Archiv der Kategorie: Themen-Reihen

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 Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Sooo viel zu tun, zu tun, zu tun… Die Ferientage verpuffen im Nichts- und sind doch so gewichtig und wohltuend auf ihre Weise.
Und das ist mein Tagesziel heute, mein Wochenziel vielmehr, mein Ferienziel vielleicht sogar: Mein “Homestead”-Schaltuch soll heute noch fertig werden. Jawohl. Zum Schulanfang brauche ich echt was Kuschliges, das mich frühmorgens, wenn ich mit meinen beiden Kleinsten raus in die Kälte trete und den Widerstand meines Kindergartenkindes nur allzu schmerzlich mitfühle, liebevoll und warm umarmt.
Vielleicht sollte ich ihr auch einen Schal stricken?
Aber… schon halb elf. Bald Mitternacht. Ich muss mich sputen, wenn ich mein Ziel noch erreichen will…

PS. Um mir die vielen, immer länger werdenden kraus rechten Reihen zu versüssen, gucke ich gerade “Partners in Crime”… Krimimässig zwar etwas zu nervenkitzlig für mich, aber ich mag den “Hart aber Herzlich” Touch aus meiner Jugendzeit. Und spuhle einfach skrupellos nach vorn, sobald es mir zu wild wird ;-)

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ein Bild erzählt: dazwischengeschoben

Manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Und manchmal hilft ein Bild auch, Worte zu finden, Dinge neu zu sehen, den Moment besser zu erfassen, den Alltag zu ent-wirren, Alltags-Erinnerungen zu schaffen. So wie hier.
Ein Bild erzählt

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Abend-Genuss auf der Couch. Ich koche mir Tee (Grüntee), knabbere Sirupwaffeln (alle schon weg, als ich dieses Foto hier knipse), hieve den Strickkorb neben mich aufs Sofa und blättere eine Weile durch die beiden Hygge-Wohnbücher, die Kind1 mir aus der Leihbücherei mitgebracht hat. (Das hier finde ich ganz nett, das hier hingegen gefällt mir gar nicht, keines von beiden würde ich auch wirklich kaufen. Ein Hoch aufs Bücher-Ausleihen!)
Bevor ich Platz finde für meinen Kram, muss ich einiges beiseite schieben und so die eigens und sehr liebevoll für unsere Puppen und Plüschtiere gedeckte Mittagstisch-Szenerie ruinieren. Meine Kleinste hat heute nachmittag extra “Pfannkuchen” gebacken (das wären dann die Spitzendeckchen) und sonstwie Kulinarisches aufgetischt (Filzbällchen in Eichelhütchen, mein Mädchen hatte diesen Herbst so eine Phase, nachdem wir während eines stürmischen Herbstspazierganges viele ausserordentlich schöne und grosse Eicheln gesammelt hatten). Ich bin ganz entzückt,wie ausdauernd und seelig meine Kleinste nun spielt. Sie und ihre 3 Jahre ältere Schwester sind ein prima Puppenmutti-Team geworden, und wenn sie sich nicht gerade in den Haaren liegen (mein armes Kindergartenmädchen hat schon ein ganz vernarbtes Gesicht- und meine Kleinste offenbar zu lange Nägel *hüstel*), können sie stundenlang in ihrer heilen Kuscheltierwelt versinken. Die grässlichen Picknick-Teller, die sie heute aber aus den Tiefen des Geschirrschrankes ausgegraben haben, die müssen wieder weg. Ich mag keinen Kunststoff. Sie schon. Die kleinen Holzteller- und Becher, aus denen ihre plüschigen Liebsten normalerweise zu speisen pflegen, finden sie aber auch ganz nett, wahrscheinlich konnten sie die in ihrem ganzen Spielchaos einfach nicht finden.
Das Braune dort hinten in der Tischecke, wäre das vor Ewigkeiten angefangene und dann frustriert beiseite gelegte Kleidchen “Rosa”. Noch immer finde ich es allerliebst, und jetzt, da ich immerhin zum zweiten Mal an einer Jacke mit verkürzten Reihen gearbeitet habe, ohne dass es dramatisch wurde, traue ich mir einen neuen Anlauf langsam zu. Der Kragen meiner “Canvas Cardigan” wurde fertig heute (was aussieht wie ein Zahnstocher ist die abgebrochene Spitze meiner Olivenholz-Rundnadel!), vielleicht schaffe ich noch eine der beiden Knopf-Knopfloch-Leisten, wenn ich mich spute, und sobald ich fertig bin mit dieser Wolljacke (jey!), könnte ich mich ans Wegstricken alter Strickkörbchen-Hüter machen. Das liegt mir schon lange auf dem Magen, all das Zeug, die angefangenen Projekte oder kaputten Sachen und zerschlissenen Kleider, die ich längst schon in Ordnung bringen wollte. Bevor ich etwas ganz Neues anschlage, sollte ich vielleicht wirklich Tabula Rasa machen. Wenigstens in Sachen Woll-Projekte…

