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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
Kurz und bündig und spontan. Ohne Umweg direkt aus dem wahren Leben.
Fast wie bei Instagram

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Ich mal wieder am Schalstricken.
Für Kind2 in einem zweiten (oder gar dritten?) Anlauf.
Und ich mal wieder am Aufribbeln, die Arbeit eines ganzen Strickabends, weil mir da plötzlich schien, dicke, fette, einhalbGarnknäuelhohe Blockstreifen wären doch echt mal was anderes. “Aber Mama, das sind doch jetzt keine Streifen mehr…”
Hm. Kommunikation ist alles. Von jetzt an frage ich lieber einmal mehr nach…

Veröffentlicht unter Augenblicke, Stricken, Themen-Reihen | 7 Kommentare

Wochen-Ende

DSC_9307* bei Kerzenschein noch ein bisschen träumen vom Landleben *

DSC_9428* kniffelkleine Fortschritte im Kinderzimmer bewundern gehen *

DSC_9426* den ersten Coleslaw meines Lebens machen *
(meine Kleinste ist ganz verückt danach, der Rest das Bande eher weniger)

DSC_9381* in hunderttausendundzwei Buchgeschichten eintauchen *

DSC_9427* ein weissgestrichenes Brett an die Wand dübeln. Und mich unsinnig freuen daran *

DSC_9404* die Küchen erfüllen mit Kinderlachen, Schokoduft und ziemlich viel Geklecker *

DSC_9419* Schokocupcakes schnabulieren, nicht hübsch, aber köstlich und mit Liebe gewürzt *

DSC_9371* wieder Ordnung schaffen. Überall. Immerzu *

DSC_9367* weitermachen. Voller Vorfreude *

Es war ein wunderbares Wochenende. Sehr intensiv, sehr tüchtig und lebhaft und unordentlich, aber irgendwie trotzdem ausbalanciert.
Das Leben fühlt sich vollkommen anders an, sobald mein Energiehaushalt stimmt. Schöner. Besonders das Familienleben, wo ich immer wieder die grossen und kleinen Wechsel der verschiedensten Gemütslagen eingermassen handeln sollte, da ein Tränchen abwischen, dort ein paar ernste Worte anbringen, hier vermitteln und anderswo ermutigen, ermuntern, anleiten. Und dann bin ich ja auch noch da, ich mit meinen Höhen und Tiefen und einem auch nicht unbedingt ausgeglichenen Charakter und vielen kleinen Hungern, die gestillt werden wollen…
Es ist einfach schön (und für mich ein kleines Wunder), wenn ich es schaffe loszulassen. Wenn ich das Haus als Werk, Lebens- und Spielort betrachte und mich befreie vom Anspruch alles im Griff zu haben. Wenn die Kinder so wirklich Kinder sein dürfen, in der Küche klecksen und von drinnen nach draussen und wieder zurück stapfen mit Kram und Dreck an den Schuhen, spielen, vertieft und frei und chaotisch ohne dass ich gleich in Panik gerate, weil mir alles über den Kopf zu wachsen droht.
Ich glaube, was ich mir eigentlich wünsche als Mutter ist, mit dabei sein zu können, in aller Ruhe und mit der Geduld, die es braucht. Mitleben, mitgehen, mitspielen- und es dann auch schaffen, jedes meiner Kinder zum Schluss wieder zurück zu pfeifen und beim Wegräumen, Ordungschaffen und Saubermachen anzuleiten. (Das finde ich manchmal echt schwierig)
Ich mag es, wenn das Leben lebendig ist. Ich mag Kinderprojekte und das Zusammensein in all seinen Facetten. Aber ich liebe es auch, wenn alles sein Plätzchen hat. Ich liebe Strukturen und Schönheit und die Ruhe eines ordentlichen Raumes.
Zwei Gegenpole, nicht unvereinbar, aber schwer zusammen zu bringen…

Nun, ich arbeite daran. Ein Wochenende wie dieses macht Mut. Es lässt ahnen, dass vieles möglich ist, wenn die Balance stimmt und ich selber ausgeruht bin, zufrieden, satt und erfüllt von guten Dingen und Momenten.
Den morgigen Tag einer neuen Woche wieder mit einer brennenden Kerze beginnen… das nehme ich mir vor zum Abschluss.

