Archiv der Kategorie: Jahreszeiten

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Heute morgen bot sich mir dieses Bild.
Sonne!
Licht!
Eine Ahnung von Frühling…
Aber ich misstraue der Szene, so wunderschön sie auch sein mag,
geniesse, was ist und ermahne mich selber: Noch ist schliesslich Februar

Veröffentlicht unter Jahreszeiten, Themen-Reihen, this moment, what makes me happy, Zuhause | 3 Kommentare

Wintertage

Ich weiss eigentlich gar nicht so genau, worüber ich schreiben soll. So geht es mir öfters in letzter Zeit, seit ich angefangen haben, das Bloggen leichter zu nehmen und mir alle Zeit der Welt zu gönnen beim Texten und vor allem dazwischen; Ich spüre, dass mir ein Leit-Thema fehlt. Und finde es wunderbar so. Es fühlt sich enorm entspannt an, auf diese ziellose Art und Weise einen Blog zu führen. Ein bisschen wie … echtes Tagebuchschreiben. So darf es ruhig bleiben. So hatte ich es mir immer gewünscht, das Bloggen, ein bisschen dies, ein wenig das und alles gehört zum Leben, zusammengewürfelt zusammengefasst wie eines dieser bunten Fotoalben aus meinen Kindertagen…
Heute hat es geschneit, den ganzen Tag. Morgens lag alles weiss und unberührt da und jedes Mal, wenn ich kurz nach draussen ging, um das Eis in den Wasserschälchen der Meerschweinchen zu zerschlagen, neues Wasser einzufüllen oder Möhrenschalen und Apfelstückchen aus der Küche zu verfüttern, war meine vorherige Spur bereits wieder zugedeckt, so als hätte keiner je den Garten betreten.
Die Meerschweinchen haben es übrigens schön mummelig, trotz den tiefen Wintertemperaturen: Mein Mann hat ihnen im Sommer ein grosses, überdachtes Zusatzgehege zum Stall dazu gebaut, in dem es immer trocken bleibt und das zusätzlich -genau wie ihr zweigeschössiger, mit einer dicken Schicht Stroh gepolsterter Schlafstall- mit Wolldecken vor Wind und Wetter geschützt wird. Ich habe mir sommers immer Gedanken gemacht, wie sie den Winter draussen wohl verkraften würden, und obwohl ich mich informiert und überall gelesen habe, dass Meerschweinche  sehr gut zurechtkommen mit einem rauen, den Witterungen ausgesetzten Leben, war ich lange Zeit skeptisch. Grundlos, wie sich jetzt zeigt: Die Tiere scheinen sich pudelwohl zu fühlen, kommen zufrieden angetrottet, wenn ihr Grünzeug geliefert wird, futtern, was das Zeug hält und kuscheln sich dann wieder gemütlich zusammen ins Stroh… Ich glaube, es ist ganz richtig für sie, die Natur in all ihren Facetten zu durchleben. Ihr Fell ist dichter geworden, die Bäuchlein runder, sie passen sich dem Winter an, so wie ihre Artgenossen es seit Generationen getan haben. Trotzdem freue ich mich auf den Frühling. Für sie. Ich kann mir schon vorstellen, wie sie glücklich über die jung gewachsene Wiese hüpfen und gierig an allem knabbern, was nur irgendwie frisch und grün aussieht…

