Archiv der Kategorie: kreativ am Rande

ein bisschen was

Ich würde haushoch schummeln, würde ich behaupten, es sei eine besonders aktive oder gar produktive Woche gewesen. In Tat und Wahrheit kam mir alles mehr so ein bisschen lahm und träge vor, ich besonders, weil ein neuer Schwall Übelkeit, gepaart mit andauernden leichten Kopfschmerzen und Erschöpfung mich nachhaltig lähmte. Tag für Tag. Ich hätte heulen mögen. Mehr als einmal habe ich das auch getan. Tränen helfen zwar nicht wirklich, aber irgendwie gibt es ja sonst auch kein Ventil für all das Wirrwar in mir drin… Und auch kaum Hilfe von schulmedizinischer Seite her; die Tabletten, die mir meine Frauenärztin verschrieben hatte, waren völlig wirkungslos und nützten genauso wenig wie Ingwer, Kräutertees oder Spagyrik. Bleibt nur noch ein Besuch beim Akupunkteur. Mein allererster überhaupt und ein völliges Novum, was das angeht, denn ich bin wenig experimentierfreudig in medizinischen Dingen und halte mich im Normalfall an Kräuter und die Schulmedizin… Aber hey, es gibt für alles ein erstes Mal. Und wenn Akupunktur nicht hilft, dann hilft anscheinend gar nichts mehr (so meine Gynäkologin), dann bleibt mir nur noch, mich mit der Schwangerschaftsübelkeit, täglichem morgendlichem Erbrechen, mit Kopfschmerz-Phasen und einer minimierten Belastbarkeit abzufinden, die Zähne zusammen zu beissen und durchzuhalten bis Mitte September.
Vier Monate noch.
Aber nun zu schöneren Dingen. Zu Kuchen, Kinderkunst und kleinen Strickfreuden. Immerhin kam ein Kuchen zustande, ein ziemlich hässlicher Kuchen zwar, aber Kuchen nichtsdestotrotz. Ich backe ja kaum noch in letzter Zeit, einerseits, weil mir die Energie dazu meistens fehlt, andererseits auch deshalb, weil ich das Gefühl habe, Zucker, Kaffee und sonderbarerweise auch Blattsalate verschlimmern meine Symptome noch zusätzlich. Also lasse ich sie weg. Die Kinder kriegen meinen Anteil an übriggebliebener Schokohasenschokolade, mein Mann den Kaffee, und die Meerschweinchen dürfen sich am Salat gütlich tun, der gerade in der Kühlschrankschublade vor sich hinwelkt. Wir wollen ja nichts verkommen lassen, oder? *zwinker*

Der grauslig grüne Cake oben, der so richtig schlimm nach verschimmeltem Krümelmonster-Food aussieht, irgendwas zwischen galaktisch und halb kompostiert, war ein Gemeinschaftswerk von meinen drei Mädchen, ihrem Besuch und mir, eine gute Lösung der Fragen „Was sollen wir spielen?“ und „Wohin mit dem Rhabarber?“.
Klar, dass ein Rhabarber-Jogurt-Kuchen daraus wurde. Und dass die Kinder die Schüsseln ausschlecken durften. Weil sich ein paar echte Freaks unter meinen Rabauken befinden, die sich wiederum gerne mit anderen echten Freaks verabreden, kam eine halbe Tube blauer Lebensmittelfarbe in den Teig, was in Kombination mit den grünen Rhabarber-Stückchen richtig schön fies ausschaut.

Die Pandabär-Stoff-Zeichnungen hingegen, die sind hübsch. Richtig hübsch, finde ich, aber ich mag Kinderkunst hald einfach furchtbar gern. Auch hier haben zwei meiner Mädchen zusammen gearbeitet; mein Kindergartenkind hat vorgezeichnet, sich die Stoffbilder-Arrangements ausgedacht und das eine Bild ausgemalt, während meine Kleinste dann auf ihrem eigenen Stückchen weissen Leinen quasi ein Ausmalbild ihrer Schwester einfärben und weiterspinnen durfte. Das alles verlief ganz friedlich und harmonisch, richtig schön schwesterlich und entspannt, die reinste Freude für mein Mutterherz, das sich auch ganz andere Szenen gewöhnt ist.
Mittlerweile sind die Stoffe fertig bemalt und um einiges bunter und knalliger als auf den Fotos. Sobald ich es schaffe, genügend Kraft und Ausdauer zusammen zu kratzen, werde ich mich an den Nähtisch setzen, Kissen-Inlets zuschneiden und kleine, feine Kissenhüllen aus den Bildern machen. Die Mädchen fragen ständig danach, wann denn nun ihre Kissen fertig sein werden, und immer wieder muss ich sie vertrösten…

