Archiv der Kategorie: Kinder

zugeflogen

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Ich hatte natürlich unrecht: Die Grippe ist noch nicht vorbei. Ich hätte gestern wohl doch keine Meerschweinchenställe ausmisten sollen…
Aber diesmal, habe ich mir geschworen, diesmal werde ich auch wirklich liegenbleiben, und den Tag r-u-h-i-g angehen, was mir unheimlich schwerfällt, wenn ich den vernachlässigten Haushalt so ansehe *schluck*
Mein Trost: Der Frühling ist zurückgekehrt! Und mit ihm Sonne und Wärme und Bienen und Falter. Neu haben wir hier auch eine Pandabiene, ein ziemlich seltenes, schwarzweisses Exemplar der behaarten Säugerinstekten, von deren Existenz bisher wohl keiner etwas ahnte- bis auf meine Kleine, die diesbezüglich schon länger ihre Ahnungen hatte.
Ein besonders hübsches Detail dieser Spezies: Blumenkränzchen (mit echten, eigens dafür gepressten Blütenblättchen! *schmelz*) und knuffige, kleine, nicht allzu bunte Flügelchen. Gerne steckt sie sich auch ein Zweiglein frische Wiesenblumen in den Pelz.
Die Pandabiene ist, wie der Name irgendwie schon suggeriert, ein sehr friedfertiges Wesen und, da stachellos, eigentlich sogar eine wirkliche Pazifistin. Ein echtes Blumenkind eben.

Ich muss zugeben; Hättte meine Kleine mich nicht praktisch mit der Nase auf dieses doch äusserst interessante Objekt gestossen, ich hätte es glatt übersehen. Aber dafür hat man ja Kinder, nicht? Man lernt immer wieder dazu…

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berührt: ihre Welt

“Berührt” heisst für mich;
Ab und zu möchte ich mein Augenmerk auf all die Dinge und Momente richten,
die mich wirklich berühren.
Wo mich etwas  inspiriert, anrührt, wo ich fühle, spüre, zum Denken komme.
Wo sich etwas bewegt, innen im Verborgenen oder ganz greifbar und sichtbar vor meinen Augen.
Mal voller Freude, mal nachdenklich oder sentimental, mal montags, mal sonnabends, wortreich oder stumm…
So wie es im Augenblick gerade richtig scheint.
(Und wer immer mitmachen möchte, ist ganz herzlich eingeladen.)

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Wieder ein Bild aus der Vogelperspektive, also aus meiner Perspektive, wenn ich hinabblicke auf die kleine Welt der kleinen Dinge kleiner Menschen.
Und wieder sehe ich Chaos. Kreatives Chaos zwar, aber Chaos, nichtsdestotrotz. Scheinbar. Und der Schein trügt (wie so oft). Denn all diese kleinen und kleineren Dinge hier am Boden sind bewusst so, wie sie sind und bewusst dort, wo sie sind. Auch die Schnipselchen, die selbst in Natura derart winzig sind, dass sie auch bei eingehaltenem Sicherheitsabstand vom Staubsauger eingeswutscht werden. Sie stellen Essen dar, kleine Omeletten und Pommes oder so, Futter für die Hühner, die im Hühnerklötzchenstall links unten wohnen und ein währschaftes Zmittag für die heissgeliebten Pokémon-Schiggy-Gummifiguren meiner Kleinen, für die sie hier eine ganze Lebenswelt zusammengebastelt hat. Sie hockt übrigens gerade unter dem rotweissen Schirm, meine Kleine, und spielt dort weiter mit ihren Holzpferdchen, dem grünen Drachen ihrer grossen Schwester, mit Schiggy1 und Schiggy2 und anderem Getier.
Ich liebe ihre Art, zu spielen. Wie sie jedem einzelen Spielwesen eine Stimme verleiht, laut vor sich hinplaudert, ohne Punkt, ohne Komma und das ganz ohne Publikum, nur für sich. “Na, macht das nicht Spass, so Karussell fahren, Schiggy?” “Nein, ich finde das nicht so schön, das geht doch viel zu schnell!” “Ja, da hast du recht, kommt wir fliegen lieber auf dem Pegasus…”
Süss ist das, dermassen süss, ich könnte stundenlang zuhören, zuschauen- und müsste immerzu schmunzlen über diese kleine, geschützte, noch vollkommen heile und unverdorben einfache Welt, in die sie sich einspinnt, mit Ausdauer und Hingabe und dem kindeigenen Schatz an Fantasiegesprudel. Es ist ihre Welt. Eine Welt, die sie braucht und mit Nachdruck verteidigt, wenn Eindringlinge sich breit machen wollen darin.
Ich glaube, genau diese Welt und ihre Bedeutung war mit ein Grund, weshalb ich mir vor einem Jahr wirklich absolut sicher war, dass es für mein Kind (damals 4 und somit kindergartenpflichtig) noch nicht Zeit war für den Kindergarten, dass sie noch ein Jahr Zeit brauchen würde, Zeit daheim, bei mir, bei uns, in ihrer Welt, in dem Kokon, in den sie sich Tag für Tag einspann und noch immer einspinnt, um zu sein, zu werden und zu wachsen. Wie eine kleine Raupe, die … eines schönen Tages dann zum Schmetterling wird.

