Archiv der Kategorie: Jahreszeiten

Bunt

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Ja, das war es, mein Wochenende: Bunt. Lebendig. Und mitunter ziemlich wunderschön. Vor allem jene Momente, in denen alles floss und stimmig vom einen ins andere überging, wo jeder irgendwie zufrieden vor sich hinlebte, Sonne und Freiheit und die eigenen Ideen genoss, und das kleine Spektakel, das sich in unserem Dorf ereignete, unsere Frühlingsdorffeier mit Chilbi und Ponyreiten, Musikkapelle und Laternenmeer, so wie jedes Jahr. Den kleinen Goldturm aus Mohrenköpfen hat Kind1 auch dort “geschossen”, 6 Versuche, 6 Treffer- und das für 2 Franken. Ein gutes Geschäft für den kleinen Mann. Dass er dann fast seinen ganzen Gewinn an uns verschenkt hat und sogar extra ein Exemplar für seine Oma aufgehoben hat, weil er weiss, dass sie diese hier am allerliebsten mag, das hat mich natürlich besonders gefreut. Und ihn glücklich zu sehen, so stolz und mit sich im Reinen, entspannt und satt nach einem fantastischen, ereignisreichen Tag draussen auf der Gasse, das auch, ja…

Und dann diese Sonne! Himmel, wie sehr ich sie genossen habe, zu jeder Tageszeit im Grunde, auch drinnen schon, wo sie morgens an meinen Augenlidern kitzelte und das völlig irreführende Gefühl in mir weckte, fit und ausgeschlafen zu sein, bereit für einen neuen Tag, Dabei sind meine Nächte übel perforiert, seit meine Kleinste sich mit diesem doofen Schnupfen rumplagt. Manchmal, wenn ich so teilsapathisch daliege im Dunkeln und das unruhige, wimmernde Kind auf meiner Brust noch ein Stückchen höher zu lagern versuche, scheint es mir, ich würde rein gar nicht schlafen, die ganze Nacht nicht, aber das kann nicht sein, dazu ist es dann doch zu plötzlich wieder Morgen…

Die Blumen freuen mich. Meine Nachbarin hat lauter kleine, dicke Primelteppiche in ihren bereits schön sauber vorbereiteten Gemüsebeetchen, und bei meinen Tulpen sind fast alle Blätter draussen, stark und grün und stolz, nur die Köpfchen fehlen noch, und auf die bin ich schrecklich neugierig, denn mittlerweile habe ich ganz vergessen, welche Farben ich überhaupt gepflanzt habe…
Die lilaweissen Krokusse auf dem zweitletzten Foto sind übrigens die Krokusse meiner grossen Tochter, ihre “Frühlingseinläuter”, die sie für sich zum Frühlingsbeginn ausgewählt hat. Vor ein paar Jahre haben wir diesen kleinen Brauch für uns gestartet, eine Pflanze für jeden, als Jahreszeitengeschenk sozusagen, egal ob Haus- oder Draussenpflanzen, Kaktus oder Blume (für mich habe ich so was hier gekauft, die spitze Variante). Es macht grossen Spass, mit den Kindern in unserem Dorfladen zu stehen und Ausschau zu halten nach dem ganz persönlichen Frühjahrsfavoriten, und ich bin auch jedes Mal erstaunt, welche Wahl getroffen wird. Dass Kind2 sich tatsächlich einen Kasten violett-weisser Stiefmütterchen nehmen würde, hätte ich im Grunde nicht gedacht…

Mit der pinkfarbenen Weste bin ich auf einem guten Weg, denke ich. Rücken und die eine Seite sind fixfertig gestrickt und der erste Versuch, die Schulternähte einfach mal zusammen abzuketten, statt einzeln abzuschliessen und sie dann zusammen zu nähen, gefällt mir gar nicht mal so schlecht. Die Sterne stehen gut für dieses kleine, urchige Projekt, was mich sehr positiv stimmt, vor allem nachdem ich die angefangenen Wollsocken für meinen Jungen wieder bis zum Anfang aufgelassen habe. Die Wolle -handgefärbte Sockenwolle in einem Mix aus Hellblau, Braun und Grün- poolt. Auch beim 2. Versuch und mit 2 Fäden alternierend gearbeitet. Dieses (an sich herrlich schöne) Garn scheint einfach nicht für mich gedacht zu sein. Zeit, es zu ersetzen. Durch etwas Gesetzteres, denke ich, schlichter ohne grosse Farbvariationen. Handgefärbt wäre wieder schön, aber nicht mehr allzu wild. Vielleicht etwas in dieser Art hier…? Gestern morgen ist nämlich ein Päckchen hier eingetrudelt: Sockenwolle in Violett und Fuchsbraun und drei Strangen “Bio Balance” in sattem Dunkelviolett (mein Traumprojekt dafür? Ein “Immie-Tee”!)
Köstlich.
Ich denke, ich tauche wieder ein in Farbe… und lasse mich einfach mal treiben…

