Archiv der Kategorie: Stricken

Eine graue Latzhose aus dem “Mama-Baby-Strickbuch”

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Wie ich jetzt so diese Fotos ansehen, merke ich, was hier ganz klar noch fehlt: Das Baby dazu! *grins*
Kleider bleiben Kleider solange bis einem ein süsser, kleiner Fratz daraus anstrahlt, erst dann werden sie zu echten Lieblingsstücken, von denen man sich seiner Lebtag nicht mehr trennen mag… So jedenfalls geht es mir immer, wenn ich einem meiner Kinder etwas nähe oder stricke. Ich kann es nicht mehr weggeben. Nicht einmal mehr ausleihen. Vielleicht dann an Enkelchen vererben, das schon, bestimmt sogar und überaus hoffentlich. Aber bis dahin bleiben sie gut und sicher eingemottet unterm Dach und verbringen lange Jahre der Warterei… Auch die waldgrüne Latzhose, die ich vor einer gefühlten Ewigkeit einmal für meine Kleinste gemacht und die ich ihr immer so wahnsinnig gerne angezogen habe, fristet ein Hibernations-Dasein, einen Dornröschenschlaf bis dereinst einmal, vielleicht. Sie passt ihr schon längst nicht mehr. Jetzt trägt meine Süsse lieber weiche Leggins oder Röckchen, die früher einmal einer ihrer Schwestern gehört haben und nun gerade richtig sind für ihr Wirbelwind-Temperament.
Genau wie damals fand ich auch diesmal das Latzhosen-Stricken ungeheuer schön und entspannt. Wie schnell es ging… Ich meine, nach dem Stricken von Schaltüchern und Wolljacken in meiner eigenen Grösse kommt es mir fast unwirklich vor, wie rasch so ein Babyhöschen doch fertig ist. Und wie wenig man dabei zu überlegen braucht. Trotzdem war es nie langweilig, ganz anders als in den eeeewig langen glatt rechten Runden meiner nachtblauen “Canvas Cardigan”, von der noch immer jeder Spur hier fehlt im Blog, obwohl ich sie wirklich oft und gerne trage und bisher auch schon zwei Mal für einen Ausflug in die Stadt mit dabei hatte.
Diese kleine, hellgraue Latzhose hier ist aus einem wunderbaren, recht natürlichen Garn aus dem Hause “Spinnwebstube” gemacht; an die 1.5 Strangen “Bio Merino Cablé” habe ich für die kleinere Grösse für ein 3-6 Monate altes Baby verwendet, handgefärbt und ökologisch und hier in der Schweiz hergestellt, was mir genauso gut gefällt wie das schöne, ausdrucksvolle Maschenbild und das angenehm naturbelassene, aber durchaus weiche Gefühl auf der Haut. Ich habe bei den Beinbündchen mit einer Nadelstärke 3.5 gearbeitet und den Rest des Körpers mit Nadeln der Dicke 4.

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Leider scheinen sich ein paar Fehlerchen im ansonsten echt tollen Strickmuster -der “Latzhose” in Elas “Mamy-Baby-Strickbuch”- eingeschlichen zu haben… Drei habe ich entdeckt und ich werde sie sicher noch bei Ela melden, auf ihrer Ravelry-Site vielleicht, ich weiss noch nicht genau. Für alle, die das Buch ebenfalls haben und mit dem Gedanken spielen, sich auch an so eine schnucklige Hose zu wagen, notiere ich hier kurz, wo man aufpassen muss und wie das Muster, meiner Meinung nach, richtig aufgeschrieben wäre:

1. auf S. 125 steht li unten Rd1: 1 M re, 1 M aus QF li zun, alle M re bis 2 M vor RD-Ende…” Es sollte aber heissen: “… alle M re bis 1 M vor RD-Ende…”

2. auf S. 125 re bei “linkes Bein” wird ein Maschenmarkierer gesetzt. Es ist aber nur die Maschenzahl vor und nach dem Markierer für die grössere Grösse (6-12 Mo) angegeben und für die kleinere Grösse müsste es heissen:21M re, MR setzen, 21 M re.”

