Archiv der Kategorie: Farben

Candlewick

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So viele Fotos. Aber ich konnte mich einfach nicht recht entscheiden… Meine Kleine ist so verliebt in die gelbe Aibhies’ Hat, die ich ihr endlich, endlich doch noch zu Ende gestrickt habe!
Und ich vollends überzeugt davon, dass Gelb doch eine schöne Farbe ist. Vor allem, wenn es so warm und golden ist wie dieses hier (“Candelwick” von Madelinetosh DK), diese wunderbare Herbstfarbe, die einem allein beim Ansehen schon wärmt und die so gar nichts mehr gemein hat mit ollen Gummistiefeln oder vergilbten Qietsche-Entchen.
Ich glaube, ich habe Gelb bisher immer irgendwie mit Plastik in Verbindung gebracht. Es kam mir billig vor. Nuancenlos.
Ich hatte ja keine Ahnung…!
Zuerst wollte ich daher partout kein Garn in Gelb kaufen, auch wenn Gelb sich ziemlich hartnäckig ganz zuvorderst an der Spitze der meist geliebten Farben meiner Tochter hielt und sie immer wieder ganz diskret kleine Hinweise fallen liess- “Also so eine gelbe Kappe hätte ich auch mal gerne” oder “Ein gelber Pulli wäre schon noch schön”

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Gut, dass ich jenen einen Strang “Madelinetosh DK Candlewick” doch noch bestellt habe. Diese Farbe! Eine Offenbahrung, sage ich euch… Ich plane bereits einen “Candlewick”-Wollpulli, verliebt wie ich bin, und unter uns gesagt; Ich habe mir diese gelbe Mütze neulich sogar selbst über die Ohren gezogen und fand sie noch gar nicht mal so übel. *grins* Bis auf die Grösse natürlich. Die ist definitiv klein für mich. Und die Buntheit doch einen Tick zu bunt, wenn ich es mir genau überlege. Mit einem goldenen Wollmützenkrönchen auf dem Kopf würde ich alte Schachtel mir dann doch ein bisschen vorkommen, als würe ich Prinzessin spielen…
Aber für meine Kleine ist es perfekt so. Wo sie Gelb doch so sehr liebt.

Weil es Candelwick damals beim Strickcafe bloss als DK-Qualität zu kaufen gab und nicht im etwas dickeren “Madelinetosh Vintage”, mit dem ich meine letzten beiden “Aibhies’ Hat”s gemacht habe, bin ich auf eine grössere Grösse (Maschenzahl wie Grösse L, Mützenhöhe wie Grösse M für meine 4jährige) umgestiegen und habe bei den Nadelstärken einen Kompromiss gesucht (3 Nadeln Nr. 4 und 2 Nadeln Nr. 3.5 als zusammengewürfeltes Nadelspiel). Mit diesen paar Improvisationen bin ich soweit ganz zufrieden. Die Wollmütze kommt in ihren Massen ihrer türkisfarbenen Vorgängerin ziemlich nah, und das war eigentlich genau, was ich wollte. Einzig die Maschendichte ist ein Mü lockerer und die Mütze insgesamt ein klitzekleines bisschen leichter (68gr.) und wahrscheinlich nicht ganz so warm wie die Variante im “Tosh Vintage”-Garn.

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Fazit: “Aibhies’ Hat” forever. Stricken für meine Mädels; etwas Besten, was ich mit meinen Nadeln anstellen kann. Und Goldgelb? Immer wieder gerne!

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram

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Als ich diese gelbe Wolle hier für meine kleine Gelb-Liebhaberin bestellt habe, war ich alles andere als überzeugt. Gelb. Gold. Senf. Eigentlich so gar nicht das, was ich mir unter einer hübschen Farbe vorstellen würde…
Doch ich war im Unrecht! Vollkommen falsch! Und bin gerade ernsthaft und mit sehr viel Stricklust dabei, meine Meinung zu ändern. Senfgoldweizengelb ist doch eigentlich… wunderwunderschön, oder?

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Ich kann es kaum glauben: Ich streiche! Ein Möbel! Lila!
Nur noch heute abend die allerletzten Pinselstriche,
und nach einer Nacht Trocknungszeit gehört dieses kleine, lila Regal wieder mir.
Zum Neu-Befüllen und Wohnenmit.
Ich freu’ mich!

