Archiv der Kategorie: Schatzkammern im Netz

märchenhaft

Wie viele banale Momente es gibt in meinem Leben, könnt ihr euch wahrscheinlich vorstellen. Es ist wie vielerorts, ganz durchschnittlich, meistens wenig spannend, aber öfters einmal ziemlich spannungs-reich, und obwohl immer etwas los ist, passiert eigentlich gar nicht viel…
Manchmal fehlt mir das. Der Zauber. Die Magie. Das Märchenhafte.

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Aber dann blitzen kleine, süsse Momente auf, in denen ich einen Hauch davon entdecke. Vom Wunderland. Vom Zauber. Von der Magie. Vom Märchenhaften.
Heute morgen zum Beispiel, als ich die Haustüre öffne und mich ein volles Vogelkonzert empfängt. Zum ersten Mal in diesem Jahr. Naja, vielleicht kein grandioses Vogel-Philharmonie-Orchester, aber für eine kleine, fröhliche Bluegrassband reicht es, und ich meine, das ist doch immerhin etwas, genug, um in mir einen Spross Frühlingsvorfreude keimen zu lassen. Denn ich freue mich auf den Frühling, oh ja, in diesem Jahr vielleicht mehr als jemals zuvor (wobei, das denke ich wohl jedes Mal).
Und gestern der Schwarm Stare auf der grossen Tanne vor dem Haus. Ein Zwitschern und Zwatschern, bei dem einem ganz warm wird ums Herz.
“Hört ihr das? Sie sind wieder da! Die Stare sind zurück- Das bedeutet, es wird Frühling werden”, sage ich zu meinen kleinen Mädchen, die natürlich anderes zu tun haben, als mir zuzuhören, aber das ist mir einerlei, Hauptsache, die Vögel bringen den Frühling aus dem Süden.
Ich bekomme Lust aufs Saubermachen und aufs Schön-Herrichten. Das ist das, was ich am allerliebsten mache, wenn ich es mir genau überlege; die Dinge schön machen. Darum räume ich auf, versuche, es kuschelig und sauber, gemütlich und persönlich zu machen hier in unserem Zuhause. Darum stricke ich und nähe ab und zu. Darum schüttle ich die Kissen auf und lege eine handgemachte Patchworkdecke aufs Bett. Darum setze ich Tulpenzwiebeln in die braune, kalte Herbst-Erde und fege den Gartenweg zum hunderttausendsten Mal, obwohl der Wind sofort neue Tannennadeln darauf verstreuen wird. Darum wasche ich und putze und koche und versuche, den Dingen einen Namen, ein Gefühl, eine Bedeutung zu geben. Damit es schön wird, damit auch die Dinge, die uns umgeben wert-voll und sinn-voll werden und sich das Haus, der Alltag mit… ich weiss nicht… mit Schönheit und Geborgenheit füllt.

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Spannend ist ja, was passiert, sobald ich es geschafft habe, etwas Ordnung und Ruhe in eine dieser schon wieder völlig verunstalteten Ecken zu bringen. Die meisten Räume sind nach all den Zimmer-Tausche der letzten Jahre noch immer nicht wirklich fertig, fast überall fehlen noch Bilder oder die Wände sind voller alter Nagellöcher und Striemen und Flecken, und Möbel stehen irgendwie wahllos an ihren Plätzen, so dass es mir jedes Mal einen Stich gibt, wenn ich durch die Zimmer gehe, um zum Beispiel die Wäsche in den Schränken zu verräumen. Ich brauche sehr viel Struktur und klare Verhältnisse und die vielen unfertigen Projekte in diesem Haus nagen langsam an mir. Ein frisch geputzter Raum aber lässt immerhin ahnen, wie es einmal aussehen könnte und macht es mir leichter, die Spannung des Dauerumbaus auszuhalten und mich an dem zu freuen, was wir haben. Mit der Ordnung kehrt jedes Mal (kurz) Ruhe ein. Und neue Inspiration findet ihren Weg. Auch zu den Kindern, die sich aus alten Seidentüchern und den Kinderstühlchen sofort ein Märchenzelt bauen, kaum habe ich den viel zu schweren Staubsauger aus der Tür des gelben Kinderzimmers gezerrt. Wie Scheherazade sitzt mein Kindergartenmädchen in ihrem neu geschaffenen, kleinen, bunten Reich und erzählt ihrer kleinen Schwester Märchen und Geschichten, die auch das eine oder andere Kuscheltierchen ganz faszinierend findet, wie mir scheint…

