Sonntagsfreude: Blinddate

Für einmal auch ich:
Am Sonntag einen Blick auf die vergangene Woche richten: Bild(er), Worte, Gedanken… die ein Lächeln ins Gesicht zaubern, einfach gut tun oder ohne große Erklärung schlicht und einfach eine 

Sonntagsfreude sind :)

Idee von Maria von Kreativberg, gehostet von RitamitHandundHerz

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Ok. ganz  blind war dieses Treffen zwar nicht, aber doch schon so was wie fast, und aufgeregt waren wir beide auf alle Fälle auch wie es sich gehört für ein Date wie dieses, eines der besonderen Art…
Doch jedes Fitzelchen Lampenfieber hat sich gelohnt; Rita ist in Real genauso sympathisch wie sie aussieht, so fröhlich wie ihre Stimme jeweils klang am Telefon und voll von lebensfrohen, kreativen Ideen, genau wie ihr Blog, den ich schon mitlese seit ich bloggermässig denken kann…
Ein wirklich guter Entscheid, dieser Schritt aus der virtuellen Kameradschaft raus ins waschechte Leben. Auch wenn er mich einiges an Mut gekostet hat, eine regelrechte Sonntagsfreude!
Gell Rita, das machen wir wieder einmal!

Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, besondere Tage, über das Bloggen | 6 Kommentare

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Ich kann es kaum glauben: Ich streiche! Ein Möbel! Lila!
Nur noch heute abend die allerletzten Pinselstriche,
und nach einer Nacht Trocknungszeit gehört dieses kleine, lila Regal wieder mir.
Zum Neu-Befüllen und Wohnenmit.
Ich freu’ mich!

Veröffentlicht unter berührt, Dankbarkeit, Familienalltag, Farben, Fundstücke, kreativ am Rande, Themen-Reihen, what makes me happy, Zuhause | 2 Kommentare

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Und wo wir gerade beim Thema “Hand-Werk” sind; Wie froh es mich macht, endlich, nach einem halben Jahr nackter lila Wände im Schlafzimmer ein paar Nägel einzuhämmern und geherzte Kinkerlitzchen ausfzuhängen… das kann ich eigentlich gar nicht in Worte fassen.

Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, Dankbarkeit, ein Bild erzählt, Familienalltag, Zuhause | 2 Kommentare

Hand-Werk

Zur Zeit läuft viel, so viel… Und nicht immer schaffe ich es, meine Kräfte zu dosieren oder mir die Freude zu bewahren an dieser Art von Leben, so sehr und kompromisslos mittendrin im Familienleben, dass für anderes, für ein paar Momente ausserhalb dieses Hauses und dieses liebgewonnenen Kreises… eigentlich rein gar keine Möglichkeiten mehr sind…
Es gibt Augenblicke, wo ich mich sehr leer fühle, leergeliebt und leergeschenkt.
Und dann gibt es wiederum Augenblicke, die kommen wie Helden, die er-füllen mich und nähren. Mit Kraft, mit Begeisterung, mit Freude und Dankbarkeit, und schaffen es, jenen Funke in mir wieder zu entzünden wird, der mich bei alldem am Leben hält…
Hauptakteure dieser heilsamen, beseelenden Momente sind oftmals… Hände. Meine Hände. Die grossen oder kleinen Hände meiner Liebsten…

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Wenn meine Kinder spielen und werkeln, einfach nur Kind sind und dieses Haus, diesen Garten gerade damit zum Zuhause machen, indem sie sich mit Leib und Seele, mit Hand und Herz einbringen und Spuren hinterlassen, in ihrer ganzen herrlichen Unordentlichkeit.
Wenn ich abends, sobald die Kinder schlafen, alles stehen und liegen lasse und mich mitsamt meinen Strickkrämereien ausbreite auf dem grossen Himmelbett im gelben Kinderzimmer, freie Stunden, unterbrochen zwar von Still-Intervallen und dem einen oder anderen Kleinkindertränchen (Durchschlafen? Gibt es so was wirklich?), aber trotzdem genossen in vollesten Zügen, genossen wie Honigbrot.
Meine Hände, emsig und langsam müde aber beherzt, während sie fast zwei Stunden lang über 60 Schokoladenmuffins backen. Für ein grosses Familientreffen, zu dem ich -offen gestanden- überhaupt nicht gehen wollte (dieser Stress im Vorfeld ist grade schlichtweg zu viel für mich) und vom dem ich dann aber ganz erfüllt und beflügelt wieder nach Hause kam (liebe Kiki, liebstes Tanti *winkewinke*, es war einfach herrlich, euch wieder zu sehen !)
Das Blättern in meinen allerliebsten Handwerksbüchern, tropfend voll von Ideen und Augenschmäusen und ein Spiegel meiner geheimsten Hausfrauensehnsüchte (Platzdeckchen! In Patchwork! Wie konnte ich bloss all die Jahre ohne auskommen???)
Der Anblick von naturgrauer Merinowolle, versponnen von Brigitte, gehalten von meiner Kleinen, deren Knubbelärmchen und wachsweiche Kleinmädchenfingerchen mich nach wie vor entzücken, als sähe ich sie zum ersten Mal. Irgendwie zieht mich dieses wuschelweiche Grau grade magisch an. Ganz ohne Ziel und Zweck. Einfach so, aus dem Nichts heraus. Auch diese Art von Inspiration macht eigenartig froh.
Genauso wie der Zauber des Neu-Anfangs, wenn mein Mädchen urplötzlich neugierig wird aufs Nadeln mit Filz und Faden und in die Fussstapfen ihres grossen Bruder tritt mit einem grossen Wunsch und tapferen Fingerchen, die der Nadelspitze trotzend Stich für Stich setzen, Gold auf Grün, Gelb und Blau.
Besonders gut tut mir zur Zeit aber das Streichen. Oder sagen wir, bisher eher die Vorbereitungen dafür. Ich habe Farbe bestellt und ausgepackt, erste Teststriche gepinselt und wieder verworfen und heute Kind1 dabei zugesehen, wie er mit Schleifpapier und Brumm-Maschine Lackspäne hat fliegen lassen. Jetzt stehen unten in der Laube eine angeschliffene Gartenbank (die definitv nicht minzgrün wird) und ein vorbereitetes Bücherboard, auf das ich mich schon freue wie wahnsinnig, wahnsinnig mit Pinsel und Kalkfarb-Topf in der Hand. Morgen! Lila! Wie schön!
Nicht schön hingegen ist der Sumpf, der einmal mein Gartenbeet war. Die Kohlrabi modern vor sich hin, Zuchetti und Gurke sind noch keinen Zentimeter gewachsen. Dafür schimmeln die Himbeeren und Apfel- und Kirschbäumchen verfärben ihre Blätter, als wäre es Herbst (und hoffentlich kein Feuerbrand! *argh*) Aber was soll man machen? Schimpfen und Hadern? Vielleicht ein bisschen. Klönen und Klagen befreien die Seele und machen einem das Herz ein wenig leichter bei all dem Grau und Kühl draussen. Und irgendwann scheint dann wieder die Sonne. Innen wie aussen.
Darauf vertraue ich. Bei Regenhudelwetter. Und in anderen düsteren Momenten.

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