Archiv der Kategorie: Jahreszeiten

Dezembertage Nr.7

Wie ich mir einbilden konnte, ich würde für diese Reihe tatsächlich jeden Tag an den Computer sitzen und schreiben, ist mir heute unerklärlich. So ein Projekt ist bei mir natürlich zum Scheitern verurteilt. Hauptsächlich meiner Müdigkeit wegen. Entweder ich fühle ich mich abends ausserstande, auch nur einen klaren Gedanken zu fassen, geschweige denn ihn verständlich auszuformulieren, oder ich nicke ein, sobald dem letzten Kind in meinem Bett die Augen zufallen. Und manchmal möchte ich auch einfach bloss so vor mich hin dümpeln. Serienquatsch gucken, stricken oder auch nicht, mich nur so berieseln lassen und alles andere vergessen. Da passt Bloggen nicht gut rein. Denn Bloggen ist für mich ein sehr bewusster, mitunter auch kognitiv anstrengender Akt. Selbst wenn ich nur banal vor mich hintippe, fühle ich mich gefordert dabei. Was mir das wohl sagen will? Ist mein Leben tatsächlich so simpel und anspruchslos geworden, dass jedes bisschen Kopfarbeit mir zuviel wird? So ganz will mir dieser Gedanke ja nicht gefalle…
Aber wie auch immer. Heute stehle ich mir einmal ein paar Minuten und schreibe. Bei Tageslicht. Vormittags, denn da habe ich noch alle Sinne beisammen (haha!) Je weiter der Tag fortschreitet, desto mehr kommen sie mir nämlich abhanden, meine Sinne, betäubt von Lärm und dem Geschehen um mich herum. Manchmal bekomme ich Kopfschmerzen davon. Dann nehme ich mir wieder vor, bewusst früh schlafen zu gehen oder mir Zeit zu nehmen fürs Bibellesen oder wenigstens eine kurze Tee-Pause und ein Mini-Gebet- doch dann vergeht der Tag und alles geht vergessen.
Wir hatten zwei schöne, grosse, recht harmonische Familien-Treffen, je eines pro Verwandtschafts-Seite und immer mit sehr vielen Leuten. 19 kamen bei mir zusammen, ganze 32 (!) bei der Sippe meines Mannes. Mittlerweile sind wir an dem Punkt angelangt, an dem die Enkel auch ihre Partner mitbringen, und ich würde sagen, es kann sich bloss noch um Jährchen handeln, bevor das erste Ur-Enkelchen zu uns stossen wird. Dann wäre ich Grosstante. Oder Grossmutter. Was für ein Gedanke!
Besonders schön bleibt mir der Spaziergang in Erinnerung, den ich gemeinsam mit Onkel Alois , Kind 2 und meiner kleinen Nichte Julia dem Fluss entlang gemacht habe. Mit Alois hatte ich bisher nie viel zu tun, irgendwie kam es einfach nie so recht dazu, aber beim Spazieren wurde doch das eine oder andere Wort gewechselt, was eine sonderbare Freude in mir auslöste. Es macht mich traurig, wenn ich meine eigenen Verwandten nicht recht kenne. Aber mit so vielen Kindern bin ich meistens zu beschäftigt und absorbiert, um mich noch für andere öffnen und mich auf ein richtiges Gespräch einlassen zu können. So ein Spaziergang in der Natur tut seine Wunder.
Irgendwann verliess uns Alois Richtung Weihnachtsmarkt und ich und die Kinder machten einen Abstecher zu einer kleinen, uralten, steinernen Kirche, die uns unterwegs aufgefallen war. Winzig war sie. Wunderschön. Schlicht mit ihren Steinmauern, dem schmucklosen Inneren und den schön gearbeiteten dunklen Holzbank-Reihen. Wir flüsterten ohne es zu wollen, wahrscheinlich weil uns die sonderbare Atmosphäre und die fast ein wenig bedrückende Stille  irgendwie demütig machten. Ein Ort ohne Zeit. Verwunschen.
Draussen im kleinen Friedhof lasen wir uns die Namen der Verstorbenen vor und zählten ihre Altersjahre. Ich fühlte mich sehr zugehörig zu den Kindern an meiner Seite und genoss ihre Verschiedenheit; mein Junge, sehr ruhig, aber gesprächig mit vielen tiefen Gedanken, meine Nichte, ein Floh, der lustig durch die Gegend hüpfte und fröhlich drauflos plapperte, mein Baby im Tragetuch, das das Ganze friedlich verschlief. Ein einzigartiger, schöner Moment für mich, in all seiner Bescheidenheit. Für mich eine Art Weihnachts-Geschenk, obwohl mir nicht klar ist, warum.