Auch mit meinem kleinen Babyjäckchen, einer winzigen „Beyond Puerperium Cardigan“ aus dünner braungrauer Bio-Wolle von Rosy Green („Manx Merino Fine“), komme ich nur schleppend voran. Einerseits liegt das wohl am feinen Garn (fingering weight), andererseits aber auch daran, dass ich mich gerade nur selten zum Stricken hinsetze, in dieser eher schwierigen Woche gleich noch weniger als sonst. Kopfschmerzen und Übelkeit vertragen sich einfach nicht mit Stricknadeln, glaube ich. Aber dann und wann, stimmt der Moment. Dann lasse ich mich aufs Sofa plumpsen, ziehe mein Strickzeug hervor und schwelge ein wenig in der Kostbarkeit des Augenblicks. Und wenn ich dann noch erzähle, dass ich es heute sogar geschafft habe, mir aus herrlichem braunen Leinen die Schnittteile für ein „Strata Top“ (von Sew Liberated) zuzuschneiden (bereits mein zweites Shirt nach diesem Muster) dann klingt das doch irgendwie hoffnungsvoll, finde ich. Ich meine; egal wie klein die Schritte sind und ganz gleich, wie lange es dauert, bis ich das nächste Mal ein paar Maschen stricken oder mit meiner Maschine die ersten Nähte steppen kann, es gibt immer ein nächstes Mal, eine nächste Pause, ein nächstes Rendez-vous mit meinem kreativen, hungrigen Selbst. Nur schon der Anblick dieser Projekte, die überall verstreut in meinem Haus herumlungern und geduldig warten, stimmt mich optimistisch und schenkt mir ein wenig Freude, Vorfreude vor allem, und auch die hat ihre Kraft und ihren Zug nach vorn.

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good moments…

… und was mich richtig froh macht gerade …

Ich wieder *lach*.
Aber bloss seifenblasenkurz.
Die Mädchen basteln und warten auf ihren Nachmittagsbesuch, die Küche harrt verdreckt und voller Geschirr der Dinge, die da kommen werden, die Sonne lacht wacker, während langsam die angedrohten Wolken aufziehen, die uns den Rest der Woche einhüllen sollen… Und ich nehme mir ganz frivol die Zeit und Freiheit, ein paar Worte und Bilder hier zurück zu lassen. Es sind Ausschnitte aus den besseren Momenten des Lebens, ganz schlichte Augenblicke zwar, aber solche, in denen ich glücklich war, glücklich bin, von Herzen froh und dankbar für meinen wieder stärker werdenden Körper, für die Freundschaften, die meine Töchter schliessen dürfen, für die achssoseltenen, aber gerade deshalb so erfüllenden Stunden gemeinsamen Schaffens, für den Frühling, der sich ausbreitet wie ein warmer, bunter Quilt, dankbar für das junge Leben in unserem Meerschweinchen-Gehege (gestern erst: 3 winzige neue Tierchen! Ich könnte jedes einzelne zerdrücken vor Liebe!) und für die spriessenden Knospen und Triebe und alles, was sich wieder öffnet und möglich wird…
Sie gehen so leicht vergessen, diese Herzensinselchen. Und, ja, ich vergesse leicht und schnell, fast so schnell wie ich übersehe, was mir der Moment an kleinem Glück entgegenstreckt.
Aber heute habe ich hingesehen, eingefangen, festgehalten. Auch mit dem Herzen.

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grüner Leben: Natürliche Hautpflege mit Ölen und Essig

Für Lucy und alle anderen, die -wie ich- glauben, dass weniger auch in Sachen Körperpflege sehr viel mehr ist und das Einfachste oftmals das Beste, notiere ich hier zwei schlichte Rezepte für ein absolut natürliches Gesichtspflege-Programm. Sowohl die Reinigungs-und-Pflege-Öl-Mischung als auch die Gesichts-Tonic stammen von Rachel Wolf, die in 2016 in der „Taproot“ Ausgabe Nr.20 einen wunderbaren Artikel zu diesem Thema geschrieben hat.
Leider sind Magazine sehr kurzlebig. Auch die besten Inhalte verschwinden nur zu schnell wieder. Oftmals für immer. Schade eigentlich, denn diese Rezepte hier und überhaupt der ganze Pflege-Ansatz, den Rachel Wolf in ihrem Artikel beschrieben hat, hat mein kosmetisches Verhalten von Grund auf verändert…

