Archiv der Kategorie: Dankbarkeit

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Meine Güte, wie unheimlich gut so ein Käsekuchen doch sein kann…! Und dabei ist es noch nicht einmal ein besonders modisches Rezept, kein New York Cheese Cake oder sonstwas Mondänes, sondern nichts weiter als ein guter, alter Quarkkuchen aus einem der guten, alten Schweizer Betty Bossi Kochbücher (“Quarkkuchen mit Streusel” aus Betty Bossi “Kuchen, Cakes und Torten”, meinem im Grunde liebsten Backbuch überhaupt).
Gezaubert hat ihn mein Liebster gestern nachmittag zusammen mit Kind2, in liebevoller Handarbeit, was ihn gleich noch delikater macht für mich…
Quarkkuchen zum Dessert, Quarkkuchen zum Zvieri, und ich denke, die Abendbrot und Frühstücksfrage hätten wir somit auch gleich geklärt. Da sind auch Äpfel mit drin, wisst ihr…
PS. Das Rezept findet ihr hier bei Betty Bossi, wenngleich ganz leicht modernisiert, weil selbst Betty Bossi wohl findet, mit der Zeit gehen zu müssen…

Veröffentlicht unter Augenblicke, Dankbarkeit, Familienalltag, Themen-Reihen, what makes me happy, Wochen-Ende | 6 Kommentare

Wochenende: Fussball, Vergebung, Farbe und Seide

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Die Fotos zeigen es mir: Dieses Wochenende war vor allem samstags sehr, sehr entspannt und wochenendlich sorgenfrei, denn praktisch alle meine Wochenend-Fotos stammen von diesem einen Tag.
Der männliche Familienanteil stand an diesem Tag praktisch rund um die Uhr vor oder auf einem Fussballfeld und ich und die Mädchen machten uns derweil einen netten Frauentag, mit Malen (neue Kissen bahnen sich an!) und Zeichnen, ganz viel Kreide und sonnenwarmen Garten-Böden. Frühlingstage, wie ich sie liebe, ein bisschen drinnen, ein bisschen draussen, und der Wechsel geht sanft und fliessend. Ich gab mir ganz bewusst Mühe, alles Stressige und Erzwungene so weit ich konnte, aus unserem Tag zu verbannen, liess die Wäsche noch einen Tag länger vor sich hin gammeln und zog Pommes und Burger aus der Tiefkühltruhe, statt richtig zu kochen, sogar eine exklusive Flasche Cola liess sich noch auftreiben. Gut hat das getan. Keine Supermutti sein müssen, es gut sein lassen, die kurzzeitig auflodernde Nervosität beim Stoffe-bemalen registrieren und vorbeiziehen lassen, ohne gleich mein Gewissen zu zerfleischen.
Ich habe gemerkt, dass es sehr wohl eine Rolle spielt, wie ich mir selber gegenüberstehe, ob mit einer zwar kritischen, aber auch vergebenden Einstellung oder mit scharfer Kritik und wenig Geduld; je härter ich mich selber für meine Ungeduld und meine manchmal wirklich schauderhaft instabile Selbstbeherrschung verurteile, desto schwerer fällt es mir, in einem schwierigen Moment, wieder die Fassung zurück zu gewinnen und damit die Möglichkeit und Fähigkeit, das Ruder herum zu reissen und den Ton anzuschlagen, den ich tief in meinem Inneren ja eigentlich führen möchte, einen sanfteren Ton, geduldiger, gelassener und mit mehr Abstand zu meiner eigenen Impulsivität. Gut, wenn ich es schaffe, schön für die Kinder und für mich. Es kommt so viel Frieden aus der Vergebung -der Vergebung gegenüber anderen, aber auch gegenüber mir selbst- so viel mehr Leichtigkeit und Motivation, mich selber zu verändern und von anderen verändern zu lassen.
Die Kinderbilder jedenfalls sind sehr hübsch geworden. Und äusserst bunt. Sie strahlen die Zufriedenheit aus, die wir an jenem Samstagnachmittag alle empfunden haben, und ich freue mich jetzt schon, bald zwei kleine Kissenbezüge daraus zu nähen, damit die Mädchen sich abends damit ins Bett kuscheln können…

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Worauf ich mich sonst noch freue? Auf die Fotos meiner “Annable Baby Cardigan”, die ich endlich doch noch knipsen konnte füe euch, bevor meine Kleine sie dann sonntags zum ersten Mal anzog für einen zweiten Tag auf, bzw. vor dem Fussballfeld, diesmal vereint als ganze Familie. Und auch auf mein allerneuestes Strickprojekt freue ich mich, eines, das ich erst gestern nacht, nach stundenlangem Hin und Her, aus einem dicken, schimmernden Knäuel handgefärbter Seide angeschlagen habe.  Es ist eines der herrlichen Garne, die ich noch von Brigitte hier habe, aus jener Zeit, in der sie noch sehr viel Handgefärbtes und Handgesponnenes in ihrem kleinen Shop anbot und mich jedes Mal verzauberte damit. Ich habe eine ganze Ewigkeit gebraucht, bis ich endlich das richtige Projekt für dieses Edelgarn finden konnte… Eine “Little Shore Cardigan” wird nun daraus werden, ein sehr schlichtes, aber herrlich weiches Jäckchen für meine Zweitjüngste, die mittlerweile hauptsächlich Kleidchen trägt und ganz, ganz unbedingt ein zartes Jäckchen braucht, so als zweite Schicht auch an kühleren Sommermorgen. Im Juli wird sie 5. Das richtige Alter für ein wenig Seide, denke ich.

