wie Asap Mob und einen gänzlich unmöglichen österreichischen, jungen Typen, dem ich nicht zuhören kann, ohne rot zu werden, aber ich bin ja auch langsam alt und empfindlich *hüstel*). Kind2 hat diese Woche -man höre und staune- “die Prinzen” für sich entdeckt. Hach, die guten alten “Prinzen”. Was hab’ ich die gern gehört damals in den 90ern, “Millionär” und “Küssen verboten” oder “Mein Fahrrad”, rauf und runter liessen wir die CD spielen (oder war’s noch eine MC?). Der Lieblingssong meines Jungen ist aber der hier (“Chronisch pleite”). Und den hier (“Be Cool Speak Deutsch”) findet er auch ziemlich toll, was mich schlichtweg umhaut, denn irgendwie ist es doch komisch, wenn das eigene Kind, das früher (trotz häuslicher Zensur) für Eminem schwärmte, plötzlich mit Sachen ankommt, die ich selber mal gemocht und gehört habe und die ich eigentlich, wenn ich’s mir recht überlege, immer noch mag (bis auf die Music Clips). Komisch ist das, ja, aber in einem ziemlich erfreulichen Sinn, meine ich. Und, ganz ehrlich; diese Männer können immerhin singen, treffen alle Töne und bringen recht ordentliche A-Capella-Klänge zustande- was man von vielen heute enorm gut verdienenden Stars und Sternchen nicht unbedingt behaupten kann. (Aber wie gesagt, ich werde alt und empfindlich.)

Aber nun zu meinem Gern-gemocht-Hitparaden-Liebling: Ist der kleine, rote Papierdrache meiner Grossen nicht einfach hinreissend?! Sie hat ihn diese Woche ganz im Stillen in ihrem Zimmer gebastelt und sich all die Details selbst ausgedacht, die in winzigen Schlitzen am Rücken befestigten Flügelchen, die Spuck-Flamme, die richtig aus dem Maul herausschiesst, der im Inneren des Drachen befestigte, gezackte Schwanz. Er lebt in seiner eigenen Vulkan-Landschaft und hat mein Herz selbstredlich im Sturm erobert…
Wenn ich so zurückblicke, muss ich eigentlich sagen; Eine gute Woche war’s.
Ehre, wem Ehre gebürt.

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