Archiv der Kategorie: Schatzkammern im Netz

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram

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Gestern war gar kein guter Tag.
Vorgestern auch nicht.
Bis auf diese wunderbare, kleine Sequenz hin: Ein Päckchen kommt an, mit Wolle von Ginny (Mensch, was für ein Blog! Was für eine Familie!) und einem Set ihrer zauberhaften Maschenmarkierer- die auf dem Foto leider noch nicht ausgepackt sind (aber es wären diese hier, die mit den kleinen Heiligenbildchen). Ich mache das immer gaaaanz langsam, das mit dem Auspacken, Stück für Stück, vorsichtigst, freudig und bewusst als hätte ich Geburtstag. Hatte ich ja auch. Vor einiger Zeit. Und dieses Set habe ich mir mit dem Geburtstagsbatzen einder lieben Freundin gönnen dürfen…
Und jetzt kommt es gerade richtig…

Veröffentlicht unter Augenblicke, Dankbarkeit, ein Bild erzählt, Schatzkammern im Netz, Stricken, Themen-Reihen, what makes me happy | 13 Kommentare

Noch ein Mal blättern

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Der beinahe letzte Monate dieses Jahres, nur noch ein Blatt entfernt vom allerletzten Kalenderbild meines innigst geliebten “Taproot Kalenders 2016″…
Wie schnell es vorbei ist. Ein Jahr. Ein Atemzug lang nur… so kommt es mir manchmal vor.Im Nachhinein vor allem.
Noch ein Mal blättern. Dann muss ich ihn auch schon bald abhängen. Schweren Herzens. Ich mochte diesen Kalender so, so gerne, ich mochte schon seinen Vorgänger im Jahr 2015, mochte Phoebe Wahls unnachahmlich persönliche Bilderkunst, dieses familiäre Gefühl und die Lust, darin zu träumen. Man träumt mit ihm und durch ihn, vom Landleben, von der Idylle, von mehr Kunst im Lebensalltag, vom Leben, wie es sein könnte…
Für den neuen Taproot Kalender 2017 (diesmal von Jessica Roux) hingegen kann ich mich einfach nicht erwärmen. Ich liebe Braun und gedeckte Naturtöne, aber hier sind es mir einfach ein bisschen allzu triste Farben und die Bild-Arrangements erinnern mich an morbide Jagd-Stilleben auf alten, dunklen Ölbildern. (Das soll jetzt keine Kritik sein an der Künstlerin! Sie versteht ganz bestimmt mehr von ihrer Arbeit als ich es je könnte) Bestellen kann ich ihn also irgendwie nicht so richtig, was bedeutet, dass mir nun ein würdiger Nachfolger fehlt zu Phoebe Wahls Jahresbegleiter…

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Jetzt bin ich ein wenig ratlos. Sehr ratlos vielmehr. Denn ich brauche einen Kalender. Und zwar bald. Einen Wandkalender mit schönen grossen, bunten Bildern und untenrum mit Platz für kleine Tagesnotizen, denn ich nutze ihn als für alle sichtbaren Familienplaner, an dem sich jeder, der will, orientieren kann.
Die Zeit drängt. Das ist mir erst heute wieder ganz klar bewusst geworden. November bleibt es ja nicht mehr allzu lange (wirklich?!) und Silvester ist dann plötzlich nicht mehr weit, wie wir alle wissen…
Vielleicht drucke ich mir ja selber einen Jahresplaner 2017 aus, mit 12 Seiten und vielen kleinen Tagesfeldchen. Und die klebe ich mir einfach passend zurecht geschnitten dann auf meinen alten Taproot Kalender. Den vom vorletzten Jahr.
Use and Reuse oder so.

Veröffentlicht unter aus meinem tagebuch, ein Bild erzählt, Familienalltag, Jahreszeiten, Schatzkammern im Netz, Zuhause | 14 Kommentare

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Ich stecke gerade ein bisschen fest in einer Art…
Misstrauenshaltung gegenüber dem Leben
mache mir Sorgen um eines meiner Kinder und bin ganz grossartig im
Verdrängen gewisser Dinge.
Vielleicht hat nichts davon besonders viel auf sich.
Vielleicht bin ich auch einfach bloss eine überreizte Mutter mit zu viel Fantasie
(und einem Hang zur Hypochondrie)
aber…
aber dass dann in meinem Briefkasten so feine, kleine Dinge auftauchen wie
“Taproot” und bedruckte Baumwollstoffe
(über Spoonflower von Tiny Happy und Phoebe Wahl)
das lässt ein bisschen Sonne durchblitzen durch meinen trüben Gedankenhimmel.
Manchmal kann ich ganz schön muffelig sein.

