Archiv der Kategorie: kleine Abenteuer

Wochen-Ende: adoptiert

Die Tage flitzen, die Wochen sausen, die Monate drängen sich dicht dicht. Es ist schon bald Sommer (was???!) und ich weiss wirklich nicht, wie das geschehen konnte. Es kommt mir vor, als wäre eben erst der letzte Schnee geschmolzen…
Auch der grosse Holunder hat seine Blütezeit für dieses Jahr schon so gut wie durch. Es war eine ungeheuer intensive Bluescht dieses Jahr, man konnte den Duft schon riechen, wenn man auf dem Weg zur Laube stand, und diese üppige Schönheit war wie Balsam für meine Seele, wenn mich wieder die Traurigkeit überkam wegen unserer verlorenen Herde oder meine Sehnsucht nach dem Wegziehen und Neu-Anfangen es wieder allzu arg trieb; ein klein wenig Landleben passt auch in ein Gärtchen mitten im Dorf, oder?
Mein Tochterkind pflückte die letzten weissen Dolden vom Busch, ich setzte 3 weitere Liter Holundersirup an und freue mich heute an diesem Hauch von Frühling, konserviert in ein paar Glasflaschen.
Es gibt den einen oder anderen Baby-Holunder, der sich irgendwie in weitere Garteneckchen geschlichen hat und den ich nur zu gerne wuchern lasse; von mir aus könnte hier ein Dschungel entstehen, verwilderte Büsche und Obstbäumchen, dazwischen Wiesenblumen- und kleine, feine Nagetierchen, die zwischen dem Gestrüpp herumwuseln und erst die richtige Dosis Leben hier in dieses Gärtchen bringen…
Gerade ist es übrigens wieder wunderbar lebendig hier im Meerschweinchen-Gehege; eine Züchterin hat ihre ganze Zucht aufgegeben und deshalb gute Plätzchen für ihre Schützlinge gesucht. Das eine oder andere ihrer Tierchen ist dieses Wochenende zu uns gezogen, nicht nur ausgewachsene Weibchen, auch ein kastriertes Böckchen und- Babies! Gleich zwei Mütter mit ihrer Kinderschar leben nun in unserem neuen Stall (vergittert und verbarrikadiert) mit angebautem Auslaufgehege (gesichert mit gleich zwei Schichten Volierengitter). Die einen Jungtiere sind wenige Wochen alt, die anderen sogar erst ein paar Tage! Ich kann euch sagen, die sind sowas von süss…! Ich muss unbedingt ein paar Fotos von ihnen machen… aber vorerst möchte ich sie noch ein wenig in Ruhe lassen, da sind ohnehin schon zu viele neugierige und tierverliebte Kinder, die nur darauf warten, auch mal so ein Mini-Fell-Knäuelchen auf den Schoss zu bekommen. Und damit meine ich nicht nur meine eigenen Kinder…

Wir sind vorsichtig geworden, was die Freilauf-Zeit unserer Herde angeht. Zu Anfang dachte ich mir ja nichts dabei, wenn unsere erste Meerschweichen-Gruppe draussen unter freiem Himmel in ihrem eingezäunten Bereich herum wanderte.
Dorf ist Dorf und Garten ist Garten, dachte ich, hier sind sie bestimmt in Sicherheit.
Heute sehe ich das anders. Wildtiere machen keinen Halt vor Gartentürchen. Da sind Marder (neulich bin ich selber einem begegnet), Raubvögel (der Milan kreist hier sowieso schon permanent über unserem Quartier), Katzen (eine wunderschöne Graue ist hier ziemlich neu aufgetaucht. Und sie findet unsere Tiere offenbar höchst interessant). Vom Fuchs, der hier auch nachmittags um fünf schon gesichtet wurde, wie er die Strasse gleich vor unserem Haus überquert (!), ganz zu schweigen.
Ich sehe ein, wie blauäugig ich war. Damals. Davor, meine ich. Und dass sich meine Beziehung zur Natur und zum Tiere-Halten verändert. Ich rechne mehr mit dem Tod, bin aber gleichzeitig auch argwöhnischer und umsichtiger geworden. Alles kommt und geht- doch ich will mein Bestes geben, um das Leben hier zu schützen und wertschätzend zu bereichern. Freilauf auf der Wiese wird nicht völlig gestrichen, doch es muss immer jemand draussen sein im Garten, spielende Kinder, ich, wenn ich jäte oder die Wäsche aufhänge, Kind2, der in der Hängematte liegt und liest. Und heute ist ein „Aqua-Tiervertreiber“ per Post ins Haus geweht; als Abschreckungsmanöver gegen allzu neugierige Katzen und hungrige Füchse, die sich abends oder des Nachts zu nah an den (doppelt und dreifach verrammelten) Nager-Stall heranwagen…