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ein bisschen ausser-gewöhnlich

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Habt Dank für eure guten Wünsche! Sie scheinen Gutes gebracht zu haben, denn die Natur hat wunderbare Dienste geleistet, und ich fühle mich nach all der Rumliegerei und Erholung wieder fit wie ein Turnschuh. Auch wenn es paradox klingt; diese Grippe war wohl das Beste, was mir passieren konnte. Meine Reserven sind wieder gut gefüllt und ich habe neue Motivation geschöpft, neue Lust aufs Leben. Wie viel ein paar Tage Nichtstun doch bewegen… Ein paar Tage, manchmal Stunden nur, in denen man sich befreit von jeglichen Gewissensbissen und den permanenten Selbstanforderungen, produktiv zu sein, etwas zu bewegen, zu leisten, weiter-zu-bringen, sich selbst oder Ideen und Dinge. Selbst wenn wir ausruhen und uns’re Seele baumeln lassen… muss doch immer mindestens das Strickzeug raus oder wir setzen uns nur-mal-eben-rasch an die Nähmaschine- und ignorieren erfolgreich, dass sich das mittlerweile vielleicht schon gar nicht mehr so sehr nach Erholung anfühlt, sondern bereits wie… neuer Stress, Freizeitstress oder wie auch immer, jedenfalls wie etwas, das ganz klar mehr von unseren Kräften und Nerven frisst als erneuert.
Mir ist das erst kürzlich so richtig bewusst geworden. Wie das so läuft manchmal. Mit dem Handarbeiten. Mit dem Selbermache. Und dem Ausruhen. Und schlagartige wusste ich auch, warum ich irgendwann aufgehört habe, meinen Strickkorb zum Beispiel mit in den Gottesdienst zu nehmen. Weil ich unterbewusst wohl realisiert habe, wie stark mich das Vor-mich-hinstricken doch auch ablenkt von dem, was um mich herum passiert, ein Effekt, der mir abends auf dem Sofa, wenn ich den Tag ausbaumeln lasse, ganz gelegen kommt, dann aber wiederum ganz und gar nicht das ist, was ich eigentlich will, dann nämlich, wenn ich da sein möchte, präsent, aufnahme- und reaktionsbereit.
Aber wie dem auch sei.  Gestrickt habe ich natürlich trotzdem, als ich krank war. Und zwar absolut und zu 100% gerne, akustisch äusserst nett untermalt von “Das Erbe des Zauberers”, einem echt empfehlenswerten und faszinierend intonierten Hörbuch (Man muss sich ein wenig reinhören zu Anfang, der Start hat auch mich nicht grade aus den Socken gehauen, aber dann wirdes besser, viel besser…).
Das Projekt, an dem gestrickt habe und immer noch stricke, Abend für Abend, ist so langweilig wie Hörbuch-ideal: Ein Paar stinknormale Beinstulpen aus schwarzer Wolle, für mich diesmal, was sie gleich noch langweiliger macht, denn die Arbeit zieht sich wirklich eeeeewig dahin, in immer wieder gleichen Runden, ohne dass wenigstens eine Ferse die Monotonie durchbrechen würde. Aber ich brauche Stulpen. Unbedingt. Für all meine Kleider und die Leggins, die ich darunter trage. Ohne fühle ich mich einfach nicht recht angezogen, vor allem, wenn ich Schuhe anhabe statt Stiefel. Manchmal behelfe ich mir mit einem Paar Jeans, die mag sehr unter einem lockeren Kleid oder einer bunten Tunika, aber so langsam sind alle meine Jeans zerschlissen und löchrig, und ich bin so ein bisschen in Richtung minimalistischer Kleiderschrank abgedriftet, also ansatzweise zumindest, und zögere jedes Mal, wenn es ein Stück zu ersetzen gilt… Darum müssen Stulpen her, keine Frage, denn Leggins habe ich noch drei Paar, allesamt noch blutjung und tragfertig.
Apropos: Habt ihr das Foto von meinem Wäscheschrank gesehen? Ah… meine ganz persönliche Augenweide gerade. Lange, lange, viel zu lange lag dort alles kreuz und quer und immerzu unordentlich durcheinander, aber gestern habe ich mir ein Herz gefasst und einmal gründlich Ordnung geschaffen. Weg kam nur wenig, schliesslich haben wir hier doch eine ganze Reihe Betten zu beziehen, aber ich habe alles neu gestapelt und so sauber wie möglich gefaltet und dann sogar noch beschriftet (mit einem Washi Tape, der nicht recht hält). Jetzt sieht alles so organisiert aus, dass ich am liebsten den lieben langen Tag vor den offenen Schranktüren sitzen würde, nur so zum Spass und fürs Selbstwertgefühl.
Und, ach ja, apropos zum zweiten: Ein totaler Selbstwertbooster war auch mein Nachmittagsprogramm gestern, eine exklusive Einladung in die Pausenhalle zum “Länderessen” in der Schule, wo zwei meiner Knilche ihren kulinarischen Beitrag stifteten für das riesengrosse und einfach hinreissend bunte, liebevoll gestaltete Buffet aus lauter fremdländischen Speisen (Kind2 machte einen “Russischen Salat” und meine Grosse, bzw. Kind3, seine jüngere Schwester kam mit “Scones mit Sahne und Gomfi” von einer fröhlichen Backrunde bei ihrer Tante Je).
Es war einfach… grandios. Und wunderschön. All die Platten und Schälchen, die schnuckligen Dekorationen und hinreissend krakelig beschrifteten Menutäfelchen. Ich konnte mich kaum sattsehen. Dafür sattessen. Und vollsaugen mit fröhlichstem Stimmengewirr und Wuseligkeit und diesem wahnsinnig erfüllenden Gefühl, Teil eines grossen Ganzen zu sein, in dem ich mich einfach nur wohlfühle und weiss, dass auch meine Kinder gut aufgehoben sind darin.
In letzter Zeit taucht öfter einmal das Wort “Segen” in meinen Gedanken auf. Und auch in meinen Texten, das merke ich selber, wo ich mich ganz bestimmt mehr als nur einmal wiederhole und Sachen wiederkäue, die eigentlich wohl längst ausgeschöpft sind, zumindest für jemanden, der das alles hier liest und darauf wartet, endlich mal wieder etwas Neuem, etwas ganz anderem zu begegnen, als immerzu der alten Leier… Aber andererseits spüre ich, dass sehr viel Kraft in genau dieser Wiederholung liegt; Den Segen immer und immer wieder zu sehen und vor allem zu spüren… das bringt ganz viel Ruhe in mich und in meinen Lebensalltag.
Und den nehme ich nun mit, in mein heute, in mein morgen, den Segen dieser guten, ein kleines bisschen ausser-gewöhnlichen Tage…