Auf dem Foto seht ihr übrigens ein anderes Geschenk, das ich einer lieben Freundin aus unserem Dorf gemacht habe. Ihr Baby und meines sind praktisch gleich alt, und sie liegt mir wirklich sehr am Herzen, obwohl ich sie im Grunde gar nicht so gut kenne. Als ich sie kürzlich auf einen kleinen Schwatz unter Müttern besuchte, fiel mir eine Acryl-Babydecke mit Bambi-Aufdruck auf. „Ein schreckliches Material, nicht wahr?“, rief sie sofort, „Wolle mag ich viel lieber. Wolle ist so etwas Feines. Gerade für Kinder. Aber wir haben sie nunmal geschenkt bekommen…“ Ich gab ihr Recht, freute mich insgeheim und nahm, wieder zuhause, umgehend die Wolldecke aus meinem Schrank, die ich letzten Winter mit viel Liebe und Freude gestrickt hatte- ohne überhaupt zu wissen für wen.
Jetzt wusste ich, wer sie bekommen sollte; Die kleine Josephine, zu der die Farben so gut passen. Ein zartes, empfindsames kleines Mädchen, dem die Wolle (und Seide!) ganz bestimmt gut tun werden…

 

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Dezembertage Nr.6

 

Vielleicht hat es jemand von euch schon bemerkt; ich habe das Foto im letzten Post gerade ersetzt. Durch ein schöneres. Ich musste es einfach tun, denn auf dem vorherigen Bild konnte man das Gänschen von Kerstin kaum erkennen, und mein Gänse-Bild auf Instagram war sehr viel besser, was ich einfach nicht so stehen lassen kann. Instagram wird sowieso extrem rasch prominenter behandelt als mein Blog. Einfach weil’s so simpel zu und hergeht dort. Allein fürs Hochladen eines Fotos brauche ich beim Blog zig mal mehr Zeit als bei Instagram, wo alles mit zwei, drei Fingerklicks erledigt ist.
Jetzt mit dem neuen Gänse-Foto im gestrigen Dezembertage-Post fühle ich mich aber gleich besser.
Dafür ist das Bild von heute mal wieder total verwackelt. Wegen zu wenig Licht im Gang, im Haus generell. Da verschwimmt alles vor der Linse.
Aber das passt ja an sich perfekt zum Thema, oder? Dezembertage sind dunkler als andere. Gerade jetzt kommt mir der Himmel vor wie der Schlund eines alten Kaminschornsteins; düster und schmutzig und feuchtgrau und wenig erheiternd.
Wenigstens kann ich zwei, drei Sachen sagen zum Foto: meine Mutter hat mir einen Happy-Socks-Kalender geschenkt. 24 Baumwollsocken in allerbuntesten Farben und mit ein paar ziemlich gewagten Mustern also. Ich hatte bisher nie von Happy Socks gehört, aber obwohl ich mich farbenmässig lieber bedeckt halte und absolut für Naturtöne schwärme, kann man mich durchaus zu Ringelsöckchen oder farbenfrohe Tupfen an den Füssen verführen… Alle 24 Socken behalte ich aber trotzem nicht. Die fröhlichen Hamburger-Strümpfe zum Beispiel bekommt Kind2 (ja, er wird sie tragen. Er ist ein Freak, müsst ihr wissen), die mit den gestreiften Zuckerstangen meine Mama, Kind1 wird die Cäsar-Socken anziehen und meine Grosse die ockerfarbenen mit den bös guckenden Schlangen. Und der eine oder andere Ringelstrumpf geht dann raus in die Welt zu Frauen, die mir besonders am Herzen liegen…
Im Zimmer, meinem Schlafzimmer, wo ich gerade sitze und schreibe, bleibt das Bett heute ungemacht, wie ihr sehen könnt. Mir fehlen Kraft und Zeit und die Kinder sind gerade so wahnsinnig wild, wahnsinnig gelangweilt und wahnsinnig unordentlich, dass ich selber bereits halb wahnsinnig bin. Manchmal möchte ich das Fenster aufreissen und laut in die Nachbarschaft schreien. Oder einfach nur tief durchatmen. Wahrscheinlich werde ich nach diesem Post hier mal kurz den Kopf hinausstrecken und schauen, was passiert, denn mittlerweile spielen sie hier drinnen Verstecken, und ich grüss‘ euch lieber ganz rasch und klappe dann den Laptop zu, bevor noch was zu Bruch geht… Habt’s fein und schön, ihr Lieben!

