Archiv der Kategorie: Stricken

Januar-Giveaway: eine „Classic Cuffed Hat“ aus Tosh DK

Draussen schneit es. Zweiter Schnee in dieser Saison, und wie immer wird uns die Pracht wahrscheinlich nur kurz erhalten bleiben. Also sind die Knirpse draussen und geniessen, was zu geniessen ist, dick verpackt in warmen Leggins, Regenhosen, Jacken, Mützen, Schals und Handschuhen. Ohne all diese Schichten geht gar nichts im Winter. Das Anziehen dauert zwar immer ewig, aber die Freude an den weissen Winterwatteschichten macht jede Sekunde davon wieder wett…
Ausserdem stricke ich wirklich gerne wollige Kleinigkeiten. Mützen ganz besonders. Nichts ist meditativer als Mützenrunden-Stricken…

Diesen Winter habe ich -dank diesem Post hier vom Strickcafé- die Purl Soho „Classic Cuffed Hat“ für mich entdeckt; schlicht, einfach, schnell.
Was will man mehr?
Vielleicht noch einen Strangen besonders schöner Wolle?
Kann man haben: Ein Ball dunkelblaue „Tosh Chunky“ aus meinen Vorräten hat bereits ein recht hübsches Mützen-Exemplar abgegeben. Und der Strang „Tosh DK Firewood“, den ich mir vor längerem einmal gegönnt hatte, macht sich auch nicht schlecht als Wollkappe, wie ihr auf den Fotos sehen könnt.
Aber ich habe schon so viele Mützen. Meine Winter-Accessoires-Box im Flur ist ziemlich voll. Und da gibt es noch Pläne für … andere Mützen-Muster, andere Garne, die ich unbedingt ausprobieren möchte… Darum, und weil ich mich gerade mit Feuereifer in eine neue Runde KonMarie-Entrümpeln stürze; Wer von euch will sie haben, meine „Classic Cuffed Hat“ in BraunOrangeGold-Nuancen? Sie ist ziemlich weich, das kann ich euch sagen. Und eher schmal. Aber lang. Sprich, passend für einen Frauenkopf. Entweder man trägt sie ganz einfach ein bisschen slouchy oder man packt seinen ganzen Haarschopf drunter. So wie ich das meistens tue. Das Bündchen ist grosszügig, so dass die Ohren auch mit einer Mütze voller Zöpfe schön warm bleiben.

Also, fasst euch ein Herz; Wer immer sich freuen würde über diese gestrickte Kappe, hinterlässt mir einfach unter diesem Post einen netten Kommentar oder schreibt mir per E-Mail (Mail-Adresse steht rechts oben in der Sidebar. Unter anderem *hüstel*).
Einschreibe-Schluss ist bis und mit dem 10.Januar.
Ich freue mich!
(Lucy, Sonja, Biba und Frau Mava setze ich schon mal auf die Liste; ihr habt mir ja schon beim 7-Sachen-Post, wo ich ein bisschen vorfühlen wollte, ob überhaupt jemand Lust auf was Gestricktes in der Farbe „Firewood“ haben könnte, schon einen freundlichen Wink gegeben *zwinkerfreu*)

 

Und für alle, die sich gerne selber so eine Mütze stricken möchten hier noch die wichtigsten Notizen:

Muster: „Classic Cuffed Hat“ von Purl Soho
Garn: 1 Strang „Tosh DK“
Nadeln: 3.5 fürs Bündchen, 4 für die Mütze
Höhe Mütze: 32 cm (10 cm Bündchenhöhe, 22cm glatt rechter Strickteil Höhe)
Breite der Mütze (ungedehnt): ca. 21 cm breitester Teil
Ich habe in der Grösse „Adult“ gearbeitet und bin genau nach Muster vorgegangen.

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Eine diagonal gestreifte Babydecke

Ich grüsse euch aus meiner Weihnachtspause! *winkwink*
Jetzt haben wir Stephanstag und ich geniesse diese irgendwie unsichtbaren „Tage zwischen den Tagen“ mit einem Gefühl von dankbarer, zufriedener Erschöpfung, dankbar zum einen, weil es wirklich gute Dinge waren, Geburtstage, Familienfeiern, Weihnachtsanlässe in der Schule und im Kindergarten, die in der letzten Adventswoche anstanden und den ganzen Vorweihnachtsstress doch noch über uns/mich hereinbrechen liessen, dankbar aber auch, weil es jetzt fürs Erste vorbei ist und die Zeiten ruhiger werden. Weil wir ruhiger werden. Den angehaltenen Atem wieder ziehen lassen. Den Körper entspannen. Schlaf tanken.
Ja. Das tut gut. Enorm gut. Ich glaube, ich hätte wirklich keinen einzigen Tag länger durchgehalten…