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Sonne und Wollsocken:
Das ist das Schöne daran, wenn die Morgen und Abende noch so kühl sind…

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spriessend

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Oh, wie sehr ich diese Zeit des Jahres liebe! Die Luft lau und schwer vor Verheissung, der Himmel ganz ohne all das Grau des Hochnebels, mit dem wir hier den Grossteil der kälteren Jahreszeiten leben (und zwar meistens ganztags). Die Meerschweinchen hüpfern fröhlich vor sich hin und scheinen guter Dinge, die ersten beiden der drei geplanten Spritzeneinheiten haben ihr Fell auf Hochglanz gebracht und lassen die Tierchen so schön und gesund erscheinen, als kämen sie von einer Schönheitsfarm (bis auf das arme Flöckli, das immer mehr einem gerupften Huhn gleicht). Überall im Garten lugen grüne Spitzchen aus dem Boden; die Osterglocken meiner Nachbarin, die Tulpen, von denen ich im Herbst Dutzende eingepflanzt habe, spriessende Blattspitzen am Flieder, an den Hortensien, und die kleine Kastanie treibt dicke, klebrige Knospen.

Herr Kirschkernzeit hat am Wochenende den grossen Flieder kräftig zurückgestutzt, weil er sonst die Rosen der Nachbarin überwuchert. Einen grossen, aus dem Boden ragenden Trieb hat er einfach irgendwo mehr zufällig in den Rasen gesteckt, kräftig angegossen, und nun warten wir gespannt, ob sich da vielleicht noch Wurzeln bilden (wir haben gelesen, dass das durchaus möglich wäre). Letztes Jahr wurde hier derselbe Versuch an zwei anderen Stellen gestartet: Die Äste sind nicht abgestorben, selbst nach dem harten Winter ist das Holz innen hellgrün lebendig und da und dort sind winzigkleine Blatttriebchen zu sehen. Aber ob daraus wirklich richtiger Flieder nachwachsen wird? Ein Geheimnis der Natur, das sich bestimmt noch lüften wird…
Die kleineren Ästchen, die beim Zurückschneiden angefallen sind, habe ich in einem dicken Tonkrug in die Küche gestellt, wo die Wärme sie langsam aufgehen lässt und mich das neue Grün, das allererste Grün des Jahres neu belebt und von Herzen freut. Nach so viel Grau und Braun und Trübheit geht nichts über das frische Grün des Frühjahres. In meinem Strickkörbchen allerdings sieht es wenig frühlingshaft aus; hier dominieren die düsterdunklen Töne meiner Winterwolle. Noch immer sitze ich an der dritten “Annabel Babe Cardigan” meiner kleinsten Hüpfdohle und obwohl das dunkle Blaugrau des Garnes ganz und gar nicht in diesen prachtvollen Frühlingstag hineinpasst, freue ich mich auf das kleine Jäckchen, das langsam Form annimmt. Ich hoffe nur, ich werde damit fertig, bevor der Frühling in Sommer umschlägt, denn kraus rechte Reihen können sich ganz schön hinziehen mit der Zeit, fressen Unmengen an Wolle und passen weitaus besser in klammkühle April-Morgen als in die sonnigwarmen Vormittage eines Junis zum Beispiels…

Das Trampolin ist abgebaut, es hatte zu viele lecke Stellen und ich ganz klar zu energievolle Kinder, um ihr unbändiges Gehopse auf diesem altersschwachen Ding noch verantworten zu können. Die Jungs haben wacker Schrauben gelöst, das alte Metall ordentlich bereitgestellt zum Entsorgen- und sich natürlich gleich heldenhafte Schaumstoffduelle geliefert mit den blauen Polsterungsröhren, die dabei übrigblieben… Der freigewordene Platz kommt mir vor wie barer Luxus, Frühlingsluxus, der Lust macht auf kahle, saubere Räume und Töpfe voller üppiger Pflanzen.
Der Frühling, hach… Etwas vom Besten, das das Jahr zu bieten hat. Nebst dem Sommer, dem Herbst und dem Winter natürlich…

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Was für ein Gruss von Allerleirauh! (DANKE!!!)
Ein Frühlingseinläuter!
Damit klingel ich jetzt ununterbrochen, solange bis
die grauen Regenwolken draussen wieder verschwunden sind…

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