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Märchenhaft finde ich auch die kleine Szene aus Filztieren, Blumenkindern, ein wenig Krimskrams und einem grossen, grasgrünen Seidentuch, die mir meine Grosse als liebevoll vorbereitete Überraschung auf dem Buffet in der Küche inszeniert hat. Die Tür musste bis zuletzt geschlossen bleiben, damit auch ja nichts davon durchsickern konnte, und ich hatte wirklich keine Ahnung, was genau sie da in der Küche zu nuschen hatte… Eine echte Überraschung also. Eine wunderbare, wunderschöne, wirklich zauberhafte.
Das letzte Mal, dass wir einen Jahreszeitentisch hatte, scheint mir ewig lang her zu sein. Das Kindergartenkind war ein so sorgfältiges und vorsichtiges Kleinkind, da konnten wir unser Jahreszeitenbrett einrichten und ausarrangieren, wie auch immer wir wollten, ganz nach Herzenslust, ohne dass kindliche Neugierde und Spieltrieb eine grosse “Gefahr” dafür darstellten, denn sie spielte zwar mit den Püppchen, Zwergen und Tierchen, aber alles, was sie anfasste, blieb heil und schön, veränderte sich zwar in einem Mass, dass man die Szenerie es als lebendig empfinden konnte, aber in der Grundstruktur blieben unsere Kulissen und Jahreszeitenwelten in etwa erhalten. Keine heruntergerissenen Tücher, keine zerrupften Zwergenbärte, keine Filztiervögel irgendwo unter dem Kopfkissen. Mit meiner Kleinsten hingegen änderte der Wind; ein Jahreszeitenfensterbrett hätte während ihren Kleinkindjahren keine zehn Minuten lang überlebt…
Heute, mit ihren fast drei Jahren hingegen, scheint die Zeit reif zu sein für ein Jahreszeiten-Tisch-Revival. Sie bestaunt den wunderschönen Filzfuchs von Allerleirau, der seinen Weg vor wenigen Tagen erst hierher gefunden hat -meine persönliche Versöhnung mit dem Fuchs und ein innerer Abschluss des Abschieds-Themas, das mich seit dem 8. Februar immer ein wenig begleitet und belastet hatte.
Sie pickt sich das eine oder andere aus der Szenerie und spielt ein wenig mit den niedlichen Blumenmädchen (von “Famille Verte”), doch sie tut es heute sanft und liebevoll und gibt sich Mühe, später alles wieder an sein Plätzchen zu stellen- oder ihm ein neues zu finden. Vielleicht wird der Jahreszeitentisch bleiben, ich weiss nicht. Jetzt sieht er jedenfalls sehr hübsch aus, so wie mein Mädchen ihn für uns eingerichtet hat, märchenhaft eben, ein bisschen wie das verwunschene Wunderland, nach dem ich mich so oft sehne…

Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, berührt, Dankbarkeit, Familienalltag, Jahreszeiten, Kinder, kreativ am Rande, Schatzkammern im Netz, what makes me happy, Wochen-Ende, Zuhause | 5 Kommentare

zu verschenken: Strickjuwelen

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Leute, ich bin am Aufräumen. Und ich habe sooo viele, teils wirklich schöne Dinge (in meinen Augen), aber schön oder nicht, viel ist viel.
Darum, und weil ihr so ein nettes Völkchen seid, verlose ich heute zwei dieser zauberhaften Maschenmarkierer-Säckchen von “Lavender Hill Knits”, wie ich sie selber tagtäglich mit Freude benutze. Es sind eher kleine Markiererschlaufen, passend für Nadeln bis zu einer Dicke von ca. 4mm. Gewinnen kann man jeweils ein Set davon, je nach Geschmack die kleinen Türkissteinchen (6 Stück) oder die Mini-Müschelchen (7 Stück). Gebt mir in eurem Kommentar unter diesem Post oder auch einfach via Kirschkernzeit-Email an, welches Säckchen ihr bevorzugen würdet. Falls es euch keine Rolle spielt, könnt ihr auch ganz einfach beide angeben, dann wandert euer Name in beide Töpfchen und wir werden sehen, was die Glücksfee für euch zieht…

Euer Kommentar sollte bis zum zweiten Februar-Sonntag, dem 11.2.2018 um Mitternacht hier eintrudeln, dann kann ich bis Dienstag den Gewinner hier bekannt geben und gleich auch eine persönliche Gewinn-Nachricht verschicken. Viel Glück euch allen! So oder so.