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Dezembertage Nr.5

Gestern wurde dann doch nichts aus meinem Plan mit schön gemütlich Doku-Gucken und Babyjäckchen-Stricken (ach ja, das hier soll es werden. Nochmals haargenau dasselbe. Bloss zwei Grössen grösser). Zuerst fiel mir ein, das ich ja unbedingt noch einen neuen Wandkalender fürs neue Jahr brauche und so machte ich mich hektisch auf die Suche nach einem Jahreskalender 2020, der mir einigermassen gut gefallen könnte. Mir schwebte so etwas in der Art von Phoebe Wahls alten Taproot-Kalendern vor, mit idyllischen Alltags-Szenen, Elfen-Wichtelchen-Welten, üppig wuchernder Natur und so. Etwas das ich nach Abigail Halpins Kalender 2019 an die Wand hängen kann, ohne einen Verlust zu betrauern.
Leider scheint es so etwas schlicht nicht zu geben.
Oder ich bin einfach unfähig, es zu finden. Jedenfalls warf ich nach frustrierenden eineinhalb Stunden fruchtloser Stöberei das Handtuch und switchte einigermassen entnervt rüber zu Netflix für eine weitere Folge „Die Frauen der Wikinger“- nur um feststellen zu müssen, dass es keine mehr gab. Wie man eine Staffel mit gerade mal zwei Folgen eine „Serie“ nennen kann, ist mir wirklich mehr als schleierhaft.
Klar war ich enttäuscht. Und stricken konnte ich auch nicht mehr, weil das Baby plötzlich sehr unruhig war und bei mir im Arm liegen wollte und es sowieso bereits auf Mitternacht zuging…
Heute nehme ich mir darum etwas ganz anderes vor: Früh schlafen gehen! Dann habe ich morgen hoffentlich mehr und bessere Nerven als heute und darum auch einen schöneren Tag.
Aber bevor ich mich verkrümel (und vielleicht doch noch die eine oder andere Jäckchen-Reihe in Angriff nehme), muss ich euch unbedingt noch das hier zeigen: Das süsse, kleine, handgenähte Weihnachts-Gänschen, das ich mit der frischfröhlichen Weihnachtspost von Leserin Kerstin zugeschickt bekommen habe! Als es ganz überraschend aus dem Couvert plumpste, entschlüpfte mir ein regelrechter Aufschrei des Entzückens, denn ich finde es einfach herzallerliebst, das kleine Schnuckelchen.
Wir haben hier ja keinen Christbaum, doch der einzige Grund, wieso ich den manchmal doch vermisse, ist meine Vision von einer Box voller handgemachter Christbaum-Ornamente, die ich Jahr für Jahr um ein, zwei sorgfältig gemachte Exemplare ergänzen und dann mit grosser Freude und nostalgischen Gefühlen an die Zweige hängen würde. Das stelle ich mir schön vor. So richtig weihnachtlich und bedeutsam.
Kerstins Gänschen wäre genau so ein Christbaum-Schmuck, der in meine Box liegen würde. Mit Herkunft und Geschichte und ganz viel Emotion.
Vielleicht hänge ich mir eines Tages einfach einen grossen Tannen-Ast an die Decke, binde Kerstins Gänschen dort an und starte so meine eigene Zweig-Schmuck-Kollektion… Dir liebe Kerstin auf jeden Fall tausend dicke, laute Dankeschöns über die Landesgrenzen hinweg, gell! Dein Gänschen bekommt einen Ehrenplatz- auch ohne Christbaum.