Veröffentlicht unter aus meinem tagebuch, Dankbarkeit, Familienalltag, Themen-Reihen, what makes me happy, Wochen-Ende, Zuhause | 4 Kommentare

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Manchmal möchte ich Dinge mit-teilen, ohne allzu viel Lebenszeit vor dem Bildschirm verstreichen zu lassen…
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Aus alt wird… naja auch nicht unbedingt neu, aber immerhin neu wieder tragbar.
Meine Kleinste auf Wollsocken durchs Haus laufen und vor allem unsere hölzernen ziemlich schlipfrigen Treppen rauf und runter steigen zu lassen, käme mir fast schon… fahrlässig vor. Das Kind rutscht und schlittert in einem fort. Also keine Wollsocken. Und auch keine Pantoffeln, denn keines der Kinder konnte sich bisher je an klobige Dinger an den Füssen gewöhnen, es sei denn, sie werden draussen getragen, was scheinbar eine vollkommen andere Sache sein muss. Merkwürdigerweise mochte auch keines diese weichen (oftmals wunderschön handgemachten) Kleinkinderfinkchen mit Ledersohlen unten dran. Ich glaube wegen der Gummizüge über dem Spann. Und mir wiederum kam es immer so vor, als würden auch Ledersohlen auf unserem lackierten Holzdielen nach kurzer Zeit rutschen wie auf Eis…
Trotzdem; es ist Winter. Das Haus ist kalt. Ich trage permanent wollige Strümpfe und Pantoffeln und finde, kleine Füsschen könnten ein bisschen Wärme ganz gut vertragen, also tupfe ich Latexmilch auf die alten, roten Wollsocken, die ich zwei Kinder vorher schon für eines meiner Mädchen gestrickt habe. *SeeliginErinnerungenschwelg*
Dass meine Kleinste punkto warmer Füsse offensichtlich nicht ganz meiner Meinung ist und nach zwei, drei Schrittchen Wollsocke Nr. 1 ganz bestimmt schon wieder in der Ecke liegt, macht mir nicht viel aus. Ich habe mein Bestes gegeben. Nackte Füsse haben definitiv den sichersten Halt auf Holztreppen und Co. Und irgendwie ist es doch immer der gute Gedanke, der zählt…

PS. Es hat mich enorm gefreut, so nette Sachen über den grünen Pulli im letzten Post lesen zu dürfen…! Wie schön! Von Herzen also ein dickes, fettes Dankeschön an euch da draussen!!!

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Boathouse Mini

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Schneebilder. Doch noch. Und mitten drin an der alten Wäscheleine ein grüner Kinderpulli. Ein “Boathouse Mini” mit langen Ärmeln, aus drei Strangen “Madelinetosh DK” in der recht frischen Farbe “Leaf” mit kontrastierenden Bündchen aus ca. 50gr. Tosh-Wollresten diverser Garnstärken.
Mein Mädchen liebt ihn jetzt bereits über alle Massen. Ich habe einges falsch gemacht bei diesem Pullover, aber, ja, sie liebt ihn.
Obwohl er ihr zu gross ist im Grunde (Grösse 8) und die Ärmel zu lange und zu weit geraten sind.
Obwohl der weite Ausschnitt sich ein wenig zu rasch ausdehnt über ihren schmalen Schultern (da wrde ich wohl noch eine Runde anhäkeln müssen…)
Obwohl ich plötzlich beim einen Ärmel 5 Maschen mehr auf den Nadeln hatte als beim anderen.
Obwohl auf der Vorderseite noch das kleine Täschchen fehlt, das ich ihr versprochen habe.

All das kann sie nicht schrecken. Da ist einfach zu viel, das sie so richtig gerne mag:
Die Farbe, die ich selber ohne ihr gutes Zureden wohl nie im Leben in meinen virtuellen Einkaufskorb gelegt hätte (viel zu quietschig für mein sanftes Farbengemüt). Die angenehme Lockerheit der Maschen (Nadeln Nr. 4.5 für den Körper, Nadeln Nr. 3.5 für die Ärmelbündchen), die nicht einengt und trotzdem schön wärmt. Der halsferne Ausschnitt, der -gerade weil er so weit ist- nicht kratzt auf der Haut.
Man kann mein Tochterkind ungeheuer leicht beeindrucken mit selbstgemachten Handarbeiten. Und mich wiederum kann gerade sie ungeheuer leicht glücklich machen mit einem kleinen Lächeln beim ersten Anprobieren, glücklich mit ihrer Dankbarkeit und Freude, so glücklich, dass ich ihr am liebsten augenblicklich das nächste wollige Geschenk anschlagen würde…
Die perfekte Aufwärtsspirale.

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