Ach ja, hier noch eine kleine Notiz am Rande: Habt ihr schon Mamanifloras Blog entdeckt? Ein ganz, ganz zauberhafter und friedvoller Blog (er liegt mir sehr am Herzen), in dem viel über Pflanzen, ihre Kräfte und das Gute, das die Natur uns schenken will, zu lesen ist. (Ich als Christin denke, dass Gott in gewisser Weise auch durch die Natur wirken, helfen, heilen und uns begegnen möchte…)
Mamaniflora hat für uns einen wunderschön gestalteten Mini-E-Kurs zum Thema Immunstärkung zusammengestellt, den sich jeder, der Freude hat daran, noch bis Ende Februar kostenlos downloaden kann. Auch das ist ja so eine Art “Giveaway” und passt darum ganz gut in diesen Post hier…
Meine Kursblätter liegen gerade lesebereit neben mir und ich freue mich, mehr zu lernen zum Thema Pflanzen und Gesundheit aus der Natur…

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mit der Post

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Kind2 möchte an den Computer. Hausaufgaben lösen. Die Jugend von heute lebt wirklich schon sehr selbstverständlich und eng vernetzt mit der digitalen Welt- und irgendwie bin ich schon auch dankbar, dass die Schule von heute diesen Umstand erkennt und den Kindern von Anfang an einen bewussten und auf einem gewissen Grundverständnis der Technologie basierenden Umgang damit beibringt. Müsste ich leisten, was zB. von Kind1 am Gymnasium wie selbstverständlich als Grundlagen-Wissen in Sachen PC-Bedienung erwartet wird, ich würde glatt durchfallen. Nun, wie auch immer. Jedenfalls wird das nun ein Kurzpost werden. Hausaufgaben haben Vorrang, nicht wahr? Aber so viele Worte brauche ich auch gar nicht heute.
In den letzten Tagen ist hier Post gekommen. Und Post weggegangen. Die Kräuter-Blechdose, die einer meiner letzten Funde beim Tödler war, hat ein neues Zuhause bekommen. Bei jemandem, dem sie, soweit ich weiss, ganz gut gefällt, zumindest gab es da so gewisse Anzeichen davon… Damit die Dose nicht ganz leer reisen muss, habe ich eine der letzten Flaschen Holundersirup von unserem Garten mit eingepackt. Und ein Gläschen Johannisbeergelee dazu gegeben, von dem der Herr Kirschkernzeit jedes Jahr einen gut bestückten Vorrat anlegt, und das hier auf wirklich keinen Zmorgentisch fehlen darf. Ich hoffe, die Empfängerin freut sich…
Angekommen ist hier; ein lieber Überraschungs-Brief von Rita mitsamt einem herrlichen, zuckerweissen Faltstern, den ich heute morgen vor dem grossen Fenster in der Stube aufgehängt habe, gleich über der winzigen Puppenecke, wo meistens ein hölzernes Puppenbettchen steht, ein Kinderstuhl und die beiden Körbe mit Puppenkleidern, Spieltüchern und Puppenbettwäsche. Ich mag den weihnachtlich-verträumten Touch, den so ein Stern zaubert. Die kleine Ecke sieht bereits ein bisschen festlicher und verwunschener aus… (Danke Rita!!!!)
Angekommen ist aber auch eine kleine Kiste mit neuer Wolle von der Strickwebstube. (Yes, I did it again). Jemand bekommt im nächsten Sommer das erste Baby, und ich freue mich gerade so wahnsinnig darauf, dass ich augenblicklich die exquisitesten Garne ordern musste, um vielleicht so was Süsses wie minikleine Latzhosen zu stricken. Aus hellgrauer Bio-Merino-Wolle. Oder doch lieber eine kleine Wickeljacke? Und vielleicht ein Zwergenmützchen in sanftem Goldgelb? Was ich aus der unfassbar schönen und sehr, sehr edlen silbernen Spinnwebstube-Merino-Seide-Yak-Wolle machen werde, weiss ich zwar noch nicht, aber sie passte so gut zu den beiden anderen Garnen, dass ich sie einfach mitbestellen musste. Mir schwebt da etwas für im Partnerlook von Baby und Mama vor… Ich freue mich schon aufs Stricken und kann es kaum abwarten, wenigstens eine Maschenprobe anzufangen. Aber zuerst kommt mein “Homestead”-Tuch dran. Auch das ist was Schönes, auf das ich mich jeden Tag von neuem freue…