Als Gegengewicht zu den letzten buchstäblich zum Platzen vollen Schul-Alltagen, habe ich wie eine Wahnsinnige gestrickt. Nachts vor allem, dann, wenn ich eigentlich hätte schlafen sollen, aber mein Kopf wollte nicht recht und ich lechzte verzweifelt nach ein paar Ich-Momenten. Kraus rechte Maschen, Reihe an Reihe und dazu die allerletzten Folgen von „Hercule Poirot“ aus meiner damit vollkommenen Poirot-DVD-Sammlung. Oder ein bisschen „Grand Hotel“. Ich habe gerne schöne Bilder und viel Zeit zum Betrachten, gerade so, dass ich zwischendurch noch einen Blick auf die Maschen auf meinen Nadeln werfen kann. Das Hörbuch von Terry Pratchet, das ich mir gerade anhöre, passt auch. Wie die Faust aufs Auge oder so.


Jedenfalls ist bei all der Hektik und dem ganzen Flimmerkistengegucke ab Laptop diese kleine, aber buchstäblich seidenfeine Babydecke zustande gekommen. Sehr einfach, sehr basic, angelehnt an die Wolldecke „Sandstorm“ von Drops, nur dass ich sie quadratisch gemacht und bei den Zunahmen eine einfachere Version, doppelt herausgestrickte rechte Maschen, gewählt habe.
Die Garne dazu –„BabyAlpacaSilk“ von Drops– lagen allesamt seit Ewigkeiten in meinem Wollregal, ursprünglich gekauft für Babykleidung vielleicht? Oder für Bettflaschenhüllen? Ich weiss gar nicht mehr so recht. Zuerst wollte ich alles ins Brocki geben, aber dann fiel mir plötzlich auf, wie hübsch die Farben harmonieren und was für eine nette, kleine Decke sie zusammen abgeben könnten. Und da ich sowieso nichts Besseres vorhatte, rein stricktechnisch… Diese Entscheidung habe ich keine Sekunde lang bereut; ich liebe diese Decke! Sie ist unglaublich zart, sehr, sehr kuschelig warm, aber gleichzeitig leicht und locker, das perfekte Gestrick, um ein kleines Menschlein darin einzuwickeln. Hätte ich nochmals ein Kind, ich würde mir exakt diese Decke wünschen. Oder sie stricken. Vielleicht mit weniger Dunkelblau in der einen Ecke und mit anderen Farben insgesamt, denn ein klein wenig zu süsslich ist sie mir schon mit all dem Babyrosa, wenn ich es so recht überlege, aber vom „Tragegefühl“ und den Farbverläufen her, bin ich wirklich schwer verliebt…


Der Trick liegt wahrscheinlich zum einen im wunderbaren Garn, das ich so wahnsinnig gerne anfasse, einem Gemisch aus Alpaca und Seide in schönen, zarten Farbtönen, zum anderen der eher grossen Nadelstärke, die dem Ganzen eine gewisse Luftigkeit verleiht (meine bisherigen Strickdecken waren immer eher zu dicht gestrickt und daher recht schwer). Ich habe mit einzelnen Fäden gearbeitet und die Nadelstärke Nr.4 gewählt, wo die „Drops BabyAlpacaSilk“ normalerweise mit einer Nadelstärke zwischen 2.5 und maximal 3.5 verstrickt wird. Bei den Farben hatte ich mit meinen ursprünglichen 7 Knäueln (die meisten waren praktisch vollständig, einige aber auch angefangen bzw. Knäuel-Reste) schlussendlich doch zu wenig Material und musste mir einen Knäuel dazubestellen, was ungünstig war, weil ausgerechnet bei der BabyAlpacaSilk im Rosa-Spektrum keine passende Farbe mehr erhältlich war. Also wich ich auf die Drops „Alpaca“ aus, die recht ähnlich ist, aber etwas kratziger und verarbeitet auch lockerer, wie ich an der fertigen Decke anhand der leichten Wellen im „Alpaca“-Bereich festgestellt habe. (Allerdings täuscht das Bild: Ganz so gekräuselt ist es nicht!) Besser wäre bei so einen Projekt wohl, bei einer einzigen Garnsorte zu bleiben. Und natürlich würde ich eine „BabyAlpacaSilk“ immer vorziehen, ganz klar.
Meine verwendeten Farben sind hier übrigens wie folgt von Blau nach Rosa (soweit ich mich erinnere, ich habe allerdings die Banderolen nicht mehr): „Drops BabyAlpacaSilk“ in den Tönen „Marine“, „Hell Seegrün“, „Blaulila“, „Graulila“, „Hell Graulila“, „Erika“, dann ein Streifen der „Drops Alpaca Rosa“ und zum Schluss eine Ecke „Drops BabyAlpacaSilk Hellrosa“. Man sollte nicht aus den Augen verlieren, dass die Streifen in der Mitte sehr viel mehr Garn verbrauchen als die Ecken und den ersten Farbknäuel für die erste Ecke allenfalls nicht ganz aufbrauchen (anders als ich es gemacht habe also), sonst fällt dieser Bereich farblich einfach zu stark auf.
Die fertigen Masse meiner Decke mit 8 Knäueln des 50gr. Garnes misst ungewaschen und ungestreckt in etwa 80cm pro Seite, was auch für ein Kleinkind noch praktische Masse sind und gross genug, dass sie später dann gut als Spieldecke oder Kniedecke für aufs Sofa benutzt werden kann. Ich selber fand sie beim Stricken über meine Beine gelegt schon ungemein gemütlich.


