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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Und das war heute das Tagesziel: Rauskommen. An die Sonne. Und den fiesen Haarlingen zuleibe rücken, die unseren 7 Meerscheinchen übel mitgespielt haben. Unser altes, ehemals ordentlich dickes “Flöckli” (die wir irgendwann wegen ihrer Wuchtigkeit nur noch “Flocke” nannten) hat sichtbar abgenommen und sich innerhalb einer Woche so zerkratzt, dass ihre eine Gesichtshälfte halb schwarz wurde vor lauter Krusten. Das arme Tier. Sie ist so ein Schatz, ein unglaublich liebes, sanftes, gedudliges Tier. Der Rest der Truppe kam um einiges besser mit den Biestern in ihrem Fell zurecht, keine Abmagerung, kaum Fellverlust oder Kratzwunden, aber ich war doch froh, als wir Donnerstag endlich zur Tierärztin konnten…
Die Tiere wurden behandelt (Spritze!), kamen in ein Übergangsquartier, und heute wurden Stall und Gehege auf Herz und Nieren geprüft, von Kind2 mit Hochdruckreiniger ausgespritzt und der Standort im Garten versetzt. Nun muss alles trocknen, dann wird desinfiziert (womit eigentlich?) und die nächsten beiden Holzhäuschen bei 100 Grad im Ofen für 40 Minuten ausgbacken.
Der nächste Termin beim Tierarzt ist in etwa 8 Tagen. Spritze Nr. 2, dafür die letzte. Dann dürfen unsere Meerschweinchen wieder zurückziehen in ihr altes, wohlbekanntes Zuhause. Ich hoffe bloss, sie (und wir) bleiben vor einer neuen Haarling-Invasion verschont. Woher die nämlich genau kamen, ist uns noch immer ein Rätsel…

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DAS hier war mein Tagesziel heute:
Ordnung in dieses fröhliche Durcheinander an Pappkartonhöhlen, zusammengeschusterten Pokémon-Firgur-Welten, Puppengeschirr und sonstigem Kinderglückskram zu bringen.
Nun, wir haben’s geschafft.
Und jedes Mal, wenn ich vor dem Aufräumen und vor allem vor dem Wegräumen leicht zögerlich denke “Oh, wie schade, damit wollen sie vielleicht ja nochmals spielen”, merke ich, kaum habe ich den Staubsauger ausgesteckt: In einem frisch geputzten und schön aufgeräumten Zimmer spielen sie sogar noch viel, viel lieber. Und viel länger.

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Peace Schal

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Ich gehöre zu der eher melancholisch veranlagten Sparte Mensch, der vieles sehr nahe geht und die nach einer schlechten Nachricht, nach Schwiergkeiten, Enttäuschungen oder starken Veränderungen immer eine ganze Weile braucht, bis sie sich wieder aufgerappelt hat und es schafft, neu ausgerichtet und mit frischem Mut nach vorn zu blicken. Und weiter zu gehen.
Viele dieser für mich schwierigen Momente und Situationen kann ich hier nur bruchstückhaft und leicht verschlüsselt einfliessen lassen, schliesslich ist das Web weit und nachtragend und da ist ja auch noch meine Familie, aber ich gebe mir Mühe, ehrlich zu bleiben und keine heilen Welten vorzugaukeln, wenn ich mich gerade fühle, als würde ich ganz am anderen, am dunkleren Ende leben.
Das letzte halbe Jahr hielt eine ganze Menge düsterer Fleckchen für mich bereit, durchzogen von Lichtungen, Sonnentagen und Glühwürmchenmomenten, für die ich immer dankbar war und dankbar bin. Jeder braucht hin und wieder etwas, das einem Sonne ins Herz zaubert und einem zeigt, wie geliebt und umsorgt und versorgt man doch ist. Ein warmherziges Gespräch voller Zuspruch, ein Überraschungspäckchen, die ersten gelben Blümchen über der noch so kalten Erde, das überschwängliche Lob der Lehrerin beim Standortgespräch des Kindes, der Termin beim Tierarzt, der die armen Meerschweinchen endlich von Milben und blutig gekratzten Stellen befreien wird.
Auch das “Projekt Peace” war so ein leuchtender Fixstern für mich, in einer Phase dieses Winters, die mir ganz besonders zu schaffen machte. Zu wissen, dass ich eine Zeit lang jeden Tag einen kleinen Blogpost vorfinden würde, mit ermutigenden Gedanken, Ideen und jeder Menge Ansporn, mehr Frieden in mein Leben zu bringen, das kam mir vor wie ein Anker auf offener See, der mein Bötchen ein Stück weit festhielt und mir helfen konnte, immer wieder zur Ruhe zu kommen. Strickend.
Ich habe so gerne an diesem Schal gestrickt. Das Muster war einfach und trotzdem spannend und das Garn (“Asia” von Lang ind der Farbe “Navy” und ganz schmal an der Abkettkante in “Gold”) eine wunderbare, babyweiche Wahl (obschon es doch immer ein bisschen enttäuschend ist, wie rasch sich der herrliche Perlmuttglanz der noch unberührten Knäuel während dem Stricken verliert und wie schnell das Gestrick altert). Ich habe mit einer 80cm langen Rundnadel Nr. 3.5 gestrickt und volle 3 Knäuel Garn verbraucht. Mit nur zweien kam mir der Schal einfach zu schmal vor- und viel zu weit. Nach 150gr. verstricktem Garn gefiel mir dann wenigstens die Schalhöhe. Was die üppige Weite anging; Ich kam mir immer unangezogen vor, wenn ich meinen Peace Schal -der zu Anfang noch, genau nach Anleitung gestrickt, ein Rundschal war- schlabbernd und schlotternd um den Hals hängen hatte. Auch zweimal rundum geschlungen blieb er für mein Empfinden zu weit und zu strukturlos, und dreimal wickeln liess er sich dann trotzdem auch wieder nicht, ohne dass ich das Gefühl hatte, es würde mir die Kehle zuschnüren…