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Post bekommen

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Ja, Post hab ich bekommen- und was für welche!
Ich wusste zwar, dass ich bei Mamaniflora den Hauptgewinn ihrer Massage-Öl-Verlosung gewonnen hatte -was kein Kunststück war, denn ich hatte (unglaublich!) als einzige teilgenommen- aber mir war natürlich nicht klar, was für ein zauberhaftes Päckchen sie mir zusammenstellen würde. Ein Alhambra Massageöl mit einigen meiner liebsten ätherischen Ölen, extra für mich zusammengestellt, mit Rose also, Lavendel, Orange und Sandelholz. Dann ein Fläschchen Immun-Sirup, selbstgemacht, und wunderbar mild mit einem warmen Geschmack nach Holunderbeeren und Zimt, Ingwer und Thymian. Eine kleine Dose Sheasahne, die wunderbar frisch und leicht nach Zitrusfrüchten duftet. Und ein Beutelchen Kalziumtee, was mich nun ehrlich verblüfft, denn ich habe seit längerem den Verdacht, dass zu meinem Eisen- und Folsäuremangel vielleicht auch ein Kalziummangel bestehen könnte, so wenig Milchprodukte oder Samen, wie ich zu mir nehme- und das nach erneuten zweieinhalb Jahren Stillzeit. MamaniFlora ist Langzeitstillerin wie ich. Vielleicht hat sie ja so was in der Art geahnt, wer weiss…
Ganz bezaubert bin ich von dieser feinen Auswahl wahnsinnig schöner und doch so alltagstauglicher  Dinge. Und dann diese Etiketten! Echte Kunstwerke, im Miniaturformat und unglaublich zart gezeichnet und märchenhaft coloriert. Ich weiss, es klingt abgedroschen, aber mir verschlug es praktisch den Atem, als ich diese kleinen Zaubereien sah…
Würde sie einen Etsy-Shop eröffnen mit Tees und Ölen, Naturkosmetik und ihren verträumten Illustrationen, ich wäre garantiert ihre erste Kundin!
Und es passt alles. MamaniFloras Blog ist genauso feinfühlig und kunstvoll, geprägt von ihrer Liebe zur Natur und dem einfachen, authentischen und dennoch ungebundenen Leben im Kreis der Familie. Ich bewundere ihr schönen Fotos und die Klarheit, mit der sie sich genau diesen Idealen verschreibt und auch wirklich lebt, was sie liebt. Ich bewundere die Lebensliebe und Furchtlosigkeit, die für mich aus ihren Posts spricht- vielleicht auch deshalb, weil das Reisen mir selber jede Menge Angst macht und ich noch immer nicht weiss, wie ich es anstellen soll, dass ich inmitten des Familientrubels nicht in meiner Rolle als Mutter steckenbleibe, sondern mich selber weiter entfalten, mir die Zeit nehmen kann, um in mich hinein zu horchen, draussen in der Natur zu sitzen, mal wieder zu malen oder Gedichte zu schreiben, alles Dinge, die mir früher, vor den Kindern, so nah und selbstverständlich waren. MamaniFloras Blog erinnert mich an diese niemals ganz still gewordene, sehnsüchtige Seite in mir, die doch mit den Jahren immer leiser und verschwiegener wurde.

Ich werde jetzt jeden Tag einen Löffel Immun-Elixir nehmen und mir noch heute abend eine schöne Tasse Kalziumtee aufbrühen (gleich nach dem Frauenmantel-Tee aus Ritas Garten). Meine vom Putzen (oh diese Badezimmer!) rau gewordenen Hände creme ich mir sorgfältig mit Sheasahne ein, und eine kleine Enspannungsmassge vor dem Einschlafen wäre natürlich auch sehr schön…
Lauter Wohlfühl-Momente. MamaniFlora-Momente. Mit dieser einen, grossen, so wichtigen Botschaft für mich: Auch wenn du für andere sorgst und auf alles mögliche acht gibst. Verlier dich selbst nie ganz aus den Augen.

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