Ich war schon immer der Meinung, dass unsere Haut im Grunde nicht viel braucht, sondern so geschaffen ist, dass sie ohne Hilfe „von aussen“ sauber, gesund und vital bleibt. Wasser und sonst nichts, war meine Devise. Leider aber hat vor allem meine Gesichts-Haut diesbezüglich einen ganz anderen Kopf als ich; Sie ist sehr trocken, sehr empfindlich, nur schon eine warme Dusche setzt ihr derart zu, dass mein Gesicht anfängt zu jucken und zu spannen und sofort trocken und schuppig wird. Mit herkömmlichen Cremes und Lotionen bekam ich zwar die Sache mit der Feuchtigkeit und Elastizität wieder in den Griff, meine seit jeher zu Unreinheiten neigende Gesichtshaut reagierte aber immer mit Pickelchen und Komedonen, und zwar völlig unabhängig von der Pflegelinie.
Ich habe wirklich alles mögliche probiert, von Billig-Linien (die sowieso nicht in Frage kamen wegen ihrer fragwürdigen Inhaltsstoffe und ökologisch wie sozial unschönen Fussabdrücken), über teure Bio-Pflanzen-Kosmetik-Hersteller wie Weleda oder Dr. Hauschka, bis hin zur Natur-pur-Variante, wo ich versucht habe, das Jucken und Schuppen einfach zu ignorieren und ganz auf die Selbstheilung meines Körpers zu vertrauen. Der Effekt war überall derselbe: Unreine Haut. Und ein irgendwie ungutes Hautgefühl.

Rachel Wolfs Technik setzt auf ganz andere Prinzipien, als die Kosmetik-Industrie uns normalerweise predigt: Statt unser überschüssiges Hautfett (bei fettiger Haut) und die Unreinheiten mit Reinigungsschaum oder sogar mit alkoholhaltigen Pickelwässerchen weg zu waschen, wird hier Öl eingesetzt, das die Haut gleichzeitig milde reinigt und mit Fett/Feuchtigkeit versorgt. Es wird nicht wirklich mit Wasser gewaschen, schon gar nicht geschrubbt und gerubbelt, damit auch ja alles sauber wird. Stattdessen lassen wir Wasserdampf sanft die Poren öffnen und befreien die Haut dann mit leichtem Tupfen von überschüssigem Öl und allfälligen Schmutzpartikelchen. Extra Pflege ist meistens nicht mehr nötig. Das verbleibende Öl zieht nach einer Weile ganz ein und macht die Haut weich und gewappnet gegen Einflüsse von aussen.

Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass meine Haut zur Pfirsichhaut mutiert hat. Nach wie vor kämpfe ich mit Unreinheiten und ja, sie ist nach wie vor schnell trocken und braucht zB. nach dem Duschen noch immer ein wenig Extra-Pflege in Form von ein klein wenig Gesichtsöl. Aber das Hautbild ist besser geworden. Die Pickelchen seltener und weniger ausgeprägt. Vor allem aber fühle ich mich wahnsinnig wohl mit dieser Art von Pflege; mehr im Einklang mit mir selbst und der Natur, meinem eigenen Körper näher. Das Ritual von Ölen, „Bedampfen“ und einer kleinen Massage, schenkt mir einen kurzen Moment des Innehaltens und Zur-Ruhe-kommens, das mir vor allem abends vor dem Schalfengehen wie ein wunderbarer, wohltuender Luxus vorkommt…

 

Gesichtsreinigung und Feuchtigkeitspflege (all in one sozusagen)

für ölige und unreine Haut:

  • 60 ml Rizinusöl
  • 120 ml Sonnenblumenöl
  • 30 ml Traubenkernöl

für trockene Haut:

  • 30 ml Rizinusöl
  • 150 ml Sonnenblumenöl
  • 30 ml Avocadoöl

Herstellen:

Gib alle Öle in ein Glas und mische alles gut. Fülle die Mischung in ein gut schliessendes Marmeladenglas oder in eine Glasflasche mit Decke und hebe sie griffbereit in deinem Badezimmer auf.
Lagern im Kühlschrank ist nicht nötig und auch nicht zu empfehlen (*brrr*).