Alles in allem ein Projekt, das mich sehr glücklich macht. Das ist schön und muss auch mal sein. Kleine Erfolge sind doch einfach der Zucker im Leben, oder?

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Der „Sunday Sweater“ vom Pausbackenkind

Ich stecke gerade in einer wenig produktiven Phase, scheint mir. Irgendwie mache ich gar nichts. Oder sagen wir es so; auch wenn ich die ganze Zeit irgendwas mache, schaut zum Schluss nichts Greifbares dabei heraus. Ihr kennt das ja. Denke ich. Und abends bin ich einfach… in Endzeitstimmung. Kraus rechte Maschen. Maximal. Mehr geht einfach nicht mehr. Bei der Babydecke, die ich vor 10 Tagen angeschlagen habe, bin ich jetzt an dem Punkt, an dem mir die hellblaue Wolle so langsam ausgeht, was jetzt nicht unbedingt weit ist, wenn man bedenkt, wie oft ich in diesen Tagen mit meinem Wollzeug spätnachts noch vor „Call the Midwifes“ gesessen habe (Suchtfaktor: extrem hoch! Brandgefährlich also, wenn man so wenig Rückgrat beweist wie ich, was das rechtzeitige Abstellen angeht *hüstel*) Wie gesagt; ansonsten gibt es hier nichts vorzuzeigen. Und ich bin dermassen schlapp gerade, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass sich dieser Zustand in den nächsten Tagen ändern wird (Herbstmüdigkeit? PMS? „Call the Midwifes“-Syndrom? Oder haben die mir statt Eisen irgendwie Schlaftabletten verabreicht beim letzten Doc-Termin?)


Aber -Halleluja!- immerhin habe ich es trotz allem hingekriegt, draussen ein paar ziemlich schnelle und improvisierte Fotos -echte Schnappschüsse– eines längst abgeschlossenen Strickprojektes zu knipsen; Der „Sunday Sweater“ meines Kindergartenmädchens, den ich damals extra für sie zum Geburtstag im Juli gestrickt und sogar rechtzeitig fertig bekommen hatte (*Schulterklopf*). Ich hab’s nicht so mit guten Fotos. Für schöne Arrangements bin ich schlichtweg zu faul und meine Kinder (und ich) sind auch dementsprechend ungeübt im Posieren und Stillhalten. Aber egal; es sind Meerschweinchen-Babies mit drauf. Ich hoffe, das verschafft und ein paar Bonuspunkte.

Für das satt-blaue Ajour-Jäckchen meiner Kleinen habe ich 330gr. „Tosh DK“ der Farbe „Cobalt“ verbraucht und mit den Nadelstärken 4 und 4.5 gestrickt. Wieso ich Grösse 10 gewählt habe, obwohl meine Tochter erst 6 Jahre alt ist, weiss ich gar nicht mehr so genau. Ich nehme an, es liegt daran, dass ich ein DK-Garn gewählt hatte, statt dem verlangten Worsted Weight Garn, dünnere Wolle also und damit eine andere Maschenprobe. Wahrscheinlich war das auch ein Tipp aus Ravelry, wo ich immer in den geteilten Strickprojekten anderer Strickerinnen stöbere, bevor ich mich ans Stricken eines neuen Projektes wage. Die Grösse passt meinem eher rundlichen und nicht gerade kleinen Kind jedenfalls absolut wunderbar, und bei den Ärmeln konnte ich ja zwischendurch anprobieren, so dass sie jetzt am richtigen Ort enden.