Und sonst so?
Ich nähe gerade weiter an meinem Gartenquilt. Seine Farben wollen mir jetzt, wo das Top praktisch fertig ist, zwar nicht recht gefallen (zu viel Braun  und Schwarz, zu wenig Bunt), aber das ist mir eigentlich einerlei, denn ich finde, er passt genau so, wie er ist, hervorragend in unsere Laube, wo rostiges Rot, Caramelbraun und Schattenschwarz dominieren. Ausserdem sollte ein Garten-Spielquilt niemals allzu schön sein. Sonst tut es einfach zu weh, wenn er Grasflecken bekommt oder erdbraune Fussabdrücke oder Beerenflecken. Dieser Quilt aber schreit geradezu nach dieser Art von Verzierung. Ich denke, er wird sich gut einfügen in unsere kleine Gartenwelt.

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mit meiner frühlingshellen rosa Brille

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An sich neige ich zum Grübeln und Schwarzsehen. Ich kann nichts dafür, so bin ich nun einmal, und wie alle Dinge im Leben, haben auch diese beiden Eigenschaften zwei Seiten, eine dunkle und eine hellere, da bin ich mir ganz sicher… Im Moment allerdings komm ich weder zum Schwermütigsein noch zum Sorgenmachen, denn meine Tage platzen gerade aus allen Nähten mit ihren normalen Alltagsroutine-Dingen und dem Powerboost an Bewegungsdrang, den die Kinder gerade an den Tag legen. Wir sind fast den ganzen Tag draussen, so oft es nur geht, und da Wald und freies Feld nicht eben um die Ecke liegen, springe ich über meinen Schatten und ziehe mit ihnen los zum Spielplatz oder zum Schulhaus oder in die kleinen Spielpärke der Wohnblocksiedlungen in der Umgebung, etwas, das mir eigentlich ja gar nicht liegt. Spielplätze waren mir immer eher unheimlich. Weil man da so dasteht zwischen lauter Mamis, die man dann doch nicht kennt und sich gleichenteils ausgestellt und nutzlos vorkommt… Aber: Ich wurde echt überrascht diese Woche. Gerade diese Spielplatz-Nachmittage entpuppten sich nämlich als unerwarteter Segen. Und machten irre viel Spass. Und zwar uns allen. Ich traf auf Mütter, die ich eben doch kannte, und einmal auch auf die Schulhausputzfrau, eine Portugiesin mit Wahnsinnstemperament und einer unerschütterlich guten Laune, die hier im Dorf buchstäblich jeden kennt, immerzu fröhlich vor sich hinstrahlt und in alle Richtungen winkt und grüsst und freundliche Worte verteilt, und die Zeit verging wie im Flug, während wir uns austauschten, lachten, den Kindern beim Spielen zusahen… Wenn wir abends (viel zu spät) heimkehrten, waren unsere Wangen gerötet und unser Herz voll von schönen Dingen. Es ist einfach wunderbar, sich im Dorf verankert zu fühlen, die Menschen immer besser kennen zu lernen, so langsam, langsam ein Netzwerk wachsen zu sehen, das einem das Gefühl gibt, sicher und geborgen und irgendwie erwünscht zu sein… Mit meinen kleinen Töchtern gelingt mir das jetzt viel besser als früher mit Kind1, einem klugen, aber damals wilden, kleinen Rabauken, oder auch mit Kind2, der sehr sensibel ist und von Natur aus eher ein Einzelgänger. (Allerdings mag er Menschen. Immer mehr sogar. Und so langsam geht er auch auf andere zu und zeigt seine neugierige Seite und seine Freude am Debattieren und Austauschen. In der Schule zB. sind Vorträge eine echte Leidenschaft von ihm. Er macht sie sogar freiwillig und wirklich mit Begeisterung. Beim letzten Mal ging es um Stalin, und das Thema hat ihn derart fasziniert, dass er nun überlegt, ob er statt Lehrer zu werden, nicht vielleicht lieber doch Geschichte studieren sollte. Von mir aus kann er auch Strassenfeger werden. Hauptsache, er ist glücklich dabei.)
Zuhause bleibt derweil natürlich alles, wirklich alles liegen, denn wenn ich schon einmal zuhause bin, dann ruft entweder der Garten oder die Kinder im Garten, ich hänge draussen die Wäsche an die Sonne oder fege im Sonnenschein die Wege, hauptsächlich deshalb, weil ich keine Lust habe, mich wieder drinnen in der Schummrigkeit zu verkriechen, während der Frühling derart herrlich ist.
Der Frühling, hach ja… So eine schöne, schöne, schöne Zeit. Er verändert wirklich alles, oder? Die Welt, die Natur, das Herz und die Gedanken. Und den Blick auf die Dinge. Mit einer frühlingshellen rosa Brille rumzulaufen, lässt momentan gar keinen Raum mehr für trübe Gedanken, egal welcher Art…

