Archiv der Kategorie: Stricken

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Aufgenommen von Kind2. Ich, wie ich inbrünstig einem Sonntags-Stündchen geräuberter Stricklust fröne: “Kinder, heute, wenn die Kleine Mittagsschlaf macht, will ich einfach mal auf dem Sofa sitzen und stricken.”
Gesagt, getan.
Und sehr genossen.

PS. Nett fand ich ja, dass mein Ältester sagte: “Das kann ich gut verstehen, so geht es mir auch manchmal. Dann will ich einfach bloss auf dem Sofa sitzen und Nichtstun. Vor allem in der Schule bei den Mathestunden…”

Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, berührt, Stricken, what makes me happy | 14 Kommentare

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Sonne und Wollsocken:
Das ist das Schöne daran, wenn die Morgen und Abende noch so kühl sind…

Veröffentlicht unter Jahreszeiten, Stricken, Themen-Reihen | 6 Kommentare

weinrote Socken

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Heute ein paar Fotos. Eine knappe Handvoll, was mir als sehr wenig vorkommt, aber doch weit mehr ist, als ich normalerweise so poste in letzter Zeit. Die Mädchen sind nörgelig und ungeduldig, weil ich hier am PC stehe und Blogposts schreibe, statt mich mit ihnen zu spielen, aber ich habe gerade das riesengrosse Bedürfnis, diesen kleinen Sockenpost zuende zu bringen, etwas Kleines nur für mich zu tun, bevor ich mich wieder meiner Familie zuwende, mit den Kindern oben das gelbe Zimmer aufräumen gehe, einen neuen, sicherlich wieder eher erfolglosen Versuch starte, den Plüschtierberg ein bisschen zu lichten (“Bist du sicher, dass du damit noch spielst?” “Aber sicher, Mama, das sind doch alle meine Lieblingskuscheltiere!”), bevor ich Flöckli seine Medizin verabreiche (ein Abenteuer jedes Mal, denn welches Meerschweinchen freut sich schon, wenn es aus der Aufziehspritze Antibiotika nuckeln soll?) und eine Dreiviertelstunde lang über dem Kochherd schwitze.
Ich glaube, genau das ist es, was ich am Bloggen so liebe: Es ist einfach mal was anderes.
Die Socken wiederum, die weinroten, die sind Nullachtfünfzehn und so normal, wie Socken nur sein können. Ein Sockenstrickeranfängerprojekt. Bloss dass ich beim Bündchen statt rechte und linke Maschen, die rechten Maschen verschränkt gestrickt habe, dank einem guten Tipp von Rita, die mir damals dazu geraten hat, weil ein Bündchen auf diese Art besser in Form bleibt und nicht so rasch ausleiert (Dankeschön, Rita!) Die wunderschöne, bordeaurote Sockenwolle (“Madelinetosh Tosh Sock” in der Farbe “Tarte”) habe ich schon vor einer unsinnig langen Weile von meiner supersympathischen Leserin Malena geschenkt bekommen und mir immer wieder andere Lieblingsprojekte daraus zusammengeträumt (eine Baskenmütze war auch einmal darunter), doch als sich mit der Zeit immer mehr weinrote Sachen in meinem Kleiderschrank einnisteten, war irgendwann klar, dass Socken daraus werden sollten, so fürs Matchy-Matchy-Gefühl. Meine geheime Traumvision war ja, ein feines Zopfmuster auf der Seite einzubauen, ganz wie das bezaubernd schöne Sockenpaar, das Rita vor Jahren einmal gezaubert hat und das ich niemals mehr vergessen konnte. Aber Zopf und ich? Dafür ist die Zeit wohl noch nicht gekommen. Irgendwann einmal vielleicht…

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So oder so bin ich ziemlich glücklich mit dem frisch von den Nadeln gerutschten Paar weinroter Socken, dessen Material wahrscheinlich zwar dank 100% Naturfasern nicht unbedingt bergtourentauglich ist, dafür aber schmuseweich wie Babyflaumhaar, ein wirkliches Luxusgefühl für meine müden Füsse, perfekt also für faule Strickabende auf dem Sofa bei Tee und Schokolade und einem netten Hörbuch, für Lieblingsmomente, und welche Wollsocke würde die nicht gern mit uns teilen…?