Die Ärmel habe ich übrigens auch sonst ein wenig abgeändert, weil ich sie einfach zu voluminös fand: Ich habe nach 9cm Ärmellänge alle 3 cm jeweils vor und nach dem Maschenmarkierer (für den Rundenanfang) 1 Masche abgenommen (rechts zusammengestrickt). Vor dem Bündchen hatte ich dann nur noch 44 Maschen, die ich in einer letzten Runde vor dem krausen Bündchenstart auf 35 Maschen reduziert habe, indem ich immer die 4. und 5. Masche rechts zusammengestrickt habe. So wird das Bündchen anliegender aber trotzdem noch weit genug, was mir einfach besser gefällt als Glockenärmel oder Puffärmelchen.
Alles in allem kann ich euch Ginny Shellers „Sunday Sweater“ wirklich wärmstens empfehlen; ein so schönes Projekt! Und wunderbar geschrieben; nicht zu stark verkürzt, aber auch nicht allzu detailliert, sondern genau richtig, finde ich. Es lohnt sich allerdings, sich die gewählte Grösse und alle zu ihr gehörenden Strickangaben am besten mit Leuchtstift und VOR dem Stricken zu markieren. Für jede Grösse gibt es Passagen in der Anleitung, die ausgelassen oder extra gearbeitet werden müssen, und es ist elementar wichtig, dass man die richtigen Stellen für sich findet und nicht irrtümlich bei einer falschen Grösse weiterstrickt…

Ich jedenfalls bin sehr glücklich mit diesem Wolljäckchen. Obwohl ich selber wohl niemals zu dieser satten Farbe gegriffen hätte, war es schön, daran zu stricken und dieses Geburtstags-Projekt langsam aber stetig wachsen zu sehen.
Viel wichtiger aber ist: Meine Kleine liebt ihr Sonntagsjäckchen. Sie liebt die Farbe und die Weichheit der Wolle und dass alles so locker fällt und sich so gemütlich kuscheln lässt darin. Das wissen jetzt auch die Meerschweinchen.

Veröffentlicht unter Stricken, what makes me happy | 6 Kommentare

wie alles sich fügt

Der Herbst bleibt weiterhin leuchtend, warm und golden. Die Farben funkeln im Licht, und ich bin jedes Mal dankbar, wenn die Sonne den dunklen Morgenvorhang aufreisst, der sich über Nacht auf uns legt. Es ist eine schöne Zeit. Schön draussen unter freiem Himmel, wo ich heute eineinhalb Stunden damit verbracht habe, ein wenig Ordnung und Sauberkeit in meinen Garten zu bringen Gehwege wischen. Kaputtes Kinderspielzeug beiseite schaffen. Das Chemineé ausfegen und den Meerschweinchen das eine oder andere Unkraut aus den Beeten pflücken (Wir haben hier ja kein Unkraut. Bloss Meerschweinchen-Futter, hihi.)