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Der Spatz in der Hand

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Es frühlingt unverblümt weiter, sogar die ersten Blätter spriessen und es wird bestimmt nicht mehr lange dauern, da wird der Holunderbusch unserer Nachbarin, der so wunderbar zu uns herüberwuchert, üppig grün dastehen, genauso die Beerensträucher und der kleine Quittenbaum, den Herr Kirschkernzeit letzten Herbst von hinter dem Meerschweinchenstall mitten in die Wiese hinein verpflanzt hat. Ich war mir nicht sicher, ob der Baum das so leicht übersteht, immerhin ist er kein kleines Ding mehr, doch nun knospen die Blättchen und das Leben regt sich in ihm genauso wie in allen anderen Pflanzen dieses kleinen Gärtchens.
Vor ein paar Tagen waren wir alle gemeinsam im Wald, um uns gegenseitig ein wenig Osterschokolade zu verstecken (Wir machen das jeweils irgendwann nach Ostern und die „Nester“ sind meist zwar eher klein, aber immer heiss begehrt). Kind1 hatte sich mit ein paar aufdringlichen Zecken herumzuschlagen, doch der Wald war friedlich und frisch wie der junge Frühling persönlich und ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich diesen Moment der Freiheit und Zufriedenheit genossen habe, das Draussensein und Zusammensein und die Natur in all ihrer Arglosigkeit und Perfektion, die jetzt, im April so ganz anders ist als der kalte, ungastliche Winterwald oder die Gluthitze des Sommers, die einem sofort wieder ins Haus treibt. Ich bin viel zu selten im Wald, überhaupt viel zu selten draussen unter freiem Himmel. Es gibt drinnen einfach immer so wahnsinnig viel zu tun, wisst ihr… und genau daran musste ich wieder denken, als ich so durchs Dickicht streifte, in aller Seelenruhe das Gestrüpp nach meinem Schokohasen absuchte und hoffte, der Zeckenspray würde seine Wirkung tun; Wie schwer es mir fällt, neben all den Aufgaben und Anforderungen des Hausfrauen- und Mutterseins auch einfach nur… zu sein, zu leben und die Seele baumeln zu lassen. Darin bin ich grottenschlecht, schlechter als schlecht sogar, man könnte fast sagen, ich bin Meisterin darin, die innere Anspannung über Wochen bis Monate halten zu können, angespannt wie ein Waschbrettbauch bei Liegestützen, ganz verloren schon in diesem Zustand und ohne überhaupt noch zu wissen, wie man loslässt, wie man die Dinge, die Sorgen, das Gefühl, gefordert zu werden und etwas leisten zu müssen, abschüttelt und nachhaltig zur Ruhe kommt.
Nun, in diesem Augenblick blinzelt so etwas wie eine Ahnung davon zu mir durch, in Momenten wie jenem neulich im Wald und auch heute abend, wo meine drei Mädchen die Nacht bei ihren Grossmüttern verbringen und ich zum ersten Mal seit ich mich erinnern kann -mit nur mehr zwei halbwüchsigen Jungs und einem Ehemann im Haus- so gut wie Sturmfrei habe, plus eine Nacht in einem beinahe leeren Bett mit dekadent viel Platz. Ich weiss, ich sollte sehnsüchtiger empfinden und meine Kinder schrecklich vermissen, aber offen gestanden fühle ich mich vor allem aufgeregt und voller Vorfreude auf die vielen Stunden, die ich nun mit all den Dingen füllen kann, die mir -neben Gutenachtgeschichten erzählen und kuschelnd Einschlafhilfe bieten- sonst noch Spass machen. Ausschlafen zum Beispiel. Nachts im Bett ein bisschen Gilmore Girls gucken, mit vollem Ton und Grossbild. Oder Stricken -Nähen gar?- ohne von einem Kind unterbrochen zu werden, das im Halbschlaf meinen Namen ruft.
