Archiv der Kategorie: Natur

like Instagram 189

Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

DSC00265

Heute ist ein guter Tag- der beste dieser Woche, da bin ich mir sicher. Die Sonne scheint, und doch ist es angenehm frisch zwischen ihren Strahlen. Beim Kindergarten durfte ich mittags ein fröhliches Kind abholen und Kind2, der nach der Mittelohrentzündung an diffusen Bauchschmerzen leidet und so müde ist, dass er gestern den ganzen Nachmittag durchschlief, fühlt sich endlich auch wieder besser.
Ich konnte meine Schlappheit ein Stück weit ablegen und genug Energie aufbringen, um das Meerschweinchen-Gehege auszumisten, neues Heu und Stroh zu besorgen und es ihnen so richtig gemütlich zu machen in ihrem Stall.
Die Kinder sind friedlich. Vor allem meine Kleinste hatte keine gute Zeit die letzten Tage (Wochen?) über, und sie heute wieder entspannt und zufrieden zu erleben ist Balsam für all meine Blessuren, ja ich wage sogar, von ungestörten Nächten zu träumen, irgendwann einmal, denn diese Nacht wurde sie nur dreimal wach (statt alle zwei Stunden wie bis anhin).
Alles in allem spüre ich so was wie Aufwind.
Vielleicht wirkt hier ja der kleine Strauss vierblättriger Kleeblätter, den meine Mama mir gestern abend vorbei gebracht hat *zwinker*. Sie hat so ein Auge dafür, für Glücksklee, meine ich. Egal wo sie steht, immer findet sie ein Stengelchen Klee mit vier Blättern, selbst dort, wo ich nur Sekunden zuvor selbst schon alles erfolglos mit Argusaugen abgesucht habe. Auch das könnte ich wohl wörtlich nehmen; Glück ist überall zu finden. Man muss einfach hinsehen. Und den Blick dafür schulen.

Veröffentlicht unter Augenblicke, berührt, Dankbarkeit, Fundstücke, Natur | 3 Kommentare

like Instagram 187

Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

DSC00199
Im Allgemeinen habe ich es nicht so mit Orchideen: Ich finde sie zwar wunderschön und bin fasziniert von den tollen, kräftigen Luftwurzeln, die sie machen, aber viele haben mein Zuneigung nicht überlebt. Wahrscheinlich habe ich sie regelrecht ertränkt- und zwar nicht nur in Liebe…
Dieses weiss-blühende Stöckchen aber scheint gut mit mir auszukommen. Es steht seit jeher in unserer Waschküche (die gleichtzetig als eine Art Mini-Bad funktioniert) und blüht immer wieder, nicht ganz jedes Jahr zwar (leider!), aber doch immerhin vielleicht alle zwei oder so. Jetzt ist es wieder soweit! Ich bin immer ganz aufgeregt, wenn ich sehe, wie die porzellanartigen Blüten eine um die andere langsam aus ihren Knospen platzen…

Veröffentlicht unter Natur, what makes me happy, Zuhause | Hinterlasse einen Kommentar

berührt: Ahorn

“Berührt” heisst für mich;
Ab und zu möchte ich mein Augenmerk auf all die Dinge und Momente richten,
die mich wirklich berühren.
Wo mich etwas  inspiriert, anrührt, wo ich fühle, spüre, zum Denken komme.
Wo sich etwas bewegt, innen im Verborgenen oder ganz greifbar und sichtbar vor meinen Augen.
Mal voller Freude, mal nachdenklich oder sentimental, mal montags, mal sonnabends, wortreich oder stumm…
So wie es im Augenblick gerade richtig scheint.
(Und wer immer mitmachen möchte, ist ganz herzlich eingeladen.)

 

DSC_1206
Kind1 ist fort. Fort für ganze 10 Tage. Lagerabenteuer für ihn, Muttersorgen für mich.
Und dann hat Herr Kirschkernzeit heute den kleinen Ahorn gefällt. Meinen Ahorn. Der so wunderschön buschig und kerngesund ganz dicht neben der Laube wuchs. Es musste sein. Ich verstehe das. Er wuchs einfach am völlig falschen Ort, und drängte bereits so stark gegen das Laubendach, dass es laut knarzte und quietschte, sobald der Wind ihn bewegte. Das Dachgebälk ist schon schief vor lauter Ahorn.
Und, ja, nun… die Laube war zuerst da.
Aber ich bin trotzdem traurig. Es war mein Lieblingsbaum. Ein Erinnerungs-Baum. Ein kleiner Überraschungs-Baum, den mein Erstgeborener einmal noch im Spross-Stadium klammheimlich irgendwo ausgrub und hier in unserem Garten wieder einpflanzte. Der Spross wuchs ungemein schnell. Und ungemein gross. Eines Tages konnte Kind1 sogar seine Initialen in den Stamm schnitzen. Dick und verwuchert sind die Buchstaben, als lägen Jahrzehnte zwischen der ritzenden Sackmesserklinge und heute. Ich habe versucht, die Jahresringe zu zählen, aber Herr Kirschkernzeit hat eine alte, olle Säge verwendet und der Schnitt ist unscharf, so dass ich nur raten kann.
Sieben.
Habe ich geraten.
Ich wünsche mir, eines Tages ein wenig Land zu haben, kein Bauernfeld, nur etwas mehr Garten oder so, Platz, soviel, dass ich Bäume pflanzen kann, die nirgendwo anecken. Hier ist alles so schrecklich eng. Immer ist irgendwo eine Grundstücksgrenze, ein Abwasserrohr im Boden, eine Laube oder Hausecke. Die vorgeht. Und nicht tangiert werden darf. Was soll da schon gross wachsen?
Heute vermisse ich meinen Jungen. Sehr. Und ich vermisse meinen Baum. Der auch seiner war. Unseren Baum.
Irgendwie scheint es, als würde alles, woran ich mich hier gewöhnt habe und was ich im Laufe der Jahre lieb gewonnen habe, so langsam verschwinden. Das Dorfgefühl. Die freundliche Dorfladen-Equippe. Die alten Nadelbäume. Der Ahorn. Meine liebe alte Nachbarin ist dieses Jahr auch schon 90 geworden…

Veröffentlicht unter berührt, Natur, Zuhause | 2 Kommentare

like Instagram 178

Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

DSC_1167
So fand ich sie gestern abend, als ein Grosstropfenregengewitter über uns hereinbrach.
Mein Kind.
Die Regentrinkerin.
Sie überrascht mich immer wieder.

PS. Bitte verzeiht die langen Posting-Pausen. Ich übe mich gerade in virtueller Abstinenz und damit in mehr Gelassenheit im Alltag (was ich dringend nötig habe, das könnt ihr mir glauben!)
Seit einiger Zeit habe ich Mühe mit Schlafen, bin immerzu kribbelig und kann nur schwer abschalten. Ich trinke nun deutlich weniger Kaffee (1 Tasse pro Tag, und das nur morgens), esse weniger Zucker (naja) und gebe mir Mühe, abends nicht mehr vor dem Bildschirm zu sitzen. Ich habe den Eindruck, es hilft. Reduziert mir aber die Gelegenheiten, zu schreiben, weil ich tagsüber wiederum einfach keine stille Minute dafür habe und ungern den Laptop anmache, wenn die Kinder um mich rumwuseln… Nun, wir werden schon einen Weg finden. Aber ist erst mal Sommerzeit. Zeit für eine Pause. Oder so was ähnliches.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Veröffentlicht unter Augenblicke, ein Bild erzählt, Familienalltag, Kinder, Natur, Themen-Reihen, this moment, über das Bloggen, Zuhause | 2 Kommentare