Verwenden:

Binde dein Haar aus dem Gesicht und gib ein wenig deiner Ölmischung (ca. einen halben bis einen Tl) auf deine Handfläche. Tupfe jeweils mit den Fingerspitzen ein bisschen davon auf deine trockene Gesichtshaut und arbeite dich mit feinen Massagebewegungen vom Kinn hinauf zu deiner Stirn.
Stelle nun das Wasser auf heiss, mache einen Waschlappen (Frottee empfohlen) nass und wringe ihn so aus, dass das Wasser nicht mehr heraustropft. Lege ihn auf dein Gesicht. Er sollte schön warm sein, aber nicht schmerzend heiss. Schliesse die Augen. Jetzt darf dein Gesicht sich unter dem Dampf etwas entspannen. Tupfe dann einen Teil des Öls sorgfältig und vorsichtig von deiner Haut; du solltest nicht reiben und dein Lappen nur feucht sein, so dass er nicht mehr eigentlich wäscht, sondern eher aufsaugt. Wenn du deine Haut zu ölig findest, warte einen Moment. Das Öl zieht noch ein. Sonst wiederhole den Vorgang einfach nochmals, solange es sich gut anfühlt.

Du benutzt dieses Öl jeweils je nach deinem Gefühl immer morgens oder abends oder gleich zweimal am Tag. Ich massiere das Öl auch immer vor dem Duschen ein, dusche dann wie gewohnt und tupfe mein Gesicht nur noch trocken.

Apfelessig-Gesichts-Tonic

Zutaten:

  • 30 ml Zaubernuss/Hamamelis (Witch Hazel)
  • 180 ml destilliertes Wasser
  • 60 ml Apfelessig (vorzugsweise naturbelassen unpasteurisiert)
  • 4 Tr ätherisches Lavendelöl (optional)
  • 1 Tr ätherisches Weihrauchöl (optional)

Herstellen:

Gib alle Zutaten in eine Schüssel bzw einen Messbecher und schüttle sie gut. Jetzt kannst du sie zum Gebrauch in ein verschliessbares Marmeladenglas oder eine Glasflasche mit Deckel umfüllen. Stelle die Mischung dorthin, wo du dein Gesicht jeweils reinigst.

Benutzen:

Reinige zuerst dein Gesicht wie gewohnt mit dem Pflegeöl. Schüttle die Tonic vor dem Gebrauch kurz durch und benetze dann einen Wattebausch oder ein Tüchlein damit, so dass es schön nass ist. Jetzt „wäschst“ du deine Haut sanft und in kreisenden Bewegungen vom Kinn bis zur Stirne, vor allem dort, wo sie unrein ist oder Pickelchen blühen. Wichtig ist, dass du niemals rubbelst, denn das reizt deine Haut nur unnötig.
Wenn du jetzt das Gefühl hast, dein Gesicht würde spannen und die Haut mehr Feuchtigkeit brauchen (bei mir ist das immer der Fall), dann kannst du mit den Fingerspitzen nochmals ein klein wenig Öl einmassieren.

Diese Tonic befreit die Haut von abgestorbenen Hautschüppchen, verengt die Poren, hilft Akne auszuheilen und schafft eine gute PH-Balance. Sie ist besonders hilfreich bei entzündeten Pickeln, weil sie sanft desinfiziert.

Benutze die Tonic jeden Tag morgens oder abends, falls du unter stark unreiner Haut (Pickeln) leidest. Einmal die Woche bei trockener Haut. Oder einfach mehrmals die Woche, je nach Bedarf. Ich merke, dass ich sie vor allem im Sommer öfter benutze und im Winter bei trockener Heizungsluft wieder eher weniger.

Etwas vom Wichtigsten finde ich, dass du deine Haut beobachtest und auf ihre „Sprache“ hörst. Sie sagt dir, was sie braucht. Lass dich von deinem Körper führen. Ich finde, diese Art von Gesichtspflege ist ein schöner, einfacher und hilfreicher Weg, die Beziehung zu deinem Körper und seinen Ausdrucksformen zu intensivieren.