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Leider fehlen mir richtige Winterfotos (bis auf das eine oben in der Reihe). Obwohl ich den Winterl längst verinnerlicht habe, ihn tief in meinen Knochen spüre, bin ich nie dazu gekommen, den Schnee zu fotografieren. Und unser Garten sieht einfach nicht hübsch aus mit seinem gruselig zugerichteten Trampolin und der öden Wohnblockfassade, der mein Objektiv jetzt gar nicht mehr ausweichen kann, seit die Bäume gefällt sind. Vielleicht schafft es die Winterlandschaft ja aufs Bild, wenn ich den grünen Kinderpullover meines grossen Mädchens fotografieren geh’. Morgen sollte er eigentlich fertig sein, gestern nacht konnte ich abketten, heute waschen und blocken, nun bleiben mir einzig, die (vielen!) Fadenenden zu vernähen. Eine schöne Aufgabe, wenn man sie gemütlich eingekuschelt auf dem Sofa verrichten darf, zusammen mit heisser Schokolade (ich gebe momentan immer tiefschwarze Zartbitterschokolade mit dazu und einen gehörigen Gutsch Rahm, so richtig dekadent und üppig). Das Wetter verlangt,  kulinarisch gesehen, jetzt einfach nach samtigen Texturen und ein bisschen mehr Gehalt… zum Glück muss das ja nicht immer nur ungesund sein; Auch nach der Linsen-Suppe heute, mit Lauch und Weisskohl, fühlte ich mich wohlig warm und satt. Und dabei war sie soooo einfach zu kochen… Ich bin keine grossartige Köchin, wirklich nicht, aber ich merke, wie so langsam eine gewisse Lust in mir heranwächst, Neues auszuprobieren und meinen Kindern die Teller mit gesünderem Essen zu füllen… Vielleicht liegt das auch daran, dass meine kleine Zappelliese das Spielen gerade entdeckt. Das Sortieren und Füllen von Taschen und Körbchen mit allem möglichen Kleinkram. Das Kritzeln auf Papier (unter anderem *ahem*) Und -das besonders inbrünstig- das An- und Ausziehen der vielen Puppenkinder, die sich im Laufe der Jahre hier angesammelt haben.
Ich bin gerade ganz intensiv damit beschäftigt, unser Haus so richtig gründlich von oben bis unten zu putzen und auszuräumen. Es ist so eine Art… Frühjahrsputz in kleinen Raten. Nur eben im eben Winter. Übers Wochenende war die Küche dran, also zumindest teilweise, im Stück(chen)-Werk. Die eine Schubladenfront wurde ordentlich ausgeräumt, mit Lavendelputzmittel leicht abgewischt, alle Töpfe, Gewürze, Tees, die Tücher und Lappen und das ganze Kochbesteck aussortiert und dann fein säuberlich wieder eingeräumt. Wunderbar, wenn man die Schubladenböden wieder sehen kann, so ohne Krümel oder Ölflecken (die Essig- und Ölschublade war ja besonders schlimm!)…
Gestern war meine ganze Familie im Schnee. Beim Spielen und durch-den-Winterwald-Stapfen. Bloss ich nicht. Ich kochte mir zuhause in aller Ruhe eine Kanne Jasmingrüntee, legte mir ein paar Sesamplätzchen bereit, stellte das Radio auf laut- und widmete mich ausgedehnt dem grossen Bücherboard im Wohmzimmer. Ausmisten, putzen, hübsch arrangieren. Ah… wie gern ich so was mache! (Wenn nicht gleich wieder jemand kommt und alles wieder verwüstet)
Also im Grunde bin ich ja unheimlich gerne Hausfrau…

Veröffentlicht unter Dankbarkeit, Familienalltag, Jahreszeiten, Kinder, Zuhause | 13 Kommentare

6 Mal…

7 Mal ein Lebensfragment.
Ein Guckfensterchen ins Alltagsleben, jetzt und heute, mitten im Winter dieses
noch immer so gut wie taufrischen Jahres…

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Mein jüngstes Sprösschen, die kleine Zappelliese, einmal mehr “abgehoben”, so hoch wie sie gerade kommt oder wie es noch passend ist für die Dinge, die sie sich gerade vorknöpft, in bester Kleinkindermanier. Nichts ist vor ihr sicher. All die bunten, gestrickten Putzlappen hier lagen nur Minuten zuvor noch ordentlich gefaltet im Küchenkästchen neben dem Geschirrspühler. So wie die Farbestifte, für die ein Stiftebeutel bereitliegt, bereit läge. Denn jetzt muss sie sortieren, ganz klar. Nicht zeichnen, nein sortieren, nach ihren ureigensten Kriterien (die sich meiner Logik entziehen).
Im Moment sortiert sie schampar gerne. Stoffblätzchen, Buntstifte, Pixi-Büchlein.
Es ist wunderbar, ihr dabei zuzusehen.

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Auch das ist wunderbar; wie meine Pausbackenprinzessin zeichnet. So leichthändig und spielerisch. Und ausdauernd. Und zufrieden. Und repetitiv. Zuerst waren es Pferde, immerzu Pferde, mal mit mal Flügeln, mal ohne, ab und zu mit Horn auf der Stirn. Jetzt sind es Pandas. Panda im blühenden Bambuswald (siehe oben), Pandamama mit Pandababy, Panda, der auf einem Einhornpferd reitet- die Formationen sind endlos.
Und mittlerweile auch gebündelt und gebunden, denn die Büchlein-Mach-Lust hat nun auch sie erfasst, Masking Tape sei dank (zur Not geht’s auch mit Klebestreifen, aber da wird sie immer furchtbar frustriert, weil der Kleberoller so doof ist)
Ich liebe diese Phase, diese Zeit, wo Malen und Zeichnen einfach nur Spass ist und Kunst, so von innen nach aussen. Wenn sie dann vor mir steht, selber ganz aufgeregt und hibbelig und fragt: “Darf ich dir meine Geschichte vorlesen?”, dann bin ich jedes Mal äusserst zufrieden mit dem Leben…