PS. VIELEN DANK für all die süssen Geburtstags-Glückwünsche! Ich habe mich sehr gefreut, so nette Zeilen unter meinem letzten Post vorzufinden und alles quasi dauerlächelnd gelesen…

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Dies und das

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Fast neun Uhr abends. Wenn ich Glück habe, schlafen die Mädchen jetzt. Meine Kleinste liess ihren Mittagsschlaf heute aus, und ich hatte überhaupt nichts dagegen einzuwenden, denn die letzten Tage wurde es wahnsinnig spät mit ihr (halb elf oder so), weil ich es nachmittags einfach nicht übers Herz brachte, sie aus ihrem Nickerchen zu wecken. Neun Uhr ist okay, mehr noch; es ist wunderbar, weil noch ein rechtes Restchen Abend übrig bleibt, in dem sich einiges stricken lässt, so die eigenen Kräfte es erlauben (und sofern die aktuelle Stelle im Roman nicht so spannend ist, dass ich gleich bei den Kindern im Dämmerlicht im Bett hängen bleibe). Natürlich wäre halb neun noch wunderbarer. Und acht Uhr schon unverschämt grossartig.
Nun gut.
Mein letzter Eintrag liegt ein paar Tage zurück, was damit zu tun hat, dass ich häufig zu schlapp war fürs Schreiben und ohnehin nicht recht wusste, was ich hätte erzählen können. Manchmal habe ich einfach nicht viel zu sagen. Die Tage waren grau und kalt und immer ein bisschen schwermütig und einerlei. So schwermütig, dass ich mir nicht anders zu helfen wusste, als Packungsweise Wäsche und andere Textilien zu färben, um meinem Tag wenigstens ansatzweise so was wie kreativen Flow zu verpassen. Auf der anderen Seite gab ich Vollgas in Sachen Jackenstricken, was tatsächlich eine Freude ist; gerade jetzt bin ich beim zweiten (!) Ärmel meiner blauen “Canvas Cardigan”, wobei ich sowohl die Ärmel als auch den Körperteil länger mache als in der Anleitung angegeben. Ich brauche einfach etwas Warmes, Kuscheliges, jetzt wo die Tage immer fröstliger werden. Die ganze Zeit über sehne ich mich schon nach etwas so richtig mummelig Warmem, in das ich mich einlullen kann, wenn ich morgens todmüde in einem eisigen, alten Haus runter in die Küche tappe, um mir meinen Morgenkaffee zu brauen. Gerade die Morgen sind so hart. So früh und ungnädig. Und dann jedes Mal der Aufbruch mit zwei kleinen Kindern raus in die herbstlich graue Kälte *brrr*. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich darauf brenne, dieses Jackenprojekt endlich abzuschliessen und reinschlüpfen zu können…!
Um ehrlich zu sein, habe ich die unendlich vielen Runden glatt rechts auch langsam ein wenig satt. “Anja” lockt sirenengleich, was kein Wunder ist nach so vielen Stunden blauer Wolle und rechten Maschen bis zur Unendlichkeit. Um mir Mut zu machen, habe ich schon mal eine Maschenprobe mit dem dafür reservierten Alpaca-Garn gemacht- und dabei Feuer gefangen, voll und ganz. Das naturfarbene, braune Garn von “Alpacacolor” ist ein absoluter Traum von Wolle! So wahnsinnig soft, richtig halsschmeichlertauglich und wunderbar naturbelassen. Dass jeder Knäuel von A bis Z hier in meiner Heimat hergestellt wird und von garantiert “glücklichen”, liebevoll umsorgten Tieren stammt, macht den eher hohen Preis für mich absolut wett, denn nachhaltiger, gesunder und fairer geht es nun wirklich nicht mehr, oder? Jedenfalls freue ich mich wie verrückt darauf, eines Abends dann in meine neue, blaue Strickjacke gewandet auf dem Sofa zu sitzen und mich mit den herrlichsten Alpacagarnen an einem ersten Fair Isle Projekt zu versuchen.
Und sollte es nicht recht klappen, werden Pulswärmer daraus (die hier finde ich einfach hinreissend!).