3. auf S. 127 heisst es unten links unter “rechter Träger”: “R2,4 (Rück-R): 4 M re, alle M re bis 4 M vor R-Ende, 4 M re.” Das kann so nicht stimmen. Ich  denke, es müsste heissen: “… alle M li bis 4 M vor…”

Ausserdem finde ich persönlich, dass die Knöpfe ein klitzekleines bisschen zu weit innen liegen. Bei meiner grünen Latzhose hat mich das mit der Zeit ein wenig gestört, weil so immer die “Latz”-Zipfelchen oben nach innen geklappt sind, ganz ähnlich wie man es zB. auch beim Mädchenkleidchen auf Seite 101 und 103 im Buch sieht. Sollten einmal Enkelchen kommen und der grünen Latzhose ein 2. Leben schenken, werde ich sie wohl aufribbeln und die Knopflöcher neu ein Mü weiter nach aussen und nach oben versetzen, bei der kleinen mausgrauen Hose hier habe ich mich bereits daran versucht, obwohl ich mir noch immer nicht sicher bin, ob die Knöpfe so bereits am optimalen Fleck sitzen… Ich habe die Löcher erst in R 9 gestrickt und sie so platziert, dass nur noch 3 M zwischen Loch und Rand stehen. Mal sehen, wie weit das hilft…

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Ich freue mich auf alle Fälle schon sehr, im nächsten Herbst meine kleine Nichte oder meinen kleinen Neffen in grauer Wolle strampeln zu sehen… Und ganz bestimmt werden weitere Latzhosen folgen. Vielleicht dann eine Nummer grösser. Oder in einer neuen Farbe. Oder für ein weiteres Baby im Familienkreis. Wer weiss…
Sicher ist: Einen Grund fürs Kindersachen-Stricken wird es immer geben. Und es wird immer ein besonders schöner sein…

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kurz und bündig

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Das soll ein Kurzpost werden, kurz und bündig, grade recht, um sich zwischen Znacht und Kinder-ins-Bett-bringen reinzuquetschen, denn beides dauert hier jeweils ewig und nimmt ungeheuer viel Tagesvolumen in Anspruch… Und ich bin mir nicht sicher, ob ich heute nicht wieder einschlafe, während ich bei den Kindern am Bett sitze. Heute nachmittag kuschelten wir uns auch zu dritt ins grosse, warme Familienbett zum Vorlesen, und ich fand das so ungeheuer gemütlich und anheimelnd, dass ich am liebsten sofort Nachtruhe eingeläutet hätte. Was natürlich nicht ging bei zwei kleinen Kindern und am hellheiteren Nachmittag. Dafür bin ich, ganz ohne zu übertreiben, bei buchstäblich jeder einzelnen Seite des Wimmelbilderbuches, das meine Zweitjüngste sich gewünscht hatte, eingenickt, Sekundenschlaf wohl bloss, denn ich wurde regelmässig von einem “und dann?” wieder in die Realität zurück katapultiert. Wobei, vielleicht habe ich doch zwischendurch mal ein bisschen länger gedöst? Irgendwann wurde ich nämlich wach, weil meine Mädels demonstrativ irgendwelche Schnarchtöne von sich gaben und sich  mit Blick zu mir ungeheuer darüber amüsierten…
Trotzdem war ich nicht faul heute. Ich habe alle Pflanzen gegossen, Wäsche gewaschen, den mittleren Stock gestaubsaugt und aufgeräumt, meine kleine zum Kindergarten gebracht und, kurz bevor der Schneesturm “Evi” uns erreichte, wieder abgeholt, mein Bett frisch bezogen. Und “Dutch Babies” gebacken. Es vielmehr versucht, muss ich zugeben, denn was da aus dem Ofen kam, war nun wirklich kein Küchen-Highlight. Viel zu pampig, und gleichzeitig zu trocken und zu nass. Irgendwie öde. Schade. Dabei war echte, frische Bio-Zitrone drin und jede Menge guter Eier… Und das Rezept sah so vielversprechend aus. Ganz simpel, aber gluschtig. Vielleicht liegt es an der Glasform, die ich beim Backen verwendet habe?
Immerhin gab es auch ein Freudenmomentchen: Die süsse kleine Babystrampelhose aus dem wunderbaren “Mama-Baby-Strickbuch” ist heute fertig geworden! Grau und klein und aus wahrhaft umwerfender Wolle, der in der Schweiz gefertigten und von der Spinnwebstube selbst gefärbten “Bio Merino Cablé”, von der ich mehr als nur begeistert bin. Sie ist weich und elastisch und wirkt auf mich ziemlich natürlich. Das Maschenbild ist ebenmässig und klar und die Färbung wirklich exzellent -Aber mehr davon in meinem nächsten Post. Vielleicht schaffe ich es ja doch, nochmals aus dem Bett zu kraxeln, wenn die Kleinen schlafen, und dann noch ein paar Knöpflein anzunähen…

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like Instagram 205

 Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Zum ersten Mal spiele ich mit dem Gedanken, mir einen wirklichen Instagram-Account einzurichten; Genau dieses Foto hier habe ich nämlich auch noch auf meinem Handy (hab ich’s schon erwähnt: seit kurzem bin ich jetzt auch eine von euch, hihi), weil ich meiner Schwester via What’s up so gerne zeigen wollte, woran ich gerade arbeite… An einer minikleinen Latzhose (aus dem Mama-Baby-Strickbuch von Ela) für ihr Sommerbaby! Es ist das allererste Mal, dass ich etwas so Winziges stricke, ohne selber ein Kindlein im Bauch oder auf dem Arm zu haben, und ich war anfangs unsicher, ob mich das nicht zu sehr aufwühlen würde. Jetzt bin ich überrascht, wie entspannt und gerne ich an diesem hellgrauen Höschen hier arbeite und wie sehr ich mich freue, ein neues Erdenbürgerchen, das nicht mein eigenes ist, damit warm und hübsch einmummeln zu dürfen.
Ein klein wenig wehmütig macht es mich aber natürlich schon…

