Frühlingspause

DSC_6562Seit ein paar Tagen schon -oder waren es Wochen?- habe ich den Eindruck, die Zeit sei wieder einmal reif für eine kleine “stille Zeit” hier im Blog. Ein wenig Frühlingsferien abseits vom Computer und der ganzen Texterei.
Ganz still wird es vielleicht gar nicht werden, erfahrungsgemäss überkommt mich genau in den Zeiten, die ich als Urlaub vom Bloggen deklariere, die allergrösste Schreib- und Posting-Lust, aber mal sehen, ein paar ruhige Tage müssten schon drin sein…
Vornehmen will ich mir unter anderem: Stricken nach Herzenslust (jupiiii! Ich freu’ mich schon!), das Vorplanen-Üben für den jeweils nächsten Tag (Stichwort “organisiert gegen das Chaos”), ein wenig mehr Zeit zum Beten und Bibellesen (mein Glaubensleben könnte wirklich lebendiger sein…) und -auch ganz wichtig- pflichtbewusst dieselbe fixe Nachtruhe, mit der ich mir gerade die letzten vier, fünf Tage enorm ent-lastet und definitiv ver-schönt habe, weil ich richtig ausgeschlafen einfach ein netterer und lustigerer Mensch sein kann. Und damit wohl auch eine bessere Mutti.
Ich schicke euch schon mal allerliebste Pausengrüsse und danke jedem von euch für jede nette Zeile, jedes Mit-Lesen, jedes freundliche Wort, das mich hier von euch erreichen darf!

Veröffentlicht unter Augenblicke, über das Bloggen | 10 Kommentare

berührt: angerichtet

“Berührt” heisst für mich;
Einmal pro Woche möchte ich mein Augenmerk auf all die Dinge und Momente richten,
die mich wirklich berühren.
Wo mich etwas  inspiriert, anrührt, wo ich fühle, spüre, zum Denken komme.
Wo sich etwas bewegt, innen im Verborgenen oder ganz greifbar und sichtbar vor meinen Augen.
Mal voller Freude, mal nachdenklich oder sentimental, mal montags, mal sonnabends, wortreich oder stumm…
So wie es im Augenblick gerade richtig scheint.
(Und wer immer mitmachen möchte, ist ganz herzlich eingeladen.)

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Den ganzen Samstag über lachte die Sonne über unserem kleinen Garten, und die Mädchen spielten so schön und ausgedehnt draussen in der Laube, dass mir ganz leicht wurde ums Herz. Wunderbar war es, einfach nur Wunder bar.
Lange Zeit arbeiteten sie Hand in Hand beim Herrichten kleiner Vogel-Nischen, verstreuten Meerschweichen-Kornfutter an ausgesuchten Stellen im Rasen oder auf dem Weglein rund ums Gartenhaus, füllten einen Holz-Setzkasten mit Heu-Halmen, Schneckenhäusern und Körnchen… Und sie arrangierten diese Stelle hier (ein Stück des Holzgerüsts, aus dem unsere Laube besteht) als eine Art Vogel-Tankstelle, bestückt mit allem, was Vögel so brauchen:
Blätter (ja, wozu eigentlich?), Wasser, Futter und Stroh für den Nestbau.

Heute regnet es bereits den ganzen Tag, die Meerschweinchen haben kein Körnerfutter mehr und wir fühlen uns alle irgendwie schlapp und ein kleines bissschen neben den Schuhen.
Doch ich könnte schwören; Noch nie hatten wir so viele Spatzen in dieser Gegend…

Veröffentlicht unter Augenblicke, aus meinem tagebuch, berührt, Familienalltag, Kinder, Natur, Themen-Reihen, what makes me happy | 1 Kommentar

Status quo

Manchmal bin ich selber erstaunt, wie viel sich von dem, was in mir abläuft in meinem Strickkorb wiederspiegelt. Bin ich nervös, angespannt und irgendwie nicht recht mit mir im Reinen, dann läuft es oftmals auch nicht reibunglslos mit meinen genadelten Projekten. Dann lasse ich zu viele Maschen fallen, verliere ständig den Überblick über die nächsten Schritte im Muster und muss noch häufiger aufribbeln und Fehler korrigieren als sonst.
Umgekehrt ist es genauso. Sobald das Stricken mehr mit sich bringt als Freude, Entspannung und kleine Schauer von Erfolgsgefühlen, sobald ich merke, dass das Stricken mich hernimmt statt mir Kraft zu schenken, wirkt sich das auch auf mein normales Bora-Ich aus, auch ausserhalb meiner kleinen Strickinselzeiten.