„Dezembertage“ heisst meine kleine Serie zum Jahresende.
Ein Bild, wenige Worte, spontan und frei von der Leber weg.
Spass machen soll es. Mir und euch.
Ein huschhusch-Einblick in mein Leben mit Gruss und Kuss
raus in die Welt an alle, die das hier lesen…

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Jetzt- in 10

1. Sonnentage wechseln sich ab mit den mehr düsteren Nebeltagen, die so typisch sind für den Herbst und den Winter in dieser Region. Die Kinder rotten sich zusammen; es wird wieder mehr drinnen gespielt, Räume aufs Neue in Beschlag genommen, die den Sommer über ein bisschen verwaist blieben. Hier seht ihr meine beiden jüngeren Mädchen bei einem „Konzert“. Es wurde zwar immer bloss eine einzige „Melodie“ gespielt und eins ums andere mal wiederholt, doch die beinhaltete immerhin eine Art Ganzkörper-Hüpfer des Ein-Kind-Orchesters und den Abschluss-Quietscher eines giftig-grünen Plastikpapageis. Meine Kleinste war hin und weg. Die ganzen 15 Repetitionen lang.

2. Die „Instagramer“ unter euch haben dieses Jäckchen bereits gesehen, aber ich möchte es unbedingt auch hier noch zeigen, weil ich es so wahnsinnig schön finde. Bei meinem lang ersehnten Brockenhaus-Besuch neulich, habe ich diesen flauschigen Schatz hier gehoben: Ein Babyjäckchen aus Kaschmir! Wollig-weiss, handgestrickt und unglaublich kuschelig. Genau das Richtige für mein Baby, das jetzt schon aus vielen seiner Erstlingssachen herausgewachsen ist, auch aus seinem braunen Geburts-Jäckchen, was mich richtig schmerzt, wenn ich ehrlich bin. Ich meine, wieso muss das alles so rasend schnell gehen? Diese allerersten Stunden, Tage, Wochen mit ihrem ganzen babyrosa Flitterzauber- ein Augenzwinkern und fort sind sie. Weg. Verschwunden. Als wären sie gar nie gewesen. Manchmal macht mich das wehmütig. Aber stricken hilft. Wie immer. Es lenkt Blick und Herz auf neue schöne Momente, auf das Gute, das noch vor uns liegt…

3. Die Liebste meines ältesten Sohnes entpuppt sich mehr und mehr als wahrer Juwel: Nicht nur verwandelt sich meine wilde Horde in ein einigermassen gesittetes, selbst in der schlimmsten Regenwetterstimmung plötzlich sehr friedfertiges Grüppchen, sobald sie hier in der Türe steht, nein, sie versteht es auch ganz fabelhaft, das Herz jedes einzelnen Familienmitglieds zu erobern, indem sie Bilderbücher erzählt, für jeden Spass zu haben ist und sich jede Zeit der Welt nimmt für uns. Ich glaube, ich erzähle keinen Quatsch, wenn ich sage: Sie fühlt sich an wie Familie. Diesen Stapel Mädchen-Bücher hat sie meinem Tochterkind mitgebracht. Lauter Romane aus ihrer eigenen frühen Jugendzeit. Schön finde ich das.

4. Ich suche irgendwie permanent nach einem neuen Projekt für meine Stricknadeln. Und aus irgendeinem Grund bin ich nie zufrieden, egal wie oft ich meine Strickmagazine auch durchblättere oder bei Ravelry stöbere, mir Anleitungen ausdrucke, mein Wollregal sichte. Auch diesen Poncho hier werde ich nicht anschlagen. Obwohl es wunderschön ist. Und einfach. Und schnell gestrickt. Und meine Stash-Wolle von Rosy Green (Big Merino Hug in der Farbe „Gartenteich“) tät eigentlich auch prima dazu passen. Aber… nun ja, das Projekt ist es irgendwie doch nicht im Moment. Ich bin selber gespannt, wofür ich mich schlussendlich entscheide…

5. Herbstfarben. Sie begleiten mich auf Schritt und Tritt. Hagebuttenrot, Laubgelb, Nebelgrau, und dieses spezielle, knallige Blau des Himmels, wenn die Septembersonne sich jedes Wölkchen vom Leibe strahlt. Langsam finde ich wieder gefallen an all dem. Am Herbst. Seinen Farben, seinem warmen, welken Duft, dem Abschiedslied, das in der Luft hängen bleibt.