Nun ist dieses Jahr bald um. Dieses Extrajahr. Ein paar Wochen nur noch. Dann soll sie wohl schlüpfen, ihre Flügelchen spannen und fliegen. Hinaus in eine neue Art von Welt, wo es Stundenzeiger gibt und eine Gruppe, wo man Hausschuhe anzieht und einen Leuchtstreifen, ein Znünitäschli und wo Ideenfunken nicht mehr nur aus einem selbst entspringen, sondern von aussen kommen und neu sortiert werden wollen im Kopf und im Herzen.
Ich weiss noch nicht, ob ich mich gut fühle bei diesem Gedanken.
Ich weiss noch nicht, wie reif sie wirklich ist, meine kleine Raupe.
Aber das macht wohl auch nichts.
Bei Raupen weiss man nie so genau.

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like Instagram 150

Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Nachdem wir heute gemeinsam beim Arzt waren, weil sich evtl. eine allfällige Meerschweinchen-Pilzinfektion (ich warte seit bald 3 Wochen auf die Resultate des Tierarztlabors!) auf die Haut meiner Grossen übertragen hat (argh!), stelle ich dieses Bild hier ein. Weil es mich so froh und unbeschwert stimmt. Und sehr zufrieden und dankbar. Natürlich ist es nicht mein Traumhaus hier, natürlich fehlt es an Platz, an Aussenraum für uns sieben, aber dennoch sind Momente wie dieser hier möglich. Ab und zu. Momente, in denen ein Kind sich in seinem kleinen Fleckchen Natur verlieren kann… Ja, in diesen Augenblicken vergesse ich ihn, meinen Traum vom Landleben, draussen, auf dem richtigen Land…
Denn schlecht haben wir es nicht hier. Das muss jetzt einfach auch mal gesagt werden *zwinker*
Obwohl es natürlich schon auch nett wäre, die schöne Primelchenwiese würde mit zum Spielplatz meiner Kinder gehören, mit all den Bäumen und Beeten meiner Nachbarin. Andererseits ist sie so eine gmögige, alte Dame. Ich würde sie ehrlich vermissen, wenn sie nicht da wäre…

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Bunt

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Ja, das war es, mein Wochenende: Bunt. Lebendig. Und mitunter ziemlich wunderschön. Vor allem jene Momente, in denen alles floss und stimmig vom einen ins andere überging, wo jeder irgendwie zufrieden vor sich hinlebte, Sonne und Freiheit und die eigenen Ideen genoss, und das kleine Spektakel, das sich in unserem Dorf ereignete, unsere Frühlingsdorffeier mit Chilbi und Ponyreiten, Musikkapelle und Laternenmeer, so wie jedes Jahr. Den kleinen Goldturm aus Mohrenköpfen hat Kind1 auch dort “geschossen”, 6 Versuche, 6 Treffer- und das für 2 Franken. Ein gutes Geschäft für den kleinen Mann. Dass er dann fast seinen ganzen Gewinn an uns verschenkt hat und sogar extra ein Exemplar für seine Oma aufgehoben hat, weil er weiss, dass sie diese hier am allerliebsten mag, das hat mich natürlich besonders gefreut. Und ihn glücklich zu sehen, so stolz und mit sich im Reinen, entspannt und satt nach einem fantastischen, ereignisreichen Tag draussen auf der Gasse, das auch, ja…