Die Mädchen haben sich wahnsinnig gefreut auf ihr kleines Abenteuer. Sie haben fröhlich ihre Rucksäcke gepackt und Kuscheltiere ausgehfein gemacht, und überhaupt war das Ganze ja auch ihre Idee, obwohl sie nun uns allen gut tut; den Kindern, die die gemeinsame Zeit mit ihren Omas in vollen Zügen geniessen, den beiden Grossmüttern, die es einfach schön finden, für einmal wieder süsses, junges Leben ganz nah um sich zu haben- und auch uns Daheimgebliebenen, die wir uns heute vielleicht auch ein bisschen Extra-Zeit füreinander nehmen können, so in dieser ungewohnten, sehr reduzierten Konstellation. Gestern und vorgestern schon gab es die eine oder andere spätabendliche Jass-Runde zwischen den Jungs, Herrn Kirschkernzeit und mir, es könnte durchaus sein, dass ich meine Denkspiel-Phobie heute nochmals mit meiner Teilname zu therapieren versuche (ich scheine allerdings echt unfähig zu sein, auch nur ansatzweise strategisch zu überlegen)…
Wie auch immer. Ich bin gerade ziemlich glücklich. Heute wenigstens. Es ist schön, eine Familie zu haben, die so miteinander verwoben ist, Grossmütter, die für ihre Enkelkinder echte Bezugspersonen sind und ihnen so nahe stehen, dass alles Fremde zwischen ihnen verschwunden ist und sich ihre Häuser wie eine Erweiterung des eigenen Zuhauses anfühlen, nicht wie „anderswo“, wo man zu Besuch kommt. Gerade das Haus meiner Mutter ist meinen Kindern wahrscheinlich genauso sehr ein Zuhause wie unser grosses, altes Haus hier an dieser viel zu befahrenen Strasse mitten im Dorf und die Oma hat immer zum Alltag mit dazu gehört, ganz selbstverständlich und unhinterfragt. Das gibt mir ein gutes, sicheres Gefühl und ihnen noch ein Stückchen Geborgenheit mehr, wofür ich unglaublich dankbar bin.
Wisst ihr, immer wieder hadere ich mit meinem Leben. Es kommt mir zu banal vor und ich zu wenig spannend oder abenteuerfreudig oder initiativ. Dann sehne ich mich wieder nach dem Bauernhaus meiner Träume, abseits von allem, mit grossem Garten, Bäumen, etwas Wald, mit Wiesen und Weite und der vollen Kraft der Natur gleich vor der Haustüre. Ich male mir aus, wie wir ein paar Ziegen halten (ich mag Ziegen!), eine grosse Volière für heimatlose Wellensittiche bauen, wie die Kinder ein Kinderleben führen, das fern aller Schulsysteme und Stundenpläne im Einklang mit der Natur und ihrem eigenen Rythmus vor sich hin fliesst und fühle mich entmutigt, weil all das unerreichbar fern bleibt, ein schillerndes Traumland, das wohl niemals Wirklichkeit werden wird für mich.
Doch die Kinder sind sehr glücklich hier. Sie lieben dieses Haus und dieses Dorf und haben ihre Wurzeln geschlagen. Und da ist die Familie, die sie hier umgibt, Onkel und Tanten und Grosseltern, die rundherum an ihren Orten verteilt wie Grundmauern wirken, schützend und umgebend und erreichbar und real. Das sollte mir mehr wert sein, finde ich, als es oftmals ist. Träume sind wunderbar, gewiss, aber genauso wunderbar ist doch der Spatz in der Hand. Und heute bin ich einfach nur dankbar. Für all diese Dinge und Entwicklungen, für das kleine Baby meiner Schwester, das im Sommer zur Welt kommen wird, um dieses grosse Familiengeflecht noch zu bereichern, für diesen Tag hier, für Jasskarten und Salamisandwiches und knospende Quittenbäume, für die besten Grossmütter der Welt und eine ganze Matratze nur für mich allein.
Es lebe das Leben, das geschieht, während wir andere Pläne machen.