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ein bisschen Blau

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Blau. Gerade habe ich den Eindruck, dass mich diese Farbe immer stärker begleitet. Und dabei ist sie mir, die ich Grün, Braun und Burgunder mag, nicht einmal besonders nahe…
Wahrscheinlich liegt es vor allem daran, dass mein Kindergarten-Tochterkind sich praktisch von heute auf morgen zur Blau-Liebhaberin bekehrt hat. Von sanften Mädchentönen wie Flieder, Babyrosa (am liebsten dieses ganz, ganz helle Färbchen, das man nirgendwo verstricken oder vernähen kann, weil es sofort dreckig wird) und Violett hin zu kühlen, starken Farben; Türkis, Royal, Kobalt.
Alles, was ihr auch nur im entferntesten “mädchenhaft” vorkommt, wird per se schon mal abgelehnt- dafür schlüpft sie wie durch ein Wunder ganz von alleine in matschegrüne T-Shirts (“wie gruusig!” hätte sie früher gewettert), nur weil sie den Tiger auf der Vorderseite so schön findet (Raubtiere sind die neuen Einhörner, ganz klar).
Und, ja, Blau. Blau ist die allerschönste aller Farben, ob auf Wänden (ihr neues Zimmer, oh wie ich mich drauf freue!), auf Pullis oder Malpapier. Klar, dass sie es war, die unseren mittlerweile unbrauchbar gewordenen Diabolo spontan zur Blumenvase umfunktioniert hat. Was ich ehrlich genial finde- alles, was nicht scherbelt, wenn draussen getobt und gewerkelt wird, hat bei mir schon mal ein Stein im Brett, und ich liebe Blumen, Blumen überall am liebsten, ganz gerne auch in der Gartenlaube, wo sich die Unordnung des Hauses viel zu schnell eingeschlichen hat, obwohl ich es letzten Herbst so sehr genossen hab’, an diesem neu renovierten Plätzchen für einmal nur Leere, Kargheit und Klarheit um mich zu haben…
Aber zurück zu Blau. Die blaue, alte Tee-Tasse habe ich natürlich auch für mein Mädchen gekauft. Obwohl Blümchenmuster drauf sind, was heikel ist, zugegeben (Stichwort “damenhaft”), aber das Blau ist so was wie mein Trumpf im Ärmel, wenn ich sie zur “Feine-Damen-Tee-Party” einlade und nichts anderes anzubieten habe als antikes Blümchengeschirr. Und wenn sie es nicht mag- ich nehm’s gerne! Ist doch einfach zu hübsch und eigentlich perfekt für meine kleine Sammlung…
Momentan liegt dieses Tässchen noch versteckt unter allerlei Bastelsachen in meiner kleinen, grünen Kommode, wo ich all meinen Jahreszeiten-Kram verstaue, und wartet auf den Juli, wenn meine Grosse Geburtstag hat. Ich geniesse gerade so eine Art Geschenke-Sammel-Rausch und trage alles mögliche zusammen, nicht nur für sie, auch für andere anstehende Geburtstagskinder, aber irgendwie fällt mir für sie momentan einfach besonders viel Hübsches in die Hände. Oftmals in Blau, wen wundert’s. Aus dem herrlich kühlen, lagunenfarbenen Garn zum Beispiel (Madelinetosh Vintage “Mineral”) entsteht zur Zeit eine kleine Wollmütze mit Lochmuster-Linien (ein bisschen gar teuer, aber einfach wunderschön: “Aibhie’s Hat” von Ginny Sheller). Ich habe vor ein paar Tagen damit angefangen, gestern nacht aber mitten in “Tod auf dem Nil” zwei sehr traurige Fehler in den ersten paar Runden entdeckt- und dann heute morgen nach kurzem Zögern alles wieder aufgelassen. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, nicht wahr?
Heute abend liegen wieder 88 Maschen auf meinen Nadeln und die allererste Runde ist bereits gemacht. Auf ein neues also…
Wie bin ich dankbar, dass nicht alle meine Projekte so harzig vorwärts kommen. Manches steht auch unter einem guten Stern, beginnt entspannt und wächst seelig vor sich hin bis ich Masche für Masche wieder abketten darf, ohne Zwischenfälle, ohne Zweifel, ohne abfallende Motivationskurve. Das letzte Foto oben zeigt nur einen klitzekleinen Ausschnitt davon, aber da gibt es tatsächlich eine neue Hackberry. Nicht mehr in Kindergrösse, nein, sondern in grösseren Dimensionen und diesmal in Dunkelblau für jemand Liebes, der irgendwann im Sommer auch noch Geburtstag feiern darf… Bis dahin sollte ich es wahrscheinlich auch geschafft haben, die losen Fäden zu vernähen *ahem*.
Doch jetzt geh ich erst mal ins Bett. Lagunenblaue Maschen nadeln. Und einfach mal ein bisschen… blau machen, jawohl.

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