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Kinderkunst? Am Rande auch, ja. Vor allem aber Pokémon, eine Leidenschaft in Reinkultur. Wo andere Popstars aufpinnen und die Unterschriftenkarten der liebsten Hitparadegrössen rahmen, hängt bei Kind2, meinem Brummelbären, Pokémonkram an der weissen Kinderzimmerwand. Das Poster war ein Geburtstagsgeschenk von Herrn Kirschkernzeit, der für ein Mal sogar über seinen Schatten gesprungen ist, nur um seinem Jungen eine Freude zu machen, denn Pokémon findet der Herr Kirschkernzeit ganz besonders blöd und verdeht sofort die Augen, wenn das Taschengeld mal wieder in einen weiteren Stapel bunter Karten geflossen ist.
Bevor Leserin Sandra, dieser Engel, mir vor etwas mehr als einem Jahr unseren allerersten Pokémonkalender zugeschickt hat, wusste hier ja keiner, dass es so was überhaupt gibt, aber mittlerweile gehört er zu Kind2 wie seine dicke Wuschelhaarfrisur.
Am schönsten aber finde ich das kleine Stilleben-Bord, das mein Junge in der Schule geschreinert und mit Tafelfarbe schwarz bemalt hat. Jetzt tummeln sich darauf selbst gefaltete Pokémonfiguren neben Schrumpffolien-Wesen und den Pikatchu-Minis vom Jahrmarkt.

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Kinderzimmer sind mir sowieso wahnsinnig lieb. Auch wenn sie wachsen. Vor allem, wenn sie wachsen, mitwachsen mit ihren plötzlich gar nicht mehr so kleinen Bewohnern. Das schwarze Regal von Kind1 ist wahnsinnig spannend -und wahnsinnig berührend für mich. Weil es so viel von ihm preisgibt, so viel von dem widerspiegelt, was ihn im Verlauf der letzten Jahre und Monate beschäftigt und begeistert hat. Die alten Karl May Schinken vom Trödler. Agatha Christie in herrlichen, schwarzen Ledereinbänden. All die Charlie Bones seiner Kindheit. Legosammelfiguren bis zum Umfallen. Und dazwischen kleine und grössere Kunstwerke, an denen er dereinst stundenlang herumgefeilt hatte, solange bis es perfekt war in seinen Augen.
Am meisten aber liebe ich seine Art, die Dinge zu arrangieren. Es ist ein wenig, als würde ich eingeladen, die Dinge ein Stück weit durch seine Augen zu betrachten…

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Wir hatten Schnee. Wirklichen Schnee, weiss und kalt und zauberhaft. Er machte die Welt ein klein wenig stiller und friedlicher und schenkte mir den einen oder anderen Augenblick für mich alleine. Weil Herr Kirschkernzeit den Schnee liebt und offenbar gar nicht anders kann, als beim ersten weissen Flöckchen vom Himmel mit Kind und Kegel draussen rumzustapfen. Ich selber bewundere Schnee ja am allerliebsten durch die Fenster-Perspektive, am allerallerliebsten mit einer Tasse süssem Tee und einem Bündelchen wärmendem Strickkram auf dem Schoss. Aber schön finde ich ihn schon, den Schnee. Wie er alles zudeckt und verschönt, egal wie schmutzig und verdorrt es auch aussehen mag darunter.
Heute abend höre ich es draussen stürmen. Es regnet. Und taut. Eigentlich schade…

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Aber hey; Auch Regenwetter ist Stricksachenwetter. Und das Stricken mit tosendem Winterschmuddelwettersturm draussen in der tintenschwarzen Nacht doch irgendwie auch sehr, sehr gemütlich. Besonders mit einer weiteren Runde Miss Marpel im Ohr.
Mein Mädchen freut sich schon wie verrückt auf ihren grünen Pullover. Ich wurde bei der heutigen Pulli-Anprobe gleich vorsorglich mit Dankesküsschen eingedeckt, dabei fehlt noch immer ein Ärmel, und sie wartet ja auch wirklich schon lange… Bisher gab es einfach immer Wichtigeres. In meinem Strickkorb. Oder sagen wir, Verführerischeres. Und dieser Pulli rutschte immer tiefer in seine Versenkung. So ellenlange Rundundrundundrund-gestrickte Pulloverpartien können einem doch irgendwie leicht verleiden mit der Zeit…
Jetzt aber bin ich bereit, glaube ich, bereit für Ärmel Nummer zwei und Stunden voller glatt rechter Maschen.

Veröffentlicht unter Dankbarkeit, Familienalltag, Jahreszeiten, Kinder, Zuhause | 9 Kommentare

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
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Jetzt habe ich bereits einen hauseigenen Meteo-Sender!
(Aus der Pappbox, wie “alternativ”, hihi)

Die heutige Wettervorhersage lautete:
“Morgen schneit es. Und es ist 1 Grad morgen.
Und im Winter kann es nicht regnen, wenn es kalt ist.”
Kann es nicht? Na, dann freuen wir uns doch auf noch mehr Schnee…

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