Aber auch drinnen finde ich es schön. Auch wenn es unordentlich bleibt und ich nicht mehr so richtig vorwärts komme mit Entrümpeln. Mittwoch habe ich zwei volle Einkaufstüten mit Kram ins Brocki getragen und dann den halben Nachmittag dort verbracht mit Stöbern und mit der-Brocki-Fee-Plaudern nach Herzenslust. Die Kinder waren mit ihrem Papa und meiner Schwiegermutter im Europa Park, was wunderbar war, ein einziges Fest- für sie und für mich. Ausschlafen bis halb elf (was???), Rouge auflegen und Lippenstift und dann ganz alleine und nur für mich ins feinste Restaurant des Dorfes Mittag essen gehen (oh, Mann!), Shoppen beim Trödler als hätte ich alle Zeit der Welt (was ich auch hatte). Ich meine, wie schön ist das denn?
Ich kann es euch sagen; wunderschön. Traumhaft. Superkalifragilisticexpialigetisch.
Im Brockenhaus habe ich natürlich sofort all meine entsorgten Sachen so quasi wieder ersetzt. Mit Neu-Funden. Aber das war völlig in Ordnung so, denn es gab wirklich wunderbare Dinge zu entdecken. Eine ganz entzückende, alte Blechdose zum Beispiel in dunklem Violett mit rankenden Sumpfdotterblumen darauf, die mich wahnsinnig an den Jugendstil erinnern und an die Geschichte der Wurzelkinder mit ihren märchenhaften Illustrationen (ich liebe dieses Buch sehr!). In dieser Dose hebe ich nun mein Rouge auf, die Lippenstifte und meine Wimperntusche.
Und die Schürzen an der Leine… die trage ich. Wie könnte ich auch anders? Sie sind einfach zu schön. Von Hand genäht. Allerdings hat mein Kindergartenkind bereits eine davon stibitzt, direkt von der Leine, sag ich euch, und ich konnte nicht viel dagegen einwenden, denn sie sieht einfach zum Anbeissen aus darin, und die schönen Herbstblumenfarben des Stoffes passen perfekt zu ihrem Lieblings-Igelchenkleid (von Hess Natur).
Ich glaube, Schürze und Kind sind für einander gemacht.
Auch gut. Ich teile ja nicht ungern. Und ausserdem sind da noch mehr süsse Schürzen im Brocki, die nur auf mich warten…
Die Bolga-Korbtasche, die daneben baumelt, die gehört allerdings mir. Und ich denke nicht, dass ich die teilen werde; seit meine innigst geliebte lila Beuteltasche nach 6 Jahren tagtäglichen Strapazen an allen Enden reisst und Fäden zieht, fehlt mir ein einigermassen tauglicher Begleiter, der ein bisschen mehr nach Handtasche aussieht und weniger nach simpler Tote Bag. Ich habe mich sofort verliebt. Bolga-Körben kann ich sowieso nicht widerstehen. Nur das Leder des verschliessbaren Inlets verlangt noch nach ein wenig Pflege, aber ansonsten spüre ich jetzt schon; wir zwei haben das Zeug zum Dream Team.

Was die Elfenmütze aus diesem umwerfend schönen Senf-Gold-Ton angeht; Sie war ein Blitzprojekt. Absolut unerwartet, superspontan- und fertig im Nullkommanichts.
Meine Schwester kam gestern, als sie meine Jungs für zwei Tage Geo-Cache plus Pizza und Sleep-over abholte, mit einem dicken Ball Merinogarn auf mich zu; Ein Strick-Wunsch. Mütze. Egal welcher Art.
Normalerweise bin ich äusserst zögerlich, was Strick-Aufträge angeht. Und ich meine wirklich äusserst zögerlich. Stricken zu müssen… das hat sofort so etwas Formelles, Aufgedrücktes, Belastetes und Belastendes an sich. Aus Spass wird Ernst. Und Arbeit. Mit Erfolgsdruck und beschnittenen Freiheiten, die jede Bewegungsmöglichkeit verbieten und keine Wahl mehr lassen. Einfach aufhören und etwas ganz anderes anschlagen? Geht nicht mehr. Die Wolle wechseln? Unmöglich. Das Projekt wird nicht ganz so, wie ursprünglich vorgesehen? Katastrophe! Oder noch schimmer; ich finde das Ding dermassen toll, dass ich es am liebsten sofort anziehen und auf ewig anbehalten möchte? Ähm, nun ja…
Wie dem auch sei, im Fall dieser Senfgoldockerdottergelben Mütze hier, lagen die Dinge Gottseidank und ganz unerwartet völlig anders; Ich wusste nämlich sofort das perfekte Projekt für sie. Die Elfenmütze aus „More Last Minute Knitted Gifts“/ „Geschenke aus dem Wollkorb“.
Ein alter Vertrauter.
Mehr als das, ein Seelenverwandter schon fast, denn mein Herz hängt sehr an all den grossen und kleinen Elfenmützchen, die ich im Laufe der Jahre gestrickt habe. Für meine Kinder. Für meine Schwestern. Für andere liebe Menschen. Für mich.
Tatsächlich hat die „Maddison Zoe“ von Manor (leider gibt es diesen Senfton nicht mehr *snif*, er war wirklich zu schön) haargenau die im Buch verlangte Garnstärke, lässt sich wunderbar in ein Elfenmützchen verwandeln- und kuschelweich ist sie erst noch!


Schön.
Wie sich alles fügt im Moment. Die Meerschweinchen wuseln und wachsen und bekommen nochmals ein paar winzigkleine Mitglieder mehr  (Vierlinge! Heute! Und eins davon sieht genau aus wie „Mausi“, der für zwei wilde Flitterwochen eingeflogene grau-weiss melierte Papa!). Die Bäume hüllen sich in ihr buntestes Kleid, ich gehe piekfein essen, finde Schürzen und die perfekte Tasche für meine Stadtrundgänge und erfülle Wollmützen-strickend Herzenswünsche…
Ist das alles nicht herrlich?

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