6. Ich habe mir darum auch ganz fest vorgenommen, endlich wieder mehr aus dem Haus zu gehen. Mich raus zu wagen in die Welt, anstatt mich im Warmen und Verborgenen zu verkriechen, wie ich es nur zu oft tue, wenn ich meinem inneren Wesen das Zepter überlasse. Ich brauche mehr Natur, mehr Musse und Raum. Für meinen Körper genauso wie für meinen Geist, der manchmal nicht mehr recht zu atmen weiss nach Tagen und Wochen eingeklemmt zwischen vier Wänden. Jetzt möchte ich unterwegs sein. Keine grossen Reisen, nur Minischritte eigentlich, ein wenig Spazieren draussen an der frischen Luft, mehr nicht. Das tut nicht nur mir gut, sondern auch dem kleinen Zwerglein, das so schön friedlich schlummert, wenn ich es im Tragetuch spazierenwiege.

7. Ein Schnappschuss vom Garten: Die braune Plüschmaus (kaum zu sehen, oben in der Mitte des Bildes) und ihre Freundin, die rosa Miss Piggie, trinken Kaffee und unterhalten sich bei Kastanie und Apfelstück. Ich fand die Szenerie, die meine Mädchen hier beim Spielen aufgebaut haben, so richtig süss und war froh, die Kamera gerade sowieso in der Hand zu haben. Viel zu viele scheinbar nebensächliche Alltags-Dinge gehen verloren und vergessen, weil sich sofort wieder die grossen Dringlichkeiten vor sie schieben. Wie das Abendessen, das zubereitet werden will. Wäsche, Küchenschmutz und raupenzerfressener Kohlrabi im Gartenbeet.

8. Herbst. Auch im Garten. Das Graue auf der Wiese, das ist bloss Sand. Gegen das Moos, das sich überall ausbreitet wie eine Art Rasenseuche. Ich schätze, Moos und Matsch sind einfach der Preis, den man zu bezahlen hat, sobald man Bäume pflanzt?
Die Quitten immerhin, die sind dick und mittlerweile gelb und reif genug, um zu Quittengelée zu werden. Ich freue mich. Nichts schmeckt süsser und herrlicher nach Herbst!

9. Kinderbilder. An einem trist düstergrauen Nachmittag zum Leben erweckte Wesen, die mich zum Schmunzeln bringen. Mein Pausbackenkind malt zur Zeit sehr grossflächig und plakativ, mit einem Hang zum Comic-haften, während meine Grosse gerne skizziert, oftmals nur den innersten Kern des Papiers ausfüllt und rundherum ganz viel Weiss lässt. Meine Jüngste hingegen färbt mit Hingabe jede Ecke in die allerbuntesten Töne, je wilder die Mischung, desto besser. Faszinierend, wie jeder sich seine Nische, seine Ausdrucksform sucht. Und sie immer auch findet…

10. Last but not least: Die Stiefelsocken meiner Kleinen. Sie sind fertig. Und bereits rege in Gebrauch, jetzt, wo die Matschwetter-Saison ins Rollen gekommen ist. Mein Mädchen zieht sie gerne an, und ich denke, ein bisschen stolz ist sie schon, dass sie ihr eigenes Garn an den Füssen spazierenführen kann. Das ist natürlich ein Bonus, der mir sehr in die Hände spielt, denn wie alle Mütter möchte ich meine Kinder natürlich ordentlich ausgestattet und schön warm in die kalte Jahreszeit entlassen. Wolle an kleinen Füssen gab mir schon immer ein gutes Gefühl.

 

 

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