Die letzten paar Tage (Wochen schon?) waren ziemlich schwierig, was das anging. Wahrscheinlich kann man bereits schon von einer Art Kurzzeit-Strickkrise sprechen. Nichts wollte mir gelingen, nichts mich so richtig von Herzen begeistern, und egal, was ich auch anpackte, es lahmte irgendwie von Anfang an…

DSC_6549Die blaue Mütze, an der ich arbeite zum Beispiel -eine weitere Hackberry aus einem Strang Madelinetosh DK in der Farbe “Deep”- lässt mich bei jeder Masche zaudern und zögern. Sie ist so schrecklich langweilig. Die langweiligste Mütze, die ich je gestrickt habe, scheint mir. Andererseits; Manche Menschen mögen es, langweilige Mützen auf dem Kopf zu haben. Sie tragen dann vielleicht bunte Tücher oder gefärbte Locken, und weil diese  hier für jemand sehr Ausdrucksvolles bestimmt ist, wo auch mal starke Farben zum Zug kommen wie Knallrot, Marine oder leuchtendes Magenta, könnte ich mir vorstellen, dass eine Mütze ohnehin immer ein Nebenbei-Accesoir bleiben wird, das gut und gerne auch mal ein wenig langweilig aussehen darf.
Andererseits… würde es nicht viel hübscher aussehen, die kleinen Links-Maschen-Sprenkel des Musters in Gold oder Ocker zu stricken und sie damit richtig leuchten zu lassen…? Allerdings würde das bedeuten: Alles nochmals aufribbeln, einen weiteren Strang Wolle bestellen und neu beginnen- mit der allerersten Jaquard-Arbeit meines Lebens…

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Mit meiner beige-braunen “Rosa” (aus Drops “Safran”) bin ich nach wie vor nicht sehr weit gekommen. Das Strickmuster löst immer wieder Wellen von Unsicherheit und Überforderung in mir aus, was vor allem daran liegt, dass ich wirklich kein Profi bin in Sachen verkürzte Reihen und so und jetzt einfach durch muss, durch diese Erfahrung.
Verkürzte Reihen im Perlmuster. Ein echter Brocken.
Aber wir werden es schaffen, jawohl. Irgendwie und irgendwann. Schön wäre es natürlich, wenn meine Kleine spätestens im Juli dann ein fixfertiges “Rosa”-Sommer-Kleidchen auf dem Gabentisch vorfinden würde…

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Schwierig gestaltet sich auch das Häkeln meines Häkelteppichs. Ich habe vor einer ganzen Weile schon begonnen, alte T-Shirts und Leggins in Streifen zu scheiden und zu kleinen Bällen gewunden aufzuheben. Für einen Teppich. Für irgendwo. Zuerst habe ich in Reihen gehäkelt, doch die Stoffstreifen sind dermassen unregelmässig dick und dünn geraten, dass er schauderhaft krumm und schief wurde. Ausserdem habe ich noch immer nicht kapiert, wie man richtig wendet und mache ständig Fehler dabei, so dass ich entweder plötzlich viel zu viele Maschen vor mir habe oder viel zu wenige *grummel*
Mein neuer Versuch, jetzt in Spiralform, bringt neue Problemchen mit sich, diesmal mehr farbliche. Ich habe nämlich mit viel zu viel Weiss gestartet, dann radikal kräftige Töne genommen- Und jetzt, wo die Runden weiter werden und mehr Stoff brauchen, gehen mir die Farben aus. Einzig Lila und andere sanftere Töne liegen noch in meinem Korb.
Mal sehen. Vielleicht soll es ja einfach ein regelrechter Flickenteppich werden, geschaffen völlig zufällig aus allem, was sonst nirgendwo mehr gebraucht werden kann…

DSC_6561Zu meiner “Annabel Cardigan” kann ich nicht viel mehr sagen als: Gut so. Wie sie aussieht, wie das Garn (handgesponnen von einer alten Frau aus der Region) sich verstrickt, wie das Muster vorankommt: Gut so. Wirklich.
Nur dass mir auf halbem Weg und noch bevor ich auch nur einen der Ärmel angestrickt habe, die Wolle auszugehen droht, vermag dieses Stückchen Strick-Idylle zu trüben. Nun denn, möglicherweise sieht eine “Annabel Weste” ja auch ganz nett aus…

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Zu guter Letzt noch; die Erlösung. Mein Glücksgriff-Projekt wahrscheinlich, das mich mit all diesen Strick-Dilemmas aussöhnen könnte.
Die beiden Knäuel des edlen, unglaublich soften, schmusekuschligen Garnes “Asia” von Lang, die ich mir vor etwa eineinhalb Jahren ganz spontan in einem Woll-Laden gekauft hatte, standen ganz oben auf der “Die müssen doch für irgendwas gut sein”- Liste.
Ich meine; So weich! So elegant! So vielseitig!
Am liebsten hätte ich ja etwas für mein Babykind daraus gestrickt (perfekt für zarte, sensible Babyhaut, finde ich), doch weil ich Babysachen auch waschen möchte und meine Kinder sich austoben, nach Lust und Laune bewegen und ausleben sollen, tendiere ich eher zu Baumwolle oder robusteren Garnen in diesem Bereich, für mein kleines (Noch-)Krabbelkind auf jeden Fall.
Aus der roten, schimmernden “Asia” wirde deshalb ein Schaltuch werden. Ein kleines nur wahrscheinlich, denn mit knapp 100gr. komme ich wohl nicht sehr weit, aber ein hübsches, denke ich doch. Lisa Mutch’s Dreiecksschal “Zilver” sieht nämlich genauso edel und fein aus wie das Garn, aus dem er entstehen soll..

Veröffentlicht unter Stricken | 17 Kommentare

like Instagram 84

Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram.

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Taucht auf wie aus dem Nichts, zurück aus der Versenkung:
Hello Kitty.
Auch diesmal (da kommt wohl keiner dran vorbei)
Gemalt von meiner Kleinen.
Aber hey; auch das ist Kinderkunst…

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