Was tun also? Mit einem über lange Wochen möglichst sorgfältig aus eher luxuriöser Wolle gearbeiteten Strickschal?
Na klar: Aufschneiden!

Meine Mutter, die damals (wie heute *hüstel*) meine Nähmaschine leihweise bei sich zuhause in Gebrauch hatte, nähte mir mit einem dichten Overlockstich zwei eng nebeneinander liegende Bahnen senkrecht durchs Gestrick. Und ich schnitt dann beherzt mit der Schere drauflos, einen langen, trennenden Schnitt genau zwischen diesen beiden Nähten. Dann nur noch locker einmal mit festen Maschen die Schnittstellen umhäkeln, fertig. Bereit, doch noch getragen zu werden.

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Allerdings nicht von mir; Gestern vormittag ist er, versehen mit meinen allerherzlichsten Grüssen und einem winterlichen Geschenkanhängerchen von meinem Mädel, zur Post gebracht und verschickt worden. Zu der netten, alten Dame in meiner Kirchgemeinde, für die er von Anfang an gedacht gewesen war.
Möge er auch ihr Frieden bringen. Davon gibt es nämlich einfach noch nicht genug auf dieser Welt.

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Heute Nacht habe ich geträumt, ich hätte ein altes, düsteres Häuschen gekauft, eine Art Holz-Baracke. (“Was ist eigentlich eine Baracke?” hat meine Grosse gestern gefragt. Vielleicht hat mein Gehirn das dann irgendwie in meine Träume hineinkombiniert?)
Ich erinnere mich nur noch an wenige Sequenzen dieses Traumes, aber ich glaube, mich zu erinnern, dass dieses “Haus” sehr einsam, in einer unguten, waldigen Gegend stand. Vor allem aber: Es spukte darin. Im einen Zimmer hauptsächlich, im Wohnzimmer, glaube ich (Ich erinnere mich wage an Teegeschirr und ein misslungenes Teekränzchen oder so was). Der Geist war unsichtbar und kein guter. Er machte uns krank. Uns drehte sich buchstäblich der Magen um (keine Details, versprochen, Fakt ist, dass ich und eines der Kinder gerade tatsächlich ein bisschen schwach auf dem Magen sind).
Ich weiss nicht mehr, ob wir zum Schluss dann ausgezogen sind.
Über die herrlichen Blumen, die mir gestern jemand Liebes nach dem Gottesdienst überraschend geschenkt hat, freue ich mich trotzdem. Ich habe sie in der Eile einfach achtlos in ein Weckglas gestopft (eine Schande!), aber auch ohne Arrangement finde ich diese starken, optimistischen Farben heute schlichtweg umwerfend. Und der nette Gedanke lässt seine Schönheit gleich doppelt für mich leuchten.

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