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vom Krankenbett

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Ein Blick auf mein Krankenlager, auf Wolle, Strickzeug und ein Tagebuch, in dem ich vor allem die Momente festhalten will, die mir gut tun, mich freuen, mir mehr zeigen von meiner… allertiefsten und persönlichsten Ur-Vision eines “glücklichen” Lebens. Ich tue mich ja häufig schwer mit so wichtigen Dingen wie Dankbarkeit, Gelassenheit oder Vergnügtsein, darum wühle ich gerade ein bisschen in diesen Themen und nagle mich selber mit kleinen Fingerzeigen daran fest: “Schau mal, Bora, hier warst/ bist du doch wirklich gesegnet, oder?”
In der Tat fühle ich mich sehr gesegnet und dankbar in dieser Krankheitsphase gerade: Ich habe wahnsinnig viel Unterstützung erfahren dürfen und konnte liegen, schlafen, mich ausruhen, soviel wie ich es wollte und brauchte. Es ist schön, mich einmal nicht kümmern zu müssen, sondern einfach… Körper und Seele baumeln zu lassen. Auch wenn ich mir ein bisschen schäbig vorkomme, weil andere die ganze Arbeit für mich erledigen, und ich, während die Kinder zB. bei Oma sind, doch so viel Zeit und Musse hätte für eine Runde Saubermachen…
Aber nein. Nein. Ich bleibe liegen. Nachdem ich bereits vier meiner Kinder durch diese Magendarmgeschichte begleitet habe, weiss ich mittlerweile, wie tückisch dieser Virus (?) ist. Er hat so seine Fata Morgana-Momente, in denen man sich weitaus gesunder und vitaler fühlt, als man es tatsächlich ist und jede Aktion dann doppelt büssen muss, mit Bauchweh und neuem Fieber und allem. Manchmal muss der Verstand sein Veto einlegen.

So aber, entspannt auf dem Sofa oder im Bett, ein Hörbuch am Laufen (das hier gerade, ist absolut toll gelesen!) und mit ganz viel Zeit zum Denken oder auch mal einfach Nicht-Denken… so ist mir das Kranksein, oder vielmehr, das langsame Genesen… eigentlich gar nicht mal so unwillkommen…
Auf Kaffee und Essen, das kein Zwieback ist, freue ich mich aber trotzdem!

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