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Homestead

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Knapp zehn Minuten nach Mitternacht wurde mein Schal dann noch fertig. Mein “Homestead” Tuch. So gut wie pünktlich und ehrlich perfekt zum Schulanfang nach den Winterferien… Ich konnte heut früh die warme Merinokuscheleinheit ganz gut gebrauchen, als emotionaler Merino Hug und auch rein körperlich, weil mich die um halb sieben Uhr morgens knallhart beschnittene Nacht ein paar Runden Schlaf kostete und die Müdigkeit mir sofort in die Glieder kroch. Es ist so warm, mein “Homestead”-Schaltuch! Warm und urgemütlich, fast wie eine kleine Decke um Hals und Schultern und Rücken, und wenn ich mag, kann ich es wie eine Babuschka glatt um meine Schultern legen und die Zipfel vorne lose herabhängen lassen. Ein sehr schönes Gefühl. Vor allem Frühmorgens, wenn mein halbes Ich noch von Nestwärme träumt…
Die Wolle selber ist schon ein Traum; “Rosy Green Big Merino Hug” in der Farbe “Kaffeebohne”, die eigentlich auch “Heisse Schokolade” heissen könnte, oder “Truffe Noir” oder so, jedenfalls wie etwas Gutes, Wärmendes, Umhüllendes. Die Wolle ist unheimlich griffig und weich und macht irgendwie einen gleichzeitig leichten, wie auch robusten Eindruck. Wie eine herzliche Umarmung eben. Da kommt mir gerade ein Spruch in den Sinn, den ich neulich gelesen habe: “My Favourite Place is inside your hug” (Ich glaube, das stand auf einer Bettwäsche, hihi). Nun, bei dieser Wolle stimmt das. Was immer aus “Big Merino Hug” entsteht, es hat garantiert das Potential zum Lieblings-Örtchen, und ich träume schon von einem “Rosy Green”-Pullover oder von einer ganzen Schmusedecke gar…?

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Auch die “Homestead”-Strickanleitung hat mir viel Freude gemacht. Es war ein wunderbares Strickvergnügen, mit einer derart schön bebilderten und so richtig gut geschriebenen Anleitung zu arbeiten, wirklich. Ich bin Melody Hoffmans Strickkunst hoffnungslos verfallen, ihre unnachahmliche Art, auch kleine Dinge ästhetisch ansprechend in Szene zu setzen und ihren Bildern Wärme und Einfachheit und… ja… irgendwie Klasse zu verleihen, das macht regelrecht süchtig, finde ich… Dass auch sie, genau wie ich, vom Häuschen auf dem Lande träumte und sich nach mehr Natur und einem reduzierten, friedlichen Leben sehnt, lässt mich sowas wie Seelenverwandtschaft wittern, aber andererseits hüten vielleicht viel mehr Menschen diesen Traum in ihrem Herzen, als wir ahnen…? Auf jedenfalls war es wohl auch der Name dieses Schals, der mich gleich angesprochen hat. Und definitiv dieses zutiefst Tröstliche und Umhüllende, das er für mich ausstrahlt. Es ist ein Winterschlafkuschelmomentschal, einer, der mich geborgen und warm hält, selbst draussen bei klirrendster Winterkälte, in Sturmwind und Düsternis- und an unsinnig frühen Werktags-Morgen, ein Kind auf dem Arm, ein anderes an der Hand, wenn ich einmal mehr meinem Töchterchen beim Kindergarten Adieu sagen soll und alles in mir nach Weihnachten, nach Ruhe und Wärme und Zusammensein ruft.
Ein Stückchen von all dem, von Ruhe, Wärme, Gemeinschaft und weihnachtlichem Geborgenheitsgefühl, ist mit hineinverwoben in dieses Tuch, denn in genau so einer gnadenvoll idyllischen Phase sass ich strickend und dankbar auf meinem Sofa, hörte Herule Poirot und trank heissen Gewürztee mit einem Schuss Milch, während die Kinder oben in ihren Betten schliefen und der Wind um die Fenster pfiff. Ich erinnere mich gut. Und sehr, sehr gerne. Ziemlich “Homesteadlich” irgendwie, nicht? Fehlen nur noch Wald und Wiesen und eine Herde blökender Schafe oder meckernder Ziegen im Stall nebenan…

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