PS. Und weil mir grade so danach ist, muss ich hier gleich noch meine aktuellen Lieblingslieder verewigen; „You’re the reason why“ von den Rubettes (Oldies forever!) und „Waiting on the World to change“ bestechend nterpretiert von den Jungs von „Flash Mobb Jazz“.

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berührt: das Beste

“Berührt” heisst für mich;
Ab und zu möchte ich mein Augenmerk auf all die Dinge und Momente richten,
die mich wirklich berühren.
Wo mich etwas  inspiriert, anrührt, wo ich fühle, spüre, zum Denken komme.
Wo sich etwas bewegt, innen im Verborgenen oder ganz greifbar und sichtbar vor meinen Augen.
Mal voller Freude, mal nachdenklich oder sentimental, mal montags, mal sonnabends, wortreich oder stumm…
So wie es im Augenblick gerade richtig scheint.
(Und wer immer mitmachen möchte, ist ganz herzlich eingeladen.)

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So leben wir unsere Sommerferien: Mal hier, mal dort, aber jeden Abend wieder zurück im Familienstützpunkt Zuhause. Manchmal ist es anstrengend. Manchmal wunderbar. Und ich spüre, wie die Dankbarkeit, noch immer 5 grosswerdende Kinder voll und ganz in der Gemeinschaft verwurzelt zu haben, mich immer wieder aufs Neue einholt.
Das wird sich ändern. Das mit dem Voll-und-ganz-Zusammengehören. Grosswerden heisst ja auch ein Stück weit Sich-Entfernen. Hach ja, nicht einfach, das. Allein der Gedanke schmerzt.
Aber noch sind wir eins. (Meistens). Mit allem, was an Schönem und weniger Schönem mit dazu gehört.
Schön finde ich, zu sehen, wie selbstverständlich wir einander sind. Wie natürlich das Miteinander und Nebeneinander sich anfühlt. Bei allem Gezanke und Gelärme sind da doch diese dicken festen Bindungen, robust wie Bootstaue, die sich kreuz und quer durch das Familiengefüge ziehen. Hier scheinen sich alle wirklich irgendwie zu kennen. Man nimmt kein Blatt vor den Mund (etwas meh Diplomatie wäre manchmal allerdings bestimmt nicht schlecht *hüstel*), traut sich auszusprechen, was in einem vorgeht oder einem stört und nimmt im Gegenzug den anderen ungefiltert wahr, nimmt ihn ernst und als ein vollwertiges Mitglied, auf das man eingeht und acht gibt (und auf das man auch immer mit ein Auge hat, schliesslich will man ja nicht übervorteilt werden *zwinker*).
Das ist Familie.
Für mich.
Ungeschönt, sicher immer wieder mal einen Zacken „zu viel“, denn wir sind doch einige, aber im Kern und mit dem Herzen betrachtet: das Beste, das es gibt für mich.
Ach ja; und grosse Brüder finde ich immer noch besonders besonders. Manche kleinen Mädchen haben einfach ungeheures Glück…

PS. Das Foto von Kind1 und seinem herzallerliebsten Schwesterchen habe ich neulich aufgenommen, am 8.Geburtstag meines grossen Tochterkindes, das sich Mittagessen im MC Donalds (Wow!), einen Familienausflug ins Unterwassermuseum (Ui!) UND eine Kuchenessen mit den Grossmamas zuhause wünschte (uff!).

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