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Aibhie’s Hat

Vielleicht ist es doch keine so gute Idee, mitten im schönsten Frühling dem Strickrausch zu verfallen. Es kommt einem nämlich ganz merkwürdig vor, von Wolle und Ajourmuster  zu erzählen, wenn ein derart prachvoll sonnig-warmer Tag hinter einem liegt, einer, den man in vollen Zügen genossen hat, mit Kokosnuss-Eiscreme, süssem Eiskaffee und einer Runde Meerschweinchen-Beobachten draussen im neuen Freilaufgehege…
Ich spüre noch immer die Sonne auf meiner Haut (wohl eher leichter Sonnenbrand?) und merke, wie wahnsinnig stärkend so was wirkt; Draussensein, Pflänzchen giessen, kleinen Tieren beim Rumrennen und Frohsein zusehen und dem jüngsten Spross nachspringen, weil er ständig überall hochkraxelt oder unermüdlich wieder und wieder den Meerschweinchenzaun zu überwinden versucht.
Wolle? Strickmützen? Wettergrau?
Ähm…

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Genau diese Worte sind es aber, die mir gerade im Kopf rumspuken. Wegen “Aibhie’s Hat”, Ginny’s wunderhübschen Wollmütze mit dem feinem und doch verblüffend einfachen Lochmuster. Ich finde sie nämlich schlichtweg umwerfend. Hauptsächlich wegen ihrer Einfachheit, glaube ich. Und weil sie trotz unkomplizierter Technik irgendwie edel wirkt, komplex und ein klein wenig beeindruckend. Denn das ist manchmal haargenau das, was ich brauche. Der Mann meiner Schwester, für die ich diese “Aibhie’s Hat” zum Geburtstag gestrickt habe, hält mich jetzt jedenfall anscheinend für “eine tolle Hausfrau” *geschmeicheltguck*…

Anders als bei Ginny’s “Hackberry” ist diese Mütze anschmiegsam und dicht gearbeitet und kein bisschen slouchy. Für meine dicken Haare bleibt darunter leider nur wenig Platz, fürs Zopf-mit-Reinpacken stehen die Chance gar noch schlechter, und ich bin ganz schön froh, dass meine Schwester ihre Haare gerade kurz trägt… Doch bei glattgebürsteten Haare geht es. Bei kurzen ohnehin. Und wenn man sie dann noch offen trägt…
Besonders süss sieht die “Aibhie’s Hat” wohl an kleinen Mädchen aus, kann ich mir vorstellen, aber eigentlich finde ich Form und Muster schmeichelhaft und feminin genug, dass sie wahrscheinlich allen steht, die es gern ein wenig romantisch haben.

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Für diese Version hier habe ich einen Strang “Madelinetosh Vintage” in der Farbe “Smokestack” mit Nadelstärke 3.5 und 4.5 verstrickt. Vor einer ganzen Weile schon mehr oder weniger ziellos aber aus Liebe gekauft, entpuppte sich dieser Farbton als absoluter Glücksgriff, weil er wunderbar passt zum aktuellen Farbgeschmack meiner Schwester. Und erst noch zur Lieblingsmütze ihres Mannes, die so in etwa denselben Grauton hat, nur dünner und mit Bommel dran.
Wer weiss, vielleicht gesellt sich ja eines Tages noch ein “Aibhie’s Hat” Babymützchen dazu… Vielleicht dann in noch zarterem, ganz hellem Grau?

Aber vorerst bleibe ich mal bei handfesteren Farbgebungen für schon etwas grössere und weniger fiktive Menschenkinderchen; Da gibt es zum Beispiel eine lagunenblaue “Aibhie’s Hat”, die -längst schon fertig gestrickt, gewaschen und getrocknet- nur noch darauf wartet, dass endlich Juli wird, wo ein gewisses blau-liebendes Mädchen Geburtstag feiert und sich hoffentlich (drückt mir die Daumen!) freuen wird. Über ein klein wenig Wolle und Ajour. Dann selbst in allerhöchster Sommerhitze.

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