Was könnte ich sonst noch erzählen?

Dass wir es heute ausnahmsweise mal wieder zur Kirche geschafft haben, aber derart knapp, dass für einen Kaffee keine Zeit mehr blieb, was mir Kopfschmerzen bescherte und ein ganz schummriges Gefühl (koffeinabhängig, zweifellos). Aber immerhin, wie waren da. Dass Herr Kirschkernzeit einen kleinen Quittenbaum in die Mitte unseres Gartens gepflanzt hat, wo er ganz zauberhaft aussieht und sogar noch Laub trägt, grün fast noch, während der Rest der Bäume mittlerweile praktisch kahl ist. Gestern und heute kam es mir vor, als würde es gelbe Flocken schneien, dabei waren es nur die Birken, die ihr Goldlaub an den Herbstwind verloren.
Dass ich mich jetzt schon freue auf die Schwarzwäldertorte, die mein Liebster gerade in der Küche nebenan zusammensetzt, obwohl dazu eigentlich kein Anlass besteht und er ohnehin schon zu viel um die Ohren hat, der Arme. Wobei, vielleicht sind gerade das ja die besten Gründe für eine opulente Torte?
Dass ich mich ausserdem freue aufs Weiterstricken heut abend und auf mein warmes Bett und meinen Geburtstag nächste Woche und darauf, dass die Sonne wieder scheint und das Laub ein letztes Mal schimmert wie goldene Konfetti, bevor der Regen es matschbraun färbt.
Mehr fällt mir jetzt nicht ein.
Nun ja, dafür, dass ich eigentlich nichts zu erzählen hatte, ist dieser Post hier ganz schön lang geworden…