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7 Sachen

In Erinnerung an Frau Liebes wunderwunderschönen, einzigartig kreativen und humorvollen Blog seinerzeit, wo sie mit ihren „7 Sachen“-Posts ein kleines Unikat kreierte, das mir eigentlich immer allein schon beim Lesen sehr viel Spass gemacht hat… Leider hat Frau Liebe das Bloggen an den Nagel gehängt. (Glaube ich) Und sich anderen, bestimmt auch sehr kreativen, lustigen und sinnvollen Dingen zugewendet. Velleicht kommt sie ja irgendwann mal wieder zurück ins Bloggerland, wer weiss…
Auf jeden Fall ist mir heute gerade sehr nach „7 Sachen“. Nach ein paar wenigen Worten und raschen Fotos von lauter Sachen, wo meine Hände im Spiel waren. Hände braucht man ja eigentlich ständig als Mensch. Die Ruhen kaum einmal. Bei uns Strickerinnen sind sie sogar beim Hörspiel-Hören oder Netflix-en geschäftig in Bewegung und bringen Schönes hervor, wo immer sie ans Werk gehen.
Ich mag Hände. Besonders die Kräftigen, denen man das Arbeiten und ihre Wirksamkeit ansieht. Oder die Zarten, die man einfach nur halten möchte. Und Baby- und Kinderhände sind mitunter das Süsseste, was es gibt auf der Welt…
Hier aber waren meine Hände am Werk. Und die sind nicht besonders vorzeigbar. Ich hatte immer schon alte Hände, mit vielen Falten und starken Adern, die sich klar hervorheben. Schön sind sie bei weitem nicht. Das waren sie noch nie. Aber sie können arbeiten und festhalten, streicheln und -immer besser auch- loslassen.

Heute haben sie zum Beispiel das hier getan…

Noch einen Vorhang genäht fürs grosse Badezimmer. Jetzt sieht keiner mehr rein. Und keiner mehr raus. Aber das ist mir einerlei; lieber keine schöne Aussicht, dafür entspannt nackig im Bad rumwatscheln.

Einen Mini-Vorrat Gesichts-Tonic gemischt. Aus Apfelessig, destilliertem Wasser, Witch Hazel, Lavendel- und Weihrauch-Öl. Das Rezept und überhaupt die ganze Taktik mit der Öl-Gesichtsreinigung und der selbst gemachten Tonic habe ich aus einer alten Ausgabe von „Taproot“, und Leserin Lucy, die Arme, hat schon vor bald 1 Monat nach einer kleinen Anleitung gefragt… Liebe Lucy, verzeih die lange Wartezeit! Gerade habe ich aber Fotos geknipst und nehme mir nun vor, den nächsten Post der hausgemischten Gesichtspflege zu widmen…

Ein paar Löffel Holunderbeer-Sirup mit Gewürzen aus dem Hause Mamaniflora genascht. Für gute Abwehrkräfte, jetzt da gleich mehrere Kinder hier bei mir krank geworden sind und meine Füsse gar nie richtig warm werden vor lauter Winter. Nicoles Sirup ist wunderbar. (Genau wie Nicole selbst!) Ich wünschte, mein Vorrat würde nie zur Neige gehen…

Mütze fertig gestrickt. Nochmals eine klassische Purl-Bee-Variante, diesmal aus einem Strang „Tosh DK“, mit dem ich sonst einfach nichts anzufangen wusste. Vielleicht werde ich sie tragen. Vielleicht wird aber auch ein Kirschkernzeit-Giveaway daraus… (Gibt es vielleicht jetzt schon jemanden, der sich Hals über Kopf in diese Farbe verlieben könnte?)

Pinnwand geleert, alle Zeichnungen ordentlich in Boxen geräumt und bereits die neuesten Highlight-Kreationen angepinnt. Der Platz wird rasch knapp werden. Das sehe ich schon jetzt. Besonders freut es mich ja, dass jetzt meine Kleinste auch hier „ausstellt“. Die untere 4er-Reihe mit schwarzen Kugelschreiber-Portraits ist von ihr. Und ich finde sie klasse!

Den Schnupfennasen-Kindern ein Erkältungsbad eingelassen. Mit ätherischem Öl in etwas Honig und Sahne emulgiert. Hinten wäre übrigens einer der neuen Vorhänge zu sehen, für die ich so wahnsinnig dankbar bin. Ich schätze, auch die wären einen eigenen  Vorhang-Post wert, oder?

Waschmittel gemacht. Mache ich eigentlich gar nicht gerne, und weil ich die Flasche kurz vor dem Fotografieren nochmals geschüttelt habe, damit alles homogen bleibt und nicht zu Pudding wird, sieht das Ganze erst noch ziemlich unschön aus. Aber sobald die Arbeit getan ist, bin ich vollkommen zufrieden mit mir und der Welt.
Waschmittal machen ist doof. Selbstgemachtes Waschmittel haben hingegen ist klasse.

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