Und dann diese Sonne! Himmel, wie sehr ich sie genossen habe, zu jeder Tageszeit im Grunde, auch drinnen schon, wo sie morgens an meinen Augenlidern kitzelte und das völlig irreführende Gefühl in mir weckte, fit und ausgeschlafen zu sein, bereit für einen neuen Tag, Dabei sind meine Nächte übel perforiert, seit meine Kleinste sich mit diesem doofen Schnupfen rumplagt. Manchmal, wenn ich so teilsapathisch daliege im Dunkeln und das unruhige, wimmernde Kind auf meiner Brust noch ein Stückchen höher zu lagern versuche, scheint es mir, ich würde rein gar nicht schlafen, die ganze Nacht nicht, aber das kann nicht sein, dazu ist es dann doch zu plötzlich wieder Morgen…

Die Blumen freuen mich. Meine Nachbarin hat lauter kleine, dicke Primelteppiche in ihren bereits schön sauber vorbereiteten Gemüsebeetchen, und bei meinen Tulpen sind fast alle Blätter draussen, stark und grün und stolz, nur die Köpfchen fehlen noch, und auf die bin ich schrecklich neugierig, denn mittlerweile habe ich ganz vergessen, welche Farben ich überhaupt gepflanzt habe…
Die lilaweissen Krokusse auf dem zweitletzten Foto sind übrigens die Krokusse meiner grossen Tochter, ihre “Frühlingseinläuter”, die sie für sich zum Frühlingsbeginn ausgewählt hat. Vor ein paar Jahre haben wir diesen kleinen Brauch für uns gestartet, eine Pflanze für jeden, als Jahreszeitengeschenk sozusagen, egal ob Haus- oder Draussenpflanzen, Kaktus oder Blume (für mich habe ich so was hier gekauft, die spitze Variante). Es macht grossen Spass, mit den Kindern in unserem Dorfladen zu stehen und Ausschau zu halten nach dem ganz persönlichen Frühjahrsfavoriten, und ich bin auch jedes Mal erstaunt, welche Wahl getroffen wird. Dass Kind2 sich tatsächlich einen Kasten violett-weisser Stiefmütterchen nehmen würde, hätte ich im Grunde nicht gedacht…

Mit der pinkfarbenen Weste bin ich auf einem guten Weg, denke ich. Rücken und die eine Seite sind fixfertig gestrickt und der erste Versuch, die Schulternähte einfach mal zusammen abzuketten, statt einzeln abzuschliessen und sie dann zusammen zu nähen, gefällt mir gar nicht mal so schlecht. Die Sterne stehen gut für dieses kleine, urchige Projekt, was mich sehr positiv stimmt, vor allem nachdem ich die angefangenen Wollsocken für meinen Jungen wieder bis zum Anfang aufgelassen habe. Die Wolle -handgefärbte Sockenwolle in einem Mix aus Hellblau, Braun und Grün- poolt. Auch beim 2. Versuch und mit 2 Fäden alternierend gearbeitet. Dieses (an sich herrlich schöne) Garn scheint einfach nicht für mich gedacht zu sein. Zeit, es zu ersetzen. Durch etwas Gesetzteres, denke ich, schlichter ohne grosse Farbvariationen. Handgefärbt wäre wieder schön, aber nicht mehr allzu wild. Vielleicht etwas in dieser Art hier…? Gestern morgen ist nämlich ein Päckchen hier eingetrudelt: Sockenwolle in Violett und Fuchsbraun und drei Strangen “Bio Balance” in sattem Dunkelviolett (mein Traumprojekt dafür? Ein “Immie-Tee”!)
Köstlich.
Ich denke, ich tauche wieder ein in Farbe… und lasse mich einfach mal treiben…

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