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Classic Cuffed Hat

Heute war ich mit den Mädchen beim Trödler und hab lauter Trödel gekauft: Ein weich gewaschenes Sweatshirt, weil ich keinen Pijama mehr habe und mir nachts jeweils kalt wird nur im T-Shirt oder in den dünnen Trägerkleidchen, die ich immer als Nachthemden verwende. Eine Baumwollstrickjacke, die farblich exakt zu meinem grau-schwarzen, bestickten Gudrun Sjöden Jerseykleid passt, das ich gerade so gerne trage. Ein Puzzle mit Katzen drauf. Und meine Grosse hat ihr Taschengeld für einen winzigen Plüschteddy und eine kleine Schneekugel ausgegeben, in der eine Eule im Schneegestöber sitzt.
Das Puzzle und die Schneekugel werden wohl nicht überdauern; sie sind schlecht gearbeitet und definitiv keine Keeper, sondern tatsächlich bloss Trödel, den wir uns eigentlich hätten verkneifen können. Aber im Brocki werde ich immer sofort ganz schrecklich spontan. Vor allem wenn ich mit den Kindern dort bin und meine Sinne immerzu zwischen Ware und Nachwuchs hin-und herswitchen. Die Nervosität macht mich unaufmerksam und löst so eine Art Fluchreflex in mir aus.
Manchmal ist spontan eben einfach nicht gut.
Manchmal schon.
Im Fall dieser schlichten Wollmütze hier war es haargenau das Richtige: Gesehen beim Strickcafé auf Instagram, fast zeitgleich angeschlagen mit einem dicken Ball „Tosh Chunky“ aus meinen Vorräten und dann praktisch in einem Wusch fertig gestrickt. Ich komme mir vor wie Cäsar. Kam, sah, siegte. Auf jeden Fall war es eine feine Sache, an dieser Mütze hier zu arbeiten, die Wolle ist (endlich) weg, das Stricken war ein Klacks und das Resultat überzeugt auf der ganzen Linie: Die „Classic Cuffed Hat“ hat eine schöne, klassische Form mit einem spannenden Kreuz in der Krone, das von den Abnahmen herrührt und eine Abwechslung bietet zu den spiralförmigen Abnahme-Formen, mit denen ich bisher immer gearbeitet hatte. Dank der extradicken Wolle (Chunky) wird einem schön warm und die grosse Grösse passt allen, angefangen von meiner 6Jährigen, die einfach das ganze Bündchen umkrempelt, über mich und meine halbwüchsigen Söhne bis zu meinem Liebsten. Diese Mütze ist so quasi „eine für alle“ und genau darum sympathisch: Sie passt immer. Auch vom Stil her. Klassisch eben.
Da ich dickere Wolle verwendent habe als in der Anleitung von Purl Bee angegeben, habe ich von der Maschenzahl her die mittlere Grösse gestrickt (Child), aber alle Höhenangaben (in Runden) der Erwachsenengrösse beibehalten. Mit einem Nadelspiel Nr. 4.5 für das (sehr hohe) Bündchen und Nadeln Nr.5 für den glatt rechten Hauptteil wurde das Maschengeflecht dicht aber trotzdem locker und extrem anpassungsfähig.

Mittlerweile ist auch das Garn angekommen, das ich ursprünglich für dieses Projekt geplant und extra dafür bestellt hatte: Ein Strang wunderschön dunkelgrüner „Malabrigo Merino Worsted Forest“, den ich einfach umwerfend finde vom Farbton her und der genau das ist, was ich mir für mich selber gewünscht hatte. Dieser Kauf war ebenfalls sehr spontan. Liebe auf den ersten Blick, also ziemlich unüberlegt, denn wenn ich mich recht erinnere, wären meine guten Vorsätze punkto Wollkauf und Konsum ja ganz anders, mehr so Richtung Genügsamkeit und Langsamkeit und bewusst und so. Aber nun ja… Mir ist einfach gerade so danach. Nach schnellen Anfängen und Unbeschwertheit. Nach spontan. Nach funky Strickfröhlichkeit. Das Leben ist einfach schon ernst genug.
Also packe ich wann immer ich kann mein Strickzeug aus, lasse meine Lieblingssongs laufen. Kenton Chens „Hey Jude“ Cover, das mir den alten Beatles Song doch noch schmackhaft macht und Pomplamoose mit ihrer Lace-Stimme und einem ihrer grossartigen Mashups. (Funk! Mein Herz will Funk!) Und ich stricke. Schnell, mit wippendem Fuss und schön im Takt. Perfekt! So soll es bleiben.

PS. Kenton Chen gehört übrigens zu meinen Lieblingssängern. So ein kleines Männlein, aber seine Ausdruckskraft ist gigantisch. Ich könnte mir keinen Mann vorstellen, der Aretha Franklins „I say a little Prayer“ schöner und feinfühliger und stimmlich leichtfüssiger interpretieren könnte als er. Er vermittelt einfach wahnsinnig viel Spass, finde ich. Ob funky. Oder mit ein bisschen mehr Swing (ja! Bitte!). Wenn ich ihn singen höre muss ich immer lächeln.
Vielleicht sollte ich ihn auf Dauerschlaufe einstellen.

 

 

 

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Ein DICKES Dankeschön an euch…

… schicke ich jetzt einfach mal ganz bildlos zu euch raus. Ich danke allen, die sich extra gemeldet haben wegen meinen Blog-Sörgeli!!!! Da scheint was im Busch zu sein, „Schluckauf meines Anbieters“, wie Rosi so schön schreibt, hihi. Ein richtiges Update in allen Blog-Bereichen scheint immer näher zu rücken…
Heute abend, so habe ich mir vorgenommen, möchte ich endlich wieder einen Post schreiben, nichts Besonderes, bloss so dies und das, aber ich habe so Lust aufs Schreiben und überhaupt… Gerade geht es mir prächtig! Sommerleicht fühle ich mich, was schön ist und ungewohnt und eher selten der Fall. Ich hoffe nur, die Knirpse halten mich nicht ausgerechnet heut‘ abend wieder bis zur Geisterstunde besetzt… Bis dann- ihr seid die Besten!

Bora

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like Insta 213

Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Die letzte Farbe ist angeschlagen: „Seta Tweed“ in Schwarz. Ich bin mir plötzlich nicht mehr so sicher wegen der Farbkombination. Es wirkt dunkel, verstrickt viel dunkler als im Knäuel, und weniger gesprenkelt als der Rest der Farbblöcke, doch dann wiederum habe ich keine andere Farbe entdecken können, die besser passen würde, nicht mal das Grau, das ich usrprünglich eingeplant hatte. Oder vielleicht doch…?
Das sind die Strick-Momente, die ich gar nicht mag. Die zögerlichen, unsicheren, wo man nie weiss, ob die Reihen, die man gerade strickt nun bleiben werden oder sowieso wieder aufgeribbelt werden müssen…

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like Instagram 167

Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

 

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Neulich trafe ich diese wunderbare Überraschung hier an: Ein Schuhgestell, sauber organisiert und beschriftet. „Mamas Schuhe“, „Papas Schuhe“, ein Abteil für jedes der Kinder und -und das fand ich irgendwie besonders süss und vielsagend- ein Plätzchen, beschrieben mit „Omas Finken“.
In meiner Grossen scheine ich endlich, endlich, endlich so was wie eine verbündete Seele gefunden zu haben in meinem Kampf gegen das Chaos. Ein echter Hoffnungsschimmer am Horizont. Auf jeden Fall werde ich mein Bestes tun, dieses zarte Pflänzchen der Organisationssehnsuch in ihr zu hegen und zu pflegen…

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