Veröffentlicht unter Stricken, what makes me happy | 7 Kommentare

Ein kuschelweicher Streifenschal


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Da es draussen praktisch voller Frühling ist -meine Hortensie steht kurz vor den ersten, grünen Blättchen, ich schwör’s!- kommt mir mein Wollschal-Post hier natürlich ein bisschen unpassend vor, aber Frühjahrswetter hin oder her; Ein Schal passt immer. Just in dem Moment, in dem ich diese Zeilen tippe, trage ich ihn sogar selber, warm und weich und kuschelig um den Hals geschlungen, einmal in der Länge gefaltet und die Enden locker durch die Schlaufe gezogen, so wie es Kind1 immer tut mit seinem eigenen, vor etwa 2 Jahren entstandenen Kaschmirschal, der dem neuen Streifenschal seines jüngeren Bruders wirklich zum Verwechseln ähnlich sieht.
Ich habe ihn auch nach genau demselben Prinzip gemacht: 50 Maschen mit einer Nadel Nr. 3.5 angeschlagen, ein paar Reihen kraus rechts und dann alles rein glatt rechts gestrickt, mit einem Farbwechsel alle 38 Reihen, solange, bis mir die Länge passen vorkam für meinen Jungen mit dem eher kurzen, dafür umso breiteren Hals (also ca. 140cm, was in etwa 110gr. Wolle verbraucht hat). Die Randmaschen habe ich, in einem absolut vergeblichen Versuch, den Rollkanten beizukommen anfangs jeweils links abgehoben und am Schluss immer rechts gearbeitet. Geholfen hat es rein gar nichts, wie man sieht, nicht einmal nach intesivem Blocken. Aber das ist ok. Denn genau so wollte Kind2 seinen Schal haben: Gestreift, in dezenten, dunklen Männerfarben (“Anthrazit”, “Grau” und “Schwarz”), an den Seiten schön eingerollt und vor allem so weich wie nur irgend möglich.
Das ist er auch. “Asia” von Lang Yarns, ein Fasergemisch aus 70% Seide und 30% Yakwolle, ist wirklich das absolut softeste Wollgarn, das ich kenne, und auch wenn ich es schade finde, wie rasend schnell aus dem ehemals seidig glänzenden, glatten Knäuelchen ein eher wuscheliges, mattes Gestrick wird, werde ich wohl wieder und wieder darauf zurückgreifen, einfach, weil mich das Tragegefühl und die schönen, eher düsteren Farbtöne voll und ganz überzeugen. Sogar meine kleinsten Kinder hüllen sich ohne ein Meckertönchen in den neuen Schal ihres Bruders und holen ihn, wenn keiner hinsieht, sogar selber aus dem Schal- und Mützenregal beim Eingang für ein kleines bisschen Extrakuscheln…

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Mein Junge (für den meine Kleine hier stellvertretend Modell steht) ist eher ein stiller Geniesser. Er verlor nicht sonderlich viele Worte, als er eines Morgens unten im Wohnzimmer seinen am Vorabend frisch von den Nadeln gehüpften Streifenschal vorfand, mit einem kleinen Zettelchen versehen und mit einem Balistoschokoriegel für einen extra-süssen Start in den Tag (ungesund, doch ich wollte den Moment einfach ein bisschen feiern). Aber Worte sind schliesslich nicht alles: Dass er ihn trägt, das ist es, was für mich zählt. Und dass er es so gerne tut. Und so oft. Und so zufrieden. Sogar bei einem Wetter mit mehr als nur einer Ahnung von Frühling…
Ich merke, wie sehr er sich freut. Und freue mich mit. Und eines weiss ich ganz bestimmt: Da muss noch so ein Schal her. Mindestens einer. Vielleicht mit einem Strukturmuster diesmal…?

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Veröffentlicht unter Stricken | 3 Kommentare