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Wochen-Ende: mollig wollig

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Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen der Gemütlichkeit. Wir waren… ziemlich häuslich, und wenn ich es mir recht überlege, war es genau das, was wir alle gebraucht haben und was die letzten zwei Tage so gut gemacht hat für uns.
Das frühe Aufstehen (6:45 Uhr) unter der Woche und meine vor allem morgens sehr straffe Terminplanung mit Kinderaufwecken, Anziehenhelfen, Frühstückmachen, Zähneputzen und Haare bürsten, Znüni-Zusammensuchen, Jacke-, Schuhe- und Leuchtstreifen-Überstülpen und dem emotional eigentlich nie wirklich entspannten Weg mit meinen beiden Kleinsten zum Kindergarten… das macht mir erstaunlich schwer zu schaffen. Ich bin manchmal schon am Vorabend erschöpft und kämpfe zunehmend mit meiner Motivation. Und mein Magen rebelliert, was nichts Neues ist bei mir, aber ein recht diffuses Symptom, das ich bisher für vorübergehend gehalten hatte, das mich nun aber dauerhaft begleitet, wie es scheint. Interessant finde ich ja, wie rasch mein Körper sich wieder gesund anfühlt, sobald ich mich auch innerlich wohl und entspannt fühle und das Leben mir Freude macht.
So wie an diesem Wochenende, wo irgendwie alles stimmte und mir selbst eine zweite Tasse Morgenkaffee nichts anhaben konnte…
Ich will jetzt hier gar nicht viele Worte verlieren, denn mein Wochenstart war wiederum recht vollgepackt und dank Laternenumzug der Schule inklusive zu betreuendem Rübenschnitzen im Kindergarten gleich noch einen Zacken durchorganisierter. Es könnte sicher nicht schaden, heut nacht mein Nachtlicht für einmal vor elf zu löschen, aber für einen kurzen Rückblick reicht es noch, denke ich…
Denn das hier war einfach wunderbar:
Die Caramels, an die ich mich gewagt habe, in einem spontanen Anfall von Experimentierlust, und weil ich den Eindruck hatte, aus diesem Buch hier, das schon seit einiger Zeit unbenutzt in meiner Küche steht, endlich auch einmal etwas nachkochen zu müssen. Ich hatte mir vorgestellt, mit Zucker, Butter und der einen Tube Kondensmilch, die ich mir vor Ewigkeiten mal für irgendwas gekauft hatte, ganz auf die Schnelle ein paar Caramellen zaubern zu können, war dann aber recht erstaunt, als dieses Unterfangen vielmehr eine Stunde in Anspruch nahm- und damit praktisch den ganzen Mittagsschlaf meiner Kleinsten “verbrauchte”… Trotzdem war das Resultat eine echte Offenbarung mit hochgradigem Suchtfaktor, und das, wo ich bis anhin immer der Überzeugung war, ein vollprozentiger Schokomensch zu sein, dem Caramel eher zu unverblümt süss wäre. Weit gefehlt. Auch wenn’s Zeit kostet und einiges an Aufmerksamkeit vor dem Kochherd erfordert: Das mach ich bestimmt wieder einmal.
Zweites Highlight war der Pompon meiner Tochter, den sie aus ein wenig Restewolle ihres salatgrünen Strick-Pullovers gemachte hat. Er ist rund und lustig und ihr ganzer Stolz- und bambelte heute abend beim Laternenumzug fröhlich von ihrer Wollmütze. Besonders schön fand ich, dass sie ihren ersten Bommel von A bis Z alleine machen konnte und wollte und ich nichts weiter zu tun hatte, als ihr dabei zuzuschauen und ein wenig beim Abbinden zu helfen. Pompoms sind so eine feine Sache. Ich sollte mir wirklich auch mal welche machen. Wollreste gibt es hier schliesslich mehr als genug, und eine Mütze mit Bommel ist… nun ja, eben eine Mütze mit Bommel.
Und das hier fand und finde ich gleich ebenso schön: Ein paar Knäuel Wolle -ja, noch mehr Wolle- Alpaca aus der Region, versponnen ebenfalls in der Schweiz und von Hand mit Pflanzenfarben gefärbt. Ich habe die Alpaca-Bäurin samstags an einem Handwerksmarkt getroffen, und mir war augenblicklich klar, dass ich ihren Stand nicht ohne das eine oder andere Schätzchen verlassen konnte. Jetzt habe ich genügend Wolle für eine süsse, kleine Anja-Hat beisammen. Braun schwebt sie mir vor (ungefärbt), mit zweifarbig grünen Blätterranken und zu einer Art Blüte umfunktionierten altrosa Schneekristallen. Ich drücke mir schon mal selber die Daumen, dass ich dieses erste FairIsle-Projekt auch wirklich fertig bringe. Vor etwa einem Jahr hatte ich schon einmal einen Anlauf genommen und mich auf ein kleines Beutelchen aus dem Making-Magazin gestürzt, auf den “Sea Urchin Treasure Bag”, den ich noch immer absolut bezaubernd finde. Leider kam ich mit den miniaturkleinen Charts überhaupt nicht klar und mit dem Vergrössern von Magazin-Kopien ebensowenig, also warf ich kurzerhand das Handtuch. Mal sehen, ob’s beim zweiten Anlauf besser klappt. Ich meine; auf der “Anja”-Mütze ist immerhin sogar ein Bommel mit drauf…

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